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Lore

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Montag, 28. Januar 2008, 20:58

Shipyard HMS Victory Baubogen

Hallo Ihr Kartonfetischisten!

5 Wochen hatte ich bei Moduni vergeblich gewartet – aus Wien bekam ich den Baubogen nun in 5 Tagen.
Auf 57 Seiten im A3 Format sind viele, viele Teile zum Ausschneiden und Zusammenbau. Da ich bislang in keinem Forum eine Beschreibung fand, sei es mir gestattet, hier eine solche zu geben und damit Hilfe und Anregung für weitere Interessenten aufzubauen. Das Modell ist von mehreren Großmeistern bereits gebaut worden, daher werde ich keinen weiteren unnötigen Baubericht erstellen und nur ggf. einige wenige Dinge schildern, die ich als gelernter Holzwurm (sh meine Website) einfach anders machen werde. Die Beschreibung des Modells ist in polnisch, den kurzen deutschen Text füge ich hier als PDF bei. Den kann man aber auch schlicht ignorieren, da er einfach nichts her gibt. Schade, dass nicht der gesamte Text in deutsch als Beilage beigefügt ist. Dafür ist die bildhafte Bauanleitung recht gut. Fotos einiger Seiten des Plans füge ich zur besseren Anschauung unten bei. Das Modell ist ohne zusätzliches Material kaum zu erbauen. Segel aus Papier sind zwar beigefügt, sollten aber durch Stoff ersetzt werden. Karton in den Stärken 2,5; 1,5 und 1 mm benötigt man auch und ich schätze mal einige m².Kanonen und Masten aus Pappe sind zwar vorbereitet, kann ich mir aber nicht so richtig vorstellen. Grätings müssten bei dem Maßstab zwar sehr fein gearbeitet werden, aber die aus Papier sind es sicher nicht, die ich nehmen werde. Die Decksbeplankung mit 3,5mm Leisten ist eine Herausforderung. Die Unterwasserbekupferung ist als gedruckte Form mit Kupferfarbe recht gut gelungen, ich werde aber Kupferfolie verwenden, da Kupferplatten bei dem kleinen Maßstab Strafarbeit wären. Was ich sonst noch alles an Material bereits seit Wochen durchdacht und bereits bestellt habe, ist anliegend als Worddatei beigefügt. Mit über 900 Euro ist das ganz schön – hätte ich auch nicht gedacht.

Was, glaube ich unter Nutzung der ja schon vorhandenen Berichte anders (nicht besser!) machen zu können und damit der Bauplanbeschreibung als Ergänzung und Anregung beizufügen?
• Immer Verwendung exakt der vom Konstrukteur vorgesehenen Pappenstärken und keine Scans verwenden – Risiko minimieren, da Scans immer minimal verzerrt
• Verwendung einer Helling von Amati – ähnlich einem sehr breiten Schraubstock – greift fast den ganzen Kiel (Keel klamper) und richtet ihn damit, daher muss Kiel sehr stabil sein – scheint mir hier nicht der Fall, daher erwäge ich, einen durch Messingstifte verankerten Holzkiel aufzusetzen
• Wo nur möglich Verwendung von Holzleisten bzw. Furnier auf Pappe- das heißt kein puristisches Kartonmodell
• Zur Verstärkung des Unterwasserbereiches zwischen den Spanten, bündig mit der Außenkante des Spantes, entweder Holz oder zusätzliche Pappstreifen zwischen den Spanten. Beides müsste gewölbt sein und einen gleichmäßigen Verlauf ergeben. Auf die Spantenaußenkanten würde ich Papierstreifen aufkleben, damit beim ggf. erforderlichen Schleifen die Außenmasse stehen bleiben – Papier weggeschliffen= maximale Schleifmenge; verspachteln am Rumpf habe ich nicht oder nur sehr mäßig vor
• Bei Verlegung der Deckplanken aus Furnier diese vorher an den Kanten mit Bleistift schwärzen, laut Originalplan dürften die nur 3,5 mm breit werden
• Einbau einer Spundwand aus 2,5 mm Pappe hinter den Luken des Unterdecks und teilweise auch des Zwischendecks, um damit Halbkanonen 18 mm einsetzen können (die Lafetten wären eh nicht zu sehen), damit entfallen die Positionierungsprobleme und viele unnötige Lafetten, da die Halbkanonen in mittige Bohrungen gesetzt werden
• Seitenteile (Drempel) der Luken nicht aus Karton sondern als dünne Furnier-Leisten, die oberen Begrenzungsleisten aus 4x 1 mm Leisten.
• Kanonen brünieren – nicht anmalen – dazu Verwendung von Brünierungsmittel von Krick(habe ich unten beispielhaft schon einmal gezeigt)
• Einzug von Holzleisten4x 1 mm hinter der Rumpfbeplankung an den Stellen, wo später die Püttingeisen verankert (genagelt) werden (Stabilität der Wanten)
• Finknetze aus Ätzteilen oder Plastik Fliegengittern und nicht aus Gardinen – die sind zu grob. Die unten sichtbaren Ätzteile werde ich verwerfen, da völlig ungeeignet - und das für 42 Euro!
• Vollständige und originalgetreue Takelung anhand der Doku aus dem entspr. Buch
• Verwendung echt geseilter Garne mit höchster Detailtreue beim Spleißen und der Dicke - Seile unten als Beispiele gezeigt
• Wanten mit 0,8, aber die Stege aus max 0,4 mm – Wanten geknüpft nicht geklebt
• Takelung mit unterschiedlichen Seilstärken – unten max 0,8 und oben 0,25 mm
• Detailgetreue Besegelung nach authentischen Darstellungen – nicht nur nach dem Buch
• Verwendung von Leinenstoff für die Segel und exakte Abbildung der Bahnen, des Liektaus usw.
• Verwendung von Airbrushtechniken
• Verwendung selbstklebender Kupferfolie für die Unterwasserebene mit Nachbildung der Platten durch Ritzen (daher auch stabiler Unterwasserbereich erforderlich
• Generell Verwendung von matten, nicht glänzenden Farben oder nachträgliche Verwendung von Mattlack farblos
• Verwendung der Gallion von Krick und detaillierte Bemalung nach Fotos - unten schon zu sehen
• Verwendung möglichst originaler geteilter Püttingeisen

Einen vollständig neuen Baubericht vermeide ich, dafür haben schon viele Profis gepostet. Nur das was ich anders mache als diese Profis könnte ja auch für nachfolgende Bastler eine Anregung sein. Darum geht es mir. Es wird also ein Zwitter zwischen Karton und Holztechnik werden und mir ganz bestimmt irre viel Spaß machen! Bin selbst gespannt. In Abständen, die durch genussvolles Basteln bestimmt werden, werde ich Fotos einstellen. Das Ganze wird wohl drei Jahre dauern


























Das habe ich nun schon beschafft:
Die "Literatur"


und das Zubehör...



Dabei auch die schon zusammengesetzten Beibote von Krick - die ich nicht verwenden werde, da sie einfach nicht modellgerecht sind - große Sauerei




ein schreckliches und völlig überteuertes "Schild"



die Gallion hier noch unbemalt


Die Messer



die echten Seile und das Brünierungsmittel


Grätings - leider auch viel zu grob - mache ich nun selbst


selbst geschnitten 3,5 mm breite Decksplanken - teilweise noch nicht beschliffen


leider viel zu grobe Ätzteile - auch nicht verwendbar - aber sauteuer
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fuchsjos

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Dienstag, 29. Januar 2008, 07:58

Servus Lore!

Freue mich, daß es bei dir jetzt losgeht und wünsche dir viel Spaß! Da ich allerdings nur einen einzigen abgeschlossenen Baubericht der Victory von Shipyard kenne (Scorpio - kartonist.de) möchte ich dich bitten, doch einen etwas umfangreicheren Baubericht zu erstellen. Du wirst soviele Dinge ganz anders machen, wie ich - da können wir viel voneinander lernen und die anderen werden auch profitieren. Bei einigen Punkten bin ich schon sehr gespannt, wie du die realisieren wirst - die Helling für den Kiel ist einer davon - der Kiel wird nämlich (laut Shipyard) erst dann montiert, wenn der Rumpf eigentlich schon fertig ist =)
Das mit den Halbrohren würde ich mir auch noch mal gut überlegen - die Lafetten sind durch die Luken zu sehen!
Einige Dinge, wie die Verstärkungen für die Püttingeisen und die Verwendung von Holzleisten an manchen Stellen, würde ich nun auch so machen - aber hinterher ist man immer klüger.
Die Takelgarne sind von Morope, der Modellseilerei, nehme ich mal an - die habe ich auch schon hier liegen - sehen echt großartig aus.
Leider habe ich bis jetzt schon einige Fehler im Baubogen gefunden - also gut aufpassen - die meisten sind jedoch offensichtlich und recht leicht zu enttarnen (falsche oder fehlende Bezeichnungen ...). Sieh dir die Bilder in meinem Baubericht an, da weise ich auf einige Fehler hin.

Den Zeitaufwand für dieses Modell habe ich auch auf etwa drei Jahre ausgelegt.

Liebe Grüsse vom
Josef
Stell' Dir vor da ist ein Forum ... und keiner schreibt was!

Lore

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3

Dienstag, 29. Januar 2008, 09:09

fehlende Infos?

Hallo Leute,

habe beim Lesen der Antworten gemerkt, dass die Anlagen fehlen und einige Links mit Umlauten einfach nicht gezeigtwerden. Gibt es hier einen Trick??

Gruß Lothar

Also - seltsam - beim erneuten Öffnen waren dann die Anlagen da - sogar doppelt.

Dennoch muss ich die Links vermutlich "entdeutschen"

Gruß Lothar

Nun noch einmal editiert!

Bei erneutem Öffnen waren die Anhänge wieder weg?

Ich häng sie einfach nochmal ran - dann lieber eben doppelt.
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modellschiff

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Dienstag, 29. Januar 2008, 10:35

RE: Shipyard HMS Victory Baubogen

Hallo Kartonfreunde,
da kann man nur staunend sagen : Wow!!!

Viel Spass und Geduld beim Bau.


Mit freundlichen Grüßen

modellschiff

Lore

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5

Dienstag, 29. Januar 2008, 20:38

nachgeschobener Eindruck

Nach dem Auspacken und ersten Fotos wollte ich mich über die Baubeschreibung hermachen und merkte schnell, dass es keine gibt.

Offenbar muss es aber eine geben, denn Josef wußte z.B. über vorgegebene Stärken für den Rumpf zu bericht, zu dem es bei mir nicht einmal eine Zeichnung gibt.
Ich hatte 39 Euro für einen Bogen bezahlt. Bei Moduni sollte der gleiche Bogen 69 kosten - vielleicht hat man hier die Beschreibung einfach eingespart.

Zum Glück gibt es ja Josef, der den Weg weisen konnte. Aber die völlig fehlende Beschreibung empfinde ich schon als Makel.

So kann man das Ganze aber auch als Puzle betrachten - das soll ja auch Spaß machen

Gruß
Lothar
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Lore

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Mittwoch, 30. Januar 2008, 12:28

fehlende Baubeschreibung

Hallo Leute,

die Baubeschreibung für den Rumpf fehlte in dem Bogen tatsächlich.
Da ich glücklicherweise ja zwei Baubögen gekauft hatte, kam ich dann bald auf die Idee, in dem zweiten Bogen nachzusehen - da war alles drin.

Wenn also jemand den "verkürzten" Bogen erwischt hätte, hätte er tatsächlich Puzzlen müssen.

Damit kann ich für den Rumpf nun natürlich alle Angaben ersehen - für die Aufbauten hatte ich das ja auch schon gesehen.

Da so ein Bauplan sicher für die Vorstellung des Bogens interessant ist, habe ich ihn mal eingescannt (ist im A2 Format garnicht so einfach) und als Verkleinerung auf A3 beigefügt.

Dank auch an Josef, der mir mit einer Kopie helfen wollte - fand ich super.

Gruß
Lothar

ADMIN: Hallo Lothar, aus Copyrightgründen habe ich die Anhänge entfernt.
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