Posts by Klaus Hildebrand

    Liebe Kartonmodellbauer/innen,

    mit diesem letzten Beitrag möchte ich den Kontrollbau der "Bolette" abschließen. Neben der "Apollo" befindet sich die "Bolette" auf den Weg zum Anbringen der Rettungsboote.


    Abschließend hat sie nun das folgende Aussehen:

             



    Vier Wochen (vielleicht insgesamt 60 Stunden) habe ich nun damit verbracht, diese Konstruktion aus der Feder von Nils-Peter Jäckel zu prüfen, die David Hathawas wunderbar digitalisiert hat.


    Dabei muss ich sagen, dass es David nahezu perfekt gelungen ist, die Farbigkeit des Modells an das Original anzupassen, wie ein Foto von Nils-Peter, vermutlich aufgenommen in Kristiansand, belegt.

    Ein paar Kleinigkeiten waren mir aufgefallen, Änderungsanregungen habe ich an David geschickt. Weiter will ich auch betonen, dass ich die einzelnen Bastelbogen mit einem ordentlichen Farblaserdrucker auf 160g-Karton ausgedruckt habe. Dabei habe ich mir, wie schon bei der "Apollo", den Originaltoner gegönnt.


    Es bleibt zu hoffen, dass diese wunderschöne Papenburg-Schwester im Maßstab 1:250 ihre Freunde finden wird. Baue ich das Modell direkt aus dem Bogen, mit dem "Bretterzaun", dann reduziert sich die Bauzeit beträchtlich. Ich muss es ausdrücklich betonen, dass auch eine "Bolette" in dieser Ausführung sehr charmant wirkt.



    Warten wir nun darauf, wie und wann David die "Bolette" in sein Programm aufnehmen wird.


    Viele Grüße

    Klaus

    Liebe Kartonmodellbauer/innen,


    auf den erstn Blick macht der Vormast keine Probleme, wenn da die Reling nicht wäre!  


    Wie schon bereits früher gesagt, war der "Bretterzaum" (bitte nichts gegen dieses Konstruktionsprinzip ;( ... ) nicht mehr gewollt. Im Gegensatz zur norddeutschen Laserreling habe ich mich an dieser Stelle für die Ätzreling aus dem Südwesten der Republik entschieden und die Bauteile dafür "abgewickelt". Anschließend habe ich das ausgewählte Relingstück passend "geknackt".

        Mit dem Verbinden der zurechtgeschnittenen Relingteile ging es so einigermaßen. Ich kann aber sagen, dass ich dabei viel gelernt habe.


    Der nun fast fertige Vormast steht jetzt erst einmal "lose" auf dem Peildeck der "Bolette".


    Viele Grüße

    Klaus

    Liebe Kartonmodellbauer/innen,


    nun ist schon wieder eine Woche vergangen, in der ich scheinbar mit der "Bolette" nicht weitergekommen bin.


    Viele Schnipsel lagen da so rum:

     

    Auf der einen Seite die 8 Rettungsboote, 16 Davits, das Drehen von "unendlich vielen" Röllchen und dann die Entscheidung darüber, welche Relingteile genutzt werden sollen. Die aus Papier aus dem Norden, aus der Mitte unseres Landes, aus Bayern oder die Ätzteile aus dem Sübwesten der Republik? Bei all diesen unnützen, wirren Gedanken kommt bei mir ein nicht ernst gemeintes Hoch auf den guten alten "Bretterzaun" zutage!!!!


    Letztendlich habe ich mich für einen Reling-Mix aus Laser- und Ätzteilen entschieden.


    Das Bootsdeck habe ich gefüllt. Zwischen den Davits stehen Laserteile:

               


    Der Bugbereich kriegt dafür eine Reling aus Ätzteilen. Im Heckbereich fehlt mir noch die richtige Idee ^^.


    Erst wenn das Brückendeck seine Laserreling haben wird, werden die Rettunginseln und die Rettungsboote an Bord gebracht.

    Eigentlich sollte "der Rest nun einfach sein".


    Viele Grüße

    Klaus

    Liebe Kartonmodellbauer,


    es geht auf den ersten Blick scheinbar langsam mit dem Bau der "Bolette" weiter. Doch all das, was jetzt noch kommt, ist bereits im wesentlichen schon bei den Vorgängermodellen "Apollo", "Viking1" und "Earl Granville" erprobt und aufgebaut worden.


    Was mich in der Tat gleichzeitig auch sehr intensiv beschäftigt, ist die Tatsache, dass das originale Modell 1990 praktisch komplett von "Hand gezeichnet" worden war. Wenn ich mich recht erinnere, dann gab es damals noch keine Grafikprogramme, - Grafikprogramme, die nicht im Entferntesten das leisten konnten, was heute praktisch die Umgebung eines jeden Tablet kann. Auch waren wir noch weit von bezahlbaren Ätzteilen und der Möglichkeit von Lasercutteilen entfernt. Ob nun ein solches analoges Modell durch eine Digitalisierung besser wird oder wirkt, vermag ich im Jahr 2022 nicht objektiv zu beurteilen - dieses Vorgehen bei diesen Schiffen aus der Reihe der "Papenburg Sisters" hat für mich aber einen ganz besonderen Reiz! :)



    Auf dem Backdeck der "Bolette" geht es seit einigen Tagen weiter. Wie bei der "Apollo" werden praktisch die gleichen Bauteile verwandt. Die Winden fehlen noch. Alles braucht seine Zeit.


    Viele Grüße

    Klaus

    Liebe Kartonmodellbauer,

    es geht nun, nachdem die Außenhaut sitzt, wohl etwas langsamer mit der "Bolette" weiter. Eigentlich sollte jetzt alles routinemäßig funktionieren. Es wird somit eine Fleißarbeit.


    Weiter geht es mit den Aufbauten auf dem Brückendeck.

    Wie schon in der gesamten Baufolge hat David das Stecklaschenprinzip des Konstrukteurs Nils-Peter auch hier übernommen. Dieses Konstruktionsprinzip hat uns Modellbauer ja seit den Schnellbaubogen aus Wilhelmshaven (1960) geleitet. Irgendwie sieht dieses Prinzip an dieser Stelle nicht so überzeugend aus. Seit Hennings Minenabwehrfahrzeugen (1991) aus dem Passatverlag hat sich die Klebelaschen-Methode als sehr sinnvoll erwiesen. So habe ich mir aus einem Reststreifen intuitiv ein paar Klebelaschen hergestellt und habe sie unten an die Aufbauwände geklebt.    Ich finde in diesem Fall, dass sich hier die beiden Vorgehensweisen sehr schön ergänzen.

    Das Brückendeck liegt erst noch auf und der Dummi-Schornstein ist auch nur zu erahnen.


    Viele Grüße

    Klaus

    Liebe Kartonmodellbaufreunde, hallo Ralph,


    einen ganzen Tag ;( habe ich mich mit dem Anbringen der Außenhaut an der "Bolette" befasst. Wer mich fragt, ob ich mit dem Ergebnis zufrieden sei, dem würde ich es in der Tat bejahen. Eine neue Erfahrung aber war, dass die Außenhaut nicht so wunderbar an das Spantengerüst fiel, wie beim Bau meiner "Apollo" vor etwa 7 Jahren. Ich hatte ja schon weiter oben die Vermutung geäußert, dass sich die Rezeptur des Papiers verändert haben könnte.


    Hier nun mein Ergebnis: Ich hatte vor dem Anbringen der Außenhaut jeweils die obere Hülle mit dem Teil des Wasserlinienbereichs stumpf verklebt und dann angebracht.


    Dabei konnte ich für mich folgendes feststellen.


           Im Heckbereich lief alles glatt.

    Die Außenhaut fiel praktisch an das Spantengerüst, wohl auch deshalb, weil beide Bereich konvex gekrümmt sind.


    Das von mir gewählte Verfahren der stumpfen Verbindung stellte mich aber im Bugbereich vor Probleme :cursing: , deren angepasste Lösung wohl beim Bau der "Earl Granville" im Sommer gefunden werden kann. Eigene Schuld?!?


            


    Im Bugbereich werde ich wohl beim nächsten Mal die obere Hülle, - sie ist konvex gekrümmt - , erst ankleben und dann den unteren Teil der Außenhaut, der ja konkav und gleichzeitig auch "etwas" konvex gekrümmt ist. Hier lassen sich meiner Meinung nach die `Fehler´ vermeiden, die ein geübtes Auge ;) sofort erkennen kann.


    Ich muss jetzt erst einmal mit dieser Ungenauigkeit leben. :huh:


    So wie ich es weiter erkennen kann, scheint der weitere Baufortgang keine größeren Probleme zu haben.


    Viele Grüße

    Klaus

    Hallo,

    jetzt geht es im Bugbereich der Bolette weiter. Gegenüber der Apollo gibt es hier einen einstöckigen Vorbau. Die Stirnwand ist somit etwas "weniger hoch"       . Die Stecklaschen, ein altes Konstruktionsprinzip aus dem letzten Jahrhundert funktioniert und passt sehr gut.


    Sobald der Heckspiegel, das Bootsdeck und das Brückendeck einbaut sein werden , kommt dann die Außenhaut an die Reihe.


    Viele Grüße

    Klaus

    Hallo, es geht nun mit dem Heckbereich der Bolette weiter.                                   


                     


    So wie es bis jetzt ausschaut, passen die Bauteile alle sehr genau. Schade, dass man die Poller später nicht mehr so richtig wahrnehmen wird ;) .


    Ein Blick in die Konstruktionszeichnungen von Nils-Peter zeigen, dass die Bauteile damals schon sehr genau erarbeitet worden waren. Was mich im Moment etwas beunruhigt ist das Gefühl, dass im Laufe der letzten 5 Jahre auch der verwendete 160g-Karton etwas dünner geworden sein könnte. Der Karton wirkt glatter und hat aus meiner Sicht eine andere Haptik als der von früher gewohnte Karton - vielleicht täusche ich mich aber auch nur.


    Mal sehen, was noch kommt.


    Viele Grüße

    Klaus


    Danke, Heiner und Dirk, für eure Literaturhinweise zu den Papenburg Schwestern.

    Vielleicht erinnert sich mancher auch noch an die "Möwe Nr 8" von 1991, in der schon ein kleiner Baubericht über die "Apollo" steht.

    Hallo Ralph,


    schön, dass Dir diese "alten Modelle" gefallen. Über einen Zeitraum von gut 30 Jahren sind nun wirklich schöne Modelle aus den Federn Jaeckel/Hathaway enstanden.

    Eine Gelting Nord sähe auch schön aus. Eine Viking 1 aber läßt sich wohl aus der Apollo ganz gut herleiten.


    In meinem Fundus habe ich noch eine Original-Jaeckel-Fotographie der Bolette gefunden . Auch ohne Computergrafik wirkt das Modell sehr fein.


    Ich "kämpfe" gerade mit dem Spantengerüst der digitalisierten Version


    Mal schau´n wie es weitergeht.


    Viele Grüße Klaus

    Liebe Kartonmodellbaufreunde,

    vor einigen Tagen bekam ich Post von David Hathaway. David schickte mir seine digitaisierten Bögen zur "Bolette" mit der Bitte, einen Probebau anzufertigen.

    Von seinem ersten Bau der "Bolette" hatte David ein Foto angehängt.

    Nach der "Apollo" und der "Earl Granville" ist die "Bolette" das dritte Modell aus einer Serie von den insgesamt neun "Papenburg Schwestern". Die Konstruktionspläne für die Modelle hat uns Nils-Peter Jaeckel hinterlassen, der leider schon 2014 verstorben ist.

    Nils-Peter, bestimmt erinnern sich noch sehr viele Kartonmodellbauer an ihn, hatte diese drei Modelle bereits um 1990 konstruiert und seine fertigen Modelle auf verschiedenen Treffen, u.a. im DSM, damals vorgestellt. Seine Vorlagen waren noch alle per Hand gezeichnet und als "Weißmodell" konzipiert. Die Farbe sollte dann durch die Verwendung von Kopien auf Tonpapier auf die Modelle gelangen. ...


    Also!!!! Auf geht´s.

    - Die Bauanleitung übersetzen, stark angelehnt an die Bauanleitung der beiden anderen Modelle.

    - Das Spantengerüst ausschneiden und zusammensetzen.

                Zum Vergleich: links die ursprüngliche "Apollo" von Nils-Peter aus dem Jahr 1991 und dann meine Version aus dem Jahr 2015.

    Daneben nun das Spantengerüst der "Bolette" - ups ..., das Modell ist nun fast 4 Zentimeter länger geworden.


    Ich sollte jetzt auch mal bei Wikipedia stöbern, was es dort alles über die "Papenburg Schwestern" zu erfahren gibt, ... !


    Viele Grüße


    Klaus

    Hallo Wolfgang,


    es ist schön, dass Du die Schleswig-Holstein (Sophie X) wieder entdeckt hast. Die Zeichnung zum Modell ist in der Tat 1959 erstmalig veröffentlicht worden. Über die Qualität der Konstruktion brauchen wir nicht zu diskutieren.


    Warum nun aber dieses Modell entstanden ist, darüber gibt es eine interessante Geschichte. Ein gewisser Carl-Heinz Dömken (1929 - 2011) war damals an den Herrn Hübner herangetreten und das damalage LI mit unzähligen Karikaturen zur Sophie X überschwemmt, in denen er inständig um einen Bogen für dieses Schiff "gebeten" hatte. Irgendwann hatte dann der damlige Besitzer des LI, Herr Hübner, Verständnis gezeigt und so ist es zu diesem - damals einzigartigen - Modell gekommen.

    Übrigens ist Carl-Heinz Dömken in der damligen Zeit ein sehr vielseitiger Mensch gewesen. Bei Wikipedia liest sich, dass er ein deutscher Pferdezüchter, Karikaturist, Künstler, Journalist und Autor war.


    Grüße Klaus


    P.S.: Meine SX ist 1969 entstanden und sie hat vielleicht all die Jahre mit mehreren Umzügen nur deshalb überlebt, weil ich an meinem Modell bisher noch keine Takelung angebracht hatte. Jetzt bleibt sie so :rolleyes:

    Hallo Bernd,


    ich habe Dich so verstanden, dass Du nach dem Bau einer Noratlas im Maßstab 1:50 ausschaust.

    Ich hatte diese WHV-Nora 1973 gebaut, und sie hat diese fast 50 Jahre gut überlebt - siehe Fotos. Die Konstruktion stammt von Wolfgang Eckhardt aus dem Jahr 1957 und war im A2-Format verkauft worden. Das Modell ist dann um 1965 auf A3-Format umgestellt worden. In dieser Zeit muss auch die Noratlas auf Metallfolie im Schreiber-Verlag entstanden sein. Diese ist noch bis weit in die neunziger Jahre verstrieben worden.

    Das WHV-Modell ließ sich sehr gut bauen, wenngleich ein Cockpit nicht angedacht war - Stand der damaligen Technik.


    Es würde mich freuen, wenn ich etwas zur Suche beitragen konnte.


    Viele Grüße

    Klaus

    Hallo liebe Modellbaufreunde,


    es ist geschafft. Die "B.V.100 STADTHAGEN" ist aus der Druckerei zu uns an die Weser gekommen:


    10 DIN A4 Bogen, 4 Leerbogen, Bauanleitung und 4 Skizzen liegen im Kartoneinschlag.

    Das Modell im Maßstab 1:100 ist unser erster eigener Modellbaubogen, den wir über das Heringsfängermuseum in Heimsen anbieten.

    Der Preis des Bausatzes beträgt 12 €, zuzüglich einer Versandkostenpauschale in Höhe von 3 €.



    Ein Bezug des Bogens über unsere Museums-Homepage funktioniert im Moment leider noch nicht. Falls aber jemand sehr zügig an diesem Modell eines Motor- und Schlepplogger aus dem Jahr 1956 interessiert sein sollte, dann möge er sich über eine PN direkt bei mir melden, um so eine Bestellungmöglichkeit einzuleiten. Vielleicht hat jemand ja auch das kleine "Schmankel" auf den Bildern erspäht, das uns Henning als pdf-Datei als Beigabe :cool: spendiert hat.


    Viele Grüße

    Klaus

    Hallo HaJo,


    ich bin begeistert. Deine Informationen sind sehr hilfreich. Weißt Du vielleicht auch, bis wann diese Ankerform hergestellt worden sein kann? Oder kann man auch feststellen, zu welcher Art von Schiff dieser Anker gehört haben könnte - Handelsschiff, Fangschiff, Marine, ...?


    Wie gesagt, der Anker hatte mehrere Jahre in einem Vorgarten gelegen und ist bestimmt immer mal wieder gepönt worden. Ein Freund hatte alle vorhandenen Farbschichten entfernt und ist dabei dann auch auf dieses Typenschild gestoßen, welches vielleicht früher gar nicht erkannt worden war.


    Die Geschichte ist unheimlich spannend und ich werde Dank Deiner Hilfe weiterhin versuchen, noch mehr über dieses Prachtexemplar herauszufinden.


    Noch mal, vielen Dank.


    Viele Grüße

    Klaus

    Hallo liebe Modellbaufreunde,


    entschuldigt bitte, dass ich mich heute zu diesem alten Baubericht noch einmal zu Wort melde. Aber die alten Heringsfänger hatten es in der Tat in sich.


    Vor etwa vier Wochen haben wir einen alten Anker in einem kleinen Dorf an der Weser geborgen, der fast 50 Jahre in einem Vorgarten gelegen hatte. Fleißige Hände haben in gereinigt und im Museum aufgebaut.   


    Dieser Anker ist wohl in den 1960er Jahren in einem Schleppnetz vom Grund der Nordsee aufgenommen worden. Es könnte die "S.G.3 Wotan", baugleich mit dem "Stadthagen-Typ", gewesen sein, die diesen Anker gefangen hat. Der andere beteiligte Logger ist mir leider nicht bekannt.


    Beim Aufarbeiten ist ein Typenschild entdeckt worden, das eventuell Hinweise auf Hersteller und Einsatzschiff dieses Ankers geben könnte. Ich gehe davon aus, dass es in unserer Kartonmodellbaugemeinschaft bestimmmt sehr viele gibt, die über die fundierte Kenntnisse verfügen, um etwas über den Typ, Hersteller, Nummerncode ...

    sagen zu können. Bei Bedarf könnte ich vielleicht eine bessere Aufnahme beisteuern. Ich freue mich über euer Hilfe.


    Viele Grüße

    Klaus

    Hallo Nils,


    ich schließe mich Deinem Eindruck an.

    Auf der anderen Seite hatte mich ein alter "Hase", der noch als junger Mensch bis 1967 aktiv auf der "SG3 Wotan" gefahren ist, dass diese unterschiedlichen Farben der Brücke und der Back ein treffliches Signal für die Fahrensleute war, mit dem man sofort sagen konnte: "Dieser Logger fährt für Emden, Vegesack oder Glückstadt", lange bevor man die Zeichen am Bug und damit die Identität erkennen konnte oder vielleicht auch wollte.


    Ups, jetzt bringe ich die Fischereiaufsicht (Meerkatze, ... ) ins Spiel.


    Viele Grüße


    Klaus

    Guten Morgen Hajo,


    es ist schön zu hören, dass Dir dieser Schiffstyp gefällt.


    Diese Arbeitspferde, auch in ihren teilweise unterschiedlichen Ausführungen (siehe WHV-Modell oder die moderne Nachkriegsversion des Stadthagen-Typs), waren wohl überall - bis zum 60.Breitengrad - auf der Nordsee anzutreffen. Du beschreibst es wunderbar, in der Lesummündung hatten fast 100 Logger ihren Heimathafen. Der Verkehr auf der Unterweser muss in der warmen Jahreszeit wie das Treiben vor einem "Bienenstocks" gewirkt haben.


    Vergessen sollte man aber auch nicht die anderen Gesellschaften für den Heringsfang aus Emden, Leer und Glückstadt. Auch diese Gesellschaften benutzten in den 1960-Jahren diesen Nachkriegsneubau eines Motor- und Schlepploggers.

    Übrigens muss ich zugeben, dass die Schiffe dieser Gesellschaften wie "AL43 Consul Bauer"(Emden), "AE1 G.M.Daneker"(Emden), "SG3 Wotan"(Glückstadt), usw. frablich durchaus ansprechender waren: Bei den Glückstädtern waren die Brückenaufbautern weiß gepönt, bei den Emder war neben der Brücke auch die Back weiß. Dies könnte vielleicht auch bei einem Kartonmodell mehr hergeben ;), was dann auch die Attraktivität steigern könnte? (Ich glaube auch, dass es ein Robbe-Modell im Maßstab 1:50 gibt oder gab.)


    Viele Grüße


    Klaus

    Hallo Nils,


    ich freue mich über deine Nachfrage. Du hast Recht, auf der Homepage des Heringsfängermuseums in Heimsen haben wir diesen Modellbaubogen noch nicht vermerkt - es hängt alles damit zusammen, dass wir uns ehrenamtlich definieren und dass wir zur Zeit noch nicht geöffnet haben können.


    Aber wir sind mit Hennings einmaliger Unterstützung und Hilfe gerade in die Druckphase eingetreten und werden den Motor- und Schlepplogger "Stadthagen" mit den baubaren Schwesterschiffen "Minden", "Nienburg", "Stolzenau", "Windheim", "Detmold" und "Bielefeld" so schnell es gehen wird, im Maßstab 1:100 herausbringen. Der Bogen wird dann über unser Museum zu beziehen sein. Das Modell im Maßstab 1:100 wird insgesamt aus 10 Bögen im Format A4 bestehen und wird 12 € kosten.


    Viele Grüße


    Klaus

    Liebe Modellbaufreunde,


    nach Hennings Konstruktionsberichten in den Maßsätben 1:250 und 1:100 über den Logger "B.V. 100 Stadthagen", hier in diesem Forum, konnte ich dann vor gut einem Jahr an dieser Stelle auch mit dem Kontrollbau dieses Modells im Maßstab 1:100 aufwarten.


    Irgendwie hat mir danch immer wieder eine Stimme gesagt: "Bau das Ding doch auch in 1:250!" Gesagt, getan: Die Vorlagen auf 40% verkleinert und angefangen.


    Endlich ist die "B.V. 101 Minden" in der letzten Woche fertig geworden. Warum es dann so lange gedauert hatte, kann ich jetzt nicht mehr sagen. Während des Baus sagte mir immer eine innere Stimme, dass ich manches doch so oder nicht so und dann so anders machen solle ... .


    Schließlich habe ich nach langem Überlegen viele Ätzteile, viele Lasercutteile und erstmalig auch "wonder wire" benutzt. Da war ich dann richtig poitiv überrascht, wie gut man dieses ww verarbeiten kann. Hier die ersten Bilder auch im Vergleich mit der großen Schwester.




                   



    Ich finde Hennings Konstruktion wunderschön und äußerst gut gelungen. Die Passgenauigkeit auch im Maßstabe 1:250 ist vortrefflich. Das, was nun das vorliegende Modell der "B.V. 101 Minden" besonders auszeichnet, ist der kleine dreieckige Flagge unter der Flagge der Gesellschaft Bremen-Vegesack vorn an Backboard: Der Wimpel des Salzheringsfängerkönigs für das Jahr 1956 (Fangergebnis: 10776 Kantjes in der Saison.


    Im unteren Bild sieht man etwas verdeckt auch das Modell des Loggers "ABC Sachsen" (unser WHV-Phantasie-Standard-Logger aus dem Jahr 1957 stammt und der aus meiner Sicht immer noch ein sehr schönes Modell ist). Ich bin mir sicher, dass jeder von uns dieses Modell irgendwann schon einmal unter dem Messer oder vor der Schere hatte. Im Unterricht hatte ich dieses Modell vor kurzem einmal mit Lernenden in der Schule gebaut. Ein Ziel sollte es sein, jungen Menschen den Kartonmodellbau und die Arbeit mit dem Werkstoff Papier in Corona-Zeiten nahe zu bringen.

    Wie schwer diese Art des Modellbaus für 12jährige junge Menschen ist, konnte ich sehr deutlich an den Ergebnissen merken. Auch ich habe hier wirklich nur aus dem Bogen heraus gearbeitet (Die Lattenzaunreling habe ich etwas hinter dem vorderen Besansegels versteckt.).



    Ich wünsche einen schönen Rest-Sonntag

    Klaus

    Hallo Nils,


    ich habe gerade gelesen, dass du in Deinem Beitrag mit den Worten


    "gestern lag die aktuelle Ausgabe des Deutschen Schiffahrtsarchivs im Kasten, das einen vierseitigen Bericht über das Heringsfänger-Museum Heimsen"


    erwähnst. Mir liegt dieser Bericht noch nicht vor, kommt bestimmt noch. Ich bin ganz gespannt :).

    Ja, wir hatten im Frühsommer einen Besuch von Stefan Schorr in unserem Museum, der den Artikel über die Geschichte des Heringsfangs und unser Museum verfasst hat.

    Rückblickend kann ich sagen, dass es ein angenehmes Treffen war.

    In der Tat hatte ich damals den noch nicht ganz fertigen Kontrollbau der "B.V.Stadthagen" dabei, mit der Angabe, dass wir das Modell dann zum Tag des Heringsfängers am 11.10.2020 vorstellen wollten. Dieser Tag musste dann aus den bekannten Gründen in diesem Jahr abgesagt werden, und so haben wir die Vorstellung dieses für unsere Mittelweser-Region bedeutenden Schiffstyps zunächst auf das kommende Frühjahr verschoben.


    An Peter gewandt, sei gesagt, dass mit Hennings Unterstützung ein sehr schönes und stimmiges Modell im Maßstab 1:100 entstanden ist. Die Erstellung der Bauanleitung und der erläuternden Texte soll nun im Herbst/Winter erfolgen. Wir hoffen, dass wir den fertigen Bogen im kommenden Frühjahr dann über unser Museum anbieten können.


    Aus meiner Sicht lässt sich dieser Bogen auch hervorragend auf 1:250 verkleinern und dann auch sehr gut bauen - wie wir es eigentlich alle bei Hennings Werken gewohnt sind.


    Eine schöne Woche

    wünscht


    Klaus

    Hallo liebe Modellbaufreunde,


    der Baubericht über den Kontrollbau der "Stadthagen" galt bisher als fertig. Nun hat Henning mir in der letzten Woche mit der Anpassung der bisherigen Bogen noch den Bogen 10 mit "Expertenteilen" geschickt.


    Sehr schön sind die Scheuerleisten, der Peilrahmen und der Spannrahmen für die Webleinen geworden. Ich musste also diese Teile sofort am Modell anbringen. Die Lüfter habe ich erst einmal so gelassen.

         

    Auch wenn ich hier nur die Steuerbordseite zeige, so finde ich, dass diese Scheuerleisten zum Modell passen und ihm ein attraktives Aussehen geben.


    Noch einen schönen Sonntag


    Klaus

    Hallo zusammen,


    als kleiner Nachtrag zu meinem gestrigen Beitrag möchte ich zeigen, dass das 1992/93 gebaute Modell der "Präsident" in etwa dem damaligen Standard entsprach:


             


    Wie man sieht: Bretterzaunreling, erste Versuche zur Einfärbung der Schnittkanten, Wanten aus Garn (nach "Passat"-Schablone), ... . Der Karton war irgendwie anders als sonst bedruckt worden, heute würde ich sagen, dass es ein glänzender Farblaserdruck ist. Mit dem altbewährten "Vogel"-Klebstoff hatte ich damals einige Probleme, an die anderen Klebemöglichkeiten hatte ich noch nicht gedacht.


    Mit dem Gedanken, dass wir es heute anders können und auch anders ausarbeiten, grüße ich alle und warte gespannt auf die nächste "Präsident"


    Klaus

    Hallo zusammen,


    ich finde es schön, dass ihr euch dieses Schiffes annehmt. Ich hatte 1993 auf dem Treffen im DSM einen kleinen "Werkstattbericht" über die "Präsident" vorgestellt.

    In Auszügen hatte ich neben einem fertig gebauten Modell das folgende ausgeführt:



    "(1.) Zunächst einmal ist die Initiative des Möwe-Verlages zu begrüßen, daß er mit dem "Präsident" erstmals eine richtige Neuheit aus der Kaiserzeit herausgebracht hat. Ich wünsche mir, daß sich Ihr Mut und Ihr finanzielles Risiko lohnen wird und daß dieses Modell nicht das letzte dieser Art sein wird.


    (2.) Als ich die drei Bögen des Modells "Präsident" vor mir ausgebreitet hatte, kam ich beim Betrachten zu dem Schluß, daß mir der Preis von 27,95 DM auf dem ersten Blick für angemessen erschien.


    (3.) Als Folge der Konstruktionstechnik mit Laschen und der Kartonqualität mußte ich beim Bau feststellen, daß diese Lösung zu Ungenauigkeiten beim Modell führen kann, die einem die Freude am Bauen ein wenig verleidet. Hier meine ich, daß das "Neubertsche Stecklaschen Prinzip", eine bewährte Wilhelmshavener Spezialität, dem Modell besser gestanden hätte, ganz besonders, was die Paßform der einzelnen Baugruppen (Aufbauwände, Decks) angeht.


    (4.) Den neuartigen Karton habe ich mit gemischten Gefühlen verarbeitet: Zum einen ließen sich Flächen recht gut kleben, wobei man auf die Dosierung des Klebstoffes achten mußte; überflüssiger Kleber ließ sich jedoch nur schwer von der Oberfläche entfernen, ohne Spuren(Kratzer) zu hinterlassen (Anm.: Ich verarbeite den klassischen UHU-Alleskleber). Zum anderen ließen sich Poller, Lüfter, Masten und Schornsteine nur schwer und kaum ohne störende Knicke rollen, da der Karton recht steif zu sein scheint. Vielleicht würde man bei dieser Modellgröße auch mit dem bisher üblichen Karton (siehe "Rainbow Warrior")bessere Ergebnisse erzielen.


    Die Farbigkeit dieses Modells ist durch den Karton jedoch sehr gut herausgearbeitet worden, was einer Werftmodellvorlage gut entspricht."


    Leider hatte ich dann so über meine Probleme berichtet, zur Passgenauigkeit, zur Kartonqualität,.... Gegenüber dem kurz zuvor erschienenen Modell der "Polarstern" war die Konstruktion eher ein Rückschritt zu dem, was wir damals - um 1990 - von einem WHV-Modell erwartet hatten.


    Ich hatte mich dann im Nachhinein ganz schön über meine Kritik geschämt, weil sie aus heutiger Sicht völlig unberechtigt gewesen war.


    Denn: Der Konstrukteur ist Reinhold Hahn aus Kiel gewesen, der auf den Treffen im DSM mit seinen wunderschönen Modellen im Maßstab 1:100 von Anfang an immer dabei gewesen war. Er hatte seine Modelle immer "Freihand" gezeichnet, angepasst gebaut; dadurch wirkten sie sehr lebendig.

    Das Modell der "Präsident" hatte Reinhold anhand des besagten Werftplanes konstruiert, diese Zeichnung war dann an den Verlag weitergegeben worden und war meines Wissens nach sofort gedruckt und als Neuheit angeboten worden. Dabei war wohl übersehen worden, schon viele "Fehler" im Vorfeld auszumerzen.


    In einem anschließenden Gespräch mit Reinhold hatte ich dann erfahren, dass schon bald nach der Ablieferung die Schornsteine beim Original verlängert werden mussten, weil die Decks stets vollgequalmt worden waren. Alles weitere ist ja hinlänglich bekannt.


    Ich wünsche euch trotzdem viel Spass beim Bau. Nach wie vor finde ich, dass die "Präsident" ein wunderschönes Modell ist, egal in welchen Farben.


    Viele Grüße


    Klaus

    Hallo Nils, Dirk, HaJo, Jürgen,


    danke für eure lieben Worte.

    Ich finde, dass dieser Schiffstyp, egal ob er von Emden, Vegesack, Bremerhaven oder Glückstadt in die Nordsee gefahren ist, ein Zeitzeuge des Wirtschaftswunders und auch ein Hinweis auf den sich wandelnden Schiffsverkehr ist. 1972 ist dann das Ende der großen deutschen Heringsfangflotte gewesen. Das Worte "Handy" und "Internet" waren noch nicht erfunden.


    Während der Bauphase in den letzten fünf Wochen - mit allen Höhen und Tiefen - ist mir die "Stadthagen" richtig ans Herz gewachsen. Der Bau hat Spaß gemacht, wenngleich ich zugeben muss, dass ich auch immer ein bisschen auf den Maßstab 1:250 geschielt hatte:thumbup:.



    Viele Grüße


    Klaus

    Hallo liebe Modellbaufreunde,

    nachdem ich mich an die "Schnüre" seit meinem letzten Beitrag gemacht hatte, sollte meine "Stadthagen" etwa so wie auf der Jungfernfahrt aussehen. Der Kampf mit dem stehenden und laufenden Gut hat mich fertig gemacht, so dass ich mich erst einmal an Deck begeben musste, um die richtige Arbeit an Bord zu machen. Der Kapitän - es war nicht der Heringsfängerkönig - hatte aber schnell erkannt, dass ich dafür nicht so richtig geeignet bin.

    Darum hier meine Bilder nach der Indienststellung meiner "Stadthagen" als Kontrollbau:

                                                                         


    Als Resümee muss ich sagen, dass Henning dieses Modell sehr geradlinig konstruiert hat. An manchen Stellen hatte ich mir gesagt, dass es so gut ist, wie es im Bogen vorgesehen ist. Trotzdem habe ich dann meinen eigenen Weg versucht, z.B. beim Ausschneiden der Reling. (Dies hat keinen Einfluss auf die Passgenauigkeit.)

    Ob das Schiff wirklich einmal genau so ausgesehen hat, vermag ich nicht zu sagen. Aber die charakteristischen Merkmale dieses letzten Schlepp- und Motorloggers aus den Zeiten des Wirtschaftswunders hat Hennings Konstruktion wunderbar getroffen.


    Nochmals vielen Dank an den konpass.


    Viele Grüße


    Klaus

    Hallo liebe Modellbaufreunde, hallo HaJo,


    hier ein Zwischenstand zur Reling. Die Back hatte mir sehr viele Kopfschmerzen bereitet. Mit dem Ergebnis kann ich nun leben. Die ursprünglich angedachte Version wäre wohl einfacher gewesen. Ich nehme diesen Versuch zur Gestaltung der Reling als Herausforderung an.

          


    In der Tat finde ich diese letzten Vegesacker Logger (Motorlogger für Treib- und Schleppnetzfischerei) für gut gelungen - ich kann dem Original und dem Modell eine gewisse Attraktivität zusprechen, auch wenn es ein jeder für sich anders sehen kann;).


    Als erstes Fazit meines Bauberichtes über den Kontrollbau der "Stadthagen" halte ich Hennings Konstruktion für sehr gelungen, auch in dieser "rostigen" Farbgebung.


    Viele Grüße


    Klaus

    Hallo Nils,


    die Bögen habe ich mit meinem Laserdrucker ausgedruckt. Daraus resultiert wohl auch der leicht glänzende "Werftanstrich-Farbton".


    Auch ich finde die farbliche Anlage der Vorlage, so wie sie Henning bei seiner Konstruktion gewählt hat, sehr "passig".


    Die Umsetzung der Relingkonstruktion, wie er sie in seinem Konstruktionsbericht hier im Forum vor einigen Tagen beschrieben hat, finde ich gelungen, und sie eröffnet so jedem alle Gestaltungsmöglichkeiten.


    Viele Grüße


    Klaus

    Hallo liebe Modellbaufreunde,


    bis auf die Back-Reling habe ich die übrigen Relingteile angebracht.

                Leider offenbart das gnadenlose Auge der Kamera, dass das Pönen der durch Wind und Wetter strapazierten Wände nicht immer 100%-tig gelingt. Auch ist die Jagd nach dem Hering wichtiger!!!!


    Viele Grüße


    Klaus

    Hallo liebe Modellbaufreunde,


    Nach einer etwas längeren Denkpause melde ich mich wieder vom Baufortschritt der "BV 107 Stadthagen". Eigentlich sind jetzt die wesentlichsten Baugruppen angelegt:            


    Die für mich schwierigsten Elemente der Fertigstellung kommen jetzt leider noch:

    Die Takelage (Hier werde ich mich an den Bildern aus Hennings Konstruktionsbau und an einigen Fotos aus unserer Sammlung im Heringsfängermuseum orientieren.) und die Reling.


    Für die Takelage werde ich normales Nähgarn verwenden. Für die Wanten habe ich mir in den letzten Tagen eine Schablone angefertigt (so, wie wir vor etwa 30 Jahren in der Vorätz- und Vorlaser-Zeit angefangen waren); mal sehen wie es klappen wird. Vielleicht lässt sich dann noch eine solche Schablone in den Bogen einpflegen ???


    Bei den Bauteilen für die Reling reizt es mich nun, die Zwischenräume auszuschneiden, wenngleich ich auch der Meinung bin, dass das vorgesehene Konstruktionsprinzip (siehe Hennings Konstruktionsbericht) sehr schlüssig ist. Aber im Maßstab 1:100 sollte dies möglich sein. Den ersten Versuch für die Reling auf der Back sieht man auf dem Bild.


    Viele Grüße


    Klaus