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  • »Jahrgang 51« ist männlich
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Mittwoch, 9. Mai 2012, 22:09

Z51 Versuch einer Rekonstruktion

Viel gefunden über dieses Schiff habe ich in der einschlägigen Literatur nicht, außer ein paar dürftigen Zeichnungen und Beschreibungen über die technischen Eigenschaften des Schiffes. Es sollte der Prototyp eines Zerstörers mit reinem Dieselantrieb werden, ein Konzept das heute bei der Bundesmarine bei den neueren Kampfschiffen zum Einsatz kommt. Der Zerstörer ist bei Kriegsende in der Werft einem Bombenangriff zum Opfer gefallen. Um mir ein Bild des Modelles zu machen, habe ich es als 3D Modell gezeichnet. Das Schiff ist als Kartonmodell konstruiert mit einer Wandstärke von 0,2mm ( 160g Papier ). Das hat zwei Vorteile, zum Ersten kann ich die Baugruppen aus der Zeichnung abwickeln und gewinne so meine Bauteile und zum Zweiten verletze ich mit meinen Zeichnungen keine Copyright-Ansprüche irgend welcher Verlage. Die Stunden habe ich nicht gezählt, aber ich schätze doch weit über 100 Stunden Zeichenarbeit, wobei die 3D Zeichnung am Anfang doch ziemlich Mühe gemacht hat aber irgend wann hat man sich eingearbeitet und das Ganze macht dann doch Spass. Das Modell wird im Maßstab 1:250 als Wasserlinienmodell gebaut. Als Besoderheit habe ich das Schiff mit dem damals beinahe fertig entwickelten Zielradargerät M42 bestückt. Also ein für damalige Verhältnisse sehr modernes Schiff. Die anderen Baugruppen sind nach meinem Sachverstand und Kenntnis entwickelt und gezeichnet. Ich glaube das die Zeichnungen doch recht Eindrucksvoll den Z51 zeigen.

Gruß Wolfgang
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Oldenburger67

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2

Donnerstag, 10. Mai 2012, 10:58

Tolle Arbeit

Hallo Wolfgang,

tolle Arbeit, Wow, jetzt bin ich auf die Kartonversion gespannt !!! (Ist eine Veröffentlichung geplant, Hüstel räusper ?!?!?!)
Habe ich Dich richtig verstanden, dass das Deine erst CAD Arbeit ist?

Welches Programm benutzt Du, wenn ich fragen darf.
Hattest Du spezielle Unterlagen für den Entwurf, mir ist offen gestanden nur eine Abbildung von Z 51 im Gröner bekannt, aber die ist bei weitem nicht so detailliert !

Fragen über Fragen, bitte entschuldige, aber ich finde es immer faszinierend, wenn sich jemand an eigene Entwürfe wagt!
Ich bewundere Deinen Mut!

Auf der anderen Seite gibt es gerade im maritimen Bereich noch so viele ungebaute Schiffe ( im doppelten Sinne des Wortes) während von anderen Schiffe fast im Wechsel der Jahreszeiten neue Modelle herausgebracht werden ( Ich nenne jetzt mal keine Namen.... :whistling: )

Also weiterhin viel Erfolg

Thomas

modellschiff

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3

Donnerstag, 10. Mai 2012, 11:41

Hallo Wolfgang,
in welcher Literatur hast du nachgesehen?
Mit freundlichen Grüßen
Ulrich

Oldenburger67

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4

Donnerstag, 10. Mai 2012, 13:16

Z51

Hallo Wolfgang,

Du hast eine PN!!!

Gruß Thomas

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Samstag, 12. Mai 2012, 12:06

Anworten

Bei dem Entwurf von Z51 habe ich mich im wesendlichen auf den Generalplan, der bei "Breyer, die Deutsche Kriegsmarine Band 7" abgedruckt ist, gestützt. Da ich annehme, das bei der Bauausführung dass damals übliche Aussehen der Zerstörer und Torpedoboote beibehalten wurde. Bei der Recherche ist mir aufgefallen, der Rumpf von Z51 weist eine sehr starke Ähnlichkeit mit den damals von Holland nach Deutschland überführten Rümpfen der Flottentorpedoboote 1940, auf. Die Abmessungen sind nahezu gleich, ob da nicht doch ein Rumpf verwendet worden ist ? Die Bestückung mit dem Zielradar M42 ist meiner Phantasie geschuldet und dürfte damals noch nicht montiert worden sein. Die Zeichnungen werden mit einer älteren Version von Turbo CAD gezeichnet, ein Programm, das auch eine starke Renderabteilung hat und auch die farbliche Gestaltung der 2 D Zeichnung unterstützt. Man muß also nur mit einem Programm arbeiten um alle anfallenden Arbeiten zu erledigen. Man muß aber eins bedenken: das beste Programm sitzt vor dem Computer. Sich in ein CAD Programm, egal welches, einzuarbeiten,erfordert viel Mühe und Zeit, jahrelanges Üben und Arbeiten sind wohl notwendig, gerade im Amateurbereich, um an gute Ergebnisse zu kommen. Momentan extrahiere ich die benötigten Teile aus der Zeichnung und bearbeite sie zB. bei mehrfachen knicken die Reduzierung der Kantenlänge um einige Zentel.

Gruß Wolfgang

Ps: an den Moderator, kann man den Beitrag zu den Bauberichten verschieben ?
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Joachim Frerichs

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Samstag, 12. Mai 2012, 13:36

Ahoi Wolfgang,

interessante Arbeit, bin gespannt auf das Ergebnis in Kartonform !

Da kann ich nur bewundernd sagen: Weiter so !!!


Gruß
Jo
Meine bisher gebauten Modelle sind hier abgelichtet :)

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Samstag, 12. Mai 2012, 14:32

Hallo Wolfgang!

Ein gewaltiges Vorhaben. Viel Glück.

Grüße,
Otto.
ottok

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Donnerstag, 24. Mai 2012, 21:47

Zum Praktischen

Nachdem die Zeichnerei beendet ist und der praktische Nutzen in Form vieler abgewickelter Bauteile vor mir auf meinem Arbeitsplatz liegt, beginnt der Bau von Z 51 recht handfeste Formen anzunehmen. Da ich ja nicht mit jeder Klebelasche langweilen will, zeige ich Bilder vom Baufortschritt in loser Form. Also los gehts mit dem Baubericht. Wie üblich ein ganz gewöhnlicher Spantenaufbau, das Anbringen der Außenhaut, die Minenschienen, erste Anprobe der Aufbauten.

Gruß Wollfgang
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9

Sonntag, 27. Mai 2012, 20:50

Torpedorohre

Um den Platz, den die Drillingssätze auf dem Schiff einnehmen, genau gestimmen zu können, habe ich schon mal die Torpedorohrsätze gebaut. Im Maßstab 1:250 sind die schon eine Herausforderung, da eifere ich einem bestimmten Herrn aus dem Süden mit seinem Z 25 nach. Die Drillingssaütze sind auf dem Generalplan sehr knapp an die Aufbauten plaziert und auch durch Plattformen überbaut. Mit den fertigen Teilen kann man sehr schön die nötigen Abstände und Höhen ermitteln.

Gruß Wolfgang
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Mittwoch, 30. Mai 2012, 21:37

Aufbauten

Nachdem der Probeaufbau zufriedenstellend ausgefallen ist, erfolgt nun der Bau der Aufbauten in ihrer endgültigen Form. Die Schornsteine sind wie immer ein schwieriges Kapitel, zumal die seitlich eingebauten Lüfter nur mit viel Aufwand und Mühe zu einem einigermaßen ansehlichen Aussehen gebracht werden können. Überraschender Weise entwickelt sich Z 51 zu einem wirklich schönen Schiff, ein Aspekt der in der 3D Zeichnung so gar nicht zu erkennen war. Die beiden mächtigen Schornsteine dominieren das Erscheinungsbild zum Vorteil. Ein ganz anderes Bild, als man es sonst von den Zerstörern der Kriegsmarine gewohnt ist.

Gruß Wolfgang
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haduwolff

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Mittwoch, 30. Mai 2012, 21:50

See `46

Moin zusammen,

also erst mal ein herzliches DANKE für diesen Ausflug in "what if" zur See!

Ich bin sehr beeindruckt, und kann nur hoffen, daß noch mehr solche Projekte auftauchen. Grade auf See sind diese Projektstudien noch sehr im Hintertreffen.
Klar, die ganzen Jets, die Monstertanks und die U-Bootprojekte sind bekannt, aber es gibt auch eine Welt ausserhalb des Z-Plans ;-)))

Frohes schaffen!

...wünscht
Hadu
Meryl Streep: "Wenn die Mächtigen ihre Position benutzen, um andere zu tyrannisieren, dann verlieren wir alle"

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Sonntag, 3. Juni 2012, 23:09

weiter gehts

An Bord gekommen sind der Hauptmast, er besteht aus Kupferdraht der mit Papier umwickelt ist und die Antennenausleger am zweiten Kamin. Die Antennenspriessen sind aus Papier gefertigt, wobei ich bei diesen Teilen schon beinahe an meine Grenzen gestoßen bin, aber nach dem dritten Versuch hats dann doch geklappt. Farbe ist auch an die Aufbauten gekommen und nun wird wohl die Mühsal der Kleinteile folgen.

Gruß Wolfgang
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Samstag, 16. Juni 2012, 18:18

Kleinkram

Die 12.7er Geschütze sind an Bord gekommen, sie sind wie immer bei mir dreh und richtbar. Bei den Treppen habe ich es geschafft die Seitenwangen durchbrochen zu fertigen, ist mir bei dem Maßstab auch zum ersten Mal geglückt. Die Aufbauten sind mit den fehlenden Relings bestückt und von der stundenlangen Arbeit sieht man ziemlich wenig, die vielen Teile verschwinden auf dem Modell

Gruß Wolfgang
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Sonntag, 1. Juli 2012, 17:54

Radar

Da man ja nicht so viel über die Ausstattung von Z51 weiß, habe ich dem Schiff die modernste Ausstattung spendiert: das Radarleitgerät M42. Außer einer Zeichnung gibt es da auch nicht so viel. Es war aber wohl in seetaktischer Hinsicht ein gewaltiger Fortschritt, optische und funktechnische Zielauffassung in einer Einheit.

Gruß Wolfgang
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  • »knizacek otto« ist männlich

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Sonntag, 1. Juli 2012, 18:21

Hallo Wolfgang!

Diese Radarleitgeräte passen sicherlich nicht. Da würde ich noch überlegen. Ansonsten sauber gebaut.

Grüße,
Otto.
ottok

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16

Sonntag, 1. Juli 2012, 23:20

hallo Wolfgang,
beeindruckend, wie Du dieses unbekannte Schiff wachsen läßt. Gefällt mir sehr.
Weiter so ! Ob das Radarleitgerät dazu passt, kann ich nicht beurteilen, in Skizzen sieht es jedenfalls so aus.
Gruß
Harald Steinhage

haduwolff

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17

Montag, 2. Juli 2012, 01:09

Radar...

Moin zusammen,

das Seeziel-Radar ist nicht verkehrt, es gab diverse moderne Entwürfe gegen Kriegsende, die den Nachteil der zu langwelligen deutschen Technik zugunsten kompakter und kurzwelliger Geräte ausgeglichen, wenn nicht sogar die Muster der Alliierten weit überholt haben.


Das FuG 240 "Berlin" arbeitete auf 9cm statt wie bisher auf 60cm (Hohentwiel) und hatte einen Spiegel von knapp 90 cm. Die sendeverstärkte Version konnte dabei auf gute 12 - 15 km orten, was da genügen würde. Also für einen solchen Schiffsentwurf ganz angemessen.

Aber das ist ja eh Spekulation...

Gruß
Hadu
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  • »knizacek otto« ist männlich

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Montag, 2. Juli 2012, 12:47

Hallo Hadu!

Vom FuG 240 "Berlin" (9cm) wurden ca 25 Stück für die Luftwaffe gebaut und im Nachtjäger Ju 88 G-6 eingesetzt. (April 44). Ermöglicht wurde der Bau dieser kleinen Radargeräte durch Beutestücke abgeschossener britischer Flugzeuge mit dem Rotterdam-Gerät. Die Skizze beim Zerstörer Z-51 kommt mir sehr u.s.amerikanisch vor, aber alles ist möglich, man lernt nie aus.

Grüße,
Otto.
ottok

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »knizacek otto« (2. Juli 2012, 15:34)


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Montag, 2. Juli 2012, 20:37

Radar

Also: in Informationstechnik, Geschichte und Hintergründe Band2 von Blitz und Anker wird ausführlich auf die späten Entwicklungen der deutschen Radartechnik eingegangen. Die aus britischen Bombern erbeuteten Magnetrone ( Hochfrequenzerzeuger )wurden bei Telefunken von einem Dr. Steimel weiterentwickelt und technisch enorm verbessert d.h. stabilere Frequenz und weit höhere Sendeleistungen. Für die Marine wurden ungefähr 200 Geräte gebaut, von denen 150 auf kleinen und mittleren Einheiten noch zum Einsatz kamen. Das Fug 224 Berlin-A 15 kW 3,3 GHz für kleine Einheiten ( S-Boote ) und das FuG 244 Bremen-O mit 60 kW Leistung ! für mittlere Einheiten ( Torpedoboote, Zerstörer ). Die Entfernungsmessweite betrug 18km bzw 60km. Das Radarleitgerät auf meinem Z51 war ein über drei Achsen stabilisiertes Zielerfassungsgerät für Flak und Atillerie ( die deutschen Zerstörer 1935.1945 Bernard und Graefe Verlag Seite 242 ) . Die Entwicklung war beinahe abgeschlossen und sollte auf den Zerstöreren 1942 und danach eingesetzt werden. Es wären hochmoderne Geräte gewesen und weitaus besser als die Anlagen der Alliierten zu damaliger Zeit.

Gruß Wolfgang
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Oldenburger67

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20

Montag, 2. Juli 2012, 21:35

Hallo Wolfgang,


Eine wirklich tolle Arbeit!!!!!


Dass Du dazu noch
Hintergrundinformationen lieferst macht die Sache natürlich noch
interessanter!


Aber wir sollten uns nicht zu sehr
darauf "einschießen", schließlich sind wir ein
Kartonmodellbauforum und kein Historiker Forum.


Wichtig ist, dass Du hast das Modell
selbst entworfen hast, da hast Du auch das Recht, das Modell nach
Deinen Vorstellungen zu bauen. Außerdem kann man trefflich darüber
streiten wie das Schiff in der Realität ausgesehen hätte, wäre es
denn je gebaut worden, ganz zu schweigen welchen Modifikationen es im
Laufe seines Lebens unterzogen worden wäre ( ...in der sechziger
Jahre Version kommen da aber noch Raketen drauf, das ist doch wohl
klar... ;-))))


Aber ich komme schon wieder zu sehr auf
die historische Schiene, Du hast das Recht Dein Modell so zu bauen,
wie es Dir vorschwebt. In der Musik nennt man so etwas ja auch
Variationen zu einem Thema von.... , und solange Du Deine Z 51 nicht
mit Kussmund und Swimmingpool nebst vierstöckiger Rutsche
darstellst, habe ich kein Recht Dich dafür zu kritisieren.


Und was passiert, wenn man sich dann
partout über die historischen Wenns und Abers auseinandersetzen
will, sieht man in unserem ehemaligen Nachbarforum in dem sich die
Teilnehmer die historischen Fakten und Eventualitäten solange um die
Ohren hauen, bis man nicht mehr miteinander spricht, respektive sich
nicht mehr miteinander schreibt.


Wem das Modell nicht gefällt kann ja
selber eines bauen das originalgetreuer ist, was immer das bei einem
"Neverwere" auch immer heißen mag.


Ich kann immer wieder sagen ein Tolles
Modell und einer der wenigen maritimen "Neverweres". Zudem
nötigt mir Dein Mut immer wieder Respekt ab, vor allem in Anbetracht
der Tatsache, dass in diesem Forum auch professionelle
Modellkonstrukteure unterwegs sind.



Kommt als nächstes schon die Emdens,
oder bleibst Du erstmal der Zerstörersparte treu?


Darf ich fragen, welches CAD Programm
Du benutzt.


Ich wünsche Dir weiterhin viel Spass,
Ausdauer und Energie für Deine Z51.


Thomas

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21

Samstag, 7. Juli 2012, 15:09

Flak, Beiboote, Rettungdinseln

Die Ausrüstung von Z 51 schreitet voran, heute kam die Flak bestehend aus einem 2cm Vierling, 4mal 3,7cm Zwillingen und 2 mal 5,5 cm Flak Gerät 58 auf dem Vorschiff. ( ist natürlich auch Fiktion, wie einige andere Teile auf dem Schiff ) Die Beiboote bestehen aus einem Kutter und einem Motorboot, Ausrüstung wie auf einem Torpedoboot. 20 Rettungsflöße sind auf dem Schiff verteilt. Diesmal habe ich ein mattes Gelb genommen, Grau wäre auch gegangen ( ist halt ein ewiges Problem: welche Farbe gebe ich den Rettungaflößen ).

Gruß Wolfgang
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22

Mittwoch, 25. Juli 2012, 21:54

Resumee

Heute kann ich euch den Z51 so zeigen, wie er vermutlich ausgesehen hätte, wenn er nicht vorher zerstört worden wäre. Bei dem Modell von Z51 habe ich nur den Zustand gebaut, wie er auf den mageren Plänchen erkennbar war. Absonsten habe ich mich an das übliche Aussehen der Schiffe in der Kriegsmarine gehalten. Nur bei den sehr schönen Radarleitgeräten habe ich eine Ausnahme gemacht und die Fanfasie walten lassen. Bei der Konstruktion hat das 3D Zeichnen zwar viel Mühe gemacht, aber der Gewinn war auch beachtlich ( Abwicklungen aus der Zeichnung ). Insgesamt war es die Mühe wert, Z51 als Modell wieder zum Leben zu erwecken.

Gruß Wolfgang
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Donnerstag, 26. Juli 2012, 08:55

Ausblicke...

Moin zusammen,

Wolfgang, gratuliere zu diesem schönen Schiff! Was bei den Fliegern (Luft'46) und den Landstreitkräften völlig normal ist, hat endlich auch auf See zugeschlagen.

Das Schiff wirkt wesentlich kompakter und kürzer, als die vorherigen Zerstörerbauten. Das liegt an den dicken Schornsteinen denke ich. Mit seiner zuverlässigen Maschinenanlage, dem neuen Radar und reichlich mehr FlaWaffen (Barbara-Umrüstung) hätten diese Einheiten bei atlantischen Unternehmungen wie zur Zeit seiner Planung Erfolg gehabt.

Danke für diesen interessanten Bericht. :thumbsup:

Gruß
Hadu
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Donnerstag, 26. Juli 2012, 09:38

Hallo Wolfgang,

auch ich möchte Dir zu Deinem neuen Modell Gratulieren. Deine Z 51 ist echt super geworden, ein schickes Modell und ein beeindruckendes Ergebnis.
Ich freue mich schon auf Dein nächstes Projekt.

Ich schließe mich meinem Vorredner/Vorschreiber an, und danke Dir für diesen überaus interessanten Baubericht

Mit freundlichen Grüßen

Thomas

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Donnerstag, 26. Juli 2012, 22:49

Hallo Wolfgang,

herzlichen Glückwunsch zur Indienststellung dieses einmaligen Modells, das das Original nicht erleben konnte.

Was Du uns hier vorgestellt hast, ist sowohl historisch gesehen als auch konstruktiv und modellbauerisch ein Leckerbissen!

Viele Grüße

Hans-Jürgen
Viele Grüße
Hans-Jürgen

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