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Kartoon

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Sonntag, 18. November 2012, 12:22

Tanker Leuna I

Hallo,

nach 50 jähriger Abstinenz vom Kartonmodellbau, baue ich ab und zu mal wieder ein Modell. Da es bestimmte Modelle einfach nicht mehr zu kaufen gibt, habe ich mir vorgenommen den Tanker Leuna 1 selbst neu auf Kiel zu legen. Grundlage hierfür ist das Buch "Vom Wikingerboot zum Tragflügelschiff" von Herbert Thiel und die Fotos, die man so beim googeln erwischt. Das müsste reichen.

Allerdings habe ich noch eine Unklarheit. Das Kranich Modell hatte, soweit mich meine Erinnerungen nicht trügen, glatte Decks, wie alle anderen Kranich Schiffe auch. Die Originalfotos zeigen, wie im Schiffbau üblich, leicht gewölbte Decks. Die Spanntenrisse im "Thiel" Buch zeigen offenbar unbrauchbare Deckslinien.

Wie haltet Ihr es bei bei den Schiffsdecks, gewölbt also nahe am Original oder vereinfacht flach?

Der zweite Punkt ist, baut man ein Wasserlinien-Modell oder das gesamte Unterwasserschiff mit? Da die Papiermodelle ja nie schwimmfähig sein sollten, wurde ja früher nur das "sichtbare" Schiff gebaut. Wie ist das heute? Gibt es sowas wie "Standards" zu diesen Themen?

Eure Meinung würde mich stark interessieren. :cool:

Gruß
Peter

Wiesel

Hennings Dino

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Sonntag, 18. November 2012, 12:49

Hallo Peter,

ob es sich lohnt, abweichend vom Kranich-Modell eine Balkenbucht (so heisst die von Dir erwähnte "Wölbung") einzubauen, hängt auch vom Maßstab ab.
Bei einem 1:100-Modell würde ich es auf jeden Fall berücksichtigen.

In 250 ist die Balkenbucht so gering, dass sie kaum auffällt.
Es ist sicher richtig, die Balkenbucht bei einer Neukonstruktion zu berücksichtigen. Aber bei einer "Umkonstruktion" würde ich mir die Arbeit bei einem 250er-Modell nicht machen, zumal sonst ja auch Schanzkleidinnenseiten, Deckshöhen usw. ggflls. mit verändert werden müssten.

Wasserlinienmodell oder nicht?
Reine Geschmacksache, finde ich.
Einen "Standard" gibt es da sicher nicht.

Willkommen bei uns!
Bis die Tage...

Helmut

"Einmal sah jemand die Häftlingsnummer 78651, die auf meinem Arm eintätowiert ist, und sagte: "Das ist wohl Ihre Garderobennummer?" Danach trug ich jahrelang nur langärmelige Pullover."
In Erinnerung an Simone Veil, † 30. Juni 2017



Im Bau: CAP SAN DIEGO (roko)

Fliegerkuddel

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Sonntag, 18. November 2012, 13:07

Hallo Peter,
die "richtigen" Schiffe haben natürlich leicht gewölbte Decks damit das Wasser ablaufen kann. Bei den Kartonmodellen gibt es gewölbte und glatte Decks je nach Vorliebe des Kontrukteurs. Ich persönlich nehme es wie es kommt.

Bei der Frage "Unterwasserschiff ja oder nein" scheiden sich die Geister! Im Maßstab 1/250 und deutschen, englischen oder holländischen Verlagen gibt es vorwiegend Wasserlinien-Modelle; ein paar Ausnahmen gibt es. Bei den größeren Maßstäben (1/200, 1/100 usw) und osteuropäischen Verlagen gibt es überwiegend Modelle mit Unterwasserrumpf (Ausnahme: der poln. Verlag JSC im Maßstab 1/250 und 1/400).

Ich persönlich bin ein Wasserlinien-Freak! Denn von den tausenden von Schiffen, die ich in meinem Leben gesehen habe, waren 99,6 % auf Wasserlinie! :thumbup:
Zudem ist hier Vergleich der diversen Schiffsmodelle gleichen Maßstabs einfacher und man kann wunderschöne Dioramen und Hafenanlagen damit bauen!

Also, Vollrumpfmodell ja oder nein muss jeder nach seinen Vorlieben entscheiden!

Ich wünsche Dir gutes Gelingen bei Deinem Vorhaben den Tanker zu bauen! :thumbsup:

Viele Grüße von Deinem Namensvetter
Peter (Fliegerkuddel)

Kartoon

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4

Sonntag, 18. November 2012, 13:30

Hallo,

da weiß ich Bescheid. Besten Dank für die Aufklärung. Da ich außer dem erwähnten Buch nichts mehr habe wird es ne Neukonstruktion. Wahrscheinlich 1:250 höchstens 1:200. Es soll sich ja noch in überschaubarem Rahmen halten.
Ne leichte Balkenbucht werde ich aber vorsehen.
Sollte das Modell gelingen, melde ich mich wieder. :)

Also nochmals Danke
Gruß
Peter

modellschiff

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Dienstag, 20. November 2012, 11:45

Hallo Peter,
sicherlich kennst Du von Strobel und Dame das Buch: Schiffbau zwischen Elbe und Oder. Oder das Werk: Deutsche Seereederei; leider habe ich den Verfasser nicht parat. In beiden Büchern gibt es sicherlich etwas über die Leuna I zu finden. Auch hat der mdk Verlag, Berlin, sich mit den Schiffen der DSR beschäftigt und die als Modellbogen herausgegeben. Diese Modell sind in 1: 250 konsturiert und ohne UWSchiff. Die Schiffsmodelle sind etwas einfach gehalten aber man kann viel aus ihnen machen.
Mit vielen Grüßen
Ulrich

Gustav

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Donnerstag, 22. November 2012, 23:03

Moin Peter,
ich habe bis vor ca. einem Jahr nur Wasserlinienmodelle gebaut, seitdem drei Vollrumpfmodelle und möchte nun gern zugunsten dieser Bauform schreiben. Grundsätzlich ist das schon Geschmacksache, aber für die Einzeldarstellung eines Schiffes finde ich den Vollrumpf kompletter und anschaulicher, ein Schiff wird für mich dadurch erst richtig "schön", ein "Solitär". Wenn Du die Möglichkeit hast, vergleiche doch einmal ein Schiff in beiden Bauarten. Vielleicht erleichtert Dir dieser Vergleich die Entscheidung.

Das mit der leichten Balkenbucht finde ich gut!

Viele Grüße und gutes Gelingen für dein Projekt
Gustav
Auch kleine Dinge können Freude bereiten.

Kartoon

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Freitag, 23. November 2012, 13:03

Hallo Ullrich,

die Bücher kenne ich nicht, da meine Bibliothek eher die gängigen Werke über den Historischen Segelschiffbau enthält. Da das Schiff Teil einer Serie der Admiralitätswerft Leningrad war, dürfte es im "Schiffbau zwischen Elbe und Oder" eher nicht vorkommen. Nach dem Buch über die "Deutsche Seerederei" werde ich mal antiquarisch suchen. Ansonsten ergibt das Internet schon einiges an Fotos, insbesondere verschiedene Anstrichvarianten. Den MDK Verlag kenne ich. Mein Anspruch ist aber diesmal ein eigenes Modell, was nicht (mehr) käuflich ist, zu bauen :)

Hallo Gustav,

sicher hast Du recht, daß ein Modell mit Unterwasserrumpf erst komplett ist, obwohl man es beim Original nur auf der Helling oder im Dock sieht. Es sieht einfach besser aus. :cool:
Erfahrungen mit Karton-Unterwasserschiffen habe ich nicht. Meine bisherigen Erfahrungen sagen eher, daß sich sphärische Teile und Karton entweder beißen oder der Aufwand steigt stark an. Dann ist der Schritt zum Fernsteuermodell aus Kunststoff und Sperrholz nicht mehr groß.
Ich wage sogar die Behauptung, daß ein Schiffsrumpf, so super wie hier manchmal aus Karton vorgestellt, in Spanten-Leistenbauweise nicht viel mehr Aufwand bedeutet.

Den Kartonmodellbau betreibe ich nicht so verbissen. Er ist bei mir nur Entspannung zwischen größeren Projekten. Wenn man mehrere Jahre an einem anderen Projekt arbeitet, ist der Bau eines Kartonmodells zwischendurch wunderbar entspannend.
Außerdem will ich damit mal meine Enkel anfüttern. Vielleicht springt der Funke über... :thumbsup:

Ansonsten danke ich Euch für Eure Posts und wünsche ein schönes Wochenende!

Gruß
Peter

Kartoon

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8

Dienstag, 11. Dezember 2012, 17:44

Ahming ?

Hallo,

bin inzwischen soweit die Bordwände meiner Leuna-1 zu zeichnen. In verschiedenen Bildern im Web ist eine Ahming an Bug und Heck zu sehen. Sie ist offenbar in römischen Ziffern ausgeführt. Das ist leider alles, was zu sehen ist. Kann mir jemand Auskunft geben wie die Ziffernfolge sein könnte? Es sind ja nicht nur die Meter anzugeben, sondern auch Teile davon. :?:

Besten Dank im Vorraus

und beste Grüße

Peter

Kartoon

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9

Mittwoch, 12. Dezember 2012, 10:38

Hallo,

die Frage nach der Aming hat sich erledigt. Hab nochmal gegoogelt. Die Angabe ist offenbar in Dezimetern. Damit ist der Ausdruck in römischen Ziffern klar. :D

Gruß

Peter

Kartoon

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Mittwoch, 12. Dezember 2012, 10:47

Probeaufbau

Hallo,

hier mal ein Bild vom "Probeaufbau".

Gruß

Peter
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  • Brücke.jpg

Joachim Frerichs

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Mittwoch, 12. Dezember 2012, 11:24

Ahoi Peter,

die Brückenfront sieht schon sehr gut aus.

Frage:
Mit welchem Programm zeichnest Du ?


Gruß
Jo
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Kartoon

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Mittwoch, 12. Dezember 2012, 12:49

Hallo Jo,

mit Paint Shop Pro. Ist für mich am einfachten, da ich ja die 2D Pläne aus dem o.g. Buch als Grundlage nehme. CAD ist damit für mich Overkill! :)

Gruß

Peter

Joachim Frerichs

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Mittwoch, 12. Dezember 2012, 15:43

Ahoi Peter,

danke für die Info.

Vielleicht kannst Du ja mal ein Screenshot als Bild zeigen. Dann kann ich mir ein
besseres Bild machen.


Gruß
Jo
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Kartoon

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Mittwoch, 12. Dezember 2012, 16:19

Hallo Jo,

ja gerne.

Gruß

Peter
»Kartoon« hat folgendes Bild angehängt:
  • Programm.jpg

Joachim Frerichs

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Mittwoch, 12. Dezember 2012, 17:41

Ahoi Peter,

danke! Jetzt kann ich es mir besser vorstellen.


Gruß
Jo
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Donnerstag, 10. Januar 2013, 00:12

Ahmings - Tiefgangsmarken

Hallo Peter,

ich habe gerade deinen Bautbericht der Leuna I entdeckt und dabei auch deine Frage bezüglich der Ahminge hier gelesen.

Zur Zeit der Leuna waren die Tiefgangsmarken in der Regel:
* an Backbord (linke Seite) in englischen Fuß und mit römischen Ziffern
* an Steuerbord (rechte Seite) in Dezimetern und mit arabischen Ziffern

Gruß
Peter

Kartoon

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Sonntag, 13. Januar 2013, 18:45

Hallo Namensvetter,

besten Dank für Deinen Beitrag. Da hab ich wieder was dazugelernt.

Ich hab inzwischen Fotos des Vorbildes im Netz gefunden, wo die Ahmings am Bug beidseitig und am Heck backbordseitig zu sehen sind. Also würd ich annehmen es gab sie 4 mal am Vorbild. Leider nicht deutlich erkennbar auf den Fotos.

Ansonsten hab ich sie versucht vorbildgerecht zu Drucken, aber mit schlechtem Ergebnis. Die sind so klein, daß man sie auch weglassen kann.

Trotzdem nochmals Danke

Gruß
Peter

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