Posts by Richard Schultze

    Hallo Wiesel,


    Was du aus dem Modell gemacht hast ist einfach fantastisch. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass es in Zukunft als Referenzmodell fuer andere dienen wird.


    Auch deinen Erklaerungen ueber das Ladegeschirr folge ich mit Interesse. Lass mich noch folgendes dazufuegen (auch auf die Gefahr hin, dass es schon jemand geschrieben hat): Jedes Baumpaar (sie wurden normalerweise ja als Paar gefahren) haben das folgende laufende Gut:


    1. Hanger: Einer pro Baum; Dient zum auf und ab Bewegen und zur vertikalen Fixierung des Baumes.


    2. Renner: Einer pro Baum; ist das Lastseil.


    2. Aussengei (auch Preventer genannt): Eine pro Baum; dient zur ausseren Fixierung des Baumes.


    4. Mittelgei (auch Innengei genannt): Eine pro Baumpaar, ist das Gegenstueck zu den Aussengeien und dient zusammen mit denen zur horizontalen Fixierung des Baumes. Wird von eine Winde auf einem Block in der Innenseite der Nock des ersten Baumes gefuehrt und dann weiter zur Nock des Zweiten Baumes, wo es mit einem Schaeckel in einem Auge befestigt war.


    Hinzu kam noch eine Dreiecksplatte (Monkeyplate), die in jeder Ecke ein Loch hatten. In zwei Ecken ware mittels Schaeckel die Renner befestigt. und im Ddritten Loch ein Kettenvorlaeufer mit dem Lasthaken.


    Jede dieser "Seile" hatte eine eigene, elektrische Winde, mit deren Hilfe der Baum gestellt wurde. Einmal in Stellung wurden der Hanger und die Geien tight gefahren und der Baum stand bombenfest. Die Ladung wurde dann ausschliesslich mit den wie von dir beschriebenen gekoppelten Rennern bewegt.


    Wie die Baeume auf See gefahren wurden hing eigentllich von der Decksladung ab.


    In den letzten Jahren, hatten diese Schiffe in der gesamten Laenge des Haupdecks neben den Luken Containerschienen. Es wurden dann bis zu zwei Reihen Container in bis zu zwei Lagen auf beiden Seiten der Luken gefahren (die Schiffe wurden deswegen auch etwas gewagt Semi-Containerschiffe genannt). Auf Ausreise von Europa hatten wir meistens auch riesige Maschinenkisten auf den Luken. Bei einem solchen Beladungszustand konnten die Baeume nicht mehr gelegt werden und wurden zwanglaeufig aufgetoppt gefahren.


    Auf Heimreise von Suedost Asien gab es normalerweise keine Decksladung und die Baeume wurden gelegt. Das hatte auch den Vorteil, dass das laufende Gute (Draehte und Bloecke) am Baum besser zugaenglich waren und einfacher gewartet werden konnte.


    Die Diskussion ob gelegt oder aufgetoppt, war ein beliebtes Thema an Bord. Letztendlich hing es davon ab, welche "Schule" der Erste Offizier vertrat.

    Hallo Grautvornix,


    Tolle Idee und ich wuensche Dir alles Gute fuer die Umsetzung.


    Diese Schiffe haben die Hammonia Klasse im Ostasien Dienst des Hapag Llouyd abgeloest. Sie waren damals die groessten Containerschiffe der Welt. Ich bin anfgang der achtziger Jahre auf der Tokio Express gefahren. Das interessante an den Schiffen ist, das sie Doppelhuellen Schiffe waren, eine Abkehr vom traditionellen Frachtschiffbau. Die maximal Geschwindigkeit lag bei weit ueber 30kn bei einem gleichzeitigen Verbrauch von mehr als 450 t Schweroel am Tag. Zum vergleich die Hammonia brauchte bei einer Spitzengeschwindigkeit von 22 kn ca 50 t am Tag. Man merkte aber recht schnell, dass dieser erhebliche Mehrverbrauch duech die groessere Ladungsmenge nicht ausgeglichen werden konnte, was letztendlich dazu fuehrte, dass die Schiffe mit Reisegeschwindigkeiten um die 23 kn fuhren. Immerhin lag der taegliche Verbrauch dann immer noch bei ca 250 t Schweroel.


    Gruss
    Richard

    Hallo Wolfgang,


    Im Prinzip ist alles richtig. Allerdings besteht die Gangway aus zwei Teilen: Die obere Plattform und die eigentliche Gangway. Sie sind beweglich mit Bolzen verbunden, um den Tidenhub (Ebbe und Flut), bzw. den wechselnden Tiefgang des Schiffes beim Laden oder Loeschen auszugleichen.


    Wird die Gangway eingeholt, werden zunaechts the Reling abgebaut und dann die eigentliche Gangway soweit hochgezogen bis sie mit der Plattform eine Ebene bildet. Dann wird das ganze beigeklappt, ganau so wie du es gebaut hast.


    Damit das Ganze funktionoert gibts Elektromotoren, Hydraulik, einen Fahrstand und die notwendingen Draehte und Rollen. Das in 1:500 dazustellen wuerde ich schon als Microchirugie bezeichnen.


    Ich hoffe, dass Dir das weiterhilft. Grossartiges Modell und toller Baubericht.


    Gruss
    Richard

    Hallo Forscher,


    Das einfache zuerst. Normalerweise waren die Leitern zu den Kraehennesten in Mast.


    Bei den Zylindern koennte es sich um Speisewassertanks fuer die Abgaskessel handeln. Diese Kessel sind im Schornstein untergebracht. Sicher bin ich mir allerdings nicht.


    Gruss
    Richard

    Hallo Forscher,


    Typische Antwort unseres Ausbilders: Das Ruder ist am Heck, aber die Riemen sind auf den Baenken festgezurrt ;). Uebrigens die Baenke schliessen nicht buendig mit der Bordwand der Boote ab sondern liegen etwas tiefer.


    Gruss
    Richard

    Hallo Modelschiff,


    Das Thema ist schon einmal kurz nach Erscheinen des Modells hier besprochen worden. Es stimmt, die Schlitze fehlen und muessen nachgeschnitten werde. Auch die Laschen muessen entsprechend angepasst werden.


    Weiss jemand ob der Passat Verlag korregierte Boegen angeboten hat?


    Gruss
    Richard

    Hallo Rene, hallo Joerg,


    Interessantes Thema. Wie sieht dass Ganze denn bei Schiffen aus?


    Die Urheberrechte der Plaene verbleiben in Normalfall bei der Werft und die Reederei Farben und Kennzeichnungen bei der Reederei.


    Gruss
    Richard

    Guten Morgen miteinander,


    Das Modell und die Bilder in diesem Thread zeigen nicht den Original Zustand des Schiffes, sondern den Endzustand. Dass Schiff ist ein Produkt der 30iger Jahre und sah urspruenglich auch so aus (obwohl es eins der ersten Schiffe dieser Groesse mit Motoren ware). Die Silhouette ist dann spaeter modernisiert worden. Die vion aussen offensichtlichsten Unterschiede sind der Bug und die Schornsteine. Dabei ist dass Schiff nicht "in der Mitte durchgeschnitten". man hat lediglich die Bug Sektion ausgewechselt. Sehr infomativ is dass Buch "Bremen's letzte Liner" das sie Geschichte der Nachkriegs Berlin, Bremen und Europa beschreibt. Das gibt es bei Moduni.


    Jedes Schiff arbeitet in der See. Je laenger ein Schiff ist, un so besser kann man es auch sehen. Massengutfrachter z.B, machen mitunter einen ziemlichen Krach in bewegter See, weil sich die Lukendeckel auf Grund desperiodosche Durchbiegen des Schiffen auf den Lukebsuells bewegen. Wuerde ein Schiff nicht elastisch auf die Seen reagieren, wuerde es sehr schnell durchbrechen.


    Gruss
    Richard

    Hallo,


    Ja sie sind immer noch hier und ziemlich beschaeftigt. Ich hatte gestern im Hafen zu tun, dabei sind die folgenden Bilder entstanden. Leider waren die grossen Einheiten draussen.


    Bild 1 zeigt das Flottendienstboot Alster neben zypriotischen Kreuzfahrtschiffen, die fuer den Winter aufgelegt worden sind.


    Bild 2 zeigt den Tender Elbe. Der Rost auf dem Dampfer im Vordergrund hat nichts mit dem Geiz der Reeder zu tun. Aus Umweltschutzgruenden ist es heute in fast allen Haefen verboten aussenbords zu malen. Man kann das praktisch nur noh waehrend der Werftzeiten tun.


    Bild 3 zeigt die Elbe bei der Arbeit. das erste Schnellboot ist die Ozelot


    Bild 4 zeigt dass das normale Leben im Hafen weitergeht.


    Bild 5 zeigt die franzoesische Stealth Fregatte Surcouf. Sie war gestern auch hier zu Besuch. Muesste als Modell ziemlich einfach zu bauen sein, da fast alles eckig ist


    Gruss
    Richard

    Hallo Josef,


    Autos werden ganz normal an Deck / in die Luke gestellt und mit Hilfe von Draehte und Spannschrauben an sogenannten Lachaugen, die an Deck gesschweisst sind, festgezurrt. Am Auto wird im Regelfalle an den Achsen gelascht.


    Bei Panzern wird es wohl aehnlich gemacht. Ich koennte mir aber vorstellen, dass zwischen Deck und Ketten Schnittholz gelegt wurde um das Deck zu schuetzen.


    Gruss
    Richard

    Hallo Stefan,


    Braune Tueren wuerden bedeuten, dass sie aus Holz sind. Holztueren schliessen normalerweise buendig mit der Ausenwand ab. Ich wuerde Sie deshalb ueberhaupt nicht doppeln.


    Einzige Ausnahme sind die Nockentueren der Bruecke. Das sind normalerweise Schiebetueren, die mit Ihre Schienen von aussen auf die Wand aufgesetzt werden. In dem Fall muesste man die Schnitkanten einfaerben.


    Grundsaetzlich wuerde ich nur die weissen Tueren mit den abgerundeten Ecken doppeln. Die sind aus Stahl und sind von aussen aufgsetzt. Sie sind wasserdicht.


    Gruss
    Richard

    Guten Morgen,


    Mir ist leider aufgefallen, dass viel der sehr detailierten Modelle mehr oder wenige grosse Fehler haben. Es scheint aber, dass diese Fehler in den meisten Faellen mit einfachen Mitteln behoben oder ganz vermieden werden koennen. Dazu muss man es aber in voraus wissen. Ich finde es aergelich an einem Modell zu bauen, nur um in fortgeschrittenen Zustand auf eine Ungenauigkeit (oder sogar fehlende Teile) zu stossen die vermieden haette werden koennen wenn man es vorher gewusst haette.


    Ich habe deshalb die Idee die Boegen zunaechst zu kopieren und einen Probebau zu machen. Der Original Bogen wuerde man erst basierend auf den gemachte Erfahrungen verbauen. Letztendlich hat man dann zwei Modelle: einen kopierten Probebau und ein hoffentlich bessers Original.


    Darf man dass?


    Gruss
    Richard


    PS: Wer hat sich schon mal an der Deutschland 2 von WHV versucht. Ich krieg das Autodeck nicht gerade drauf. Hat jemand irgend welche Tips ?

    Guten Morgen,


    Seit einiger Zeit wird by Moduni die Albert Ballin under der entsprechende Aetzsatz von HMV angeboten. Weiss jemand wann oder ob das Model erscheinen wird ?


    Ich wuerde gerne einen Baubericht fuer die Hammonia ins Forum stellen. Leider habe ich keine Kamera zur verfuegung. Ich notiere mir aber alles was meiner Meinung nach beim Bau helfen koennte und werde es hier zur gegebenen Zeit abschnittsweise ins Forum stellen.




    Gruss
    Richard