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Ernst

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Mittwoch, 11. Oktober 2006, 23:54

Seekästen

Hallo Freunde,

da ich nur ein armer Süßwassermatrose bin kann mir einer Erklären.

was sind an den Schiffen eigentlich die Seekästen ?????????????

Viele Grüße
Ernst
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Ully

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Donnerstag, 12. Oktober 2006, 00:04

Seekästen

Seekasten
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Ein Seekasten (auch Sauger genannt) ist ein Kasten, der sich im Unterwasserbereich des Schiffes befindet und durch den Wasser in das Schiff gepumpt wird, das zur Kühlung der Maschinen gebraucht wird. Durch den Seekasten wird das Wasser meist auch wieder herausgepumpt. Es ist ein verstärkter Kasten, der an der Bordwand von innen angeschweißt ist. Diese ist dort offen und wird durch einen grobmaschigen Schmutzfänger geschützt. Die meisten Seekästen sind so groß, dass sie bequem begangen werden können. An dieser Stelle an einem Schiff, sind auch sämtliche Ventile für den Kühlwasseraustausch angebracht. Jeder Maschinenraum eines Schiffes hat mindestens einen Tiefsauger und einen Hochsauger.

Der Hochsauger wird im Hafen und auf Revier benutzt. Damit wird vermieden, dass zu viel Schlamm mit angesaugt wird. Der Tiefsauger wird auf See verwendet, da bei rollendem Schiff der Hochsauger nur Luft saugen könnte.

Steht die Notfeuerlöschpumpe nicht im Bereich des Maschinenraumes, sondern z.B. unter der Back, was mitunter für Löscharbeiten sinnvoller ist, dann befindet sich dort ein weiterer Seekasten.

Schiffe, die voraussichtlich ins Eis fahren, können ihr erwärmtes Seekühlwasser zurück in den Seekasten leiten. Statt es direkt außenbords zu pumpen. Damit verringert sich die Gefahr, dass Eis das Einströmen von Meerwasser blockiert und es zu einem Leistungsabfall der Seekühlwasserpumpen kommt. Die Schiffsmaschinen müssten so gestoppt werden und das Schiff würde manövrierunfähig werden. Für regelmäßig eisgehende Schiffe hat man in den letzten Jahren mehrere hundert Tonnen Wasser fassende "Seekästen" eingebaut. Damit kann dann ohne Gefahr der Pumpenblockade durch Eis gefahren werden. Sollte sich dieses Wasser über ein bestimmtes Mass erwärmen, wird kaltes Seewasser zugesetzt.

In den vergangenen Jahren wurden von Tauchern der Zollfahndung in den Häfen (Ermittlungsgruppe Hafen) Schiffskästen wiederholt als Verstecke für Drogen ausfindig gemacht. Drogenhändler lassen im Abgangshafen die Drogen wasserdicht verpackt in den Seekästen durch Taucher befestigen. Im Hafen des Bestimmungslandes werden die Drogen durch Taucher dann wieder aus dem Schiffskörper geborgen, wenn sie nicht zuvor von der Zollfahndung entdeckt wurden. Meist geschieht dies ohne Wissen der Besatzungsmitglieder.

Von „http://de.wikipedia.org/wiki/Seekasten“

Viele Grüße - Ully
"Fröhlichkeit ist nicht die Flucht vor Traurigkeit, sondern der Sieg über sie."
Gorch Fock

Ernst

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Donnerstag, 12. Oktober 2006, 00:11

Hallo Ully,

vielen Dank für die Auskunft.

?( Bin in dieser Hinsicht eine SEHR FAULE SOCKE zum suchen im I-Net ?(

Nochmals vielen Dank und herzliche Grüße
Ernst
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Donnerstag, 12. Oktober 2006, 03:03

Dazu habe ich auch eine Frage - kann uns jemand mal ausführlich erklären was für Strukturen am Unterwasserrumpf eines Schiffes zu sehen sind - da gibt's Löcher, Rohre, Vorsprünge etc. von denen ich keine Ahnung habe was sie sind oder tun.

Gruß


Oliver
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Donnerstag, 12. Oktober 2006, 07:27

Moin Oliver,
das kann man so pauschal nicht machen. Wie schon geschildert gibt es in der Regel mehrere Seekästen für die Saugleitungen der Pumpen. Bei den meisten Schiffen sind dann noch Schlingerkiele angebracht - an der Kimmung, also dort wo der Schiffsboden in die Bordwand übergeht - die die Bewegungen um die Längsachse dämpfen sollen. Am Schiffsboden sind häufig noch sogenannte Dockkiele vorhanden, auf denen das Schiff im Dock auf den Pallen steht.
Bei großen Kriegsschiffen wie beispielsweise der BISMARCK aber auch den Zerstörern der LÜTJENS-Klasse gab es keine Kühlwasserauslässe oberhalb der Wasserlinie, sondern das Kühlwasser wurde vom Kondensator unter Wasser außenbords gedrückt. Ach ja, LÜTJENS, die hatten nicht nur eine Kühlwasserpumpe, sondern ab ca. 10 Meilen Fahrt drückten die sich das Kühlwasser über einen "Scoop" genannten Kühlwassereinlauf durch die eigene Fahrt in den Kondensator.
Dann sind da noch die quer durch das Schiff verlaufenden Tunnel der Querschubanlagen (Bugstrahlruder).
Du siehst, da gibt es eine ganze Menge. :D Im Zweifel stelle einfach ein Bild ins Forum mit einer gezielten Frage, irgendwer hier wird sicherlich die korrekte Antwort wissen.
Noch eine Anmerkung zu den Seekästen: Auf dem Eisbrecher STETTIN hatten wir eine Seekastenheizung. Da konnten die Kästen mit Dampf frei geblasen werden, wenn sich dort Eis festgesetzt hatte.
Beste Grüße von der Elbe
Fiete

eskatee

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Donnerstag, 12. Oktober 2006, 13:32

Zitat

Original von Fiete
.....Kondensator.....
Fiete


Ahem, Kondensor....
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Friedulin

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Donnerstag, 12. Oktober 2006, 13:39

Hallo eskatee,

Ein Kondensator ist in diesem Fall kein elektronisches Bauteil, sondern ein
Apparat, der den Dampf aus der Turbine zum Kondensieren bringt,
also wieder Wasser daraus macht.

Grüße Friedulin

eskatee

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Donnerstag, 12. Oktober 2006, 13:45

Hoi Friedulin

Deshalb gibt es Kondensors und Kondensators, wenigstens in den Niederlanden bei der Schiffsbau,

groetjes,
Gert
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eskatee

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Donnerstag, 12. Oktober 2006, 13:52

RE: Kondensierender Kondensor

Und aus dem naheliegenden Bereich:

> Warum ist der Wirkungsgrad bei Dampfkraftwerken so niedrig?
> Liegt es an den Waermeverlusten bei der Erzeugung des Dampfes,
> kann die Turbine nicht so richtig umsetzen
> oder hat es andere Gruende?


Das hat physikalische Grnde. Ein Carnot-Prozess (und sowas benutzt
ein Dampfkraftwerk) lebt von der Temperaturdifferenz des Prozesses. Diese
kann nicht beliebig gro sein. Man versucht zwar, die Dampftemperatur
so hoch wie mglich zu machen und den Kondensor so gut wie mglich zu
khlen, trotzdem ist wegen der Festigkeit bezahlbarer Bauteile nicht viel
mehr als runde 500 Grad Differenz zu schaffen. Da ist dann mit Wasser als
Medium runde 60% bestmglicher Wirkungsgrad drin, die unvermeidlichen

Hier zu finden:

http://www.ureader.de/message/1459536.aspx
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eskatee

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Donnerstag, 12. Oktober 2006, 14:02

RE: Kondensierender Kondensor

Und dieser Website ist schoen:

http://www.rai-ming.de/physikshow/dampfmaschine.html

Kondensor: damit kuehlt man Gase(z.B. Wasserdampf) zu Fluessigkeiten.

groetjes,
Gert
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Ernst

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Donnerstag, 12. Oktober 2006, 15:30

Hallo TokRo,

das nennt man in der Physik den 2 Satz zur Energieerhaltung.
Man bekommt nie mals das Raus was man Reinsteckt, ist überall so.

Habe noch eine Frage an dich:

Welche Leistung erbringt eigentlich eine Trambahn und ein Bus der mit Diesel fährt???

Grüße
ernst
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Ernst

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12

Donnerstag, 12. Oktober 2006, 15:41

Hallo Freunde,

da sieht man wieder (obwohl die Wasserlinien-Kartonmodelle sehr schön und Detaliert sind fehlt einfach) alles was bein Vollrumpf-Modell möglich währe ist nicht dabei ist.
Gibt es eine konstrukteur der das mal möglich machen könnte ?

Grüße
Ernst
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Donnerstag, 12. Oktober 2006, 15:56

Ernst - deswegen meine Frage. Wenn glatte rote Rümpfe auch schön sind, der Wirklichkeit entsprechen sie ja nicht ...
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Grautvornix

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Donnerstag, 12. Oktober 2006, 18:50

Moin Moin

Es gibt ja nicht nur Teile die in das Schiff reingehen(Strahlertunnel, Seekaesten usw.) Es gibt ja auch noch die Arminge(Tielgangsmarkierungen) die Opferanoden, die Augen am Heck zur Propeller- und Rudermontage
Seit neuesten gibt es bei einigen Neubauten viel kleine Markierungen unter Wasser die Tauchern die Kontrolle des Schiffen moeglich machen sollen, um sich Kontrolldockungen zu sparen.
Die geben die Position von Spanten, Tankbegrenzungen und Tanknamen und deren Inhalt an.

Gruss
Grautvornix
aktueller Bau "XXX"
-------------------------------------------------
Wieder auf Reede: "USS INDIANAPOLIS"
Auch auf Reede "CTS Hamburg Express" B&V 1972 1:250
Fertig: "BKM 102", "Bruno Illing", "Finkenwerder", "OPDR Lisboa"

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Ernst

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Freitag, 13. Oktober 2006, 05:58

Hallo Freunde,

Am Sonntag ist in Garching TU München (Reaktor, Fusionsversuche, Astronomie verbunden mit den Opseratorium in Chile) Tag der OFFEN TÜR, werde da mal vorbeischauen, den Bildverarbeitungsapperat nehmr ich mit.
Der Grund ist das die U-Bahn ab den 15.10.2006 bis vor die Haustüre des Forschungsinstitut fährt.

@ Oliver,

wenn ich das nächste mal wieder ins Museum komme mache ich Aufnahmen vonm Rumpf eines Hafenschleppers das ist keine perfekte Form wie bei den kartonmodellen sondern Dellen wo die Stahlplatten zusammentreffen ist alles Mit Nieten nichts geschweist.

@ Tokro,

danke für die nachricht per PN, du hast verstanden was ich gemeint habe.

Grüße
Ernst
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bauerm

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Freitag, 13. Oktober 2006, 10:49

Hallo Ernst,

anbei ein Foto aus der amerikanischen Zeitschrift "Ships and the Sea" Vol. 5 No. 2 Seite 19 aus dem Jahre 1955 auf dem einige der Öffnungen im Unterwasserschiff zu sehen sind.
Gruß
Michael
»bauerm« hat folgendes Bild angehängt:
  • Unbenannt-1.jpg
Michael :)

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