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Klueni

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1

Montag, 7. Dezember 2015, 20:30

Verfüllen von Spalten mit Heißwachs

Moiiin,

aufgrund einer Anfrage von Matthias Peters und Helmut B. möchte ich Euch ein kleines Elektro-Gerät vorstellen, welches mir beim Bau von Unterwasserschiffen, z.B. der SMS Brandenburg, sehr gute Dienste geleistet hat.
Es handelt sich um ein Wachsspachtel-Gerät, bezogen von der Fa. RaiRo. Ich habe für den Heizgriffel einen messerähnlichen Aufsatz gewählt.

http://www.rai-ro.de/product_info.php?cP...2&products_id=1

Mit der Klinge wird von einem Klumpen Füllwachs gleicher Firma etwas Material verflüssigt, ein Tropfen auf die Klinge genommen und mit der scharfen Seite in einen vorhandenen Spalt eingefüllt.
Mit der flachen Messerseite kann nun das Wachs geglättet werden, so daß der Spalt bündig völlig geschlossen werden kann. Überschüssiges Material sollte schnell zumindest grob entfernt werden, weil das Wachs sehr schnell wieder hart wird.

Es lässt sich mit feinem Sandpapier (240er, 400er, 1200er) gut verschleifen, Endbehandlung erfolgt am besten mit einem Schleifvlies oder einfach feiner Stahlwolle.

Das Wachs läßt sich gut streichen, auch mit Acrylfarbe, allerdings erst nach einem Schliff. Durch das Schleifen werden in der an sich absolut glatten Wachsoberfläche eine Menge superfeiner, quasi unsichtbarer Kratzer erzeugt, wodurch die Farbe gut haften kann.

Ich habe alle Ritzen, Spalten, kleine Löcher,Unebenheiten an meinen bislang gebauten Unterwasserschiffen, Beibooten, Bordwänden usw. bestens damit schließen, ausgleichen und letztlich völlig glatt verschleifen können.

Die Handhabung des Gerätes und die Basteltechnik ist ausgesprochen einfach, allerdings wird die Heizgriffelspitze sehr heiß, daher gehört das Gerät nicht in Kinderhände!
Und auch erwachsene Bastler sollten ein bisschen aufpassen....
Erbauer völlig reiner Kartonmodelle benötigen so ein Gerät natürlich nicht.

Aber es gibt inzwischen ja auch manch andere Kartonbauer, die ähnlich wie meinereiner zusätzlich andere Materialien, und auch Farben verwenden.
Diese können mit der beschriebene Gerätschaft und Arbeitstechnik schöne glatte Oberflächen erzielen.

Das Gerät ist nicht leider ganz billig, ca. 70 Euro, das Füllwachs kostet ca. 7 Euro, hält aber seeeehr lange, da man nur wenig Material für ein ganzes Schiff benötigt. 2009 habe ich SMS Brandenburg
angefangen, 2015 IJN Sendai vollendet, und vom Füllwachs ist noch jede Menge da!

Für mich jedenfalls hat sich diese Anschaffung bereits gelohnt!

das war's schon, schönen Abend wünscht

Klueni
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Helmut B.

Hennings Dino

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2

Montag, 7. Dezember 2015, 20:41

Ich wusste, dass sich in den Tiefen dieses Forum ein Posting zum Heisswachs-Spachtel versteckt. Aber ich habe es nicht wiedergefunden.

Vielen Dank, Klueni, für die Tipps! :thumbup:
Bis die Tage...

Helmut

"Einmal sah jemand die Häftlingsnummer 78651, die auf meinem Arm eintätowiert ist, und sagte: "Das ist wohl Ihre Garderobennummer?" Danach trug ich jahrelang nur langärmelige Pullover."
In Erinnerung an Simone Veil, † 30. Juni 2017



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3

Montag, 7. Dezember 2015, 21:41

Hallo Klueni,

vielen Dank für die ausführliche Beschreibung, sehr hilfreich :thumbup: . In der Tat nicht ganz billig, aber Weihnachten steht ja vor der Tür. :whistling:

Viele Grüße aus Hamburg

Matthias

Klueni

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4

Dienstag, 8. Dezember 2015, 17:48

Moiiiiin

@Helmut und Matthias Peters:

Keine Ursache, hat Spaß gemacht!

lg.

Klueni
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  • »Frank Kelle« ist männlich

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Dienstag, 8. Dezember 2015, 22:07

Ich kann Klueni nur zustimmen, der Spachtel hält "ewig und 3 Tage". Meinen Füll-, Modelier- und Klebewachs habe ich auf einer Intermodellbau noch mit DM bezahlt bei RaiRo direkt am Stand. Da kam das Gerät gerade raus und ich wolltge das bei den 1/72er Figuren mal testen.
Eingepackt in einer kleinen Plastik-Klippsbox (ich meine, da war mal eine Figur aus einem Fruchtquark drin) hält das immer noch - nur das Gerät selber musste ich mal austauschen, den hatte ich leistungsmässig in der Stromaufnahme mal überlastet (Shit happens).
Ich spachtel da eigentlich fast alles mit - Plastik, Holz, Zinn. Mit dem Modelierwachs kann man - wie es der Name schon sagt - auch kleinere Sachen selber herstellen (wie Milliput, nur geruchsfreier und ohne kneten :) )

Klueni

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6

Mittwoch, 9. Dezember 2015, 10:47

Moin Jungs,



vielen Dank für's Interesse, und auch die dicken "Daumen hoch"! :thumbup:



lg.

Klueni
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haduwolff

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Mittwoch, 9. Dezember 2015, 11:49

Moin zusammen,

mal eine technische Frage... Ist das wirklich "Wachs"? Will heissen -eine fett/ölhaltige Mixtur die temperaturabhängig aushärtet oder reden wir über eine Art Heisskleber bzw. thermal niedrig eingestellten Kunststoff?
Bei "Wachs" denke ich gleich an etwas, das in Karton sozusagen in die Poren einsickert und einen Fleck hinterlässt à la Kerzenwachs.

Oder ist das eher eine Bezeichnung wegen der Schmelzfähigkeit in Ermangelung einer anderen Bezeichnung? :D

Gruß
Hadu
Meryl Streep: "Wenn die Mächtigen ihre Position benutzen, um andere zu tyrannisieren, dann verlieren wir alle"

http://interscalestolberg.jimdo.com/


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Klueni

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Mittwoch, 9. Dezember 2015, 11:59

Moin Hadu,

das ist richtiges Wachs und hinterlässt, wie man auf den Fotos sehen kann, durchaus Flecken im Karton. Kleben kann man mit diesem Füllwachs nicht, es gibt aber entsprechende Mixturen, die auch das ermöglichen.

Aufgrund des Einziehens des Wachses in den Karton ist ein anschließendes Bemalen unabdingbar, will man nicht die Flecken sichtbar lassen. Diese Bautechnik ist daher für Karton-Puristen nicht geeignet.

lg.

Klueni
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