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Wanni

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Mittwoch, 30. September 2015, 17:32

Rezension des Schreiber Bogens CESSNA 150, 1:24

René Pi hat uns dieses Modell bereits 2006 kurz nach Erscheinen vorgestellt, aber
im Rahmen meines grossen CESSNA 150 Projektes erlaube ich mir, den Schreiber Bogen nochmals zu rezensieren.

Das Modell besteht aus 4 Bögen á 44cm * 62,2cm, gefaltet auf Einzelbögen á 22cm * 31,1cm, entspricht ungefähr Din C 2 bzw. Din C 4 und zwei Bögen 1mm dickem Graukarton.

Das Titelblatt ist einzeln und enthält auf der Rückseite eine Text-Bauanleitung



Bogen 1/1b enthält sowohl eine Skizzenbauanleitung (auch auf der Rückseite von Bogen 1) , 1b enthällt die Spanten-, Rippen- und Gurt- Teile, die mit 1mm Karton zu verstärken sind.



Das Modell mkann wahlweise in zwei Versionen gebaut werden, in rot als Landversion mit festem Fahrwerk, oder in blau als Wasserflugzeug mit Schwimmern.

Bogen 2 enthält die Tragflächen (für beide Versionen) und das Landfahrwerk:



Bogen 3 beinhaltet den Rumpf des Wasserflugzeuges sowie die Schwimmer:



Bogen 4 besteht aus dem Rumpf der Landversion sowie der englichen Text-Bauanleitung:



Hier noch zum Abschluss der Vorstellung die beiden Grau-Kartonbögen:



Konstruiert hat das Modell der im Forum bekannte und beliebte Pawel Mistewicz
< Der Computer sagt: NEIN > 8|

Wanni

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Mittwoch, 30. September 2015, 17:34

Bemerkung

Eine tolle Vorbildauswahl, detailliert umgesetzt, im richtigen Maßstab für dieses Flugzeug (Spannweite des gebauten Modells ca 42cm, Länge ca 28cm).
Die gewählten Lackierungen sind sowohl Vorbildgetreu als auch im excellenten Druck umgesetzt. Einfach nur Wunderschön....

Gar nicht gefällt mir die Wahlmöglichkeit entweder Land- / oder Wasserflugzeug.
Beide Maschinen lassen sich nicht pur aus dem Bogen bauen.
Hierzu fehlen einmal der komplette Bogen 1b (Spanten), sowie die Tragflächenteile und das Höhenleitwerk.
Die Seitenleitwerke sind aufgrund der Bemalung zweimal enthalten.
Somit behält man noch einen kompletten Rumpf und ein Fahrwerk an Teilen übrig, gar nicht so wenig. Es hätte gereicht, wenn man nur die Teile der Schwimmer beigefügt hätte. Oder man legt noch 1 1/2 Bögen mit den kompletten Teilen für ein zweites Modell dazu.

Mir wäre es lieber gewesen, man hätte zwei getrennte Modelle daraus gemacht, die aber dafür mit extra Teilen zur weiteren Verfeinerung (separate Landeklappen, Quer-Seiten- und Höhenruder).

Auch ärgerlich ist es, dass man so ohne weiteres die Türen nicht geöffnet darstellen kann, so wie es auf dem Titelbild dargestellt ist. Da keine extra Tür-Teile vorhanden sind, müsste man diese vorsichtig mit einem Messer ausschneiden.

Gut, man könnte ja die fehlenden Teile aus einem gescannten Bogen nehmen, aber aufgrund der grossen und exotischen Bogenabmessung muss man beim scannen stückeln und die Teile in einer Bildbearbeitung wieder zusammenfügen, bzw. das ganze auf DinA4 Bögen neu gruppieren.

Das Modell ist wegen der Spanten des Rumpfes und der ungewohnten Aufteilung der Rumpfteile nicht einfach zu bauen.
Hier mal als Beispiel meines ersten verhunzten Versuches:




Ich hätte mir statt des Grau-Karton lieber Finnpappe als Beilage gewünscht, damit man die Spanten leichter und exakter erstellen kann.

Stichwort Finnpappe: ein Lasercut-Satz wäre hier sehr vorteilhaft (wie er z.B. bei der Piper Cub vom Pawel Mistewicz erhältlich ist), aber Schreiber Bogen hat diese Technik bis heute noch nicht für sich entdeckt.



Fazit:
Trotz der Kritik, dieses Modell ist sehr-sehr gut, ich bin nur etwas verärgert über die verschenkten Möglichkeiten. Also die Kritik ist nicht, weil das Modell schlecht ist, sondern weil es so gut ist (und ein noch tolleres hätte sein können)

Zwei kleine Fehler noch am Schluss:
Das Modell ist eigentlich eine Cessna 152 und die hintere Sitzbank gehört nicht ins Modell (die 150/152 ist ein Zweisitzer).
< Der Computer sagt: NEIN > 8|