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Michael Urban

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Samstag, 11. April 2009, 10:01

Wieso, weshalb, warum? - Sollte man mit scharfer Klinge in mehreren Zügen schneiden?

Hallo Freunde,

bei Ratschlägen zur Benutzung einer Klinge (Skalpell/Cutter) zum Ausschneiden von Bauteilen hört man immer wieder:

1. Nimm häufig eine frische Klinge
2. Nicht gleich komplett durchschneiden - lieber in mehreren Zügen bis zur völligen Durchtrennung des Materials schneiden.

Aber warum eigentlich? Der Könner wird es wissen, der Einsteiger kratzt sich (vielleicht) am Kopf.

Deshalb (als kleine Spielerei zwischendurch) hier ein wenig optische Erklärungshilfe.

Michael Urban

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Samstag, 11. April 2009, 10:03

In diesem Bild sehen wir zwei Schnitte.

Der linke Schnitt wurde mit einer "verbrauchten" Klinge durchgeführt - dabei wurde das Papier in einem Zug getrennt.

Der rechte Schnitt wurde mit frischer Klinge in mehreren Zügen durchgeführt.

Man sieht recht gut, der rechte Schnitt ist viel feiner. Außerdem wurde bei der alten Klinge Material "verdrängt". Dieses bildet jetzt "Huckel" beiderseits des Schnittes.

Michael Urban

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3

Samstag, 11. April 2009, 10:04

Aber ist das schon alles?

Nein, es geht noch feiner.

In diesem Bild das gleiche Stück Papier wie oben.

Die oberen Hälften der Schnitte wurden mit dem Rücken des Fingernagels glattgestrichen. Dadurch wird das Papier an der Schnittkante zusammengedrückt und das Schneidergebnis wird noch feiner/schärfer.

Vielleicht mag's jemand bei seinem nächsten Modell verwenden?

Viele Grüsse
Michael

Dietmar Taubert

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Samstag, 11. April 2009, 10:09

Hallo Michael,

an dem Beispiel, hast Du Dir die Antwort selbst gegeben. Ich schneide mit der Klinge auch in mehreren Zügen.

Gruß Dietmar
Kleber,Schere,Lineal - das Modell wird ideal

Zaphod

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Samstag, 11. April 2009, 10:33

Hallo Michael,


ein dankenswertes kleines Tutorial ! Ich traue mich nur mit taufrischer Klinge und auf dem Teil aufgelegent Geo-Dreieck in einem Zug zu schneiden. Durch das Abdecken des Teils wird m.E. auch ein gewisser Schutzeffekt erzielt.

Das Glattstreichen mit dem Fingernagel hilft ebenfalls gut weiter.

Zaphod

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Zaphod« (11. April 2009, 10:34)


Wolfgang Pesek

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Samstag, 11. April 2009, 10:50

Morgäähn !

Danke Michael, die Erklärung ist einleuchtend ! Jetzt hab sogar ich notorischer Klingensparer ein Einsehen ! :D

Für einen "schöne" Schnittkante nicht unerwähnt bleiben sollte was auch schon Jan irgendwo mal in den Tiefen des Forums erwähnte. Die Teile vorher möglichst knapp mit Schere oder anderem tauglichem Gerät "vorausschneiden". Erst dann mit der Klinge das Teil wirklich beschneiden. Somit kann das Restmaterial leicht ausweichen und man vermeidet die Materialstauchung entlang der Schnittlinie..

lg,
Wolfgang

(vermisse den Prost - Smiley)
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7

Samstag, 11. April 2009, 11:05

Zitat

Original von Michael Urban
Aber ist das schon alles?

Nein, es geht noch feiner.

In diesem Bild das gleiche Stück Papier wie oben.

Die oberen Hälften der Schnitte wurden mit dem Rücken des Fingernagels glattgestrichen. Dadurch wird das Papier an der Schnittkante zusammengedrückt und das Schneidergebnis wird noch feiner/schärfer.

Vielleicht mag's jemand bei seinem nächsten Modell verwenden?

Viele Grüsse
Michael


Hallo Michael
Ich freue mich immer wieder wenn jemand eine Sache kurz und bündig auf den Punkt bringen kann. Die Deutsche Sprache ist für uns Schweizer halt eben in gewissem Sinne eine Fremdsprache.
Eigentlich wollte ich`s in meinem Baubericht genauso ausdrücken, konnte dann aber meinen eigenen Satz nicht mehr verstehen und habs dann gelassen. ;)
Grüsse Nik
N.K.

Derzeit im Bau: IJN Nagato 1:200 von Dom Bumagi,
Fertig: Mellum, Indianapolis,TAKAO Digital Navy 1:250,Korvette Agassiz 1:250, NJL TOGO CFM 1:250 .
Petrojarl Cidade de Rio das Ostras JSC skaliert auf 1:250
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Samstag, 11. April 2009, 11:16

RE: Wieso, weshalb, warum? - Sollte man mit scharfer Klinge in mehreren Zügen schneiden?

Hallo Michael
Dein Avatar gefällt mir ausserordentlich!
Ich stelle mir die Situation so vor dass kurz vor dem Schappschuss Mutti gesagt hat:" Die letzte Kindermilchschnitte gehört aber dem Papa"
Grüsse Nik
N.K.

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Samstag, 11. April 2009, 11:23

Hallo!

Ist auch von der Papierstärke verschieden. Ich schneide mit einem Skalpell auf einer Glasplatte bis 0,75mm in einem durch. Die Klingen verbrauchen sich zwar schneller, aber der Schnitt ist 100%.

Frohe Ostern,
Otto.
ottok

norei

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Samstag, 11. April 2009, 18:30

Ich sehe noch einen weiteren Vorteil des "Vorschneidens":
Beim "Freihand-Schneiden" erzeugt ein sorgfältiger und mit nur schwachem Druck ausgeführter "Vorschnitt" eine Spur, der man bei den weiteren Schnitten relativ leicht folgen kann.

Wenn man das Schneiden mit dem Skalpell gewohnt ist, dann spürt man es sogar, wenn die letzten Fasern über der Auflage zerschnitten werden. So vermeidet man ein zu tiefes Eindrücken des Skalpells (und damit die unschöne Materialverdrängung, die letztlich das Papier verletzt).

Gruß Norbert

Michael Urban

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Samstag, 11. April 2009, 18:48

Hallo Freunde,

freut mich, dass mein kleiner Beitrag eine so angeregte Diskussion hervorgerufen hat. Natürlich hat jeder seine eigenen Methoden, teilweise aus jahrelanger Erfahrung entwickelt...

Mal sehen, was mir als Nächstes so einfällt...

Wie wäre es denn mit "Kantenfärben ohne Kleckern"?

Viele Grüsse
Michael

Ober Freak

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12

Samstag, 11. April 2009, 19:20

Zitat

Original von Michael Urban
Wie wäre es denn mit "Kantenfärben ohne Kleckern"?


Das wäre doch einmal was.

Hast du das deinem Kleinen eigendlich auch schon beigebracht? Oder lässt der den ersten Teil noch bewusst weg und geht voller elan an die 2te Hälfte? :D

Marco

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