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  • »Hansrainer Peitz« ist männlich
  • »Hansrainer Peitz« ist der Autor dieses Themas

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1

Dienstag, 27. September 2005, 09:46

Welches Material für Takelage

Hallo,

Ich baue zur Zeit an der Hansekogge 1:100 von Schreiber und komme langsam an den Punkt, wo ich mich um die Takelage kümmern sollte.

Auf den Fotos vom gebauten Schiff ist die immer Schwarz (auf dem Bogen und auf der Homepage). Allerdings bin ich mir nicht sicher, wie das später am fertigen Modell wirkt. Deshalb wollte ich mal wissen, wie das später aus normalem Betrachterabstand besser wirkt bei einem Segelmodell: Helle oder Dunkle Takelage?

Die zweite Frage beträfe direkt das Material: Bis jetzt hatte ich geplant einfach schwarzen Zwirn zu nehmen, da Nähgarn erstens zu dünn ist, und zweitens auch immer aufzufasern scheint, was beim einem Tau schon etwas merkwürdig wirken würde...

Was nehmt ihr so dafür?

Grüße

Hansrainer
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  • »Hans-Joachim Zimmer« ist männlich

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2

Dienstag, 27. September 2005, 10:17

RE: Welches Material für Takelage

Hallo Hansrainer,
Die Farbe des stehenden Gutes ist fast schwarz. Ich nehme mir dazu einen Marmeladeglasdeckel, fülle ihn ein wenig mit schwarzer Tusche und ziehe den Faden unter einer Vierfachlage Papierküchentuch durch (gibt natürlich schwarze Finger, aber wir müssen alle Opfer bringen!). Diesen gefärbten Faden ziehe ich noch durch mehrere Lagen Papier-Küchentuch, um die überschüssige Farbe zu entfernen. Anschließend hänge ich den Faden auf. Das laufende Gut (die Teile, womit man die Segel bedient) färbe ich mit Tee, der lange gestanden hat. Einfach in ein Marmeladeglas füllen und untertauchen. Ein Tropfen Pril hilft das Wasser zu entspannen! Nach dem Trocknen ziehe ich die Fäden durch ein Stück Wachs (Wachsteelicht, dafür zweckentfremdet), dann hast du kein Problem mit Flusen.
Das wollt' ich noch sagen!
Hajo
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fuchsjos

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3

Dienstag, 27. September 2005, 10:39

RE: Welches Material für Takelage

Servus Hansrainer!

Als Basis für Tauwerk kann man auch Häkelgarn verwenden. Das gibt es in vielen verschiedenen Stärken (Klöppelgarn) im Handarbeitsladen und besticht durch die realistische Verdrillung, die einem echten Tau schon sehr nahe kommt.
Die Einfärbung für festes und laufendes Tauwerk mache ich so ähnlich, wie Hans-Joachim.
Feste (nicht bewegte) Taue waren mit einer Mischung aus Teer und Wachs imprägniert, daher die dunkle Farbe (dunkles braungrau). Bewegliche Taue waren, glaube ich, nur mit Wachs (Bienenwachs) versiegelt, daher die sehr helle gelbbraune (fast weisse) Farbgebung.

So habe ich es bei meinen Buddelschiffen und bei den Plastik Segelschiffen immer gemacht.

Liebe Grüsse

Josef
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Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »fuchsjos« (27. September 2005, 10:40)


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4

Dienstag, 27. September 2005, 13:50

Hi,

Vielen Dank für die Tipps mit dem Einfärben, jetzt muss ich nur noch rausfinden, was festes und was laufendes Gut ist...

Ich denke als Näherung ist alles mit Rollen und Flaschenzügen und so nem Gedöns laufend und der Rest fest, kann man das so sagen?

Grüße

Hansrainer
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fuchsjos

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5

Dienstag, 27. September 2005, 14:43

Yes, Sir und Ahoi!

Alles, was irgendwie als Abspannung und Unterstützung der Masten da ist, fällt unter festes Gut. Was jedoch von den armen Matrosen in Bewegung gesetzt werden muß (... alles mit Rollen und Flaschenzügen und so nem Gedöns ...) ist laufendes Gut.

Servus vom

Josef
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6

Dienstag, 27. September 2005, 22:53

Hi,

Danke für den Literaturtipp. Das mit der Fernleihe is ne Idee. Bei meinem Fach bestellt man ja immer nur Artikel, irgendwie hatte ich ganz vergessen, dass man über die Bib ja auch Bücher ausleihen kann...

Grüße

Hansrainer
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Herbert

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7

Mittwoch, 28. September 2005, 19:33

Hallo,
wenn du wegen einem Schiff nicht extra Spezialgarn kaufen möchtes,
dann nimm einfach dein im Nähkasten gefundenes schwarzes Garn, Schneid einganz langes Stück ab, leg es einfach um eine Türklinke, so daß ein doppelter Faden entsteht, dann nimmst Du Deinen Drehmel oder ne einfache Bohrmaschine und drillst die einfach zusammen. Damit sich das ganze nicht wieder aufdrillt, Knoten nicht vergessen. Den Vorgang wiederholst Du so lang, bis die gewünschte Stärke erreicht ist.
Dann ins Wasser und trocknen lassen.
Fürs laufende Gut geht auch bräunlich eingefärbtes Garn. Die Labsalung ist im stehenden Gut.
Diese Wanten sind so entstanden
»Herbert« hat folgendes Bild angehängt:
  • Tartane 1.jpg
Von der BLAUHEI- Werft zuletzt übergeben: Frachtdampfer VORWÄRTS, SS Rotterdam (V), MS Rostock (Typ XD),MS Johan van Oldenbarnevelt, KÜMO 500, FD Rostock, Fracht- Und Lehrschiff Heinrich Heine, MS Stubnitz, Hochseeschlepper Hermes, FD Thälmannpionier, MS Reutershagen, Portalkran mit kleinen Diorama, Seebäderschiff "Königin Luise", Saugbagger NETTY, Frachtdampfer Axeldijk, Z- Trawler, Fischdampfer Rostock
In Arbeit: MS Lakonia

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