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Eisenzahn

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1

Mittwoch, 8. Februar 2012, 17:21

Reeling und Niedergänge ohne Ätzteile oder Lasercut

Hallo,

ich baue gerade mein erstes Schiff und da tun sich bei mir Fragen auf.

- Wie baue ich die Niedergänge und die Reeling am besten nach, ohne Ätzteile oder Lasercut zu verbauen? Ich möchte allerdings auch keine Papierwand als Reeling hinbauen. Gibts da einige Tips, wie man das hinbekommt?

- Womit hinterklebt ihr ausgestanzte Bullaugen?

Über Ratschläge und Tips würde ich mich sehr freuen.


Steffen

2

Mittwoch, 8. Februar 2012, 17:25

Hallo Steffen,

es gibt für Relinge die Fadentechnik. Mittels Stecknadeln für die Pfeiler und Faden für die Durchzüge. Abstände weiss ich nicht. Bei Niedergängen würde ich 0,5 mm Karton (z.B. Conrflakesverpackung, Pizzapackung), oder dünnes Papier für die Stufen nehmen. Die Seitenteile könnte man auch daraus machen. Für die Bullaugen musst du auf die wahren Meister warten. Das weiss ich nicht.

Gruss Andy

Eisenzahn

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3

Mittwoch, 8. Februar 2012, 18:34

Guter Tip, mit den Niedergängen. Da werde ich mir in Inkscape was zurechtbasteln. Die Stecknadeln für die Reeling
müssen ja eingefärbt werden. Nimmt man da speziellen Lack oder tut es auch ein weißer Edding?

Steffen

HolSchu

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4

Mittwoch, 8. Februar 2012, 18:35

Moin Steffen,

die ausgestochenen Bullaugen und Fenster hinterklebe ich mit Overhead-Folie oder, wenn die Teile anschließend noch gerundet werden müssen, mit ganz dünner Klarsichtfolie, wie man sie bei Pralinenschachteln (z. B. "Mon Cherie") findet (die meisten hier im Forum nehmen, so viel ich weiß, Antistatik-Folie). Bei den Relings kenne ich mich leider nicht so gut aus, weil ich gerade mein erstes Schiff mit "durchsichtiger" Reling bauen will, aber sicher wirst Du hier noch einige Tipps dazu bekommen.

Gruß
Holger
Holger
Ich schneide, ich falte, ich klebe,
werd's tun, so lange ich lebe!!!
Holger Schulz (1946 - ???)

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Mittwoch, 8. Februar 2012, 18:57

Solange es kein wasserlöslicher Edding ist, müsste es gehen. Am Besten testet du das an einer. Ich arbeite viel mit den Revell Aquacolor Farben. Gibt es bei Conrad z.B. . Ich bin der Meinung auch mal eine Anleitung hier im Forum zum Relingbau gelesen zu haben. Ich weiss aber nicht mehr wo.

Gruss Andy

eskatee

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6

Mittwoch, 8. Februar 2012, 22:37

1. 1,5 meter Faden aus Baumwolle in Relingsfarbe nass machen, kleines Gewicht dran. Tropfen Weissleim zwischen Daumen und Zeigefinger, inschmieren, trocknen (eine Nacht). Hängt man am Küchenschrank zum Trocknen. Endergebnis: Biegsam, aber nicht schlapp.

2. Schablone aus dickem Karton anfertigen, Aussparung in der Mitte, der größer ist als der Reling die man bauen/stricken will.

3. Gewünschte Zahl der Durchzüge um der Schablone wickeln.

4. Pfosten in gewünschte Länge mit Weissleim aufkleben.

5. Nach trocknen ausschneiden. Übriggebliebene Faden kann man wieder als Pfosten benutzen.

groetjes,
Gert
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Muetze_V

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7

Mittwoch, 8. Februar 2012, 23:11

1. 1,5 meter Faden aus Baumwolle in Relingsfarbe nass machen, kleines Gewicht dran. Tropfen Weissleim zwischen Daumen und Zeigefinger, inschmieren, trocknen (eine Nacht). Hängt man am Küchenschrank zum Trocknen. Endergebnis: Biegsam, aber nicht schlapp.

2. Schablone aus dickem Karton anfertigen, Aussparung in der Mitte, der größer ist als der Reling die man bauen/stricken will.

3. Gewünschte Zahl der Durchzüge um der Schablone wickeln.

4. Pfosten in gewünschte Länge mit Weissleim aufkleben.

5. Nach trocknen ausschneiden. Übriggebliebene Faden kann man wieder als Pfosten benutzen.

groetjes,
Gert


Meinst du mit Weissleim einen Holzkaltleim?
Dann ich kann mir das mit der Schablone schlecht vorstellen. kannst du da mal ein bild oder sowas reinstellen?
Da mich das mit der Reling auch interressiert (ich hätte nämlich draht genommen).

Gruß Mütze

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8

Mittwoch, 8. Februar 2012, 23:30

Hallo,

schaut mal hier nach. Da ist eine Bauanleitung:

Fadenreling

Gruss Andy

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9

Donnerstag, 9. Februar 2012, 02:15

Hallo Eisenzahn,

eine gute Anleitung zur Fadenreling kannst Du auch hier bekommen. Ich habe das mal probiert, dann das Heulen bekommen ;( und habe mir dann Lasercutteile beschafft. Wie ich aber so in den Foren sehe, scheint das zu klappen. Ich bin wahrscheinlich dazu zu blöd ?( .......oder hab die falschen Materialien genommen.

Gruß

Günther

Muetze_V

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10

Donnerstag, 9. Februar 2012, 02:36

@nasymon coole sache so ungefähr hab ich mir das vorgestellt. da lag ich ja nich so falsch und vielen Dank für deine Hilfe.

Gruß Mütze

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Eisenzahn

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11

Donnerstag, 9. Februar 2012, 14:22

An dieser Stelle ein großes Danke für die wertvollen Tips! Das bringt mich wirklich nach vorne. Es ist zwar noch ein weiter Weg bis zur Reling aber mir schwirrte das die ganze Zeit schon als Problem im Kopf herum. Und nun gehe ich mal an den Schrank mit dem Naschwerk und halte Ausschau nach geeigneten Folien. ;-)

Grüße

Steffen
(möglichst viel selbst bauen wollend)

Mathias Nöring

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12

Donnerstag, 9. Februar 2012, 18:16

Hallo Steffen,

ich möchte auf folgende Frage von Dir antworten:

- Womit hinterklebt ihr ausgestanzte Bullaugen?


Ich verwende dazu folgende Methode:

Ich scanne das entsprechende Bauteil (anwendbar bei Brückenfenstern o.ä.) ein und drucke das ganze dann auf glänzendem Fotopapier aus.
Dann schneide ich die Fenster aus, und hinterklebe das ganze mit dem etwas grösser ausgeschnittenen Teil aus Fotopapier.

Damit hast Du dir Originaltextur in hochglänzend. Das gibt einen tollen Fenstereffekt,

Bei Bullaugen mache ich mir mit Photoshop eine große Fenstertextur, drucke diese ebenfalls auf Fotopapier aus und stanze dann mit einem Locheisen Scheiben aus diesem Ausdruck (auch wieder etwas größer als das Bullauge).
Diese klebe ich dann hinter die ausgeschnittenen Bullaugen.

Probiere es mal - das sieht echt klasse aus!

CU

Rocky

@panzerchen: Günter hat nicht mit einem Wort "belehrt"! Er hat nur seine Meinung dazu kundgetan - wie man es in einem Forum nun einmal macht!
Allerdings finde ich Deinen Satz "Unterstützt bitte Diejenigen die noch mit eigenem Tun etwas erschaffen wollen, anstelle sie zu belächeln !" schon unverschämt!
Hier belächelt mit Sicherheit keiner jemanden, bloß weil derjenige eine andere Bauart hat!
Ich bitte Dich jetzt wirklich herzlich, deinen rüden Ton ab jetzt bitte zu lassen!
Der Blöde ist immer der Realist...
Aber wer braucht schon Leute, die zusammen Ihren Namen tanzen!

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haduwolff

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13

Donnerstag, 9. Februar 2012, 18:54

Relinge...

Moin zusammen,

wesentlich feiner und ohne das Gefussel von Fäden und dem brachialen Einrammen von Nadeln ins Deck empfehle ich etwas, das jedem alten Plastikanten ein Begriff ist...den über einer Kerze gezogenen Kunststoff-Faden aus einem Rest Giesast.

Nach etwas Übung bringt man da ordentlich lange Fäden zustande. Am Schiff ankleben mit Sekundenkleber, die "Durchzüge" dann mit Aceton oder flüssigem Bastelkleber, mit einer Nadelspitze aufgebracht. Wenn man weissen Giessast nimmt, entfällt das bemalen, bzw. einfach entsprechende Reste nehmen.

Kost nix und sieht gut aus, dauert aber laaaange.

Hab ich mal bei einer 1/350er Scharnhorst gemacht, ebenso die Takelage, sah echt gut aus.

Heute würde ich nur noch Fertigmaterial nehmen, es wird angeboten und macht das Basteln einfacher. Preise? Nun, da muss man halt googeln...aber die maximal 20-25 E sind halt drin. Nur als Schüler damals...gings nicht anders!
Bei der Mühe, die ein gutes Modell kostet, versau ichs mir nicht mit irgendwelchen Provisorien.

Gruß
Hadu
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eskatee

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14

Freitag, 10. Februar 2012, 01:59

...


Meinst du mit Weissleim einen Holzkaltleim?
Dann ich kann mir das mit der Schablone schlecht vorstellen. kannst du da mal ein bild oder sowas reinstellen?
Da mich das mit der Reling auch interressiert (ich hätte nämlich draht genommen).

Gruß Mütze
Weissleim = normale Holzleim

Bild kommt

Draht aus Baumwolle oder ähnliches
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15

Freitag, 10. Februar 2012, 14:54

Hallo hadu,

ich habe nicht davon gesprochen, Stecknadeln brachial in das Deck zu rammen. Es wurde nach einer Anleitung gefragt und den Verweis darauf habe ich eingestellt. Die Nadeln sollte man natürlich kleben. Man kann auch gerne anderen Draht nehmen, wenn welcher zur Verfügung steht.

Gruss Andy

haduwolff

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16

Freitag, 10. Februar 2012, 15:36

Draht

Moin zusammen,

ja klar, Andy, aber es gibt Leute, die sowas bringen. Ich übrigens im zarten Alter von 10 auch mal .....

Ich habe noch eine Bauweise vergessen zu erwähnen.
Eine sehr nette Bastlerin hat das mal vorgemacht, mit Hilfe einer allerfeinsten Düse auf dem Lötbrenner wurde mir ein Stück Reling gefertigt.

Die Messingdrähtchen wurden auf eine hölzerne Schablone gezogen, und dann mit Silberlot und Flußöl gelötet. Höhe der Reling war 4mm mit zwei Durchzügen. WOUW!
Ging ruckzuck und das Ergebnis war einwandfrei!

Der Trick war, links und rechts von der Lötstelle mit einem Metallwürfel die Wärme aufzufangen, damit die schon gelöteten Teile sich nicht wieder lösen.
Aber das wäre heute nichts mehr für meine dicken Fingerchen...

Gruß
Hadu
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17

Freitag, 10. Februar 2012, 18:57

Hallo,

bei den Stecknadeln gibt es verschiedene Stärken. Die "normalen" sind etwas dick. In Herrenhemden gibt es auch Nadeln (9 an der Zahl), die sind dünner. Neulich habe ich mir beim Herrnausstatter einen ganzen Briefumschlag voll geben lassen. Ich brauche die Nadeln aber nich für die Reling, sondern schneide die Reling aus dem Karton. Da weiß ich , dass ich die Reling selber angefertigt habe und habe auch die entsprechenden Stützen und Durchzüge an der vom Konstrukteuer gezeichneten Stelle.

Ich könnte mir zwar LC und Ätzteile leisten. Aber mir gefällt es eben besser, meine Modelle soweit wie möglich ohne Surrogate anzufertigen.

Aber das ist ein Glaubenskrieg der Modellbauer, bei dem es kein richtig oder falsch gibt.


Und wie man an den Beiträgen sieht, gibt es doch noch eine Reihe von Modellbauern, die ernstzunehmende Vorschläge zum Thema machen. Hoffentlich gehen mit dem Einsatz von Fertigprodukten diese Erfahrungen nicht verloren.

Mit freundlichen Grüßen

Ulrich

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »modellschiff« (10. Februar 2012, 19:04)


TorstenW

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18

Freitag, 10. Februar 2012, 20:04

Hallo,

auch ich mische mich mal ein. Die Fadenmethode ist sehr gut. Auf der Messe in Bremen zeigte mir einer wie das geht. Er nutzte Chirurgenseide, aber es sollte die sein, die sich nicht zersetzen tut.
Ganz feine Ergebnisse habe ich mit sogenannten "unsichtbaren Nähgarn" erhalten. Das habe ich mit Sekundenkleber behandelt und dann mit Acryl angestrichen.


Gruß, Torsten
Gruß Torsten, die Landratte :D

Muetze_V

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19

Samstag, 25. Februar 2012, 20:37

So ich habe die Fadenmethode nun das erste mal angewendet bei meiner Titanic 1:400 und finde für meine ersten Versuche sind sie recht gut geworden. )Bilder folgen demnächst in meinem Baubericht)

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