Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Kartonbau.de - Alles rund um Papiermodelle, Kartonmodellbau und Bastelbogen. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

modellschiff

Erleuchteter

  • »modellschiff« ist männlich
  • »modellschiff« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 11 408

Registrierungsdatum: 20. Dezember 2006

Beruf: Pensionär

  • Nachricht senden

1

Samstag, 25. Oktober 2008, 12:18

Wie wurden Boote von Bord gebracht?

Hallo Freunde,
Auf den großen Einheiten der kaíserlichen Hochseeflotte waren viele Beiboote untergebracht, die auch einmal von Bord gehievt werden mussten. Nicht alle konnten mit Davits bewegt werden, sondern kamen an den Haken von Kränen, die wie bei der Goeben z. B. beiderseits eines Schornsteins angebracht waren.
Nun meine Frage: Gab es an diesen Booten vier Aufhängepunkte vorne und achtern an der Bordwand oder hatte die nur in der Längsschiffsmitte vorne und achtern eine Aufhängeeinrichtung so ähnlich wie bei den Rettungsbooten, die mit Davits zu Wasser gelassen werden?

Ich frage deswhalb, weil ich bei meiner Moltke ein Beiboot an den Haken hängen möchte.
Mit freundlichen Grüßen

modellschiff

  • »Kartonkapitän« ist männlich

Beiträge: 752

Registrierungsdatum: 11. Mai 2006

Beruf: Freiherr

  • Nachricht senden

2

Sonntag, 26. Oktober 2008, 00:57

Beibootaufhängung

Hallo, Modellschiff!

Sinnvollerweise würde man die Beiboote mit einer Dreipunkt-Aufhängung versehen: zwei Punkte am Heck, einer am Bug - dann kippelt nichts so schnell beim Fieren. Detailfotos kenne ich aber auch keine, sodaß ich den Beweis schuldig bleiben muß.

Kleben Sie wohl!
Kartonkapitän

"Die Wirklichkeit ist stets das schönste Zeugnis für die Möglichkeit..." (Johann Nestroy)
Ich schnipsel mit Schere, ich klebe und falz';
das is zwar nur Schimäre, doch mich unterhalt's! :P(frei nach Johann Nestroy)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Kartonkapitän« (26. Oktober 2008, 00:58)


modellschiff

Erleuchteter

  • »modellschiff« ist männlich
  • »modellschiff« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 11 408

Registrierungsdatum: 20. Dezember 2006

Beruf: Pensionär

  • Nachricht senden

3

Montag, 27. Oktober 2008, 19:50

RE: Beibootaufhängung

Hallo Kartonkiptän,
so sehe ich das ja auch. Leider findet man kaum Bilder von solchen Manövern.

Mit freundlichen Grüßen

modellschiff

deteringgase

Fortgeschrittener

  • »deteringgase« ist männlich

Beiträge: 214

Registrierungsdatum: 14. Mai 2007

Beruf: Vertretung von Gasen, Mineralöl

  • Nachricht senden

4

Dienstag, 28. Oktober 2008, 11:05

Hallo modellschiff,
das Bewegen der Beiboote hat mich jetzt auch beschäftigt, aber eine befriedigende Information habe ich auch noch nicht gefunden.
Einzig bei Foss, Marinekunde, S. 45, habe ich eine einfache Zeichnung entdeckt, die die Bootsverladung mit Ladebaum darstellt. Es scheint, als ob das Ladegeschirr ( Flaschenzug ) mittig an einem Tau angeschlagen ist, das über das Boot von einer Bootsbordwand zur anderen geht.
Das es nur ein Schnittbild ist, kann man nicht sehen, auf welcher Bootslänge das Tau angeschlagen ist.
Es macht aber Sinn anzunehmen, daß das Ladegeschirr an zwei Tauen gleichzeitig angeschlagen ist, ein Tau im vorderen und eins im hinteren Teil des Boots.
So würde das Boot mit einer 4-Punkt-Aufhängung ziemlich gerade am Ladebaumhaken hängen.
Viele Grüße, deteringgase.
SMS König fertig

MichiK

Erleuchteter

  • »MichiK« ist männlich

Beiträge: 2 579

Registrierungsdatum: 3. Mai 2004

  • Nachricht senden

5

Donnerstag, 30. Oktober 2008, 09:39

Zu dem Thema hab' ich auch noch zwei Kleinigkeiten gefunden:
Zunächst zwei Nachkriegsphotos von der Preussen und Lothringen, hier und hier. Die F-Boote, die hier ausgesetzt werden, sind zwar keine Beiboote, das Prinzip bleibt aber das gleiche (und im einen Fall auch der verwendete Kran).

Zweitens, im Fock:"Schwarze Gesellen" Band 1 ist der Generalplan eines großen Dampfbeibootes der Kaiserlichen Marine abgedruckt, darauf erkennt man sehr schön die schwern Beschläge, an denen das Boot aufgehängt wurde. Das Boot hatte vier Heißaugen.

Bei den großen Dampf- und Motorbooten ist es eigentlich gar nicht anders möglich, als vier Aufhängepunkte (seitlich) zu haben, die Boote wiegen ja mehrere Tonnen, da kann man die Heißaugen nicht einfach mal irgendwo hinschrauben, und andererseits ist auf der Mittelline nie wirklich Platz für stabile Konstruktionen. Die Frage ist eigentlich nur, welche Boote nun konkret welche Aufhängungen hatten. Na ja, wenn Du einfach das größte Dampfboot an den Hakenhängst, liegst Du in jedem Fall richtig! Ich kann Dir auch noch die Tage mal schicken, wo die Heißaugen genau lagen.

Viele Grüße!
Michi
ROMANES EVNT DOMVS !

modellschiff

Erleuchteter

  • »modellschiff« ist männlich
  • »modellschiff« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 11 408

Registrierungsdatum: 20. Dezember 2006

Beruf: Pensionär

  • Nachricht senden

6

Donnerstag, 30. Oktober 2008, 14:30

Hallo MichiK,
Danke für die Hilfe und die Bilder. Du hast mir bei Recherche sehr geholfen.

Mit freundlichen Grüßen

modellschiff

modellschiff

Erleuchteter

  • »modellschiff« ist männlich
  • »modellschiff« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 11 408

Registrierungsdatum: 20. Dezember 2006

Beruf: Pensionär

  • Nachricht senden

7

Freitag, 31. Oktober 2008, 16:59

Hallo Michik,
angeregt durch Deinen Hinweis bei den Schwarzen Gesellen habe in bei Harnack: Zerstörer unter deutscher Flagge 1934 - 1945 auf gegenüber Seite 65 ein Bild gefunden. Das Boot ist an vier Punkten aufgehängt und zwar dort, wo die Back den Knick nach unten macht
und an der Achterkante der Hütte.

mit freundlichen Grüßen

modellschiff

Social Bookmarks