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border

Schüler

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1

Donnerstag, 12. Juli 2012, 17:53

U-Profil herstellen - Biegen-Ätzen-Alternative

Hallo Forum,



ob ich mit meiner Frage in der richtigen Rubrik bin, weis ich nicht genau. Entscheidet selbst.



Ich habe vor U-Profile der Abmessungen 1,6x 0,7x90 mm anzufertigen. Materialdicke um 0,1- 0,15 mm (maßstäblich eigentl. 0,09 mm).



Habe Versuche mit etwas dickeren Papier durchgeführt. Maße aufgetragen, leicht an zu biegende Stellen gebogen; mit Sekundenkleber getränkt/gestärkt. Trotzdem entsteht mehr od. weniger an den schmalen Stellen unerwünschte "Biegungen" (meist nach außen) und die kurze 0,7 mm-Seite gleich bis weniger als 0,7 mm hoch sind. Jedenfalls entstehen die Profile nicht gleichmäßig und in sich verdreht. Zum biegen habe ich mangels Einfall "Rai-Ro"-Ätzbiege-Tool genommen (Name ist mir entfallen). Habe auch an einer Art Hebelpresse zubauen gedacht. Für diese Umsetzung habe ich auch noch keine Idee.



Meine Frage:



Was gibt es für Möglichkeiten zur konstruktiven Herstellung/Umsetzung zum fertigen Profil ?



Welches Material ist eher zu empfehlen (Metall; Papier) ?



Gibt es Alternativen zum ganzen, außer ein Vollprofil ?



Gruß



border
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2

Donnerstag, 12. Juli 2012, 19:23

moin Border,

also dein Unterfangen ist ja hoch sportlich. Meines Erachtens ist der Ansatz mit 160gr Karton schwierig. Gegebenenfalls wäre es besser auf dickeres Papier umzusteigen. Ein anderer Weg ist dann auch die Erstellung durch 3 Einzelteile, welche stumpf miteinander verklebt werden. Hier sehe ich die besten Chance gute Ergebnisse zu erzielen.

Gruß
Robi
Uneingeschränkte Toleranz führt mit Notwendigkeit zum Verschwinden der Toleranz. Denn wenn wir die unbeschränkte Toleranz sogar auf die Intoleranten ausdehnen, wenn wir nicht bereit sind, eine tolerante Gesellschaftsordnung gegen die Angriffe der Intoleranz zu verteidigen, dann werden die Toleranten vernichtet werden und die Toleranz mit ihnen.

Karl Popper

Wiesel

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3

Donnerstag, 12. Juli 2012, 19:25

Mit Biegen wird das nicht werden, border.
Ich würde dem Vorschlag von Robi folgen und das Profil aus drei Kartonstreifen zusammensetzen.

Ich habe ähnliche Profile als Ladegut für die SANTA INÉS gebaut. Schau dort mal in meinen Baubericht (Posting 372).
Bis die Tage...

Helmut

"Einmal sah jemand die Häftlingsnummer 78651, die auf meinem Arm eintätowiert ist, und sagte: "Das ist wohl Ihre Garderobennummer?" Danach trug ich jahrelang nur langärmelige Pullover."
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Im Bau: CAP SAN DIEGO (roko)

border

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4

Donnerstag, 12. Juli 2012, 20:35

Die Variante mit den drei Streifen zum U-Profil zusammenfügen, war meine erste Idee. Und nach dem Zuschnitt hatte ich eben das Problem alle drei Teile auch gerade (ohne Wellen) hinzubekommen. Auch die "Stabilität" war da nicht da.

Gut vielleicht habe ich mich bei den zwei Versuchen zu schnell entmutigen lassen und mich zu blöd angestellt. ;(

Was habt ihr bei dieser Größe für Verfahren für gangbare Lösungen gefunden/umgestzt ?
Vor dem Zuschneiden mit Sek.-Kleber stärken und dann zusammenfügen ?
Gruß

border

Ober Freak

Meister

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Freitag, 13. Juli 2012, 13:01

Bei einer meiner Raketen hatte ich mir U-Profile 2x1,7mm auf der Kante eines Stahllinials gebogen. Allerdings werden gebogene Profile in den Abmessungen aus Papier nie gerade werden.
Aufjedenfall brauchst du zum Biegen einschichtige Papiere (zb. 120g/m²), bei mehrschichtigen spaltet sich das ganze unweigerlich bei den Abmessungen.

Ansonsten entweder wie schon gesagt aus einzelnen Streifen zusammenkleben oder Plastikprofile verweden.
http://www.architektur-langenhagen.com/i…ehe_075_mm.html
http://www.architektur-langenhagen.com/i…5_x_094_mm.html
Die Beiden kommen deinen Abmessungen am nächsten.

Marco
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6

Samstag, 14. Juli 2012, 08:46



Aufjedenfall brauchst du zum Biegen einschichtige Papiere (zb. 120g/m²), bei mehrschichtigen spaltet sich das ganze unweigerlich bei den Abmessungen.

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Samstag, 14. Juli 2012, 08:49

Einschichtiges Papier ? Bei ca. 120g sind die Papiere nicht alles Einschichtig :huh: ? Wie erkennt man die Papiere entsprechend, oh. es im Geschäft zu beschädigen ?


Und die Vorgehensweise: Erst auf Maß schneiden mit Kleber tränken, dann zusammenkleben oder erst zusammenkleben und das mit Kleber tränken ?

Gruß
border

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8

Samstag, 14. Juli 2012, 09:13

Das Problem aus mechanischer Sicht ist, dass beim Biegen, das Material/Volumen geometrisch verändert wird.
Du schiebst auf der Innenseite das Material zusammen/weg, auf der Aussenseite wird es ausgedünnt.
(man kann das ganz plastisch sehen, wenn man das ganze mal mit einer Matratze, oder einem Butterstück versucht :cool: )
Damit entstehen Spannungen im Material, die ohne äusseren Zwang wieder durch nachfolgende Geometrieänderungen wieder abgebaut werden, dass das Material wieder soweit spannungsarm wird, dass die 'interne' Spannung kleiner ist als die Spannung zur plastischen Verformung.
Und da es ja eine Material/Geometrieänderung ist kann man zwangsläufig keine total eckige Kante erzeugen.
Bei mehrschichtigem Papier ist das Problem, (falls) die Verbindung zwischen den Schichten geringer tragfähig ist als die eigentlichen Schichten, dass dann die maximale Spannungstragfähigkeit begrentz wird durch die Verbindung. Das nennt man dann delaminieren und führt zu einem Aufspalten des Kartons um die Spannung abzubauen.

Im Stahl/Metallbereich, kann man am Ende Spannungsarmglühen. Erfordert zwar eine gewisse Nacharbeit, da hierbei die Spannung durch Materialfluß abgebaut wird (Metall hat bei höheren Temperaturen eine geringere Festigkeit, also wird sich das Material bei Spannungsüberschreitung bereits früher platisch verformen); aber insgesamt glaube ich ist dies nicht ganz anwendbar bei unserem Werkstoff :thumbdown: :pinch:

Mit Klebetränken sorgt für eine höhere 'Spannungstragfähigkeit' des Kartons, also kann man eine höhere 'interne' Spannung halten ohne dass es zu einer plastischen Verformung kommt.

Einzige Möglichkeit ist eigentlich dafür zu Sorgen, dass das Material ohne Spannung die Geometrie hält/ändert.
-> Innen eine 45°(oder mehr) Kerbe, mindestens bis zur Hälfte des Materials (ist dann zwar nicht perfekt, aber schon wesentlich besser)
-> Aussen ein einfacher Schnitt bis zur Hälfte (dann hat man allerdings aussen eine 'offene' Ecke)

maxhelene

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Sonntag, 15. Juli 2012, 13:56

Servus Border,

in einem polnischen Forum habe ich folgende Anleitung gefunden.

Im zweiten Beitrag wird erklärt, wie man L und T Profile aus Papier herstellt. Ich denke mal, dass du die Anleitung auch für U-Profile verwenden kannst.
.

Servus aus Wien

Robert

"Wer bremst, verliert!"

Konstruktionsversuch: D311 neu

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10

Donnerstag, 19. Juli 2012, 09:26

Einschichtiges Papier ? Bei ca. 120g sind die Papiere nicht alles Einschichtig :huh: ?


"Papier" ist immer einschichtig.

"Karton" ist immer mehrschichtig.

Nur werden die Begriffe im Alltag leider andauernd durcheinander gewürfelt...
Gruß aus MG und "In glue we trust"
Marco ("The Baseman")


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Sonntag, 26. August 2012, 15:38

Hallo,

ich will hier mal meine bescheidenen Ergebnisse zeigen, was aus meiner Anfrage geworden ist

Das kleben, so wie es auf den polnischen Link gemacht wurde, ist mir nicht gelungen. Dafür das biegen aus 0,1 mm Messing-Blech.

Das "rundliche-Profil" ist aus (mögl.) 120g-Tonpapier. Mit Sekundenkleber "stabilisiert".
Die tatsächliche Anwendung wird nachgeliefert.

Gruß

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12

Sonntag, 26. August 2012, 16:20

Profile verbaut am DDR-Bauwagen. Bei der Bildvergrößerung sieht man eben auch mehr Fehler, aber ganz fertig ist der eben auch noch nicht.
Gruß
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