Posts by Bernhard

    Hi Ulrich

    Schau dir mal dieses Handbuch der US Navy an:

    https://maritime.org/doc/nstm/ch583.pdf

    "Section 9, Handling and Stowing of Boats" auf den Seiten 69ff zeigt Schemazeichnungen für eine Reihe verschiedener Davits. Bei deinem Modell ist der vordere Davit ein Gravitationsdavit ähnlich "Figure 583-9-8 Trackway Single Arm Davit", aber eben nicht "single track" sondern 2-armig. Der achterne Davit ist dagegen eine Variante des in "Figure 583-9-5 Pivoted Sheath Screw Davit" dargestellten Typs. Für beide Davittypen funktioniern die Fallen ("Fierungstaue") nach dem in "Figure 583-9-9 Wire Rope Falls" dargestellten Prinzip. Bei Gravitationsdavits brauchen die Falltrommeln für das Fieren der Boote keinen Antrieb - die Schwerkraft übernimmt die Arbeit. In der Regel sind sie aber mit einer Winsch ausgerüstet, um die Boote wieder aus dem Wasser zu hieven. Durch zusätzliche Umlenkrollen können die Winschen nahezu beliebig plaziert werden.

    Wie diese Prinzip in deinem Fall technisch verwirklicht war, läßt sich nur durch Quellenstudium ermitteln.

    Alles Gute.

    Bernhard

    ... und zwei Teile, über die ich nichts weiß. ...

    Das sind wohl Säulen mit Peilscheiben (Pelorus).

    So ein Dings wird dazu benutzt die Peilung eines Objekts relativ zur Vorausrichtung des Schiffs zu ermittlen. Das ist zum Beispiel nützlich, wenn der Navigator wissen will, wann genau die "Tonne 10" querab passiert wird. Oder die Ankerwache peilt in regelmäßigen Zeitabständen 2 ortsfeste Landmarken an. Solang der Anker hält, bleiben die Peilungen ungefähr konstant. Wenn sie aber systematisch auswandern, dann schliert the Anker über den Grund, und es wird höchste Zeit sich einen besseren Ankergrund zu suchen.

    Alles Gute

    Bernhard

    ...

    Zum Ladungs-Handling:
    Ich habe mal die Hansa-Seite von Herrn Kielmann (siehe hier: http://www.ddghansa-shipsphotos.de/) durchgeflöht und kein Bild gefunden, das die Schwergutbäume gekoppelt zeigt.

    ...

    Manfred

    Diese Web-Seite ist ja eine ganz tolle Fundgrube! Vielen Dank für den Link!


    Zum Thema gekoppelte Schwergutbäume ist dort doch ein aussagekräftiges Bild findbar. Klickt euch durch:

    Link: "Frachter 1946-1980"

    Dann Link "Strahlenfels"

    Die Bilder 7 bis 9 zeigen das Laden eines Kümos unter Einsatz beider Schwergutbäume.


    Gruß

    Bernhard

    Nochmal zur Kennung:


    Werner, Schiffe wie die Baden Würtemberg haben sicher mehrere Stells (Signalflaggensätze) an Bord daher ist es simpel das Unterscheidungssignal DRAD zu setzen. Flaggen von oben nach unten: "Delta", "Romeo", "Alpha", "Delta". Wenn der Signäler aber nur ein einziges Stell zur Verfügung hat, dann kann er das ihm fehlende zweite "D" mit dem "First Substitute" Wimpel ersetzen: "Delta", "Romeo", "Alpha", "First Substitute" (wiederholt die erste Flagge des Signals). Für deinen Kahn gibt es also 2 Möglichkeiten.


    Das Unterscheidungssignal ist auch das internationale Rufzeichen für den Funkverkehr. Es wird nicht nur beim Ein- und Auslaufen gezeigt sondern auch sonst, wenn man anderen Verkehrsteilnehmern die Kontaktaufnahme erleichtern will. Wenn ich mich recht erinnere, dann war immer, wenn unser Schnellboot auf seiner Spielwiese "Westliche Ostsee" Fahrübungen veranstaltete, das Rufzeichen gesetzt und zwar unter dem rot-weiss-gestreiften "Antwort" Wimpel. Der zeigte an, dass das folgende Flaggensignal nach internationalem Signalbuch interpretiert werden sollte, und es sich nicht etwa um einen militärischen Code handelte.


    Alles Gute

    Bernhard

    Worauf kommt es dir an? Soll das Programm Magix den kyrillischen Schriftzug als Text erkennen (Computer soll ihn lesen können)? Oder ist es gut genug, wenn Menschen einen Blick auf Bildschirm oder einen Ausdruck werfen und klar erkennen können: Da steht ja was auf Kyrillisch!

    Falls Letzteres, mach dein PDFs mit Inkscape auf. Dann, wird gefragt, ob du Text in Vektorgraphik-Objekte umwandeln willst. Wenn du das machst, dann ist es zwar kein für den Computer erkennbarer "Text" mehr, sondern lediglich eine Ansammlung von grafischen Objekten, die aber für einen menschlichen Betrachter ganz genau so aussehen wie der Originaltext. Die Grafik kannst du dann nach Herzenslust vergrößern oder verkleinern, umfärben und, und und ... und zwar ohne Qualitätsverlust. Schließlich als neues PDF abspeichern. Vielleicht kriegst du so dein Kyrillisch in eine brauchbare Form.

    ...


    Wie könnte eine sinnvolle Seilführung von den Winden zu den Davits aussehen?


    ...

    Schau mal hier ist ein typisches Beispiel für einen Gravitydavit:

    https://myviking.viking-life.c…DE0ZmI0NA&attachment=true

    Das 2. Blatt der Zeichnung macht die Führung des Falls ganz anschaulich. Hier gibt es nur eine Winde mit 2 gekoppelten Trommeln und jede Menge Umlenkrollen.

    Wie die Seilführung bei der Kiew nun im Besonderen gelöst war, davon habe ich leider keine Ahnung. Und du Armer hast bei deinem Modell nicht nur eine sondern 3 Winden zur Auswahl! Ich frage mich, ob die alle für den Davit vorgesehen waren?

    Bernhard

    ...


    gute Zeichnung...... da wird dann alles in Sachen "Vorleine, Achterspring und Konsorten" den Landratten etwas verständlicher.....:D!


    ...

    Sorry, da muss ich leider widersprechen. Die Zeichnung ist an sich gut, aber leider werden die Leinen nicht benannt. Ich zumindest habe keine Auflösung für die Nummerierung der Festmacherleinen finden können. Eigentlich sollte ich mich erinnern können, wie die Dinger heißen, es ist aber schon zu lange her.

    So haben wir in den 80er Jahren in Olpenitz festgemacht:



    Hier noch ein Foto Link, wo man die Leinen erahnen kann:

    https://www.alamy.com/eckernfo…dboat-image276725127.html


    Man kann das als eine Platzsparvariante der von Andreas verlinkten Grundform ansehen. Ich habe die Festmacherleine dem entsprechend nummeriert. Hier nun die Frage an die Experten. Wie heißen die Leinen?

    Soweit ich mich erinnern kann, gab es: Bugleine, Heckleine, Vorleine, Achterleine, Vorspring, Achterspring - korrekt?


    Ich fang mal an mit Raten - ohne Anspruch auf Richtigkeit:

    1 = Vorleine

    2 = Bugleine

    3 = Vorspring

    4 = Achterspring

    5 = Heckleine

    6 = Achterleine

    Wer kann bestätigen oder berichtigen?


    Bernhard

    Der Schiffsarchitekt der Wasa hat, mit Absicht, keine Decksdurchbrüche für Niedergänge vorgesehen. Als früher Verfechter des skandinavischen Designs, machte er sich für schlicht-elegante Optik stark. Er beharrte darauf, dass Öffnungen für Niedergänge den ästhetischen Rythmus, der von Plankengängen und Lukengrätings vorgegeben wird, auf das Ekelhafteste verderben würde. Die Leitern. die im Längsschnitt zu sehen sind, sind nur für den äussersten Notfall vorgesehen. Für diesen Fall ist jeder Leiter ein Handbohrer und eine Stichsäge zugeordnet, damit das nächste Deck erreicht werden kann. (Das Werkzeug wäre im Modellmaßstab vielleicht zu klein um dargestellt zu werden.) Die Admiralität war sehr skeptisch, stimmte aber einem Kompromiss zu. Demnach sollten zunächst die Erfahrungen der Jungfernfahrt ausgewertet werden, bevor ein Gremium entscheidet ob es denn wirklich nötig sei Durchbrüche nachzurüsten. ... hat sich dann aber erübrigt.

    Klasse!

    Was hältst Du davon, dem Schwanz noch eine leichte Biegung zu verpassen? Das sähe dann noch lebendiger aus.

    Gruß

    Bernhard

    Konpass

    Tolles Modell eines interessanten Schiffes. Herzlichen Dank für den Bericht.


    Ich hätte gern mal ein Frage zum Radargerät am Bugmast. Hat wer Einsicht, warum die Antenne ausgerechnet an dieser Stelle angebracht wurde?

    Meinem laienhaftem Veständnis nach ist die Rundumsicht stark eingeschränkt, zu den Seiten durch die Maststützen und nach achtern durch die Aufbauten.

    Auch die Reichweite würde sicher viel besser wenn sie höher plaziert wäre. Und zu guter Letzt, sobald das Wetter schlecht wird, nehme ich mal an, daß auf dem Radarschirm nur noch Echos von Wellenkämmen und Spritzwasser zu sehen sind. Und was ist mit Seeschlag? Die Drehantenne muß wohl ziemlich robust sein um an dieser Position zu überleben.

    Ich nehme mal an, daß es gute Gründe für ein Bugradar geben muß. Nur leider fällt mir dazu nichts Überzeugendes ein.

    Unterfeuer, hast Du vielleicht etwas dazu erfahren?

    Oder sonstwer?


    Frohes neues Jahr allrseits wünscht

    Bernhard

    Hi PIetje


    Sehr interessantes Projekt. Ich bin besonders gespannt auf die beleuchteten Fenster.


    Hier noch mein Senf zu den Bezeichnungen Münster und Dom

    Quote

    Zur Erläuterung der Bezeichnung: das Ulmer Münster ist kein Dom, da die Kirche nie Bischofssitz war, sondern eben "nur" ein Münster", also eine besonders große und erhabene Gemeindekirche.

    Klugscheißmodus ein!

    Deine Erklärung stimmt nicht ganz. Zur Klärung müssen 3 Begriffe für große Kirchen auseinander gedröseln werden:

    Dom kommt von Domus Dei, Latein für Haus Gottes. Demnach könnte alles, vom kleinsten Kapellchen bis zur Prachtkirche, als Dom bezeichnet werden. Es hat sich aber eingeschliffen, Dom nur für monumentale Kirchenbauten zu verwenden. Es ist dabei unerheblich, ob die Kirche ein Bischofssitz ist oder nicht. Es ist der Oberbegriff. Das Freiburger Münster könnte also durchaus korrekt als Dom angesprochen werden, wird es aus Gewohnheit aber nicht.

    Kathedrale kommt vom Lateinischen Cathedra, welches Sitz, hier natürlich Bischofssitz, bedeuted. Demnach ist das Freiburger Münster strenggenommen keine Kathedrale - wie schon von Dir erklärt - der Kölner Dom dagegen schon.

    Münster ist abgeleitet vom lateinischen Monasterium für Kloster. Ein Münster sollte demnach aus einer Klosterkirche hervorgegangen sein. Ohne Hintergrundwissen meinerseits, nehme ich mal an, daß dies in Freiburg der Fall war.

    Klugscheißmodus aus!

    Nimm's mir bitte nicht übel


    Alles Gute

    Bernhard

    Rainer

    Falls dein Drucker eine hellen Papierkante braucht um den Seitenanfang zu erkennen, versuche ihn zu überlisten indem du einen Streifen weisses Papier entlang der Einzugskante des schwarzen Tonkartons klebst. Diesen Streifen kannst du nach erfolgreichem Ausdruck wieder ablösen oder ganz abschneiden.

    Falls das immer noch nicht hilft, drucke das Schnittmuster gespiegelt auf weisses Papier. Den Ausdruck dann auf die Rückseite des schwarzen Kartons kleben. Solange es deiner Frau egal ist, ob ihr Fensterbild auf der Rückseite weiss ist, kann die Verklebung permanent sein (Sprühkleber wäre gut). Wenn es aber auf beiden Seiten schwarz sein muß, sparsam mit Fix-o-Gum kleben. So kann die weisse Schablone nach dem Ausschneiden vorsichtig wieder abgelöst werden. Das wird natürlich zur Zitterpartie, wenn das Schnittmuster filigran ist.

    Viel Erfolg

    Bernhard

    ... Frage an euch: Ist die Radarmatratze des Typ 21 Radargerätes zu oberst auf dem Turm vorne offen oder auch mit einem Gitternetz versehen?

    Die Japaner haben aus Geheimhaltungsgründen sämtliche Fotos der Schiffe die mit diesem Radar ausgerüstet waren retouchiert.Ich bin nach allen mir zur Verfügung stehenden Abbildungen, und nach der Ueberlegung dass ein Abdeckgitter aus Metall an der Vorderseite der Matratze zu Störungen führen würde, zur Ueberzeugung gelangt, dass diese Matratzen vorne offen waren. Kann jemand meine Annahme unterstützen, oder verwerfen?

    Du hast richtig vermutet, die Matratzen sind nach vorne offen. Die Rückseite hat ein Metallgitter, das als Reflektor dient.

    Hier die 21-Go Antenne an Bord des leichten Keuzers Sakawa. (Quelle: Gakken Band 19, Seit 115) Die weiße Tafel läßt erkennen, daß das Foto von den Amerikanern anläßlich der Operaton Crossroads aufgenommen wurde. Crossroads war ein Atombombentests im Bikini-Atoll. Die Sakawa war eines von vielen Zielschiffen, die geopfert wurden um die Auswirkungen von Nuklearexplosionen auf Schiffe, Ausrüstung und Besatzung (vertreten durch Versuchstiere) zu messen.

    Alles Gute!

    Bernhard

    Oh jeh Eberhard - nach all der Mühe, sicher nicht was Du Dir gewünscht hast.

    Aber, wie Du bereits selbst vorgeschlagen hast - vielleicht nur im sarkastischen Scherz, - mach doch aus der Not eine Tugend.

    Wie wär's wenn Du Dein Schiffchen mit ein bischen Treibeis umgäbest? Wie z.B. hier:


    https://www.tapatalk.com/group…te-pk-901-t39177-s20.html


    Würde sicher stark aussehen.

    Irgendwo habe ich mal gelesen, wie jemand die Eisschollen überzeugend mit weissem Kerzenparaffin gemacht hat. Kerze schmelzen, Paraffin auf glatte Unterlage giessen und erstarren lassen. Nicht zu dick, damit das Eis noch ein klein bisschen durchscheinenend bleibt. Dann in Schollen Zerbrechen und diese, ein bisschen krumm und schief, in Resin-'Wasser' einbetten.

    In meiner Wahlheimat sagt man: 'If life gives you lemons, make lemonade.'

    Alles Gute

    Bernhard

    Sehr schönes Architekturmodell! Gut gemacht!

    Ich habe noch eine Frage. Weiß jemand warum bei diesem Schrein Vieles dreifach ausgeführt ist? Drei Treppenaufgänge nebeneinander, drei Tore nebeneinander, drei Terrassenstufen und so weiter ... War das eine Laune des Architekten, oder hat das eine tiefere Bedeutung?


    Great model, great job!

    I have got a question. Does anybody know why so many features of the shrine are in triplicate? Three flights of stairs in parallel, thee gates in parallel, three terraces leading up to the main building. Whimsy of the architect or is there a deeper hidden meaning?


    Bernhard

    Vier der Bauteile kommen ganz harmlos daher, aber das Hauptteil für die Außenhaut - au Backe!

    Das sieht ja aus wie eins dieser Rohrschacht Tintenklecksbilder, die mir mein Nervenarzt vorlegt um zu beweisen, daß ich nicht alle Tassen im

    Schrank habe.

    Alles Gute für den weiteren Bau!

    Bernhard

    Noch eine Frage an die Experten.

    Die Deutsche Küstenwache, wie mir scheint, ist bis dato ohne Artillerie ausgekommen. Sind die Sitten in den deutschen Hoheitsgewässern so rauh geworden, daß wir sowas nun zur Durchsetzung der Polizeiaufgaben brauchen? Oder wird die Bundespolizei militarisiert um im Verteidigungsfall die schwache Marine aufzustocken?

    Bleibt gesund!

    Bernhard

    Hi Henning

    Ich find's toll, daß Du mal mit Bildern zeigst, wie die Abwicklung nach der Transparentpapiermethode funktioniert.

    Besonders hilfreich, für die die es auch mal versuchen wollen, ist der Tip die Abwicklung in einem größeren Maßstab durchzuführen. All die kleinen Toleranzfehler werden dann beim anschließenden Verkleinern mit verkleinert.

    Wie behandelst du die Dicke des Modellbaukartons? Werden nach dem Verkleinern der Bauteile in den Modellmaßstab alle Spantenkonturen um 0.2mm nach innen verlegt?

    Ich bin gespannt, wie es weitergeht.

    Gruß

    Bernhard

    Uli und Peter
    Großartiger Modellbau und interessante Hintergrundinformationen!
    Ich bewundere alles an eurem schönen Schiff - alles bis auf ein Detail, und das sind die gerefften Segel. Die sehen einfach zu dick und plump aus. Vergleicht mal die Dicke der Rahen mit der Dicke der "Segelwurst" auf Fotos oder Gemälden. Vielleicht könntet ihr das nochmal überarbeiten - das Modell würde es verdienen; alles andere ist so filigran.
    Von Mondfeld schlägt vor, Segel, die gerefft dargestellt werden sollen, in der vertikalen Dimension stark zu kürzen, damit das Volumen kleiner wird, oder die Segel lediglich mit zerlegten Papiertaschentüchern anzudeuten. Ich kann verstehen, wenn ihr da jetzt nicht nochmal dran wollt. Würde mir auch schwer fallen. Aber vielleicht beim nächsten Segler.
    Alles Gute
    Bernhard

    Tor
    Die Schiffchen sind absolut beeindruckend. Mir wird schwindelig , wenn ich mir vorstelle, wie in aller Welt du die Mikroteilchen ausschneidest, hältst und verklebst. Ich wäre völlig verkrampft, Nase einen Zentimeter über der Schneidematte und blau im Gesicht vom Atem-Anhalten.
    Mir gefallen auch deine Fotos, der Wolkenhintergrund wirkt überzeugend.
    Stelle doch bitte noch ein Bild ein, daß einen der üblichen Größenvergleiche zeigt (Cent, Streichholz, Tic-Tac oder dergl.) Ist zwar etwas abgedroschen, aber trotzdem immer wirkungsvoll.
    Große Klasse!
    Gruß
    Bernhard

    Christian



    Zurück zum Anfang. Die größten Probleme bei der Konstruktion sind, meiner Meinung nach, die folgenden vier:
    1. Man hat fast nie genug Referenzmaterial. Pläne haben unklare Stellen, Fotos gibts nur von einer Seite des Vorbilds. Wie gehe ich mit dem Unbekannten um?
    2. Wieweit soll ich vereinfachen, ohne daß das Modell zu plump wirkt?
    3. Wie zerlege ich komplexe Formen um Abwicklung zu ermöglichen und den Zusammenbau zu erleichern?
    4. Wie kann ich die Oberflächen von meinem 3D Körper nach 2D Abwickeln? Ist der exakt abwickelbar oder muss eine Näherungslösung gefunden werden?


    Keines dieser Probleme läßt sich vollständig vom Computer lösen, nichtmal mit der teuersten Software. Hier sind erstmal Entscheidungen zu treffen die auf altmodischer Kopfarbeit beruhen. Erfahrung, die man beim Bau von Modellen anderer Konstruktöre gemacht hat, hilft ungemein bei der Konstruktion eigener Modelle. Man kriegt ein Gefühl dafür, was machbar ist.


    Ich will dir hier aber nicht von Computern und Software abraten. Ganz im Gegenteil! Konstruktion am Computer ist die Zukunft (und wohl auch schon für viele die Gegenwart). Das heißt aber noch lange nicht, daß es ohne Computer nicht ginge. Besonders was das Abwickeln komplizierter Formen angeht, kann man brauchbare Ergebnisse mit der traditionellen Butterbrotpapier-Methode erzielen: Baue ein stabiles Spantengerüst. Um die Form der zugehörigen Außenhaut zu ermitteln nimm ein Stück Transparentpapier und wickle es um das Gerüst. Hefte diese Außenhaut mit Fix-o-Gum an das Gerüst und zeichne die Umrisse des Außenhautteils auf dem Transparentpapier an. Es kann dann vorsichtig wieder abgelöst werden und man hat im ursprünglichen Sinn des Wortes die "Abwicklung". Die kann dann auf Karton übertragen werden z.B. durch Scannen. Probebauen und Korrigieren falls nötig. Das klingt umständlich und archaisch ist aber schneller als Computer, solange man sich noch nicht mit der Software auskennt. Die Ergebnisse sind auch nicht zu verachten. Soviel ich weiß, benutzt unser Kollege Wilfried diese Methode für seine excellenten Modelle, einige davon sind beim Passat Verlag zu kaufen.


    Also viel Erfolg
    Gruß
    Bernhard

    ... Is there a source where I can download or order this from and any other sources for the containers? I have looked everywhere for a model like this, where you can stack the containers like this...

    How about HMV model 3328, the container feeder "OPDR Lisboa"?
    It is the same scale as Henning's model, 1:250 and is available from several dealers.
    For example
    Fentens Kartonmodellbau https://www.kartonmodellbau.de…r-feeder-opdr-lisboa.html
    If you are not living in Europe other dealers may be more convenient - just do a Google search.
    Best,
    Bernhard

    ... Mit der ausmittigen Position des Aufbaus meinte ich jedenfalls nicht, dass der Aufbau sehr weit vorn steht, sondern dass er gegenüber der Längsachse etwas nach Stb. versetzt ist (siehe letztes Foto).

    Ja, genau das hatte ich misverstanden. Ich dachte, du hättest einen blöden Witz gemacht, und da wollte ich einen noch blöderen draufsetzen.
    Danke für die Klarstellung. Entschuldingen brauche ich mich aber hoffentlich nicht, denn ich mag blöde Witze - auch in ansonsten wertvollen und ernsthaften Bauberichten.
    Gruß
    Bernhard

    Hier ein paar Fotos zum Bau des Deckshauses, eigentlich nichts Besonderes, nur es steht nicht in der Mitte des Rumpfes, merkt aber kaum jemand.

    Jetzt, wo Du es sagst , fällt es mir wie Schuppen von den Augen. Warum habe ich das nicht gleich selbst bemerkt ? Es wird wohl mit dem Altern zusammenhängen.
    Es stellt sich nun gleich die nächste Frage: Warum steht das Deckshaus nicht in der Schiffsmitte? Das wäre doch viel gefälliger. Vielleicht können hier die Experten ihren Senf dazu geben. :D
    Mach weiter so Henning :thumbup: !
    Gruß
    Bernhard

    Zur Not kannst du dir das Bildbearbeitungsprogramm Gimp kostenfrei und ganz legal herunterladen und installieren: https://www.gimp.org/
    Öffne deine Bilddatei. Wenn das klappt, - und ich wette, es geht - dann hast du gewonnen. Wähle Filters , dann Map, dann Tile, und deine Originalgrafik wird als Kachel (=Tile) zur Flächenfüllung verwenden. Du wirst nach der neuen Bildgröße gefragt. Die vorgeschlagenen Standardwerte für Weite und Hohe sind die Maße deiner Originalgrafik. Wenn du nun ganzzahlige Viefache dieser Werte eingibst, wird deine Zeichnung entsprechend oft nebeneinander und untereinander angeordent. Drucken und fertig.
    Es könnte durchaus sein, daß dein Programm sowas auch kann. Mal Tante Google fragen, die weiß Alles.
    Gruß
    Bernhard