Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Kartonbau.de - Alles rund um Papiermodelle, Kartonmodellbau und Bastelbogen. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

haduwolff

Administrator

  • »haduwolff« ist männlich
  • »haduwolff« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 3 986

Registrierungsdatum: 21. September 2005

  • Nachricht senden

1

Freitag, 5. Dezember 2014, 02:09

SZM DFS 230B-1-Lastensegler in 1/33

Moin zusammen,

nachdem Henryk den Bogen schon gezeigt hat, hab ich mir das Modell geholt, und wollte Euch meine Einschätzung zeigen.


Dieser Segler, der im WK II bei vielen spektakulären Aktionen dabei war -von Eben-Emael über Kreta bis zur Mussolini-Befreiung- ist bisher von den Verlagen sehr stiefmütterlich behandelt worden.

Einzig Fiddlers Green hatte den Vogel in Angebot.

Zum Modell...

Das an sich kleine Flugzeug hat die Segelflieger-typische Spannweite von ordentlichen 67cm.

Die Farbgebung ist zwar schlicht, aber korrekt, ebenso die Kennung und (leider) das Hakenkreuz ohne Alternativteil.

Der Konstrukteur hat die Inneneinrichtung berücksichtigt. Hier ist ein wenig Nacharbeit von Nöten, um die kuriose Sitzanordnung (Affe auf Schleifstein genannt) etwas zu verfeinern.

Die Tragflächen sind in jeweils zwei Teile aufgeteilt, was aber dem Bau keinen Abbruch machen sollte. Sämtliche Steuerflächen sind als Einzelteile vorhanden.

Der erste Wermutstropfen ist das Höhenruder. Beim Original ist dieses Bauteil ÜBER dem Rumpf montiert. Das entfällt beim Bogen komplett, auch wenns nicht so sichtbar ist.

Der wirkliche mich störende Punkt ist der Rumpfbug.

Konstruktiv unnötig ist die grobe Segmentierung des grade hier gradflächigen Rumpfes.

9 Rumpfteile sind es, die den graden und sehr schlichten Rumpf zu formen. Am Bug ist diese Segmentierung störend und vollkommen unnötig.

Aber was mich wirklich stört, ist die falsche Position der Landekufe, die zudem zu dick und zu breit an den falsch gesetzten Aufnahmepunkten hockt.
Und das Wichtigste des Lastenseglers als geschleppter Flieger ist komplett weggelassen - das Schleppgeschirr!
Stattdessen ist die Kufe hier bis zum Rumpfbug vorgezogen.

Fehlanzeige!

Es gibt einen Lasercut-Spantensatz zum Modell, der ist aber ziemlich sinnfrei mangels von Spanten für das Tragflächenprofil.

Als Resumée - endlich ein Bogen des historisch wichtigen Flugzeuges! Doch wers bauen will, muss kräftig nacharbeiten.
Das Sujet wird es danken, und - wir sind ja alle Tüftler!

Gruß
Hadu

P.S. Die Fotos sind von mir aus der Ju-Halle in Wunstorf. Der Segler ist inzwischen als Dauerleihgabe bei mir ums Eck im Fort Eben Emael (Belgien) gelandet.
»haduwolff« hat folgende Bilder angehängt:
  • DSC06572.JPG
  • DSC06573.JPG
  • DSC06575.JPG
  • DSC06576.JPG
  • P1010006.JPG
  • P1010003.JPG
  • P1010008.JPG
  • P1010009.JPG
  • P1010001.JPG
Meryl Streep: "Wenn die Mächtigen ihre Position benutzen, um andere zu tyrannisieren, dann verlieren wir alle"

http://interscalestolberg.jimdo.com/


www.modell-und-geschichte.jimdo.com

Mitglied der Luft'46-Gang

Social Bookmarks