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Felix

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Donnerstag, 8. September 2005, 16:10

Schloss Sanssouci Potsdam / Schreiber / 1:300

Nach dem Globe baue ich jetzt schon wieder was für die Schule; diesmal ist es für den Geschichtsunterricht (wir nehmen gerade Friedrich II. durch).

Dem Bogen liegen drei (3) bögen Pappe bei, die, Tabernacki-typisch, alle verbraucht werden. Es ergibt sich also ein stabiles Modell.

Die Schreiber-Beschreibung ;):

Zitat

Schloss und Park Sanssouci gehören zum Unesco-Weltkulturerbe und gelten als Perle des norddeutschen Rokokos. In den Jahren 1745 bis 1748 wurde das Schloss nahe der Stadt Potsdam als Sommerresidenz Friedrichs II. erbaut. Das 18. Jahrhundert war das große Jahrhundert der Residenzen. Mit einem prächtigen Wohnschloss setzte sich der Erbauer nicht nur selbst ein Denkmal, sondern konnte damit repräsentieren und großzügig Hof halten. Sanssouci ist jedoch kein Königsschloss in diesem herkömmlichen Sinn mehr. Tritt noch in Versailles der repräsentative Aspekt deutlich hervor, fällt in Sanssouci dagegen die intime und individuelle Gestaltung auf. Villenartig liegt das Schloss auf einem Hügel, dem sogenannten "wüsten Berg". Die eingeschossige, ca. 152 m lange Anlage steht nicht auf einem Sockel, ist nicht unterkellert und wirkt daher sehr flach und mit dem Gartenbereich eng verbunden. Genau so hatte sich der Bauherr König Friedrich II. seinen Wohnsitz vorgestellt. Die Geschichte von Sanssouci beginnt mit einem Weinberg, den der König genau an dieser Stelle anlegen ließ. Der Südhang des Berges wurde 1744 in sechs gebogene Terrassen unterteilt, die durch abgeschrägte Stützmauern gehalten wurden. Auf den Terrassen ließ Friedrich edle Rebsorten anpflanzen und mit Hilfe von Glasfenstern die Sonnenwärme intesivieren. In der Mitte der Terrassen führt eine steinerne Treppe nach oben auf ein Plateau, das einen herrlichen Weitblick freigeb.

Am Anfang stand also der Weinberg des Königs. Ein Jahr später verfügt er über den Bau eines Lusthauses in Potsdam oberhalb des Weinbergs. Am 3. April 1745 beginnen die Bauarbeiten unter der Bauleitung des Freiherrn Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff. Bereits im Dezember 1746 prangten am Rund des Marmorsaals an der Gartenseite die zwei Worte "Sans souci" - ohne Sorge.

Hier, in seinem Lieblingsschloss, verbrachte der König die Zeit von April bis Oktober. Gleichzeitig hatte er das Potsdamer Stadtschloss ausbauen lassen und nutzte dieses als Winterresidenz. Der Bau von Sanssouci geht weitgehend auf die eigenen Pläne Friedrichs des Großen zurück. Er suchte ein Refugium, in dem er sich den Künsten und der Philosophie widmen konnte. Auch an seine letzte Ruhestätte hatte Friedrich gedacht. Dem Fenster seiner Studierstube gegenüber ließ er für sich eine Gruft errichten. Dort soll er die denkwürdigen Worte gesprochen haben: "Quand je serais là, je serais sans souci."

(Wenn ich da wäre, wäre ich ohne Sorge.)

Zitat

Daher der Name also.

Sanssouci bestand nicht nur aus dem zweiflügligen Hauptbau mit der Lichtkuppel im Mitteltrakt. Unmittelbar dahinter hatte Friedrich eine Kolonnade von 48 Paar gekuppelten korinthischen Säulen bauen lassen, die in zwei Reihen um einen großen Halbkreis standen.

Hervorzuheben sind auch die Skulpturen auf der Gartenseite. 36 Figuren in Überlebensgröße - zwischen den Fenstern je zwei - tragen das Gesims des Schlosses. Die Fassadengestaltung von Sanssouci spiegelt den Übergang vom Barock zum Klassizismus deutlich wieder. Während die Vorderfront zum Garten hin ganz in verspielten Rokoko-Formen gehalten ist, tritt die Rückseitemit ihren Kolonnaden in strenger, klassizistischer Form in Erscheinung.

König Friedrich II. versammelte große europäische Geister um seinen Tisch, darunter Goethe, Voltaire und Bach. Er pflegte die Musik genauso wie hochkarätige Gespräche. Es heißt, er hätte Voltaire einmal folgende Einladung geschickt (Wer Französisch-Kenntnisse hat, kann sie vielleicht entschlüsseln. Auflösung unten.)
[IMG]C:\Dokumente und Einstellungen\Felix\Eigene Dateien\Unbenannt(2).jpg[/IMG]

Die Gesellschaft von Frauen mied der König. Seine eigene Gattin wohnte weit entfernt und sah ihren Gemahl nur selten. Trotz langjähriger Freundschaften wurde der König im Alter ein einsamer Mann. Viele seiner engsten Vertrauten enttäuschten ihn letzlich, sodeass er immer bitterer wurde. Er starb - kinderlos - im Jahr 1786 und hinterließ den Thron und sein Sanssouci seinem Neffen Friedrich Wilhelm II., der wie seine Nachfolger Sanssouci zu einem seiner Wohnsitze machte. Der Wunsch Friedrichs des Großen, neben seinen Hunden in der Gruft auf Sanssouci bestattet zu werden, ging erst 205 Jahre nach seinem Tod in Erfüllung. Am 17. August 1991 überführte man seine sterblichen Überreste von der Stammburg der Hohenzollern bei Hechingen nach Sanssouci und setzte sie dort bei.
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„Einer acht’s,
ein andrer betracht’s,
der dritte verlacht’s,
was macht’s.“

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Felix

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Donnerstag, 8. September 2005, 16:14

Für den Fall, dass das Bild mit der Einladung nicht angezeigt wird, hier nochmal das Ganze:
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  • Rätsel.jpg
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Donnerstag, 8. September 2005, 16:15

Es beginnt, wie es immer beginnt: Mit der vierteiligen Grundplatte. Ging ziemlich auf die Finger, die Papp-Dinger auszuschneiden!
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Donnerstag, 8. September 2005, 16:16

Ein kleines Stück Wand:
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Donnerstag, 8. September 2005, 16:17

Der Raum unter der Kuppel:
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  • Sanssouci 004.jpg
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Donnerstag, 8. September 2005, 16:17

Und zwei kleine runde Räume:
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Donnerstag, 8. September 2005, 16:23

Ach ja, die Auflösung:

Zitat

Die Einladung ist folgendermaßen zu lesen:
Venez sous P à cent sous six oder Venez souper à Sanssouci. (kommen sie nach Sanssouci zum Abendessen.)
Darauf die Antwort: J grand a petit oder J'ai grand appetit (Ich habe großen Appetit)
„Einer acht’s,
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Donnerstag, 8. September 2005, 22:40

Hallo,

war das am Ende eine Frage wenn ja dann wäre in meinen Augen nur die zweite Version richtig. Aber ich habe ja auch erst seit ein paar Monaten Französisch.

Gruß

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Freitag, 9. September 2005, 15:21

Hallo Xenon,

Das war keine Frage, sondern es sind zwei Möglichkeiten das zu lesen. Das vor dem "oder" heißt übersetzt "Venez unter P à hundert unter sechs" bzw. "Großes J kleines a", ist also die Beschreibung der Einladung bzw. der Antwort. Die Übersetzung von dem, was nach dem "oder" steht, steht in Klammern.
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Freitag, 9. September 2005, 16:49

Hi,

manchmalist man auch nur blöd ich kam gar nicht auf die Idee das es die Ausprache sein könnte :-))) Ja klar, wenn ich die Worte rechts auspreche klingt das so wie es links steht.
Das liegt wohl daran, dass wenn ich Lautschrift sehe , dann auch weis , dass es eine ist,aber das man es mit normalen Buchstaben schreibt ist ungwöhnlich aber möglich. Okay ich glaub du verstehst jetzt wohl was ich meine.

Gruß

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Joachim

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Dienstag, 7. März 2006, 12:57

Hallo Leute,

sorry, aber ich muß mal.......ein bisschen klugscheissern: die Antwort von Voltaire lautete G a !
Die Franzosen sprechen das G aus wie "sche" (ganz weiches sch) und das J "schi" und nur das G klingt wie j'ai = ich habe.

Nicht böse sein, sondern lieber etwas ähnliches auf Deutsch raten: ;)

in .....................................nehmer
..................gibt es
lingen............................... viele

oder:

...........................ist
buhler mein .........flüssig

Die Punkte sollen nur die Wörter in Position halten, Leerzeichen und Tabstopps funktionieren nicht, alle Punkte einfach ignorieren!

Ich freue mich auf weitere Fotos von Schloss Sanssouci, bisher gefällt es mir sehr gut!

Übrigens sans souci (ohne Sorge) wurde manchmal vom Alten Fritz auch gleichklingend
cent soucis (hundert Sorgen) genannt.

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Joachim« (22. März 2006, 12:29)


Christian Biskup

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12

Freitag, 31. August 2007, 22:25

Schloss Sanssouci ist einen meiner Lieblingsschlösser. Das Modell habe ich ebenfalls schon gebaut nur ist es schon im Müll gelandet (obwohl es natürlich kein Müll ist) da ich Platz für Neue Modelle brauchte. Hier sind ein paar Fotos von meinem auffentalt im Schloss Sanssouci.
Dein Modell sieht bis jetzt schon sehr gut aus!!Das schwere an dem Modell ist allerdings die Kuppel die ich total vers**** habe. Aber nicht schlecht bisher wie gesagt!
»Christian Biskup« hat folgende Bilder angehängt:
  • PIC02971.jpg
  • PIC02977.jpg
  • PIC02978.jpg

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Christian Biskup« (31. August 2007, 22:28)


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