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Grautvornix

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1

Dienstag, 1. Mai 2007, 23:51

Rettungflösse US NAVY WKII

Ich habe da ein Frage zu Rettungsflössen der US NAVY.

Gibt es da wirklich ein Standartmodell. Eckig oder Rund. Bodenrost in längrichtung verlegt oder diagonal.
Hat der Auftriebskörper ein Runden oder eckigen Querschnitt.

Bei meiner Suche nach "dem Rettungfloss" für meine Indianapolis habe immer nur noch mehr varianten gefunden.
Besonders bei Landungsschiffen.

Gruß und Dank im voraus
Grautvornix

PS. USS Indinapolis hatte 1945 runde flösse, runder querschnitt, Bodenrost in längrichtung.
aktueller Bau "XXX"
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Wieder auf Reede: "USS INDIANAPOLIS"
Auch auf Reede "CTS Hamburg Express" B&V 1972 1:250
Fertig: "BKM 102", "Bruno Illing", "Finkenwerder", "OPDR Lisboa"

2

Donnerstag, 3. Mai 2007, 07:29

Moin Grautvornix,
wenn man mal eingehend zeitgenössische Aufnahmen studiert, dann stellt man fest, dass es keine standardisierten Rettungsflöße gab. Man muss wirklich für jedes Schiff schauen, welcher Typ Flöße an Bord gefahren wurden, das kann auch von Jahr zu Jahr variieren.
C'est la vie...
Gruß von der Elbe
Fiete

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3

Donnerstag, 3. Mai 2007, 09:40

Hi Grautvornix.

Habe noch gerade noch einmal recherchiert. So wie ich die Sache sehe, sind zwei Arten von Rettungsflößen an Bord. Einmal wie Du schon sagtest, die runden, die auch im Schlauchquerschnitt rund waren und wo die Kammern mit Luft gefüllt waren und die Flöße, die einen festen Auftriebskörper hatten, waren Rechteckig. Beide Arten hatten ein Geflecht, ich glaube das war aus geteertem Hanf, als Boden. Es gab aber auch feste Flöße, die einen festen Boden hatten.
Ich hoffe, ich konnte Dir damit ein wenig helfen.

Fritz
Es geht noch größer!!! Ich liebe 1:50!!!
USS INDIANAPOLIS; Vorbereitungen für die erste große Ausstellung
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Bernhard

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4

Freitag, 4. Mai 2007, 06:37

Ich habe mir mal die Bilder der Indianapolis zu Gemuete gefuehrt, die in dem Heftchen Warship Pictorial 1 - USS Indianapolis CA-35 (Classic Warship Publishing, Herausgeber Steve Wiper) zusammengestellt sind.

Was die Rettungfloesse angeht:

Auf Fotos mit Datum vor dem Umbau 1942 kann ich ueberhaupt keine Floesse sehen.

1942 kamen dann eine ganze Menge davon an Bord, und zwar von der ovalen Bauart: Oval in der Aufsicht und rund/oval im Querschnitt durch den Auftriebskoerper. Wo erkennbar, waren die Bodenroste aus diagonal gekreuzten Latten(?). Es gab mindestens zwei Groessen; die kleineren Floesse passten genau in die groesseren hinein. Ein Luftbild zeigt, solche Zweierstapel waren an allen Geschuetzturmseitenwaenden befestigt. Auf den Geschuetzturmdecken waren weitere Paerchen gestaut: 3 auf Alpha, ein Paerchen (und ein einzelnes grosses Floss auf Bravo und mindestens eines grosses Einzelfloss auf dem achteren Turm.Es waren also nicht alle Rettungsfloesse paarweise gestaut. An mehreren Orten waren Einzelfloesse, und ein Bild zeigt einen Stapel von 3 grossen mit einem kleinen Floss oben drauf auf dem Achterdeck auf Hoehe der Beibooote.

Auf Fotos von 1943 sind viel weniger Rettungsfloesse zu sehen, obwohl das Schiff angeblich im Kriegseinsatz gezeigt ist.

Bei der Umruestung Dezember 1944, bei der die Indianapolis auch im huebschen Tarnanstrich Measure 32/7D gepoent wurde, kamen wieder eine grosse Anzahl von Rettungsfloessen an Bord. Es treten jetzt die eckigen Floesse auf - gerade Seiten mit leicht gerundeten Ecken in Aufsicht und im Querschnitt des Auftriebskoerpers. Die Latten des Bodenrosts verlaufen nicht diagonal sondern parallel zu den Seiten. Es bleiben aber auch weiterhin die runden Floesse in Gebrauch. Eckige Floesse an Turmseiten, am vorderen Schornstein, zwischen den Hangartoren und auf dem Achterdeck hinter der Wanne fuer die beiden 40mm Vierlingen. Runde Floesse dagegen auf dem Querschott vor dem Katapultturm und auf der Decke von Turm Alpha.

Im July 1945 erfolgte die letzte Umruestung und ein einfacherer Tarnanstrich in Measure 22. Die Rettungsfloesse sind immer noch bunt gemischt. Eckige Form an den Seitenwaenden des vordersten und achteren Turms, unten am vorderen Schornstein und auf dem Achterdeck vor und hinter der 40mm Flak. Runde Floesse (4) auf der Turmdecke von Alpha, an den Seiten von Bravo und zwischen den Hangartoren.

Wenn du Bilder eines bestimmten Bauzustandes brauchst sende mir einfach eine PN.

Bernhard
Ewig währt am längsten.

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Freitag, 4. Mai 2007, 09:06

Es gibt auch noch ein Forum, in dem ich gerne stöbere: NAVSOURCE! Und zwar geht man am besten über GOOGLE rein. Dann auf CRUISER und auf 35 INDIANAOLIS. Und über USS INDINAPOLIS direkt. Bei GOOGLE über Web. und über Bilder. Mehr Information geht nicht, nur geht dabei viel Zeit drauf. Ich habe bestimmt schon 100 Stunden davor zu gebracht.

Fritz
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Grautvornix

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Sonntag, 6. Mai 2007, 19:26

Danke für die Antworten und fürs Stöbern.

Zu den Rettungsmittel habe ich noch eine Frage.

Punkt der Frage, siehe Foto:
http://www.navsource.org/archives/04/035/0403516.jpg

Außen an der Brüstung unterhalb des Feuerleitgerätes ist in den halbrunden Netzen etwas eingelagert.

Was ist das? ?(

gab es sowas wie Rettungsnetze mit Schwimmkörpern?.(Eigenrettung)

Das Netzpaar seitlich vonTurm B ist für mich klar, für die Rettung von Schiffbrüchigen.(andere Schiffe und Flugzeuge, also Fremdrettung)

Gruß und Dank
Grautvornix


PS. weiß ein schlauer Mensch was das verd... Teil 61 bei der Indy von WHV darstellen soll.(Ich schon wieder doof) :rotwerd:
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Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Grautvornix« (6. Mai 2007, 19:33)


Bernhard

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Montag, 7. Mai 2007, 05:45

Jupp - richtig geraten! Unterhalb des Feuerleitgeraets ist ein "floater net basket" zu sehen. Floater nets bestanden aus zylindrischen Korkschwimmern, die zu einer langen Kette verbunden waren - ganz aehnlich den Abgrenzungen zwischen den Bahnen bei Schwimmwettkaempfen. An ihnen sollten sich im Wasser treibende Schiffbruechigen festhalten, damit sie in Gruppen zusammen bleiben koennen, was natuerlich ihr auffinden und die Rettung erleichtert.

Mit dem Dingsbumms auf der Back in Hoehe von Turm B koenntest du auch recht haben. Auf den Fotos, die mir zur Verfuegung stehen, koennte es sich durchaus um ein aufgerolltes oder gefaltetes Kletterrettungsnetz handeln.

Bernhard
Ewig währt am längsten.

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