Posts by Jochen Halbey

    Moin moin,


    einen Umbau hat es nicht gegeben. Allerdings sind 1942 die Schutzschilde ausgetauscht worden gegen diejenigen, die auch auf den Zerstörern vom Typ 1936 A zum Einsatz kamen. Das Geschütz selber blieb unberührt (siehe: Breyer/Koop, "Von der Emden zur Tirpitz", Band 2, Verlag Wehr und Wissen, Koblenz u.Bonn 1981).


    Schöne Grüße


    Jochen

    Moin Gustav,


    Du meinst bestimmt: Siegfried Breyer, "Schlachtschiffe und Schlachtkreuzer 1905-1970". Nun, die Wahl ist nicht sehr gut. Das Buch wurde redaktionell 1969 fertig und erschien 1970. Damals waren aber bei deutschen Schiffen kaum eigene verläßliche Daten zugänglich, erst in den 70-er und 80-er Jahren erhielt man von den Aliierten mehr und genauere Unterlagen. So sind die Panzerdicken wie auch die inneren Unterteilungen der Breyer-Skizzen falsch. Seitdem ist viel Wasser die Elbe heruntergeflossen, ich besitze mittlerweile eine Kopie des Werftplans der SPEE. Die besten Publikationen über die Panzerschiffe stammen von Gerhard Koop und Klaus-Peter Schmolke. In dem Buch "Die Panzerschiffe der Deutschland-Klasse" (Bernard u.Graefe Verlag, 1993) sind sehr gute Skizzen aller drei Panzerschiffe. Aber: eben nur schematische Skizzen, die zeigen nicht die tatsächliche Konfigurationen! Bei diesem Verlag kann man sogar die Konstruktionspläne der LÜTZOW in 1:200 erhalten, da sieht man, wie kompliziert die Spanten im Bereich der Panzerung waren.
    Es war nicht meine Absicht, Dich zu veranlassen, Dein Modell zu ändern, gebaut ist gebaut. Aber manchmal ist es ja ganz gut, den Unterschied von Dichtung und Wahrheit zu kennen. Es gibt eben KEINE sichtbaren Materialunterschiede im Bereich der Panzerung, wie die Photos zeigen, da helfen die Skizzen auch nichts. Ansonsten gilt der Spruch: man sollte keine Eulen dazu bewegen, tags zu fliegen...


    Schöne Grüße


    Jochen

    Moin Gustav,


    mittlerweile bin ich aus dem Urlaub zurück, da will ich noch mal auf das Thema Panzerung zurückkommen, allerdings nur noch kurz.
    Die KM benutzte 2 Arten von Panzerstahl: Wotan-hart (Wh) und Wotan-weich (Ww). Wotan-hart wiederum gab es in den Varianten zementiert und nicht zementiert. Wh sollte Geschosse direkt zur Explosion bringen und damit am Durchschlagen des Stahls hindern. Ww hingegen war leicht verformbar und sollte das Geschoß zwar den Stahl durchschlagen lassen, aber das Geschoß nach dem Durchschlagen zur Explosion bringen, um das dahinter liegende Panzerdeck zu schützen. Die DEUTSCHLAND hatte den oberen Panzer aus 80-mm-Wh bis etwa zur Mitte des Wulstes, darunter kam ein Panzer von 50 mm Wh bis weit unter die Wasserlinie. Oberhalb des oberen Panzers gab es eine Splitterschutzwand von 17 mm Ww, darüber bis zum Oberdeck einfachen Schiffbaustahl von 15 und 10 mm Dicke. Der obere Panzer war bei der DEUTSCHLAND außen aufgebracht. Bei der SCHEER ging man in allem den umgekehrten Weg: oben 50 mm, unten 80 mm, Panzerung von innen aufgebracht. Bei der SPEE kam zum ursprünglichen Panzer-Scheme der DEUTSCHLAND zurück. Nun wäre es blödsinnig, in eine Panzerung Bullaugen zu schneiden, entsprechend ging die obere Panzerung nur bis knapp unter die Bullaugenlinie, das reichte, um das Panzerdeck zu schützen. Beim Bild der SPEE ist das sehr gut zu sehen. Bei beiden ist der Panzer auf den Ww-Splitterschutz aufgebracht - eben nur außen der eine, innen der andere. Die kräftige Schweißnaht darüber hat einen besonderen Grund: die Wotan-Panzerungen war gut verschweißbar, aber nur mit Spezial-Kathoden, die schon damals sehr knapp waren. Da erfand man ein sog. Schweißband, das zur einen Seite gut mit Wotan verschweißbar, auf der anderen Seite mit Normalstahl. Das sparte Kathoden, war aber auch deutlich zu sehen. Was Du da am Bug für eine Panzerung gehalten hast, ist der Übergang von 17- und 18-mm-Stahl zu Normalstahl, da wurde etwas weggeschliffen.
    Ein anderer Fehler geistert weiterhin durch alle SCHEER-Modelle: die Navigationsbrücke. Die wird überall als zu beiden Seiten verbreitert dargestellt. Das war sie aber nicht. Die Stumpfpyramide wurde einfach über der Navigationsbrücke abgeschnitten, die beiden nach hinten offenen Windhäuschen auf beiden Seiten blieben erhalten, das waren die gleichen, wie auf der SPEE - siehe Bild.
    Das bisher einzige hervorragende Modell der SCHEER ist die Selbstkonstruktion von Werner Keller (Jahrgang 51) hier im Forum - da stimmt einfach alles!


    Schöne Grüße


    Jochen

    Gerade habe ich ein halbe Stunde einen Beitrag hereingetippt, der die Spezifika der Panzerung bei der Km erläuterte, mit einem Foto zum Abschluß. Aber diese Foren-Software war nicht in der Lage, den Beitrag hereinzustellen. Schließlich war ich ja angemeldet und im Beantwortungsstatur - da wurde mir immer wieder gezeigt, ich sei in einem verbotenen Bereich. Also kein Beitrag von mir, diese Foren-Systematik ist mir schlicht zu bescheuert.


    Jochen

    Moin Gustav,


    hier ein Bild der SCHEER von 1936, da ist keine außen aufgesetzte Panzerung zu sehen. Alle Bilder mit außen aufgesetzter Panzerung zeigen die SPEE. Die beiden waren nach dem letzten Turm-Umbau der SCHEER zum Verwechseln ähnlich. Erst der letzte Turm-Umbau der SPEE (nur noch ein Scheinwerfer am Turm) zeigt wieder große Abweichungen - bis dann der Total-Umbau der SCHEER kam.


    Schöne Grüße


    Jochen

    Moin Wolfgang,


    auf die Bagger bin ich eigentlich nicht gut zu sprechen, weil sie bei Cuxhaven hinter der Kugelbake das Wattenmeer zumüllen und verschlicken - aber andererseits können die Bagger gar nichts dafür, sie führen nur aus, was inkompetente Bürokraten an ihren Schreibtischen ausbrüten.
    Jedenfalls ist Dein Modell eines der tollsten, das ich in den letzten Jahren gesehen habe, es kann sich durchaus mit den vielen B-Schiffen vergleichen lassen. Wie auch die lange Bauzeit und die winzigen Kleinteile zeigen. Einfach meisterhaft! Und der humorvolle Baubericht, mit all seinen feinen Facetten, sucht auch seines gleichen. Wunderbar!


    Liebe Grüße


    Jochen

    Moin Ulrich,


    bei jsc gibt es einen für seine Zeit sehr typischen Dampf-Eimerbagger in 1:100 mit dem Namen FRIESLAND. Der ist nicht nicht extrem detailliert, läßt sich also prima auf 1:250 verkleinern - und bei Bedarf noch ordentlich verbessern.


    Schöne Grüße


    Jochen

    Moin Wolfgang,


    da hast Du mal wieder ein großartiges Modell abgeliefert - wie immer! Deine Entscheidung hinsichtlich der Detaillierung ist sehr nachvollziehbar, und ist Dir ganz vorzüglich gelungen! Hut ab - und sei stolz auf dieses grandiose Schiffsmodel!


    Schöne Grüße


    Jochen

    Moin Peter,


    ich kann Dir nur sagen, wie das Semaphor in Cuxhaven war: eigentlich immer schwarz. Ende des 19-ten Jh. erbaut, änderte es im Laufe seines Bestehens mehrmals das Aussehen, wohl aber nicht die Farbe. Ich mache die Einschränkung "eigentlich" und "wohl" deshalb, weil auf älteren Photos "schwarz" nicht unbedingt auch schwarz bedeutet.


    Schöne Grüße


    Jochen

    Moin Fiete,


    was die Poller- und Aufbau-Farbe betrifft, möchte ich Dir teilweise widersprechen. Mag sein, daß man heutzutage tatsächlich ein einheitliches Braun für die Aufbauten benutzt, aber das war nicht immer so. In den 60-er Jahren lag eines Tages in Cuxhaven neben der ATLAS die BUGSIER 26 am Pier. Die Aufbauten hatten eindeutig nicht das gleiche Braun. Und dann begann man auf der ATLAS, die Aufbauten neu zu streichen. Wieder ein anderes Braun. Man wird wohl kaum von Hamburg her Farbe nach Cuxhaven geschickt haben, wenn man eine ähnliche Farbe im Ort auch erhalten kann. Dann: eine frische Farbe sieht anders aus, als eine alte. Und bei Licht anders als bei Schatten. Hierzu ein Bild der GOLIATH.
    Auch bei den Pollern gab es kein einheitliches Bild. Mag sein, in Hamburg waren die Deckel wohl alle schwarz - das macht auch Sinn, sie waren ja fast täglich im Einsatz. Anders war das bei den Schleppern in Brunsbüttel, Kiel, Cuxhaven oder Bremerhaven. Da waren die Pollerdeckel meist weiß, die Schiffe lagen ja meist in Bereitschaft und sollten sauber aussehen. Dazu ein Bild der BUGSIER 3 in Brunsbüttel.
    Nebenbei: das Passat-Braun ist etwas zu dunkel, zu "braun". Beim Download für die anderen Schlepper ist das Braun wieder etwas roter und heller.
    Wie dem auch sei - ich wünsche Dir viel Spaß und Erfolg bei diesem Kleinod!


    Schöne Grüße


    Jochen

    Moin Lars,


    die Sache mit den Maschinenraum-Oberlichtern war das größte Problem der konventionellen Schlepper. Im Maschinenraum war es sehr heiß, also öffnete man meist die Oberlichter, auch bei Schleppmanövern, weil man davon ausging, der Kapitän würde schon "ordentlich" manöverieren. Wie das ausgehen kann, werde ich hier mal kurz zeigen (damals war ich Augenzeuge).
    Die ITALIA soll 1954 an den Cuxhavener Steubenhöft herangebracht werden, der Schlepper FAIRPLAY I soll dabei assistieren. Der Schlepper läuft von achtern auf und übernimmt die Schlepptrosse. Hier schwappt noch Bugschwall gegen Bugschwall. Nun nimmt der Schlepper Fahrt auf, und dann kommt der Moment, wo der Schlepper freiläuft und nur noch dem Bugschwall des Riesen ausgesetzt ist - und der drückt das Schlepper-Heck weg, dessen Bug nach links driftet. Das ist der heikelste Moment des Monövers, meistens geht es gut, aber oft auch nicht. In diesem Fall wurde der Schlepper nach links gedrückt, und damit vor den Bug der ITALIA. Auch das wäre kein Problem gewesen, wenn nicht die Maschinenraum-Oberlichter und ein paar Türen geöffnet gewesen wären. So aber schoß das Wasser sofort in das Schiff herein und brachte es zum Kentern und zum Untergang, zwei Menschen ersoffen. Ähnlich erging es der MERKUR 1934, als sie von der ALBERT BALLIN überrollt wurde. Der FAIRPLAY-Schlepper schaffte das noch einmal. Und einige Bugsier-Schlepper auch mehrmals...


    Schöne Grüße


    Jochen

    Moin Lars,


    die Sache mit dem einseitigen Spillkopf ist bei Schleppern sehr weit verbreitet gewesen. Es brauchte eigentlich nur eine Seite, um von achtern nach vorne Trossen durchzuziehen. Die DANZIG z.B. besaß sowohl vorne wie achtern eine Winde, die beide auf der linken Seite einen sehr breiten Spillkopf besaßen, mit dem sie sowohl nach vorne wie nach achtern Trossen durchziehen konnten. Dem entsprechend war vorne wie achtern eine Klüse ins Schanzkleid eingesetzt, die in der Regel dichtgesetzt waren. Auch bei den Bugsier-Hafenschleppern war meistens bei der achteren Winde der linke Spillkopf breiter und konte nach vorne durchziehen. Auch hier hatte das Schanzkleid vorn und achtern Klüsen. Und selbst bei der ATLANTIC von 1962, einem Vorläufer der OCEANIC, waren die Spillköpfe und Klüsen wie bei der DANZIG vorn und hinten.


    Schöne Grüße


    Jochen

    Moin Kurt,


    die MEERKATZE hatte keinen Heckfender. Den brauchte sie auch nicht, sie war ja kein Hafenschlepper und fuhr bei jedem Wind und Wetter bis nach Spitzbergen. Für die Davits habe ich mal zwei Bilder beigefügt, die zeigen ganz gut die Funktionsweise: die Davits selber waren durch Scharniere mit der Reling verbunden. Die Stützstreben hatten jeweils oben und unten auch Scharniere. Die Streben selber bestanden aus 2 Teilen, das untere Stück besaß innen ein Gewinde, das in das obere Stück mündete. Wenn man an einer Spindel drehte, wurde die Strebe länger und drückte so die Davits nach außen. Übrigens ist eine Meerkatze keine Mietze, sondern ein kleines Äffchen.


    Schöne Grüße


    Jochen

    Moin moin,


    bei dem Korrekturbogen habe ich mal beim Längsträger die Entfernung von oberer Heckspitze zur vorderen Bugspitze nachgemessen und mit dem Orininalbogen verglichen. Der Korrekturbogen bietet ca. 0,4 mm mehr an Länge, ebenso verhält es sich mit dem Abstand der quadratischen Umrandung in der Breite. Ich bin mir nicht sicher, ob das so sein soll, vielmehr vermute ich einen Skalierungsfehler meines Druckers, da habe ich eigentlich immer Probleme mit pdf-Dateien - im Gegensatz zu cdr, da stimmt es immer.
    Ansonsten: herzlichsten Dank für die Korrektur!


    Schöne Grüße


    Jochen

    Moin Kurt,


    die beiden Kreise sind Kohlen-Luken, denn die MEERKATZE führte neben Frischwasser auch Kohlen für die Fischdampfer mit. Es ist überhaupt unglaublich, was es alles auf diesem Schiff gab: eine Zimmermannswerkstatt, eine Maschinenbauwerkstatt, ein komplettes Lazarett, eine Wetterstation, eine meeresbiologische Station und vieles mehr. Schlauchtrommeln gab es nicht, die Schläuche wurden im hinteren Aufbau im Geräteraum aufbewahrt. Es gab ein gutes Buch über eine 7-wöchige Fahrt mit dem Schiff: Hans Georg Prager, "Orkan in Höhe Bäreninsel",Frankh'sche Verlagsanstalt, Stuttgart 1953. Das Buch ist bestimmt über ZVAB.com zu erhalten, es sind auch Decksrisse und Seitenplan drin, allerdings sehr simpel und nicht ganz fehlerfrei.
    Noch viel Spaß bei Bau des Äffchens!


    Schöne Grüße


    Jochen

    Moin Helmut,


    was Du da vorhast, ist sehr mutig - Hut ab! Für den Fall, daß Du es nicht weißt, zwei Tips:
    das Buch "Titanic im Detail" von Tom McCluskie, Konstruktionszeichnungen und Originalaufnahmen, Bechtermünz Verlag, London und Augsburg 1998, ISBN 3-8289-5335-2. Ein toller Bildband mit vielen grandiosen Photos der Innereinrichtung, aber auch vom Bau, den Maschinen und vielen wichtigen Details. Ist beim ZVAB für EUR 12,- zu haben.
    Dann noch das Papership-Modell-Portrait Nr.36 von Reinhard Lachmann hier im Download-Bereich. Ein exzellenes Modell auf WHV-Basis.
    Ich wünsche Dir viel Erfolg und Spaß beim Bau!


    Mit schönen Grüßen


    Jochen

    Moin Commodore,


    damit keine Mißverständnisse auftauchen: die Flügel befanden sich unter dem hinteren, feststehenden Teil des Hallendaches. Das vordere Dachteil wurde über das hintere geschoben, und zwar mit Muskelkraft. Dazu hatte das vordere Hallendach auf jeder Seite vorne und hinten jeweils vier Handgriffe. Das vordere Hallendach wurde direkt bis an den hinteren Aufbau herangeschoben und dort festgesetzt. In geschlossenem Zustand wurde es an der Vorderseite mit Bolzen verankert. Und es befanden sich zwei Flugzeuge im Hangar, eines im hinteren, tieferen Teil, eins im vorderen auf der Hebebühne. Anbei ein Photo des geöffneten Hangars (Marine-Arsenal, Band 19, Schwerer Kreuzer PRINZ EUGEN, Podzun-Pallas 1992).


    Schöne Grüße


    Jochen

    Moin Wolfgang,


    bisher ist dir alles unglaublich gut gelungen - Hut ab bis tief auf den Boden! Sogar den Durchgang zwischen vorderem und mittlerem Aufbau für die Munitionszufuhr der Mittelartilerie hast zu nicht vergessen. Das wird die erste echte SCHEER in Karton. Weiter so und viel Spaß!


    Schöne Grüße


    Jochen

    Moin Maik,


    laß Dir ruhig Zeit damit, gehe das erst an, wenn Du unbedingt locker und entspannt bist. Vor dem Verbinden der Bordwandteile optimal gut vorformen und dann millimeterweise verkleben. Das ist mein Rat.
    Ich bin bestimmt ein "alter Hase", abe wie ich damals die Bauanleitung studiert hatte und begriff, ich darf erst die Bordwände von der vorderen Mitte bis zum Heck ankleben, den Bug aber unverklebt lassen, da kriegte ich erst das kalte Grausen, dann Angstperlen auf der Stirn.
    Aber wenn man das alles genau beherzigt, dann wird das Ergebnis optimal. Man fragt sich dann hinterher: warum habe ich so viel Angst gehabt, das ging doch alles ganz locker.


    Schöne Grüße


    Jochen

    Moin Wolfgang,


    da hast Du den ersten RICHTIGEN "Absäg-Turm" der Umbau-SCHEER geschafft - alle bisherigen waren nämlich falsch (WHV, jsc etc.)! Der Pyramiden-Turm wurde über dem "Ruderhaus" schlicht und einfach abgesägt - die links und rechts angesetzten "Windhäuschen" blieben erhalten und gehörten NICHT zum "Ruderhaus" - alle anderen haben das bisher falsch dargestellt: das "Ruderhaus" auf beiden Seiten mit den "Windhäuschen" zu einer Einheit erweitert.
    Klasse! Mach weiter so!


    Schöne Grüße


    Jochen

    Mit "Wulst" meinte ich den unteren Bereich der Außenhaut, der nach außen abgeknickt ist und unter Wasser dann "wohlgerundet" zum Schiff "zurückkehrt". Dieser Wulst war bei SCHEER und SPEE nur knapp über der Wasserlinie angesetzt, bei der DEUTSCHLAND erheblich höher.


    Schöne Grüße


    Jochen

    Moin Wolfgang,


    das sieht ja schon erstklassig aus, vor allem die Mall-Rundung von der Außenhaut zum Oberdeck ist Dir gut gelungen. Allerdings ist Dir der Wulst zu hoch geraten, der setzte tiefer an. Auch ist achtern an der Außenhaut der Übergang vom Oberdeck zum tiefer liegenden Achterdeck zu rund geraten, der war sanfter gebogen. Beides entspricht eher dem Rumpf der DEUTSCHLAND als dem der SCHEER.
    Das beiliegende Photo entstammt dem Band: Koop/schmolke,"Vom Original zum Modell: Pnzerschiffe der Deutschland-Klasse". Bernard & Graefe Verlag, Bonn 1993.


    Schöne Grüße


    Jochen

    Moin ihr Nordlichter,


    ich schaue jedesmal mit einer gewissen Wehmut Eurem Treiben zu - schließlich bin ich ja auch eigentlich ein Nordlicht, meine Jugend verbrachte ich in Cuxhaven. Seitdem fahre ich mindestens zweimal im Jahr wieder hin, um das Meer zu sehen, zu riechen, zu schmecken, sonst werde ich krank. Für euer Treffen ist es mir allerdings für die kurze Zeit zu weit.
    Und nun zu Euern Bildern. Den einen oder anderen kenne ich von Bremerhaven her, die anderen, die ihr Konterfei im Avatar haben, erkenne anhand dieser Bildchen. Die anderen Teilnehmer aber erkenne ich nicht, und das ist sehr schade. Könnte nicht einer von Euch mal kurz eine "Vorstellung" herstellen, etwa Bild Nr... von links nach rechts... - ich meine, das wäre doch was. Wenn man sich von Angesicht zu Angesicht kennt, ist meistens die Kommunikation auch erheblich besser.


    Schöne Grüße


    Jochen

    Moin Robert,


    ich besitze zwar eine große Menge Bilder von der HIPPER, die meisten aber habe ich von Jürgen Waldmann erhalten. Der baut zur Zeit auch die HIPPER, allerdings als Fahrmodell in 1:100, und er hat vorher sehr gründlich recherchiert. Das von Leon zitierte Bild des Schiffes aus der Bauphase zeigt nicht unbedingt besagte Nische. Zwar ist auf der rechten Hangarseite die Kante senkrecht und nicht schräg, aber daraus auf den Bau dieser Nische zu schließen, ist reine Spekulation. Man darf nicht vergessen, daß damals keine ganzen Wände verbaut wurden, sondern immer nur einzelne große Platten. Der Hangar kann also durchaus ein paar Tage später anders ausgesehen haben.
    Ich füge mal zwei Bilder an, auf denen besagte Nische nicht zu sehen ist. Das eine, sehr bekannte Bild zeigt das Schiff in Brest. Da sieht man ganz links die Spindel, mit der die schräge Hangarwand aufgeklappt wurde. Diese Spindel befand sich an der hinteren Außenkante des Hangars, also ist dort der Hangar auch zu Ende. Auf dem anderen Bild sieht man auch nicht diese ominöse Nische.
    Auf dem von Leon zitierten Bild kann man aber etwas anderes sehr gut sehen - nämlich warum die Flugzeuge verkehrt herum in den Hangar gesetzt wurden, also mit dem Schwanz nach vorne: dort befindet sich nämlich die schräge Abdeckung der Abgasrohre der hinteren Kesselräume, hier wäre kein Platz für die Schwimmer des Flugzeuges gewesen. Darum auch ist der Hangar vorne höher als hinten. Man bedenke, der Hangar wurde erst konzipiert, als das Schiff schon im Bau war.


    Schöne Grüße


    Jochen

    Moin Peter,


    bei Saeman Ätztechnik gibt es diverse Gitter. Die kleinsten: Maschenweite 0,4 mm, Stärke 0,1mm; Maschenweite 0,7 mm, Stärke 0,15 mm; Maschenweite 1,0 mm, Stärke 0,2 mm. Außerdem gibt es einen Maschenzaun 11,5 mm Höhe, der läßt sich aber in der Höhe gut halbieren oder noch kleiner zuschneiden.


    Schöne Grüße


    Jochen

    Moin Wolfgang,


    die Boote sind hervorragend geworden, besser geht es nicht!
    Für alle Interessanten: das Elektrokabel sollte einadrig sein, das läßt sich besser formen und behält die Form bei. Mehradrige Kabel haben die Tendenz, sich in die Ursprungsform zurückzubiegen, auch wenn man den Kabelkern entfernt hat. Sehr gute Ergebnisse erzielt man auch mit Blumendraht, den gibt es in verschiedenen Dicken. Aber: je dicker, desto schwieriger zu biegen. Er taugt also nur für etwas dünnere Schlauchboote. Und die Naht kaschiert man genau so, wie Wolfgang gezeigt hat.


    Schöne Grüße


    Jochen

    Moin moin,


    was die Panzerung anbetrifft: es gab in der Tat am Bug und am Heck eine leichte Panzerung bis über die Wasserlinie, am Heck aber nicht ganz bis zum Achtersteven. Auf den nachfolgenden Bildern kann man das ganz gut erkennen: Bug HIPPER, Heck PRINZ EUGEN, Heck SEYDLITZ, Panzerung BLÜCHER (hellgrau). Die PRINZ EUGEN erhielt übrigens vor Norwegen einen Torpedotreffer am Heck, das genau an der Stelle, wo die Panzerung aufhörte, abknickte. Die Bilder entstammen dem Band: Breyer/Koop, Von der Emden zur Tirpitz, Band 2, Verlag Wehr & Wissen, Koblenz/Bonn 1981.
    Was genau hier beim Modell am Heck genacht werden soll, weiß ich nicht, weil ich den Bogen nicht besitze. Ich vermute aber, da soll der Bereich der Wasserlinie "eleganter" gestaltet werden.


    Schöne Grüße


    Jochen

    Moin Bastian,


    die Nikon D80 ist eine Super-Kamera, die kannst du mit Deinen angedeuteten Alternativen auf keinen Fall überbieten. Suche mal, ob Du noch ein Nikkor D 28-105 erhalten kannst, ob neu oder gebraucht (ist schon "uralt"), das ist ein absolutes Super-Objektiv mit Macro-Einstellung - ich weiß, wovon ich rede! Alternativ schau mal nach bei den zur Zeit gängigen Nikon-Micro-Objektiven, oder bei Tokina. Da hast Du mehr von, als von dem "anderen Zeugs"!


    Schöne Grüße


    Jochen