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Lore

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Dienstag, 26. Februar 2008, 19:38

Shipyard Victory 1:96 - Ergänzungsbaubericht

Hallo Kartonbastler,

(himmelsakra - habe jetzt schon 6x editiert und immer wieder sind die Bilder weg - oder nur zum Teil da - hängt mit dem Editor zusammen!)

Als langjähriger Holzwurm im historischen Schiffsmodellbau bin ich zum Kartonbau konvertiert, da mich die Bauberichte von Fuchjos (Josef) animierten.

Den Baubogen zur Victory habe ich hier im Forum auch schon unter frisch ausgepackt vorgestellt. Darin fehlte die Bauzeichnung – da ich aber zwei davon hatte – im zweiten war sie drin. Fehler gibt es in dem Bogen aus 2007 auch wieder genug. Die von vor zwei Jahren sind aber weg.

Ich werde daher meinen Baubericht so aufbauen, dass ich hauptsächlich auf das eingehe, was ich anders mache als Josef und nicht den Meister wiederholen. (habe eben gesehen, dass Josef neu gepostet hat - habe aber noch nicht gelesen)

Wenn ich dran denke, benenne ich auch die Fehler.

Schon bei der Planung habe ich darauf gesetzt, einen Mix aus Holzbauweise und Karton zu gestalten und gründlich recherchiert, was mir gefallen könnte.
Kanonen und Masten aus Pappe konnte ich mir auch nicht so richtig vorstellen.
Grätings müssten bei dem Maßstab zwar sehr fein gearbeitet werden, aber die aus Papier sind es nicht, die ich nehmen werde.

Die Decksbeplankung mit 3,2mm Leisten ist eine Herausforderung.

Die Unterwasserbekupferung ist als gedruckte Form mit Kupferfarbe recht gut gelungen, ich werde aber Kupferfolie verwenden, da Kupferplatten bei dem kleinen Maßstab Strafarbeit wären.

Was ich sonst noch alles an Material und Werkzeug bereits seit Wochen durchdacht und bereits bestellt habe, ist anliegend als Worddatei beigefügt. Mit über 1000 Euro ist das ganz schön teuer – hätte ich auch nicht gedacht.



Leider erwies sich ein Teil des hier im Forum empfohlenen Werkzeugs als wenig brauchbar. Bisher verwendete ich alle Messer von Excel – die neuen von OLFA sind aber um Klassen besser, der Tipp war gut.

Was, glaube ich unter Nutzung der ja schon vorhandenen Berichte anders (nicht besser!) machen zu können?

· keine Scans verwenden – Risiko minimieren, da Scans immer minimal verzerrt – habe daher einfach zwei Bögen gekauft
· von Anbeginn an Verwendung einer Helling von Amati – ähnlich einem sehr breiten Schraubstock – greift fast den ganzen Kiel (Keel klamper) und richtet ihn auch, daher muss Kiel sehr stabil sein. Habe daher einen sehr stabilen Kiel eingezogen
· Zur Verstärkung des Unterwasserbereiches zwischen den Spanten, bündig mit der Außenkante des Spantes zusätzliche Pappstreifen zwischen den Spanten.
· Verwendung selbstklebender Kupferfolie für die Unterwasserebene mit Nachbildung der Platten durch Ritzen (daher auch stabiler Unterwasserbereich erforderlich
· Auf die Spantenaußenkanten werde ich Kartonstreifen 0,3 aufkleben, damit die Klebefläche stabiler ist
· Bei Verlegung der nur 3,2 mm breiten Deckplanken habe ich diese vorher an den Kanten mit Bleistift geschwärzt
· Einbau einer (schwarzen) Spundwand aus 2,5 mm Pappe hinter den Luken des Unterdecks und auch des Zwischendecks, um damit Halbkanonen 18 mm einsetzen können (die Lafetten wären eh nur zu sehen, wenn man sehr sehr nah rangeht), damit entfallen die Positionierungsprobleme und viele unnötige Lafetten, da die Halbkanonen in mittige Bohrungen gesetzt werden
· Seitenteile (Drempel) der Luken stelle ich nicht aus Karton sondern als dünne Furnier-Leisten · Kanonen brünieren – nicht anmalen – dazu Verwendung von Brünierungsmittel von Krick
· Einzug von Holzleisten4x 1 mm hinter der Rumpfbeplankung an den Stellen, wo später die Püttingeisen verankert (genagelt) werden (Stabilität der Wanten)
· Finknetze aus Gitterwerk von Modulor – diese im Gegensatz zu den bisherigen Modellen auch doppelt, denn dazwischen wurden die Hängematten tagsüber und im Kampf gelagert
· Vollständige und originalgetreue Takelung anhand der Doku aus dem entspr. Buch
· Verwendung echt geseilter Garne mit höchster Detailtreue beim Spleißen und der Dicke
· Wanten (teilweise umwickelt=verkleidet) mit 0,6, aber die Stege aus max 0,25 mm – Wanten geknüpft nicht geklebt
· Takelung mit unterschiedlichen Seilstärken – unten max 0,6 und oben bis runter zu 0,1 mm
· Detailgetreue Besegelung nach authentischen Darstellungen – nicht nur nach dem Buch
· Verwendung von Leinenstoff für die Segel und exakte Abbildung der Bahnen, des Liektaus usw.
· Verwendung von Airbrushtechniken
· Generell Verwendung von matten, nicht glänzenden Farben oder nachträgliche Verwendung von Mattlack farblos
· Verwendung der Gallion von Krick und detaillierte Bemalung nach Fotos
· Verwendung möglichst originaler geteilter Püttingeisen

Das Ganze wird wohl drei Jahre dauern.

Auf meiner Website werde ich die Fotos auch einstellen:

Hier einige Fotos die den Text zu den ersten Bauschritten ergänzen.

Das ist ein Werkzeug was nichts taugt: Auch davon solltet Ihr die Finger lassen - teuer und nicht genau anlegbar - schneidet immer 16 mm neben der Linealkante (?)

Hier mal einige der Werkzeuge als Übersicht:


Dieses Teil ist wirklich super - habe ich leider erst gekauft nachdem ich mit den Schlitzen fast fertig war - läßt sich auf 1, 1,5 oder 2 mm einstellen:


nun genug zu dem Werkzeug - hier die ersten Bauschritte:

Zur erstellung eines stabile Kiels nahm ich Nußbaumleisten 2x 5mm und setzte Stücken davon ein:


dann darauf die Leisten von jeder Seite gegengeklebt:


Schon konnte der stabile Kielklamper (der über ein Kugelsystem beliebig gekippt werden kann) greifen:


Für die Halbkanonen habe ich dann Kartonplatten vorbereitet, in die ich dann später 2mm Löcher mittig bohre.


Schwarz angemalt werden diese später nicht zu sehen sein:


Hier sieht man auch die Verstärkungen für das Anbringen der Püttingeisen und der stabilen Grundlage für das Verkleben der Kupferfolienstreifen.

Das Deck hat mich geradezu herausgefordert und ich wollte es unbedingt genauso in Holz gestalten wie im Original. Hier meine Versuche dazu.

So sieht der Druck as:


So sieht der Versuch aus, dies nachzugestalten in Holz:


Im unteren Teil sieht man noch die Papiervorlage.

Einige Deckteile sind schon fertig:


So - jetzt werde ich erst einmal den Bericht des Meisters lesen und diesen Delta - Baubericht fortsetzen, wenn es mehr zu sehen gibt.

Lothar
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fuchsjos

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Dienstag, 26. Februar 2008, 22:28

Hallo Lothar!

Das sieht ja schon mal recht stabil und sauber aus. Die Lösung mit dem Kiel ist nicht schlecht, allerdings wird die später noch im Weg sein (zumindest wenn du vorhast, den Rumpf zu spachteln und zu schleifen). Die Holzdecks hast du super hingekriegt, vorallem weil die Holzwahl die Richtige in Bezug auf die Farbe und in Bezug auf die sehr schwache Maserung ist, meiner Meinung nach.
Bei den Öffnungen für die Geschütze mußt du vor allem im mittleren Bereich (bei den beiden nahe zusammenliegenden Schoten) sehr aufpassen, da es da zu einem Konflikt mit dem Grundgerüst kommt. Am besten mal probeweise die Außenhaut anlegen und bei den Konfliktstellen die Schoten freischneiden (fräsen) - das wäre wesentlich einfacher gewesen, bevor die Spanten verklebt werden. Hoffentlich sind da jetzt nicht die Kartonplatten für die Halbkanonen im Weg.

Liebe Grüsse
Josef
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Lore

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3

Sonntag, 20. April 2008, 20:50

Baubericht Teil 2

Inzwischen habe ich schon zwei Monate mit Karton gebastelt und finde immer mehr Gefallen an dieser Form des Modellbaus.
Allerdings kombiniere ich wo ich nur kann Holz mit Karton und erleichtere mir nicht nur die Arbeit, sondern glaube auch, dass das Kartonmodell dadurch gewinnt.
Im Forum gab es großes Erstaunen darüber, was ich für Geld ausgab, um Zurüstsätze und dergleichn zu kaufen. Die Liste hat sich inzwsichen noch erweitert - und glaubt mir – das hat auch mich stark verwundert, hätte ich doch für das Geld einen exquisiten englischen Holzbaukasten haben können.
Die Liste noch einmal beigefügt.
Unser Meister – Fuchs – der Josef hat mir viele Anregungen gegeben, die ich fast alle beherzige. Einiges habe ich aber anders gemacht. Und nur über das Andersmachen hier einige kurze Infos.

Decks mit Grätings
Die Decks habe ich aus Holzleisten gemacht – die Grätings auch aus Holz. Sie sind meiner Meinung nach genau so gut wie die mit verblüffender Technik durch Josef erstellten.





Kanonen
Da ich die Kanonen vom Zwischendeck ja fertig haben muss, bevor das Deck gesetzt wird und man dann ja nicht mehr herankommt, habe ich den Bau der Kanonen vorziehen wollen. Inzwischen habe ich allerdings erkannt, dass man erst den ganzen Rumpf fertig haben muss, da ja auch alle Luken fertig gestellt sein müssen. Die Kanonen habe ich nicht gestrichen, sondern brüniert. Hier habe ich auch einmal alle Kanonentypen aufgelegt, die ich einsetzen werde. Die Kanonenständer sind aus Karton und wurden angemalt. Ladestöcke entstanden aus Messingdraht brüniert und Stücken von Zahnstochern. Halterungsschellen der Kanone sind aus Papier gefärbt. Die Räder sind gestanzt und bestehen jeweils aus zwei Scheiben – wie beim Original. Das Rückschlagtau habe ich aus 0,6 mm echtem Seil gefertigt, die Befestigungstaue werden ebenfalls aus 0,2 mm Tau mit 2mm großen Blöcken entstehen. Das muss auch noch fertig werden, bevor die Decks drauf kommen.






Kugelhalter
Im Bauplan habe ich keine Kugelhalter gefunden, habe daher versucht, sie aus Karton zu fertigen. Das Anbohren führte aber dazu, dass der Karton sich aufwölbte, so dass ich auch hier auf Holzleisten umstieg. Die Kugeln sind 2mm Kugeln, leider verchromt, die ich also färben musste.



Leitern
Sind aus Karton (Seitenteile) und Furnier (Stufen)


Stützen
Habe ich versucht wie vorgesehen zu rollen und oben und unten mit Kartonstücken zu verkleben. Das Rollen ergab aber keine exakt gleichen Durchmesser, so dass ich auch hier Rundhölzer nahm und oben und unten Kartonstücke aufsetzte.



Zwischenwände
Hier bin erstmalig (und später noch einige Male) in die Falle gelatscht, dass man eben nicht alle Teile auf Karton ziehen darf wie ausgedruckt, da einige davon eben die Rückseite und Vorderseite eines Kartonstückes darstellen. Musste ich also noch einmal machen. Die Zwischenwände haben Fenster, die ich mit echtem Glas gefertigt habe. Dazu nutze ich dünnste Gläser aus einem Labor. Dieses Glas lässt sich sehr genau brechen und liegt in einer ausgehölten Vertiefung des Kartons. Hier habe ich aber die Fensterkreuze aufgemalt, da man die Zwischenwände ja kaum sehen kann. Bei den Heckfenstern werde ich Fensterkreuze aus dünnsten Stahldraht fertigen, der Draht wird dann in Vertiefungen liegen.





Heckfenster
Wie schon erwähnt auch hier kommt Fensterglas rein mit Stahldrahtstücken, die in Vertiefungen liegen.





Beplankung
Im Gegensatz zu Josef hatte ich keine „flüchtenden“ Luken. Die Planken lagen sehr exakt genau auf den Öffnungen, nur in der unteren Reihe gab es einen geringfügen Versatz. Da ich bei den Luken aber nicht auf die Stellung der darin befindlichen Kanonen angewiesen bin – ich werde ja ganz zum Schluss Halbrohre einsetzen, ist mir das völlig Banane und schneide dann eben einen Millimeter in die untere Papierlage – aber auf den Planken bleibt die modellgetreue Lage der Luken erhalten. Beim Beplanken hat sich übrigens auch wieder der Kielklamper bewährt. Ich konnte in jeder Lage mit einem fest liegenden Rumpf arbeiten. Im Bauplan waren übrigens alle Planken nur mit Nummern und einem p dahinter bezeichnet, so musste man selbst heraus finden, ob links oder rechts.




Jetzt geht es an die Fertigstellung des Rumpfes. Dabei will ich erreichen, dass auf dem Karton die Lage der Planken angedeutet wird. Das mache ich mit einem Bleistift, der eine Spur hinterlässt, die man auch nach dem Airbrush noch sehen wird.

Nun werde ich mal sehen, ob Josef neu gepostet hat!

Lothar
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fuchsjos

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4

Sonntag, 20. April 2008, 22:04

Hallo Lothar!

Da ich fast zeitgleich gepostet habe, könnte man fast meinen, wir hätten uns abgesprochen um das Forum mit einer geballten Ladung 'Victory' zu überraschen :D

Siehr toll aus - und vor allem Du legst ja ein ganz schönes Tempo vor - da wirst Du mich bald überholt haben.

Die Grätings sehen sehr gut aus und daß Deine Lukenöffnungen gepaßt haben nehme ich neidlos zur Kenntnis. Schließlich war ich ja auch so dämlich mit einem Scann zu arbeiten und beim Druck die Option 'randlos' zu verwenden - ohne zu wissen, daß dieser Dämlack von Drucker dann die Bilddatei einfach vergrößert und an den Rand angleicht, statt die Originaldaten bis an den Papierrand zu drucken :(

Wie scheidest Du eigentlich diese dünnen Glasplatten - ich habe da immer so meine Probleme und eine Menge Ausschuß?

Bei meinen Kanonen werde ich noch versuchen die Öse für das Broktau anzulöten.

Das Bohren von Karton funktioniert recht gut und sauber, wenn man den Karton vorher mit sehr dünnflüssigem Superkleber tränkt.

Das exakte und einfache Rollen von Papier werden ich demnächst noch genauer zeigen, wenn ich zu den Stützen für das Quarterdeck komme.

Liebe Grüsse
Josef
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Montag, 10. August 2009, 20:30

Hallo Kartonkleber,

ein ganzes Jahr ist vergangen und dieser Baubericht, der so angelegt war, dass ich nur ergänzend zum Meisterfuchs Josef schreiben wollte blieb einfach stehen.

Josef ist zu einem anderen Modell übergegangen und ich habe zwar eifrig weiter gebastelt aber nicht mehr gepostet.

Meine Etappen der Bastelei habe ich auf meiner Website zu dem Modell der Victory nach Monaten aufgezeigt, allerdings ohne jede Erklärung, einfach nur die Fotos. Ihr könnt gerne darin stöbern. Vielleicht bringt es auch eine Anregung. Würde mich freuen.

Sind hier anzusehen:

Auf dieser Seite stelle ich auch oft Originalfotos gegen das Modell, so dass man den Versuch erkennt im Detail nachzubilden, gelingt natürlich nicht immer.

Der Kartonmodellbau hat mich inzwischen restlos eingefangen und ich bin weiterhin fasziniert von den Möglichkeiten aus gedrucktem Papier etwas herzustellen. Mein Einstieg in den Kartonbau scheint mir aber sozusagen der Mount Everest der Kartonkleberei zu sein und ist ganz sicher nicht gedacht für einen im Modellbau unerfahrenen Einsteiger. Daher ging ja unser Meisterfuchs auch auf dieses Modell.

Nach Fertigstellung des Rumpfes, der Kanonen, der Rüsten und dergleichen ging ich so vor, dass ich ich in den vergangenen Monaten weitere Komponenten als Module zusammengebaut habe – und dann fertig beiseitelegte.

Meine Erfahrungen dabei sind, dass es leider viele Fehler in dem Bogen gibt. Falsche Nummern, gar keine Nummerierung und eben leider keinerlei ordentliche Anleitung. Man kann sich nur mit Zusatzliteratur und vor allem Fotos vom Original helfen. Auch habe ich überhaupt nicht nach Nummern in deren Reihenfolge gearbeitet sondern eben immer als Modul.

Die von mir geschätzte Bauzeit von drei Jahren oder mehr ist aus heutiger Sicht realistisch. Vielleicht lasse ich mir auch viel Zeit oder bin oberpingelig bei der Übereinstimmung mit dem Original. Manche Module habe ich auch drei Mal neu begonnen und jedes Mal ein Stück besser erstellt. So z.B. das Heck und deren Seitenfenster. Dabei bin ich damit immer noch nicht zufrieden und es könnte mich wohl ein viertes Mal packen.
Ich beschränke mich auch nie auf das Kantenfärben sondern färbe grundsätzlich vollständig. Daher wird es final fast nicht möglich sein das Material Karton zu erkennen, zumindest lege ich es darauf an.

Mittlerweile hatte ich mir den dritten und erneut überarbeiteten Bogen gekauft und konnte erkennen, dass in diesem neue Teile hinzugekommen waren und Teile auch anders nummeriert sind, aber immer noch nicht völlig fehlerfrei. Auch habe ich mir den Laserbogen dazu kommen lassen, der neben allen Rumpfteilen auch einige wenige weitere Teile gelasert enthielt, die ich – obwohl ich schon mit den gedruckten Teilen gebastelt hatte vermutlich alle verwenden werde, denn die Qualität ist einfach sehr gut.
Also werde ich manches eben noch einmal machen. Viel Zeit habe ich in das Heck mit seinen Seitenfenstern gesteckt und mich dabei fast nur an den Fotos vom Original orientiert. Dabei habe ich es sicher ein Stück weit übertrieben, indem ich u.a. die Geländer nicht als Druck sondern als fein ziseliert ausgeschnittene Säulen erstellt hatte.

Die einzelnen Komponenten sind auf meiner Seite alle ersichtlich. Wenn dann alle „Module“ fertig sind, werde ich sie zusammen bringen und dann, ja dann geht es an die Takelage. Die kostet mich ganz sicher mindestens ein Jahr.

Soweit wieder mal ein Bericht.

Grüße an alle Kartonfetischisten!

Lothar
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