Posts by TomTom

    Danke Michi & Philipp!


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    ...die einzelnen Elemente passen wunderbar zusammen.


    Naja, bis auf das JSC Wasser. Das schaut vielleicht doch etwas zu karibisch aus für Kieler Förde, selbst im Sommer Aber das ist meiner Meinung nach ein Makel aller mir bekannten Wasserflächen aus Baubögen (Hafendio, FINO 3 etz.). Da ist das JSC-Wasser noch bei weitem das schönste. Der Rest ist eigentlich immer zu bunt und/oder unruhig.


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    Aus was ist denn die Leine? Ist das Spulendraht? Sieht edel aus!


    Ja, ist Spulendraht. Zumindest der nicht aufgerollte Teil. Der Rest ist natürlich Papier. ;)


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    An der W.29 hätte ich durchaus auch ein klitzekleinwenig Interesse. Kannst Du mal bei David Hathaway anfragen, ob Du die weiterverteilen darfst? Vielleicht würde er sie auch gleich auf seine Hompage packen, wundern würde mich das nicht...


    Aber klar. Ich schick eine mail raus und frage mal vorsichtig nach. Muss ich nur mal überlegen wie ich "klitzekleinwenig" ohne Sinnverlust und möglichst authentisch übersetzte
    Bin allerdings erstmal bis Sonntag fern des WWW . Von daher dauerts mit der Rückmeldung dann erstmal ein paar Tage.


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    Aber eine Kleinigkeit kann ich mir dann doch nicht verkneifen: Im Sommer 1918 hätte ich Friedrich Christiansen dann doch eher in Zeebrugge bei seiner Einheit, als in Kiel vermutet!


    Immer diese neunmalklugen Forenleser! Nicht nur sofort herausgefunden woher ich den Flieger geklaut habe, sonder auch noch ganz schamlos alle meine historischen Ungenauigkeiten öffentlich aufdecken!
    Jetzt hast du meine Pappkaiserlichen wohl oder übel gezwungen gegen Christiansen eine Untersuchung wegen unerlaubten Verlassens des Einsatzortes und Wehrschwächung einzuleiten. :D :P


    Tom

    Sommer 1918 - Was man nicht so alles erlebt in der Torpedoinspektion. Gerade mit dem Hafenboot draußen auf Reede gewesen und Bunkerfüllstände der Flottille überprüft, da schallt ein stotterndes Motorengeräusch aus dem Dunst herab.
    Eine W.29 auf Übungs- oder Werkstattflug hat offensichtlich Motorprobleme und muss mitten in der Förde Notwassern. Was ein Glück dass die Jungs von der Inspektion gerade vorbeischippern. Da wird schnell beigedreht und Kurs auf das still dahindümpelnde Seeflugzeug gesetzt. Dann noch schnell eine Leine zum wartenden Piloten herübergeworfen und schon kurze Zeit später ist man, nun mit der W.29 im Schlepp, wieder auf dem Weg zum Anleger.


    Einen schönen Baubericht des baugleichen Hafenverkehrsbootes von Michi gibts ja praktischer Weise, dank Stephan hier schon, daher habe ich mir einen solchen für das Boot der Torpedoinspektion einfach mal bequem gespart.


    Das kleine Boot hat sehr viel Flair pro cm2, baut sich fix, ist absolut passgenau und wie geschaffen für ein Diorama aus Kaisers Zeiten.


    Vielen Dank für das tolle Modell Michi und vielen Dank für die exzellente Anleitung und den Kontrollbau an Michael Bauer! =D>


    Ich fürchte fast dass der kleine Kahn Potential hat bei mir ein paar zukünftige Investitionen auszulösen. Ich hab ja noch nix größeres kaiserliches zum daneben stellen. Wenn doch z.B. mal die graue Panther vom HMV erscheinen würde


    Tom

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    Sollte - scharfes Messer vorausgesetzt - eigentlich kein Problem sein! Ich habe mal meinen Fehlversuch in 1:250 aus den Resten gekramt und mit dem aktuellen 1:200 zusammen fotografiert. Das sollte sogar noch etwas feiner gehen, ich hab's allerdings danach nicht mehr nachgearbeitet.
    Viel Erfolg und vor allem, viel Spaß mit dem Böötchen!


    Danke für die guten Wünsche und deinen Vorabtest! Hab's in der Zwischenzeit auch schon selber ausprobiert. Hat passabel funktioniert.


    Also dein Schwimmmörser sieht ja nun nicht wirklich schäbiger als meiner aus. Nur die Besatzung scheint desertiert zu sein oder wie? ;)


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    Allerdings - zu meiner Schande - muß ich gestehen, daß ich... ...auch noch im *zensiert* Maßstab 1:250 gebaut habe...


    Aaa...HAH! Erwischt! Aber die Schande hält sich in Grenzen, glaube mir. :D


    Torpedoinspektion schon vom Stapel gelaufen? Sonst drohe ich an meine Version hier einfach rein zu stellen. 8)


    Tom

    Zuerstmal:


    Michi, Zaphod, Peter, Stephan, vielen Dank für eure netten Kommentare!


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    Ich liebe (historische) Landkarten!


    Da gehts dir genau wie mir. Auch ich liebe schöne Karten. Zum ACW sind ja glücklicherweise eine ganze Menge online vorhanden. Allerdings können virtuelle Abbilder natürlich nur sehr begrenzt das feeling einer echten Papierkarte ersetzen


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    Das historische Foto ist der Oberhammer!


    Jaja, die liebe Photoshop-Lügerei, äh... -Spielerei. Macht mir auch immer wieder Spass. Geht ja auch einigermaßen fix.


    Eins hab ich noch


    Bild 11: Missouri, März 1961. Mortar Boat No. 10 - Diesmal aufgenommen vom Marine-Artilleriebeobachtungsballon No. 3 =)

    Der Wirkungsgrad der Mortar Boats während der Belagerung von Island No. 10 war wohl äußerst gering. Man tendierte oft dazu die Zerstörungsleistung eigener Batterien deutlich zu über- und die Schutzwirkung der gegnerischen Forts zu unterschätzen. Auch um die Treffgenauigkeit war es wohl eher schlecht bestellt.
    Bezeichnend hierfür die leicht sarkastische Aussage eines frustrierten Offiziers aus Popes Armee, dass die Navy mit ihrem Langstreckenbombardement so gerade noch den richtigen Bundesstaat treffen würde mehr aber auch nicht.


    Alles in allem stellten diese Mississippi Mortar Boats von daher wohl eher eine absolute Ressourcenverschwendung dar


    Island No. 10 wurde dann auch nicht von der Navy erobert, sondern von Pope's Infanterie. Diese hatte recht schnell New Madrid eingenommen, stand dann aber vor dem Problem auf der falschen Seite des Mississippi zu sein. Die Rebellen im Island No. 10-Bereich lagerten auf der Ostseite, während Pope westlich des Mississippi vorgerückt war dort wo New Madrid, sein erstes Ziel, lag.


    Blöderweise war keine Fähre und natürlich schon gar keine Brücke in Sicht. Dumm auch dass sich Footes Flotille weigerte ein Kanonenboot zum Übersetzen der Infanterie zu schicken. Dazu hätten sie nämlich sämtliche Batterien der nur auf so eine Chance wartenden Konföderierten passieren müssen, da Pope weiter flussabwärts stand.


    Erst nach längerem hin und her meldete sich ein Kanonenbootkapitän freiwillig den Durchbruch zu wagen. Dies gelang dann auch in einer dramatischen Gewitternacht, so dass einen Tag später auch ein zweites Boot den Mut fasste und den Rebellen auf Island No. 10 trotzte.


    Mit Hilfe der Boote waren die Truppen Popes schnell auf der richtige Seite des Flusses, versperrten den Konföderierten den einzigen Fluchtweg und nahmen auch schon bald deren Kapitulation entgegen ohne die Hilfe der immer noch 2 Meilen flussaufwärts liegenden Mortar Boat Flotille.


    Bild 9: Hier hat nun der Mörser schon seinen Platz in der Mitte des Bootes eingenommen (Darf man so was eigentlich wirklich Boot nennen? Floß ist vielleicht richtiger).
    Auch die Besatzung ist schon bei der Arbeit. Alles ist bereit für den Abschuss. Fast alle haben schon die Kasematte verlassen und der Kommandant schaut ungeduldig durch die Tür weil der letzte noch immer im Innern mit der Zündleine herum hantiert.


    Als Hintergrund dient übrigens das Faksimile einer zeitgenössische Karte, welche die Operationen von Pope und Foote während der Belagerung von Island No. 10 darstellt. Im Bild 9 zu erkennen sind unter anderem die Positionen der Mortar Boats, sowie die Batterien der Südstaatler rund um Island No. 10. Popes Infanterie befand sich flussabwärts, jenseits der linken oberen Bildecke auf dem rechten/westlichen Ufer. New Madrid liegt mittig, knapp außerhalb des oberen Bildrandes. Der Fluss fließt in einer invertierten S-Kurve von rechts unten nach links oben (Norden ist nach rechts).


    Bild 10: Missouri, März 1961. Mortar Boat No. 10 der Unionstruppen im Einsatz am Ufer des Mississippi - während der Belagerung von Island No. 10. Geschichtliche Sammlung, Louisiana State University. ;)


    Fazit: Hat Spass gemacht, das kleine Modell! Solche Kleinigkeiten und Fußnoten der Geschichte haben für mich ihren ganz eigenen Reiz. Nachbau wärmstens empfohlen!
    Danke David!


    Tom

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    Jetzt muß ich aber erst mal dafür sorgen, daß die Torpedoinspektion wasserbeweglich wird - schließlich habe ich das Mörserfloß schon längere Zeit hinter mir... :P :P


    Harhar... :D


    Sehr schön gebaut das Bootchen!


    Die Reling direkt auszuschneiden funktioniert ja offensichtlich zumindest in 1:200 richtig gut! :super: Dann werde ich mal schauen ob ich eine ähnlich überzeugende Reling im einzig wahren Maßstab (1:250) :P hinbekomme.


    Tom

    Nun, ich bin mir recht sicher, dass die Dinger zumindest semipermanent am Ufer festgemacht waren (Beweisfotos folgen noch ;) ). Mit ankern im Mississippi scheint das so eine Sache gewesen zu sein Durch den schlammigen Grund war ein ausgeworfener Anker noch lange nicht mit einem stationären Schiff gleichzusetzen. Es rutschte wohl öfters einfach langsam weiter flussabwärts.


    Das Gute an so einem Mörser ist ja seine sehr steile Schussbahn und daher sehr große Rohrerhöhung. Dadurch dürfte ein grossteil des Rückstoßes eher nach unten als nach hinten gewirkt haben. Ob das jetzt wirklich pfleglicher für die Mörserboote war ist allerdings eine ganz andere Frage


    Tom

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    Ausgesprochen spannend die historischen Hintergrundinformationen, insbesondere zum Abfeuern des Mörsers, vielen Dank für Deine Mühe und Dein Engagement!


    Aber Bitte doch, sehr gern geschehen. :)


    Freut mich sehr wenn auch andere die Geschichte zu den Modellen interessant finden. Vor allem bei dieser ja eigentlich recht simplen Bastelei war die kurze Hintergrundrecherche fast spannender als der Bau selbst.


    Der Kahn ist übrigens eine Kriegswaffe ganz nach meinem Geschmack: Möglichst skurril und total nutzlos Wird wenigstens keiner verletzt. ;)


    Tom

    ...und weiter geht's:


    Der einzige Grund, weshalb man die 13in Mörser ausgerechnet auf Booten montiert zum Einsatz brachte war übrigens nur der Mangel an alternativen Transportmöglichkeiten. Dieses schwere Gerät über Land zu transportieren verbot sich schlichtweg ob der mangelnden Erschließung mit allwettertauglichen Straßen.


    Anfänglich war man sich übrigens gar nicht so sicher wer gefährlicher leben würde - die Bootsbesatzung, oder die zu beschießenden Südstaatler.
    Ein Rückstoß bedingtes Sinken der Mortar Boats beim ersten Schuss wurde nämlich nicht ausgeschlossen. Drei mutige Kanonenbootkapitäne stellten dann aber schließlich per Selbstexperiment fest, dass die Boote das Abfeuern des Mörsers nicht mit Selbstversenkung quittierten Dem Bombardement von Island No. 10 stand also nichts mehr im Wege.


    Auch wenn man nun nicht mehr ständig damit rechnen musste, sich nach dem Abschuss plötzlich auf dem Grunde des Old Man River wieder zu finden, so war der Dienst auf den Mörserbooten kein Zuckerschlecken.


    Besonders unangenehm war die schiere Lautstärke und Druckwelle des Mörsers im Innern der Panzeraufbauten. Ein Abschuss war einfach zu laut um im Innern der Kasematte bleiben zu können!
    Aus diesem Grunde musste die gesamte Besatzung vor jedem Abschuss die Kasematte verlassen. Auf Zehenspitzen balancierend, Mund weit aufgerissen, Hände auf die Ohren gepresst, kauerten sie auf dem Sims entlang der Außenwand und warteten bis einer der ihren per langem Seil den Mörser zündete. Danach wieder rein ins Boot, Rohr gesäubert und mit den schweren Geschossen und Pulverladungen hantiert.
    Das alles tagein tagaus. Lärm, Qualm, Gestank und härteste körperliche Arbeit mehr oder weniger während der gesamten Belagerung von Mitte März bis 8. April.



    Bild 7: So schaut dann der zusammengesetzte Mörser aus. Obwohl der Lauf nur aus 4 Teilen besteht, macht das Ding meiner Meinung nach einen ziemlich realistischen Eindruck. Einzig der Mündungsdurchmesser erscheint mir etwas zu groß im Verhältnis zur Manteldicke. Zuerst habe ich mit dem Gedanken gespielt die Lafette per Reißbrettstift drehbar zu lagern (daher auch die Bleistiftmarkierungen auf dem Deck), hab dann aber doch davon Abstand genommen. Sowas verleitet mich nur dazu zu viel an dem Modell herumzufummeln Katastrophe vorprogrammiert
    Kantenfärben ist hier bei dem doppelt bis vierfach geklebten Karton übrigens ein absolutes Muss.


    Bild 8: Über David Hathaways Homepage kommt man ja nicht nur an ein kostenloses Mortar Boat. Nein von einem gewissen Michi inspirierte Pappsailors gibts da ja auch. :super: Ich bin mir zwar nicht sicher wie groß die Mannschaftsstärke auf den Mörser-Booten war, aber ich habe einfach mal so lange Männchen gebastelt bis mir fürs erste die Lust vergangen ist. Alle außer dem Chef haben sich ob der schweren Arbeit schon ihrer Uniformjacken entledigt.


    Tom

    Warum hat man nun diese komischen Boote gebaut?:


    Grundsätzlich hielt man einige der Befestigungen entlang des Mississippi für zu stark ausgebaut um sie durch einen schnell geführten Angriff direkt nehmen zu können. Man ging davon aus, dass eine längere Beschießung nötig sein würde um die verteidigenden Forts und Batterien nach und nach niederzukämpfen.
    Für die Flotte Footes war es außerdem besonders problematisch die Angriffe von nun an immer flussabwärts führen zu müssen. Ein Ausfall der Maschinenanlage bedeutete so zwangsläufig den Totalverlust eines Ironclad. Dieses würde hilflos auf die flussabwärts liegenden Positionen der Rebellen zutreiben. Oder darüber hinaus - immer weiter hinein ins Feindesland, ohne Hoffnung auf ein Entkommen.


    In dem Zusammenhang war es wohl auch nicht wirklich hilfreich, dass man feststellen musste, dass die (nur am Bug gepanzerten) Kanonenboote es selbst auf dem gemächlich fließenden Mississippi nicht fertig brachten bei voller Fahrt zurück ihre Position zu halten. Die Maschinen waren einfach zu schwach. Die Boote drifteten langsam aber unaufhaltsam flussabwärts. Selbst Grundanker vermochten die Boote nicht in Position zu halten.


    Aus diesem Grunde versuchte Commodore Foote bei New Madrid und Island No. 10 erst gar nicht direkt mit seinen sieben konventionellen Kanonenbooten anzugreifen. Er ließ vielmehr eine kleine Flotte dieser Mörser-Boote bauen und ging 2 Meilen flussaufwärts, außer Sicht der Südstaatlerbatterien, vor Anker. Von dieser relativ sicheren Position aus begann er nun die Stellungen der Konföderierten rund um Island No. 10 zu beschießen.


    Bild 5: Hier ist nun schon der kasemattenartige Aufbau aufgesetzt. Ich habe ihn zuerst komplett fertig gebaut und erst ganz am Schluss auf das Deck geklebt. Würde wegen der schrägen Wände wohl auch kaum anders funktionieren.
    Bei den inneren Holzverkleidungen der Stirnwände musste ich an ein paar Stellen einen Hauch seitlich wegschneiden um sie einkleben zu können. Das lag aber vermutlich eher am ungenauen Einkleben, als am Modell selber.
    Auch der obere Abschluss (Teil 7) wollte bei mir nicht 100% passen, so dass ich ihn aufschneiden und ca. 1 mm kürzen musste.
    Eine der Türen habe ich geöffnet dargestellt den offenen Flügel einfach außen auf die Aufbauwand geklebt.


    Bild 6: Als nächstes kommt die Mörserlafette dran. Alle Teile müssen gedoppelt, werden. Das ist alles schon geschehen. Wenn man genau hinschaut kann man erkennen, dass ich blöderweise die Teile 10i, welche auf die Innenseite der Seitenteile (10b') gehören, auf die Außenseiten (10b) geklebt habe (war eine klassische "3 mal richtig zurecht gelegt, dann doch das falsche Bauteil gegriffen" Situation :rolleyes: ). Dank feinem Rapidographen und etwas Farbpanscherei ist das aber auch kein Problem. Ich habe vorm Zusammenbau einfach aus den Innenseiten Außenseiten gemacht und vice versa. Die Seiten unterscheiden sich ja auch nur durch die kleinen aufgedruckten Halteringe.
    Als letztes Detail des Bootskörpers sind zwei kleine Poller hinzugekommen.

    Danke Michi!
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    Diese merkwürdigen schwimmenden Batterien kamen übrigens in der Anfangsphase des Amerikanischen Bürgerkrieges auf dem Mississippi zum Einsatz. Dieser mächtige Strom stellte damals wie heute eine wichtige Verkehrsader da und teilte die Südstaten in einen westlichen und östlichen Teil. Schon der oft belächelte Anakonda-Plan von Scott sah unter anderem vor, den gesamten Mississippi in die Hand der Union zu bringen und so das östliche Herzland der Konföderation vom überlebenswichtigen Transmissisippi zu trennen.


    Natürlich hatten auch die Südstaatler die strategische Wichtigkeit des Mississippis erkannt und ihn daher seit Ausbruch der Auseinandersetzungen durch eine Reihe von Befestigungen und Forts zu sichern versucht.


    Nachdem ein gewisser U. S. Grant 1861 mit der Einnahme der Forts Henry und Donelsen die konföderierten Truppen des Westlichen Kriegsschauplatzes zu einem Rückzug aus Kentucky zwang, versuchten diese auf den Bundesstaat Tennessee zurückzufallen und ihre linke Flanke auf New Madrid/Island No. 10 am Mississippi abzustützen.


    Diese gut ausgebaute Stellung wurde dadurch das nächste Ziel der von Norden vorrückenden Unionsarmee unter General John Pope, welcher eng mit Commodore Foote und seiner Flotille aus 7 Ironclads und 11 eben dieser hexagonalen Mortar Boats zusammenarbeitete. Der Kampf um New Madrid begann am 13. März 1861


    Bild 3: Die gedoppelten Längs- und Querspanten wurden ausgeschnitten und schon auf die Grundplatte aufgeklebt. Hierbei muss man noch nicht einmal darauf achten wo Bug oder Heck ist praktisch. :)
    Weiterhin sind die niedrigen Bordwände bereits ausgeschnitten und zurechtgeknickt. Auch das Deck liegt bereit, welches als nächstes auf die Spanten gesetzt wird.


    Bild 4: Hier sind Deck und Bordwände bereits in Position geklebt. Passt alles wunderbar. Solche sehr flachen Rümpfe sind ja immer etwas fitzelig im Zusammenbau, nach ein paar Flüchen klappts aber dann doch immer ganz gut. Die gedoppelten Halterungen für die Mörserprojektile sind auch schon auf das Deck gesetzt.
    Rund um den Rumpf angeordnet liegen die Teile für den Aufbau bereit die Türen müssen noch aufgedoppelt werden.


    Tom

    Mini-Baubericht - Paper Shipwright - Mortar Boat No. 10 - 1:250


    Moinmoin zusammen.


    Eigentlich hatte ich mir ja vorgenommen das geniale neue Torpedoinspektionsboot von MichiK zu bauen. Doch dann stolperte ich beim blättern in Footes Civil War über folgende Textpassage:


    eleven strange vessels, compressed hexagons 60 feet long and 25 feet wide, each with a single 13-inch mortar bolted to its deck.


    Hmm, merkwürdige, hexagonale Mörser-Boote, da war doch was


    Genau das schon länger erhältliche, kleine aber feine free-download Mortar Boat No. 10 von Paper Shipwright/David Hathaway. Gibts hier auch schon in der Galerie zu bewundern, nichts desto trotz hat mich die Lust gepackt dieses zu bauen und das hier mit einem angemessenen Mini-Baubericht zu begleiten.
    Die Torpedoinspektion wird noch ein paar Tage auf ihr Boot warten müssen :(


    Bild 1: Die No. 10 ist ein schön kompakter Bausatz, alle Bauteile samt kurzer Anleitung auf nur einer A4 Seite. Das freut meine Druckerpatrone.


    Bild 2: Ein grossteil der Bauteile muss gedoppelt oder verdreifacht werden. Hab das erstmal für den ganzen Bausatz durchexerziert damit das später bei den einzelnen Baugruppen nicht mehr aufhält. Ein Flügel einer der seitlichen Türen soll am Ende offen stehen, daher wurde dieser am Bauteil 6a ausgeschnitten.
    Weiterhin sind schon mal Deck und Bodenplatte ausgeschnitten.

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    Original von Konpass
    Der aktuelle Zustand der Bruno Illing unterscheidet sich nur in zwei Details vom HMV-Modellbaubogen: Die besagten Fenster in der Kommandobrücke und ein weiteres Radargerät am Mast.


    ...und Brückennockdach und komplett gelber Mast...


    Und der Kransockel scheint auch leicht anders zu sein (zusätzliche Spinde & Kästen).



    Grüße,
    Tom

    In dem Zusammenhang ist auch folgendes Experiment* sehr erleuchtend:
    Bei einer Nachbesprechung einer militärischen Übung (wenn ich mich richtig erinnere handelte es sich um zwei Gruppen Britischer Fallschirmjäger; Eine verteidigte eine Brücke, die andere sollte die Brücke erobern) waren einige, nicht an der Übung beteiligte Offiziere als Beobachter zugegen.
    Direkt nach der Besprechung wurden diese Offiziere über ihre Beobachtungen befragt und gebeten die Ereignisse der Übung möglichst genau wiederzugeben.
    Erstaunlicherweise hatten diese, wohlgemerkt militärisch geschulten Leute, sehr große Probleme das Geschehene zu begreifen und einzuordnen. Sogar die Zuordnung, welche der beiden Gruppen verteidigt, welche angegriffen hatte erwies sich in weiten Teilen als äußerst schwierig bis unmöglich.
    Dass Zeitzeugenberichte so zeitnah und unter Laborbedingungen schon extrem fragwürdige Ergebnisse liefern können, zeigt klar die grenzen von Erinnerungshistorie im Bezug auf faktische Details auf selbst ohne Zeit für Reflektion und Vermischung mit später gelesenem.


    Das berühmte every tank a Tiger - every gun an 88-Syndrom ist ein weiteres Beispiel.


    Aber mögen Daten und Details auch verschwimmen, Zeitzeugen helfen das Geschehene noch einmal lebendig werden zu lassen Logbücher etz. können das so nicht.


    * finde die Literaturstelle im Moment leider nicht, daher aus der Erinnerung nacherzählt


    Tom


    PS: Man möge den fehlenden Bezug zu Beibooten jeglicher Art bitte verzeihen. :rotwerd:

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    Original von Harald Steinhage
    Erst als Rentner kam er zu uns und erzählte uns :...


    Direkte Gespräche mit Zeitzeugen sind etwas unglaublich faszinierendes. Nirgends sonst werden alle theoretischen Betrachtungen so schnell relativiert und in ein menschliches Licht gerückt. Besonders ein solches Gespräch gehört zu den ganz besonderen Erinnerungen meines Lebens.

    Tom

    Auch meinerseits ein Danke für diese, für Internet-Forenverhältnisse, erstaunlich sachliche Ansprache dieser sehr schwierigen, aber auch interessanten Themen.


    Wirklich darüber diskutieren kann man hier ja leider nur recht limitiert im Vergleich z.B. zu einer live-Unterhaltung aller Beteiligten. Von daher von mir jetzt auch nur ein paar ganz vorsichtige Anmerkungen zu Aussagen unseres bekennenden Nicht-Pazifisten (Teufel! ;) ) Jörg. Und gleich vorne weg: Es ist mir absolut klar, dass unserer jeweiliger Standpunkt zu diesem Thema wohl schon auf Grund des jeweiligen persönlichen Hintergrundes (NATO/Marine vs. 100% Zivilist) etwas anders sein muss. Von daher ist folgendes auch absolut nicht als Kontra zu seinen Ansichten gedacht.


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    Ein Schiff, zumal ein militärisches, ist ... schon gar nicht ein primäres Tötungsinstrument.


    Nun, man könnte Kriegsschiffe, vor allem solche mit Baujahr vor 1960-70 wo Dinge wie multi-mission-capable im Sinne von z.B. desaster relief noch nicht zu deren Spezifikationen gehörten, durchaus als primäre Tötungsinstrumente einordnen. Etwas vereinfacht, sind Bismarck, Hood etz. ja komplett um ihre Hauptartillerie, das primäre Tötungsinstrument herum konstruiert worden. Dass das Ergebnis (tlw. gerade deswegen) oftmals ingenieurtechnisch sehr interessant und schön anzuschauen ist (und daher lohnend nachzubauen), steht meiner Meinung nach allerdings außer Frage. Auch wenn mir meist etwas ausgefallenere Entwürfe mehr zusagen (z.B. 1921 battlecruiser, Nelson, Rodney, frühe Franzosen).



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    Ein Waffensystem von der Größe eines Schlachtschiffes, Flugzeugträgers oder Kreuzers ist zuallererst ein Machtinstrument zur See. Nicht mehr und nicht weniger. Seine wichtigste Aufgabe ist einfach vorhanden zu sein und auf der See präsent zu sein.


    Wobei man hierzu anmerken könnte, dass das Vorhandensein eines solchen Machtinstruments, Schiff, Panzerdivision, was auch immer, so gut wie nie eine Deeskalation bzw. Problemlösung (vor allem politischer Aspekte) dargestellt hat bzw. darstellt. Führt in der Regel immer zu einem wie auch immer gearteten Wettrüsten bzw. einer Verlagerung des Problems (zeitlich bzw. räumlich). Von daher muss man ein militärisches Machtinstrument nicht einfach als solches, oder als Problemlöser akzeptieren. Leider ists meist anders herum. Vor allem, wenn man Langzeitwirkungen betrachtet. Der fatale Reiz einer militärischen Durchsetzung von politischen Zielen für eine moderne Demokratie ist aber das scheinbar schnellere Ergebnis. Wo Diplomatie Jahrzehnte (und WICHTIG: damit mehrere Legislaturperioden) braucht und auch noch für den Durchschnittswähler kaum erkennbar sachte im Hintergrund abläuft, löst eine militärische Intervention sehr interessante Stimmungen innerhalb des wahlberechtigten Volkes aus. Die wirkliche Lösung des Problems mag da schon einmal auf später verschoben werden. Das alles ist allerdings ein Problem der Politik und NICHT des Militärs (und nicht des Kartonbaus :) ).


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    Mission-kill, not Unit-kill heißt die Devise.


    Wobei mission-kill doch eher ein modernes konzept ist, im Rahmen von Auseinandersetzungen die entweder aus logistischen und/oder zeitlichen Beschränkungen heraus ein temporäres ausschalten der wirklichen Zerstörung gleichsetzen können.
    Im 2.WK mit jahrelangen Kämpfen und vergleichsweise einfacherer/robusterer Technik war Unit-kill in vielen Bereichen noch ein, meist nicht erreichtes muss (nicht beim Bedienpersonal, hier galt schon immer die Relation 1 Schwerverwundeter bindet mehrere Nichtkombatanten).



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    Jeder soll bitte bauen, was er für richtig hält. ... Bei historischen Modellen ist es für mich gar keine Frage mehr, da es sich hierbei um greifbar werdende Geschichte und auch Auseinandersetzung mit Geschichte handelt


    Das ist schön gesagt und ich sehs genauso. Meine Modelle (Papier, Metall etz.) sind für mich immer ein Einstiegspunkt in die jeweilige Epoche und ziehen in der Regel eine längere Beschäftigung mit der damaligen Zeit nach sich. Ist hier wohl bei vielen so.
    Leider gibts (noch) nicht wirklich viel Interessantes über die Operationen und Planungen der Bundesmarine in der Ostsee in den 60-80er Jahren zu lesen. Hat mich seiner Zeit beim Bau der Luchs etwas enttäuscht. Aber Deutsche U-Boote in Schwedischen Hoheitsgewässern ist verständlicherweise wohl auch Heute noch ein etwas zu heißes Eisen für frei verfügbare Studien ;)


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    Wobei meines wissen nach sich doch kein deutsches Uboot in der Nähe befand.


    Die deutschen U-Boote (4?) waren wohl noch deutlich weiter südöstlich (ca. 40 150sm). Konnten die Briten natürlich leider nicht mit Sicherheit wissen. Spätestens das Aboukir-Hogue-Cressy-Desaster 22.09.1914 hatte ja allen überdeutlich gemacht, dass Rettungsaktionen bei U-Boot-Gefahr sehr schnell, sehr tödlich enden können. Radar im Wellenlängenbereich welcher etwaige Periskope sicher erfasst hätte, war im Mai ´41 ja auch noch nicht im Einsatz, so dass man sich (außer auf sigint) ganz auf den berühmten Mk.1 eyeball verlassen musste. Dass ständig Periskope fernab jedes U-Boots gesichtet wurden, ist von daher nicht wirklich erstaunlich.


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    So, genug geschwafelt...


    Dito


    Tom

    Und noch 'ne neuzeitliche Version der Illing!
    Hätte ja fast gewettet dass die klassische Farbgebung bevorzugt gebaut werden würde. Schönes Schiffchen. Der Bau macht Spass. Werde mit Freude den Bericht verfolgen. Kantenfärben lohnt auf jeden Fall.


    Bei meinem Bau sind mir zwischen 26 und 28 keine Ungenauigkeiten aufgefallen... ?(
    Dafür meine ich 1-2 andere Kleinigkeiten entdeckt zu haben. Habe ich seinerzeit, zugegebenermaßen leicht unpassend, im "Frisch Ausgepackt" der Illing, irgendwo hier (etwas runter scrolen) gepostet.


    Tom

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    Original von Papiertiger
    Stimmen die gedruckten Speigatten in den Innen- und Außenbordwänden lagerichtig überein?


    Ja, tuen sie. Habe die auch ausgeschnitten. Einzeln, vor dem zusammenkleben der Vorder- und Rückseite. Beim Zusammenbau hat dann alles gepasst.


    Tom

    Moin


    Etwas späte Antwort, aber wat solls:


    Mehr oder weniger alle handelsüblichen Feld- Wald- und Wiesen-scanner taugen "nichts" wenn's verzerrungsfrei werden soll/muss.
    Das liegt unter Anderem an der quasi zeilenweise Abtastung des Originals. Längs zur Scanrichtung treten weit größere Verzerrungen auf (wegen minimal unregelmäßiger Geschwindigkeit des Scanbalkens) als quer dazu (wo nicht so viel Bewegung im Spiel ist).


    Relativ einfacher Test:


    Eine Seite Millimeterpapier scannen. Dann z.B. per photoshop diesen Scan einmal um 90° drehen und halbtransparent über ein original orientiertes Doppel legen und sich wundern wie schlecht sich alles übereinander legen lässt.


    Alternativ Millimeterpapier einmal hochkant und einmal quer scannen und ohne weitere Rotation übereinanderlegen.


    Dieser ganze Verzerrungskrams ist einer der Gründe warum z.B. Scanner für Luftbilder und Landkarten 'ne Ecke teurer sind. Um Scanns winkel- und flächentreu hinzubekommen braucht's leider einiges mehr an mechanischer (und elektronischer) Präzision und Kalibrierung als der heimische Scanner zu bieten hat.


    Das nächste Problem ist dann natürlich noch der Drucker mit ähnlichen Problemen...


    Tom

    Oooh..., äußerst Schick! Beide!
    =D>


    Verzeihe bitte meine Unwissenheit der guten alten Torpedoinspektion gegenüber, aber ein paar fragen hätte ich:


    -Bis wann stand das Boot im Einsatz bei der KM? Und wo (in WH, Kiel)?


    -Was genau war denn die Aufgabe von dem Dingens? Den Herrn Kaiserlichen Torpedoinspekteur hafenintern von Boot zu Boot schippern?


    Sehr stivolle Idee! Gefällt mir fast noch besser als die Sea Helper. Schreit geradezu nach kleinem gemütlichen KM-Diorama mit ein paar Pappmatrosen.


    Tom

    Noch mal kurz zur Haltbarkeit der Farbe auf Geschützrohren: Die war (und ist) wohl im Allgemeinen recht hart im nehmen. Zwar nicht von Schiffsari, aber von 105 - 155mm Feldartillerie ist mir bekannt, dass schon so was wie mehrstündiges Dauerfeuer nötig war um den Lack wegzubekommen.


    Zwar etwas andere Zeit und andere Umgebung und daher bestimmt nicht 1 zu 1 übertragbar, aber aus dem Stehgreif fällt mir im Moment z. B. der Bericht von Französischen Artilleristen aus Dien Bien Phu (Indochina '54) ein. Da hat's wohl nach stundenlangem Dauerfeuer mal die Farbe der Läufe weggebrannt. Das war dann aber so außergewöhnlich, dass es als Beispielhaftes Zeichen für die äußerste Schwere dieses Einsatzes extra Erwähnung fand.


    Zur Frage der Schiffbrüchigen muss man sich meiner Ansicht grundlegend klar machen, dass es ethisch keinen Unterschied macht einen Menschen vorher auf dem (Kriegs-)Schiff zu beschießen, oder ihn nachher im Meer erfrieren/ertrinken zu lassen. Beides gleich verwerflich.


    Militärisch macht andererseits beides gleich viel "Sinn".


    Das Völkerrecht hilft hier (leider) auch nicht wirklich weiter.


    Von daher sollte, meiner Meinung nach, etwaige Empörung immer der Unmenschlichkeit des Krieges als Ganzes gelten und nicht mehr oder weniger zwangsläufig auftretenden Einzelaspekten.
    Ist ein ähnliches Dilemma wie das wieder neuerdings, leider recht polemisch und meistens halbinformiert, diskutierte Thema der Bombardierung Deutscher Städte im 2.WK.


    Der Befehl an alle U-Boot Kommandanten in Zukunft jegliche Rettungsversuche von Schiffbrüchigen zu unterlassen, da deren Rettung den primitivsten Forderungen der Kriegsführung nach Vernichtung feindlicher Schiffe und Besatzungen widerspreche, wurde von Dönitz als Reaktion auf die Bombardierung von U-156 am 16. September 1942 erteilt.


    Dieses Boot hatte am 12.09 den Britischen Truppentransporter Laconia torpediert, der unter anderem 1800 Italienische (daher verbündete) Kriegsgefangene an Bord hatte (insg. mehr als 2800 Menschen). U-156 nahm 4 Rettungsboote in Schlepp und wurde so (trotz Rotkreuz-Markierung) am 16.09 mehrfach und gezielt von einer Amerikanischen B-24 angegriffen und beschädigt.
    Dieser Befehl ist dann auch wegen seiner (anscheinenden) Unvereinbarkeit mit den Völkerrechten während der Nürnberger Prozesse gegen Dönitz vorgebracht worden.


    Hitler hatte wohl auch schon früher angeregt Schiffsbrüchige ihrem Schicksal zu überlassen bzw. diese sogar gezielt zu vernichten, da man erkannte dass es den Alliierten trotz aller Versenkungen nicht an Besatzungen für ihre Neubauten mangelte. Das wurde jedoch von Dönitz abgelehnt. Nicht etwa aus generellen ethischen bzw. Völkerrechtlichen Bedenken, sondern weil er die Moral der eigenen Besatzungen als gefährdet ansah, die dann ja möglicherweise mit dem gleichen Schicksal rechnen müssten: Überlebende in Rettungsbooten zu vernichten, muss weniger aus Humanitätsgründen als wegen des moralischen Eindrucks auf die eigene Besatzung, die ein gleiches Schicksal für sich erwarten muss, unterbleiben
    so sind sie, die Militärs


    Eigentlich ja ein viel zu düsteres Thema für unser Hobbyforum.
    Tom

    Quote

    Originally posted by Leif Ohlsson
    Perhaps someone would like to make an Angolan, or a Bulgarian, or a North Vietnamese Mig-17? Go right ahead!


    Hello Leif,


    as I wrote in my previous post, I already made a North Vietnamese conversion of this MiG-17. Additionally Im in the process of doing a second, camouflaged one. Some pictures are available via this link. It might not be exactly what you had in mind, as it is in 1:250 scale.


    But my source might be usable for larger scales too (600dpi in 1:72). Below I attached some pictures. The first one shows an overview of the cammo and markings layer, the second and third show details in the native resolution.


    If someone wants to try to mate this layer with the vector based original I would be happy to provide it.
    I am not able to try it out myself as I dont own Illustrator or similar vector-based stuff (I imported the original files into Photoshop, so worked with a raster).


    The fourth picture shows my second, work in progress NVA MiG.


    Thomas

    Also, soweit ich weiß (Achtung Halbwissen), kann keine AH-64-Version Penguin ASMs tragen. So umfangreich ist die Auswahl der mitgeführten Waffen beim AH-64(A) ja eigentlich garnicht. Und auch nur AH-64D bzw. auf den D-Standard aufgerüstete AH-64A können AAMs mitführen. Ursprünglich wohl vier AIM-92 Stinger oder Mistral an den Flügelenden, aber auch bis zu 2(?) AIM-9? Sidewinder sind möglich.


    Ich durfte in Wi-Erbenheim mal selbst in so einem Vogel platz nehmen, sind schon recht interessante (und hässliche) Biester. War allerdings eine A-Version, noch bevor George Senior die Jungs in den 2. Golfkrieg schickte.


    Thomas

    Sooo,


    auch heute hatte ich etwas Zeit zum schnippeln, daher gings ein klein wenig weiter mit der Ausrüstung der MiG-17F.


    Diesmal dran: die Einstiegsleiter. Das Original gut zu erkennen in Bild 1. Im Hintergrund übrigens das original des Starterwägelchens aus dem obigen Beitrag.


    Entstanden ist die Leiter in Mischbauweise aus Draht und Karton.


    2. Bild:
    Zuerst habe ich zwei kleine Stücke 0.3mm Draht auf Länge geschnitten, bemalt und einseitig abgebogen. Dann einen der beiden mit etwas Fossilkitt fixiert und sieben noch kleinere Sprossen aus bemaltem Karton angeklebt und ausgerichtet (Links).
    Dann festgestellt, dass die Sprossen deutlich zu breit geraten sind. Also alles auf ein weißes Blatt Papier des besseren Kontrastes wegen und zurechtgekürzt (Mitte).
    Als nächstes dann noch Draht No.2 aufgesetzt (Rechts).


    3. Bild:
    Nach einem weiteren Farbauftrag ist die Leiter bereit fürs Dio.


    4. Bild:
    Die Leiter endlich da wo sie hingehört. Die Fässer sind übrigens mal schnell dem HMV Hafendiorama entliehen.


    Bis zur nächsten Folge
    Thomas

    Quote

    Originally posted by Leif Ohlsson
    PS. (Edited in). Now hold everything everybody, and take a closer look at the original version - doesn't it seem like the parts forward of part 3 are to be joined with the joint at the bottom, instead of the top for part 3. Then there isn't a problem any longer, is there?


    Correct! I stumbled over the same detail while doing my 1:250 conversion of this fine model and had to redo my nose numbers once. Its funny how one gets mislead by the arrangement of the parts, totally disregarding the colouration.


    In fact the position of the longitudinal join changes several times throughout the fuselage. As you noted the first two pieces are joined at the bottom, then the join switches to the midline at the top. Then again after the canopy it shifts a bit off centre to the right of the midline, with the tail section again joined at the top centre.


    Why the plane was constructed this way I dont know. But I shifted most of the joins to the bottom midline for my NVA MiG. At least in this small scale it looks better that way.


    And I agree, this kit is certainly a very fine, high-quality offer of a nice looking jetfighter.


    Thomas

    Ach herrje, die Luise :rotwerd:


    zu verfolgen gibts hier ja leider schon seit 'ner ganzen Zeit nichts mehr. Der Kahn hat schon seit längerem Baupause. Hatte zwar noch etwas weiter gebaut, aber bis jetzt vergessen das hier weiter zu führen. Muss ich mal tief in meinen CDs kramen, ob ich irgendwo noch die Bilder vom bisherigen Weiterbau finde


    Wann ich dann dazu komme die Luise mit neuem Elan weiter zu bauen kann ich noch nicht sagen. Wird man dann aber hier erfahren.


    Sie ist etwas zu meinem bastlerischen Stiefkind geworden, weil ich keinen freien Vitrinenplatz für die Lu finde. Selbst die bescheidenen Ausmaße von 38cm stellen mich da vor Probleme. :(


    Thomas

    Danke für die netten Worte René! Ganz nah ran muss ich da auch. Vor allem bei den hellgrauen Teilen auf weißem Karton steigt da auch bei mir die Spannung beim ausschneiden.
    Und im Wegfliegen sind meine Teile auch traditionell ganz groß. Das liegt aber meistens nicht am Atem, sondern an meinem Geschick mit der Pinzette. Das Teppichmonster unterm Schreibtisch ist da immer wohlgenährt. Wobei die MiG-17 ist mein erstes Modell ohne ein einziges Teil AWOL.


    Mit anderen Maxiberichten sieh es da wohl vorerst eher mau aus. Bin ich die meiste Zeit auch leider zu schreibfaul
    Aber als kleine Wiedergutmachung wird der hier erstmal noch etwas erweitert. Ich habe mich nämlich mit der Idee angefreundet ein kleines Diorama um die MiG herum zu bauen. Dazu brauchts jetzt noch etwas ground clutter um etwas Leben auf das Vorfeld zu zaubern.


    Begonnen habe ich mit einem kleinen Starterwägelchen. Konstruiert habe ich das Teil nach einem verschwommenen s/w Foto. Zum Glück braucht man in 1:250 eigentlich keine Oberflächendetails mehr wiederzugeben.


    1. Bild:
    Mein Bausatz.


    2. Bild:
    Ausgedruckt in 1:250.


    3. Bild:
    Schon alle Baugruppen ausgeschnitten, gedoppelt und gedreifacht, verklebt und kantengefärbt.


    4. Bild:
    Alles zusammengeschraubt und an seinen Platz aufs Vorfeld gezerrt. Und ja, ich habe es schon fertig gebracht das Wägelchen mit schwarzer Farbe zu versauen :rolleyes:


    Thomas

    6. Bild:
    Mal eine Ansicht von oben - mit montierten Tragflächen. Die doppelte Pfeilung ist auch in 1:250 schwach erkennbar.


    7. Bild:
    Der wahre Fitzelkram das Fahrwerk. Hier habe ich mich bei den tragenden Teilen mit Draht (0.3 mm) beholfen. In Papier wäre das denn doch etwas instabil geworden.


    8.Bild:
    Leider recht unscharf. Aber das Fahrwerk ist nun komplett. Den Bau der Fahrwerksschächte habe ich mir übrigens gespart.


    Jetzt ist der Vogel eigentlich schon fertig für den Einsatz über dem Red River Delta - Thuds Jagd.

    1. Bild:
    Fünf der sechs Rumpfteile sind schon zusammengefügt und die gun camera montiert. Das Hecksegment und ein paar Teile de Triebwerks liegen links im Bild.


    2. Bild:
    Das Triebwerk ist in das Hecksegment eingeschoben. Die Verkleidung der unteren 23mm Kanone ist montiert, die Bauteile für die zweite liegen auf dem Cent.


    3. Bild:
    Beide 23mm Kanonen montiert.


    4.Bild:
    Heckflosse und erster Flügel schon montiert. darunter Einzelteile für die zweite Tragfläche.


    5. Bild:
    Der Rumpf ist komplettiert. Cockpit, antenne, speed brakes etz. sind schon montiert. Die Cockpithaube besteht aus 7 Einzelteilen. das ist in 1:250 dann schon etwas fitzelig. Ging aber überraschend gut.


    Die Heckflosse sitzt auch schon da wo sie hingehört. Beide Tragflächen liegen fertig zur Montage bereit.

    Minibaubericht MiG-17F der Kong Quan Nhan Dan Viet Nam (Luftwaffe Nord Vietnam) in 1:250.


    Hallo zusammen.
    Eigentlich baue ich Schiffe in 1:250, aber ab und zu werde ich dann doch verführt zwischendurch auch mal etwas aus der Aviatik zu versuchen. Da ich keine Lust und keinen Platz dafür habe mir die Wohnung mit Fliegern in 1:72, oder sogar größer vollzustellen bleibe ich dann in der Regel auch beim Maßstab 1:250. So lange man mit Downloads arbeitet ist das Skalieren ja kein allzu großes Problem.


    Diesmal habe ich mir vorgenommen:
    Eine MiG-17F der (anderen) NVA. Meiner Meinung nach einer der schönsten klassischen Jäger. Die Vietnamesen waren zu Beginn der Amerikanischen Luftoffensiven (Rolling Thunder) gegen den Norden quasi ausschließlich mit diesem Typ (bzw. Chinesischen Kopien) ausgestattet, so dass Vietnamesische MiG-17 ab 1965 extensiv gegen die Jankee Air Pirates eingesetzt wurden. Bevorzugt nördlich des 20. Breitengrades um Hanoi und Haiphong. Obwohl die MiG-17F schon zu dieser Zeit veraltet waren erzielten Nordvietnamesische Piloten überraschend viele Erfolge gegen die Amerikaner (vor allem die USAF). Das lag allerdings zum Großteil nicht am Können der Vietnamesischen Piloten, sondern an mangelhaft ausgebildeten Amerikanischen Crews und grotesk veralterten Taktiken der USAF.


    Die von mir gebaute MiG stellt eigentlich eine der Chinesischen Kopien, eine Shenyang J-5 dar. Taktische Nummer Rot 2050 vom 921 Sao Do Jäger-Regiment. Im Aussehen vom 6. November 1965. Damals geflogen von Pham Ngoc Lan und beteiligt am Abschuss eines USAF CH-3C Jolly Green Giant Helikopters, der in den Nordvietnamesischen Luftraum eingedrungen war.


    Die Farbgebung ist typisch für Vietnamesische MiGs zur Zeit von Rolling Thunder. Die allermeisten präsentierten sich im schlichten Export Alu-Finish, verziert nur mit vierstelliger Bugnummer und Hoheitszeichen. Später, als auch Nordvietnamesische Flughäfen als Angriffsziele freigegeben wurden, erhielten mehr und mehr MiGs improvisierte Tarnanstriche. Ich habe eigentlich geplant später auch eine solche zu bauen.


    Als Ausgangspunkt diente mir die 1:72 MiG-17 PLAAF, die es über diesen Link für Umme gibt:


    MiG-17 von gabrielmodels.com



    Ich habe das Ding neu koloriert und einige Schnittkanten verlegt. Warum diese vom Konstrukteur bei den meisten Rumpfsegmenten oben seitlich geplant waren und nicht unten mittig hat sich mir nicht erschließen wollen.


    Dann alles auf 1:250 runterskaliert und ausgedruckt. Leider ist mein Billigdrucker dann nicht mehr fähig alle liebevoll gezeichneten Mikrodetails auch wirklich wiederzugeben :(.


    Als Papier habe ich den Karton vom HMV verwendet.


    Tja und dann gings los.

    Quote

    Originally posted by Michael Diekman
    ...Ich bin gespannt auf deinen Baubericht.


    Ja Michael, ich bin auch gespannt was draus wird.


    ---


    Als nächstes kaen die Decks am Bug und achtern dran. Diese bestehen, wie auch alle anderen der "Lu", aus zwei Lagen: Dem Unterbau und den Planken, welche aufgedoppelt werden. Nur der graue Rand ringsum bleibt einlagig. Gefällt mir ganz gut (auch wenn ich dummerweise bei den Teilen 27a uns 28a das Einfärben der Kanten vergessen habe), gibt dem Deck Stabilität, wenn es auch etwas kniffelig ist, die Planken präzise auszurichten.


    Dann kam am Heck ein Windfang (Teil 29) dazu (siehe Bild 2) und auch schon die ersten Kleinteile: Eine Windenanlage (???) oder was auch immer - schön als Stolperfalle direkt vor der Flügeltür.


    Eine kleine Stolperfalle bei dessen Konstruktion:
    Der Liniencode für Teil 33 ist etwas durcheinander geraten. Ich hab mal auf Bild 1 skizziert wie es wohl eigentlich gedacht ist.


    Danach folgen dann noch das hintere Deckhaus (Teile 30, 30a) und die Wand am Bug.


    Soweit für heute


    Thomas

    Zuerst einmal Grundplatte und Spantengerüst.


    Grundplatte und Längsspant sind, ob der Länge, zweigeteilt, Bug und Heck bekommen formgebende Horizontalspanten spendiert. Bei Spant 20 werden noch die zwei Türen aufgedoppelt. Ansonsten nix bemerkenswertes.


    Kleiner bug: Auf Bauteil 2a (Mittelspant hinten) ist die Klebemarkierung für Teil 25 fälschlicherweise mit 24a (gibts nicht) beschriftet. Ist aber belanglos, da Anleitung und die anderen Beschriftungen korrekt auf teil 25 verweisen.

    Diese Königin Luise wurde 1934 von der HAPAG für den Seebäderdienst zwischen Hamburg/Cuxhaven und Helgoland bzw. Sylt gebaut und dann auch auf diesen Routen eingesetzt.


    Benamst nicht direkt nach der alten Königin, sondern nach dem ex HAPAG Hilfsminenleger Königin Luise den die Royal Navy 1914 aus der Themsemündung gepustet hatte der erste Schiffsverlust des 1. WK für Deutschland.


    Dann ein paar Jahre später wurde es mal wieder Zeit für einen Weltkrieg und, oh Wunder, die Seebäderschiffe wurden auch gleich zu Minenschiffen umgerüstet. Diesmal überlebt die Luise ein wenig länger, verteilt ein paar Jahre fleißig Minen In Nord- und Ostsee. Glücklicherweise können die Sowjets diesem Treiben schließlich am 25. September 1941 ein Ende setzen und versenken die Königin Luise vor Helsinki. Passenderweise mit einer Mine.



    Glücklicherweise hat Pauolo Gomes die taufrische Luise aus dem Jahr 1934 nachgebildet, so dass man beim Nachbau tatsächlich ganz ohne Minen auskommt, dafür aber das schicke grün-rot-weiß von Helgoland hissen darf.


    Hier noch zwei Bilder des Vorbildes:

    Vielen Dank für die netten Worte euch allen! :]


    @Hagen v T: Unter anderem deine Actionfotos haben mich inspiriert so etwas auch mal zusammenzupfuschen. Die Mig ist eigentlich extra nur für das Bild gebaut worden.


    Jack: Ich habe das dunkle Deck verbaut (Zum Vergleich: Jörg hat bei seinem Löwe wohl das helle Deck verwendet). Hauptsächlich um etwas mehr Farbe in das Modell zu bringen. Fällt aber offensichtlich im Endeffekt nicht wirklich sonderlich auf. Ein kleiner Nachteil des dunklen Decks mag eine etwas grober erscheinende Druckrasterung sein. Ist zumindest mein subjektiver Eindruck.


    Die Antennen sind aus den Innereinen irgendeines alten Elektrobauteils entstanden. Sind Einzeladern eines verzwirbelten Kupferkabels mit ca. 0.15mm Durchmesser (siehe Bild).


    Viele Grüße,
    Thomas

    Weiterhin habe ich der Mig einen passenden Motion Blur spendiert (über Filter/Blur/Motion Blur) und den Abgasstrahl gemalt (per Brush Tool und mit geringer Opacity).
    Dann hier und da noch etwas retouchiert, die Bugwelle etwas angepasst und alles auf den gewünschten Bildausschnitt beschnitten. Das alles könnte man nun noch endlos weiter treiben, z.B. ein paar Filter einsetzen (Film-Grain etz.), aber ich habs diesmal so belassen. Das Ergebnis ist hier (5. Beitrag) http://kartonbau-aktiv.de/wbb2/thread.php?threadid=3711&sid=
    zu besichtigen.


    Viele Grüße,
    Thomas

    Ist der Luchs schön freigestellt, kommt gleich die Mig dran. Entweder auch einfach radieren, oder z. B. das Polygonal Lasso Tool (L) verwenden. Hiermit mit einer Serie von Klicks den Umriss der Mig nachmalen und das Polygon schließlich mit einem Doppelklick schließen. nun ist erstmal die Mig ausgewählt. Aber eigentlich geht es uns ja erstmal darum, den Hintergrund wegzubekommen. Daher Rechtsklick in das selektierte Polygon (auf die Mig) und im Menü select inverse auswählen. Nun ist das störende blau selektiert. Einmal die Taste Entf gedrückt und weg ist er.