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Jochen Kreitz

unregistriert

1

Mittwoch, 11. November 2015, 21:11

Suche Lokomotive für das Gespann Karl der Mörser/Schnabelwagen (von GPM)

Moin allerseits,
ich suche eine realistische Lokomotive für das Gespann Karl der Mörser/Schnabelwagen (von GPM).
Also eine Lok die es zu dieser Zeit auch wirklich gab. Tante Google hat mir nicht wirklich brauch-
bare Infos mitgeteilt. Da kam nur die V36 (als Bausatz wohl die WR360) als Wehrmachtslok für
Schwerlasttransporte.

Wer weiß was?

Gruß

Jochen

haduwolff

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2

Donnerstag, 12. November 2015, 01:14

Mörserzug Karl

Moin zusammen,

die WR 360 ist zu klein für den Langstreckentransport.

Der Zug war recht lang, also kommen alle mittleren und schweren Güterzugloks in Betracht.

Der Wagenstand sah etwa so aus:

-Werkstattwagen
-1 Vorlaufwagen (Niederbordwagen) für das Kontergewicht auf der Geschützwiege
-1 Materialwagen für Kran, Treibstoff, Wasser, Öl usw.
-1-3 Munitionswagen, evtl. Temperierwagen
-1 Aggregatwagen/Stromversorgung
-2-3 Personenwagen für Mannschaft und Offiziere als Reise/Schlafquartiere
-3-4 Flachbettwagen für die 2 MunPz IV und Begleitfahrzeuge

Also, eine BR50 ist für solche Züge üblich, später ging natürlich auch die grossen Kriegsloks BR52. Evtl wurde auch mal eine der grossen Diesel-Doppelloks aus dem DORA-Bestand benutzt.

Gruß
Hadu


-
Meryl Streep: "Wenn die Mächtigen ihre Position benutzen, um andere zu tyrannisieren, dann verlieren wir alle"

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$.guido (28.12.2015)

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3

Donnerstag, 12. November 2015, 08:45

Die WR360 ist nicht nur zu KLEIN - vor allem aber auch zu SCHWACH für solche Einsätze. Mit einer Anzugsfahrkraft von 127 bis 140 kN zieht man in dem Sektor kein Blatt vom Tisch. Die war ausgelegt für Verschubarbeiten und Güterzüge im "gefährdeten Sektoren", wo der Dampf verräterisch war. Auch durch die Getriebeanordnung hätte EINE Maschine das nicht ausgehalten. Bitte beachten - die Dieselmotoren in Eisenbahnen befanden sich in absoluten Kinderschuhen - was die frühe DB auch merken musste im Bereich der Getriebewellen.
Eine Alternative (in Panzerzügen) war die WR550 (4-achsig, keine DB/DR-Nummer) die auch in Panzerzügen stand. Bei schweren Lasten im Kurzeinsatz wurden 2 WR360 an den Führerhäusern zusammengekoppelt und als "Päckchen" gefahren.
Die richtige Wahl für den "Karl", nochmehr für das Geschütz K5(E) (die hiessen nicht alle Leopold) ist die BR52 oder die BR42 - um auch die Stromversorgung des Geschützes sicherzustellen die D311 (V188 a/b, BR288) - wie Hadu schon schrieb. Mit DER Maschine (Diesel-Elektrik) konnte der Maschinenwagen wegfallen. DIe BR50 wurde für die anderen Züge gebraucht - wo die weggelassenen Teile der Baureihe 50 benötigt wurden.

Jochen Kreitz

unregistriert

4

Donnerstag, 12. November 2015, 09:13

Danke schön für diese ausführlichen Antworten. Die BR 52 gibt es ja von Modelik.
Die anderen Lok-Typen und Waggons sind mir jetzt nicht als Kartonmodelle be-
kannt, aber das wäre sowieso nicht in einem Diorama in 1:25 darstellbar.

Gruß

Jochen

haduwolff

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5

Donnerstag, 12. November 2015, 12:11

Moin zusammen,

Jochen, eine 360er kannst Du als Verschiebelok nehmen...als Szenario vielleicht den Moment, wo der dicke Brummer abgelastet wird. Aber das ist natürlich ein gnadenloser Aufwand.

Gruß
Hadu
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Donnerstag, 12. November 2015, 12:20

Hmmm... Doppeltraktion BR 86 + V36? BR 86 vorn - die V36 drückt nach.. von der Endgeschwindigkeit käme das hin
Wäre doch mal ne Möglichkeit... oder gleich 2 86er... die gibt es doch von Angraf...
(wobei ich gerade meine 86 + V36.0 von Trumpeter zusammengestellt hatte.. wirkt schon irgendwie)

xander janssen

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7

Sonntag, 29. November 2015, 21:04

Hatte den Zug für eine Karl Gerat auch dieser Wagenstand?

Meines Wissens ist dies die Wagenstand eines Zuges von einem 28cm K5E, zum Beispiel Leopold .
(Quelle: das Buch German Railway Gun - Leopold von Jan Coen Wijnstok)

Ich interessiere mich sehr, weil ich sowohl K5E wie Karl Gerat mit Schnabelwagen habe.

Der WR360 war tatsachlich nur zum Rangieren, zum Beispiel um ein K5E aus ein Dombunkers zu fahren. Daher habe ich mich fur das Diorama der K5E auch ein WR360 gekauft
Der Wagenstand sah etwa so aus:

-Werkstattwagen
-1 Vorlaufwagen (Niederbordwagen) für das Kontergewicht auf der Geschützwiege
-1 Materialwagen für Kran, Treibstoff, Wasser, Öl usw.
-1-3 Munitionswagen, evtl. Temperierwagen
-1 Aggregatwagen/Stromversorgung
-2-3 Personenwagen für Mannschaft und Offiziere als Reise/Schlafquartiere
-3-4 Flachbettwagen für die 2 MunPz IV und Begleitfahrzeuge


Jochen Kreitz

unregistriert

8

Sonntag, 29. November 2015, 21:36

Hallo Xander,
die Literatur und Bildersuche in Google liefert keine Ergebnisse zu
diesem Thema. Einige Dioramen von Plastikmodellbauern gibt es.
Die stellen nur Karl den Mörser und einen Panzerkran für den
Munitionstransport dar. Haduwolffs Auflistung enthält auch keine
Lok, aber diese Waggons alle in einem Diorama in 1:25 zu bauen
grenzt an Größenwahn und Platznot. :whistling:
Deshalb kam hier die Spekulation auf eine der großen schweren
Dampfloks als Zuggerät zu bauen.

Gruß

Jochen

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