Zaphod

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Montag, 6. März 2017, 22:06

USS Iowa (BB 4) in 1/250 konstruiert von Carl Beetz (Golden Bear Models)

Hallo,

seit zwei Jahren liegt das vorläufig neuste Modell von Carl Beetz (immerhin schon von 2011) bei mir. Carl hat es mir seinerzeit großzügiger Weise geschenkt und nachdem ich wegen der vielen Streben mittschiffs einige Zeit um den Bogen herumgeschlichen bin, soll die "Iowa" nun das große Projekt dieses Jahres werden.

Derzeit sitze ich noch an Spantengerüst und Rumpf und hier habe ich eine Frage:

Ich möchte auf einer Seite die drei Kasemattgeschütze geöffnet darstellen. Leider konnte ich noch keine entsprechenden Fotos finden.

Weiß jemand von euch, wo man Bilder finden kann, die diese Geschütze zeigen? Von Interesse wäre es auch, herauszufinden, in welcher Farbe das Schiffsinnere gestrichen war.

Zaphod

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Montag, 6. März 2017, 22:24

Hallo Zaphod,
Auf Papermodelers.com gibt es einen tollen Baubericht der IOWAvon Michael Mash.
Gruß Uwe
so oder so ist das (k)Leben

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Montag, 6. März 2017, 23:22

Weiß jemand von euch, wo man Bilder finden kann, die diese Geschütze zeigen? Von Interesse wäre es auch, herauszufinden, in welcher Farbe das Schiffsinnere gestrichen war.

Hier im Forum gibt es einen Freund von Carl Beetz, der richtig Bescheid weiss .. Renaud .. einfach mal Kontakt aufnehmen ..

mlG
Wilfried

Klebbär

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Montag, 6. März 2017, 23:28

Hallo Modellbaukollegen;
da ich das Forum noch nicht kannte, habe ich einfach mal reingeschaut.
Im BB der USS San Francisco (CA-38) auf Seite 2 ist eine meiner Meinung nach geniale Möglichkeit zu Herstellung
von Relingsteilen gezeigt.
Bei Interesse einfach mal reinschauen.

Grüße

Jürgen

Jan Hascher

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Dienstag, 7. März 2017, 08:11

Hallo Jürgen,
ein Link wäre total hilfreich.

Gruß
Jan

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Dienstag, 7. März 2017, 10:05

Wahrscheinlich ist dieser Bericht gemeint. Auch wenn ich die Methode für die Reling nicht so revolutionär finde. Aber vielleicht täusche ich mich.

Andi

"Wer seine Grenzen kennt, hat sie." (Jonathan Livingston Seagull)


im Bau: Kosmonawt Juriy Gagarin (Oriel) / USS Maine (HMV)
in letzter Zeit fertig gestellt:
Steam Boat Sabino (MB-Kartonmodell) / IJN Kaga (Dom Bumagi) / The Steamer Winans (Heinkel Models)

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Dienstag, 7. März 2017, 12:44

Hallo Jan,
sorry auf die Idee mit dem Link hätte ich auch kommen können, war gestern Abend wohl schon etwas spät. 8|
Andi, danke genau den Bericht meinte ich.

Gruß

Jürgen

Zaphod

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Freitag, 10. März 2017, 19:27

Hallo Jan,

vielen Dank für den Hinweis, den Bericht kannte ich von einer deutschen Seite, die aber nicht mehr existiert.


Hallo Wilfried,

Renaud hat mich sehr großzügig mit einer Unzahl von Bildern französischer Schoffe versorgt, ich werde ihn bei Gelegenheit fragen, ob er auch bilder von der US-Navy hat

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Freitag, 10. März 2017, 20:08

Nun zum Baubericht selbst, d.h. natürlich zuerst zum Rumpf.

Das Spantengerüst wird in der für die GBModels typischen Konstruktionsweise erstellt: Dünnes Papier auf Karton kleben, so dass sich eine Stärke von 1mm ergibt, zwei zusätzliche Längsträger (Hu 4) verleihen eine hohe Stabilität und der breite "Kragen" (Hu5) gibt dem Deck eine exzellente Auflagefläche. (Bild 1) Klebelaschen sind nicht vorgesehen, wer sie für erforderlich hält, muss sie in Form von Winkeln selbst einziehen. M.E. kann man an der Grundplatte und an der Kante zu den Decks darauf verzichten, aber zwischen den beiden Teilen der Außenhaut halte ich eine Lasche aus dünnem Papier für erforderlich.
Vorne und hinten muss der Mittelträger (Hu2) zugeschliffen werden, der entsprechende Hinweis findet sich auf dem Bogen direkt bei Hu2, ich schätze diese Anleitung, die prägnante Zeichnungen mit knappen schriftlichen Instruktionen an heiklen Stellen kombiniert.
Hinzu kommt das übliche Kantenfärben, unten rot, oben (Hu5) schwarz (die Decks haben einen schwarzen Rand), an den seiten von Hu5 jedoch grau. (Bild 2)


Es sind m.E. einige Überlegungen zur Baureihenfolge anzustellen, damit man sich später die Arbeit erleichtert:

1) VOR der Montage des Mittelträgers auf diesem zwischen den Spanten HU3g und HU3h in Höhe des Achterdecks beidseitig eine Strichmarkierung anbringen und hier gut 1cm tiefe Winkel anbringen, auf denen dann das Achterdeck HU8 aufruhen kann.

2) Wenn geöffnete Niedergänge gewünscht werden: VOR der Montage der Spanten in HU3j Einschnitte für die Niedergänge HU23 auf dem Achterdeck machen, da diese miteinander kollidieren (Bild 3).

3) Bei allen Niedergängen, die geöffnet dargestellt werden sollen, müssen die entsprechenden Teile VOR der Montage der Decks aus diesen ausgestochen UND mit den Boxen HU23 und HU24 hinterklebt werden (hierbei zur Stabilisierung stets Laschen aus dünnem Papier verwenden). Bild 4 zeigt alle Kästen für die Niedergänge in Position, allerdings fehlen die Teile für einen Niedergang (Kasten, Umrandung, Deckel und Leiter), ein entsprechender Kasten lässt sixh allerdings leicht improvisieren. Auf den auszustechenden Teilen zeigt ein Pfeil jeweils die Richtung der Treppe an, diese Richtungspfeile sollte man VOR DEM AUSSTECHEN auf die Bauanleitung übertragen. Die Treppen selber jedoch und die sie überwölbenden Gerüste für Planen erst später, z.T. erst in der Endmontage anbringen, da hier die Gefahr besteht, die filigranen Geländer versehentlich zu beschädigen

4) VOR dem Ausschneiden des Hauptdecks die Punkte für die Takelfäden bestimmen und durchnadeln (BIld 5)

5) VOR dem Aufkleben des Hauptdecks die Auflageflächen für die Anker HU12 unter das Deck kleben und mit Laschen aus dünnem Papier sichern (Bild 4 vorne). Hier musste ich die Einschnitte in Hu5 etwas erweitern, damit alles glatt passte.

Superung
1) Wie schon bei anderen Golden-Bear-Modellen erlaubt es der Karton Geländer auszuschneiden. So kann man die zahlreichen Niedergänge von den Decks aus optisch ansprechend gestalten. Insgesamt sind 11 kleine Niedergänge zu erstellen. Für den Doppelniedergang am Heck wurde schmalere Stufen vorgesehen, so passt alles genau (Bild 8).

2) Wenn die Niedergänge geöffnet waren, wurden sie mit einem Bogen überspannt, auf den man wohl eine Persenning legen konnte. Die Lukendeckel wurden wohl irgendwo verstaut, jedenfalls konnte ich sie bislang auf keinem zeitgenössischen Foto ausmachen (Bild 9). Das Foto zeigt außerdem, dass es wohl angemessen gewesen wäre, die Geländer der Niedergänge nicht in Schwarz, sondern in Metallic anzulegen.
»Zaphod« hat folgende Bilder angehängt:
  • USS Iowa 1897 (05).jpg
  • USS Iowa 1897 (23).jpg
  • USS Iowa 1897 (19).jpg
  • USS Iowa 1897 (39).jpg
  • USS Iowa 1897 (29).jpg
  • USS Iowa 1897 (22).jpg
  • USS Iowa 1897 (21).jpg
  • USS Iowa 1897 (33).jpg
  • USS Iowa1897 - Original 17.jpg

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loetbons (11.03.2017)

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Samstag, 18. März 2017, 17:28

Baureihenfolge Decks und Außenhaut

Vor der Montage der Decks müssen die Kästen für die Niedergänge angebracht werden.
Abweichend von der Nummerierung wurde zuerst das achtere Deck HU 8 aufgeklebt und die Aufbauwand HU9 montiert (Bild 1). Dann kamen die Sockel der achterlichen 8inch-Türme (HU 22), für die unten, an HU9 Klebelaschen aufs Deck kamen und die ihrerseits später oben mit Klebelaschen versehen wurden (Bilder 2-6). Es folgten die von vorn nach hintern verklebten achterlichen Abschnitte der Außenhaut (HU6b), die vorne Klebelaschen aus dünnem Papier erhielten (Bilder 7 und 8). Erst danach wurde das Hauptdeck HU7 aufgeklebt (Bild 9), bevor die vorderen Abschnitte der Außenhaut (HU6a) an der Reihe waren.

Etwas Übermaß zeigte sich bei mir hinten an der Außenhaut, da musste ca. je 1mm gekürzt werden (von hinten wegnehmen, etwas kniffelig, den Bogen genau zu treffen), aber dann schloss der Rumpf hinten exzellent, wie BIld 8 zeigt.
»Zaphod« hat folgende Bilder angehängt:
  • USS Iowa 1897 (37).jpg
  • USS Iowa 1897 (41).jpg
  • USS Iowa 1897 (43).jpg
  • USS Iowa 1897 (54).jpg
  • USS Iowa 1897 (57).jpg
  • USS Iowa 1897 (59).jpg
  • USS Iowa 1897 (53).jpg
  • USS Iowa 1897 (60).jpg
  • USS Iowa 1897 (61).jpg

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Zaphod

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Samstag, 18. März 2017, 17:46

An Steuerbord werden die Geschütze in den Kasematten in Feuerstellung gezeigt, hier mussten dementsprechend vor der Montage der Außenhaut die Ausschnitte der Kasematten mit Kästen hinterklebt werden.

1) Es müssen also passende Kästen hinter die zu machenden Ausschnitte in der Außenhaut geklebt werden, hierbei ist die Bodenhöhe der Kasematten zu bestimmen und auch auf eine angemessene Tiefe der Kästen zu achten. Für die 4inch-Geschütze sollten es mindestens 7mm sein, man muss nur darauf achten, dass es keine Kollision mit Hu4 gibt. Damit sich die Kästen seitlich glatt der geschwungenen Form der Außenhaut anpassen, wurden auf 1mm Karton geklebte Ausschnitte der nächstgelegenen Spanten verwendet.
2) Die Sockel der drei Geschütze müssen vor dem Aufbringen der Kasematten HU 15 – HU 17 auf die Außenhaut in die Kästen geklebt werden. Hierzu bietet der Bogen für das leichte 6-Pfünder Geschütz ausreichend Extrateile, für die beiden 4inch-Geschütze immerhin ein Geschützrohr extra. Das zweite Rohr und die Sockel müssen aus Kopien bzw. Abfallkarton erstellt werden.
3) Die Segmente der Klappen der Kasematten und die obere Hälfte der Geschütze (Wiege und Rohre) erst in der Endmontage anbringen
4) Bei den geöffneten Kasematten die Klappen als Ganzes ausschneiden und dann in Segmente teilen. Entweder mit den Bullaugen nach außen aufkleben (Fotos vom Original legen die Vermutung nahe, dass diese Klappen innen auch grau waren) oder die Bullaugen ausstechen und verglasen.
5) Auch bei den geschlossenen Kasematten kann man das Ausschneiden der Klappen erwägen. Die entstandene offene Fläche wird mit schwarz gefärbtem dünnen Papier hinterklebt, die einzelnen Teile der Klappen anschließend wieder aufgeklebt, das sieht realistischer aus.
6) Bei allen Kasematten die Deckel oben jeweils auf Abfallkarton verdoppeln, das erhöht die Stabilität und erleichtert die Formgebung beträchtlich


Bilder 1 und 2: Die Kasematte hinter HU17 am Entstehen, die Tiefe (5mm) erwies sich später als zu gering, die Ausschnitte der Kopien der Spanten sind auf Bild 2 gut zu erkennen
Bild 3: Hinterklebter Kaste HU 17
Bild 4: Äußerer Teil der Kasematte und 4-inch Geschützsockel


Das Hauptdeck ließ sich sehr gut aufsetzen, nur die vielen Klebeflächen waren schwierig zu bedienen. Es passt perfekt, hinten habe ich selber etwas gepfuscht (Bild 5), wird aber zum Teil von Aufbauten verdeckt werden
Die Teile im Bereich der mittelschweren Türme passen ausgezeichnet (Bild 6).
Vorne hat man mit den Ankerlagern einen ausgezeichneten Referenzpunkt (Bild 7). Die vorderen Hälften der Außenhaut sollten unbedingt angehalten werden, eine stand bei mir ca. 1mm zu weit nach vorne, so dass sich bei den Lagern eine Lücke ergab. Hinten um 1mm gekürzt, passte das Teil ausgezeichnet (Bild 9).
Wie Bild 7 außerdem zeigt, sollte man vorne die inneren Abteilungen schwärzen, ich habe da einfach eine Zwischenwand eingezogen, weil ich nicht die ganze zweite Abteilung anpinseln wollte.


Derzeit fehlt nur noch die vordere Hälfte der Außenhaut an Steuerbord, aber schon jetzt kann ich sagen, dass alles -vom Übermaß hinten abgesehen- ausgesprochen passgenau ist.

In den kommenden Tagen kommen dann etliche Kleinteile an die Außenhaut, bevor es zu den Aufbauten geht.
»Zaphod« hat folgende Bilder angehängt:
  • USS Iowa 1897 (45).jpg
  • USS Iowa 1897 (47).jpg
  • USS Iowa 1897 (48).jpg
  • USS Iowa 1897 (51).jpg
  • USS Iowa 1897 (63).jpg
  • USS Iowa 1897 (65).jpg
  • USS Iowa 1897 (67).jpg
  • USS Iowa 1897 (69).jpg
  • USS Iowa 1897 (73).jpg

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Dienstag, 21. März 2017, 12:07

"...Hallo,

seit zwei Jahren liegt das vorläufig neuste Modell von Carl Beetz (immerhin schon von 2011) bei mir. Carl hat es mir seinerzeit großzügiger Weise geschenkt und nachdem ich wegen der vielen Streben mittschiffs einige Zeit um den Bogen herumgeschlichen bin, soll die "Iowa" nun das große Projekt dieses Jahres werden..."/quote]


Hallo Zaphod,

da schaue ich dir gerne zu. Carl Beetz konstruiert schöne und detailreiche Modelle; die Iena habe ich schon von ihm gebaut. Viel Erfolg und alles Gute,

Gruß Wolfgang.

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