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Geda

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Dienstag, 3. Februar 2009, 18:38

Plastikmodellbau

Guten Abend,

ich möchte hier mal kurz meine ersten und leider negativen Erfahrungen mit dem Plastikmodellbau schildern.

Nun ja, jeder kennt ja die Quengelei vor Weihnachten mit den Geschenkfragen. Ich lies mich auf etwas zum basteln festnageln.

Weihnachten bekam ich die Batavia von Revell, angeblich mit allen Materialen, Farben und Werkzeugen fertig zum Bau ausgestattet.
Leider stimmte das nicht ganz, ich durfte noch ca. 10 Farben und andre Sachen nachbestellen. Dann brauchte ich noch kleine Glasbehälter für die gemischten Farben, Verdünnung etc.

So nun wollte ich langsam mal loslegen, abgewaschen hatte ich die Teile schon vorher. Dann kam das nächste Problem; zusätzlich zu den fertigen Farben mussten noch 4 neu gemischt werden und das teilweise aus 4 verschiedenen.
Nun sage mir mal einer wie ich aus diesen 16ml Döschen 60% 20% und 2 mal 10% zusammen mische. Ich hatte 2 Wegwerfpipetten, die ich
auch nur ein mal benutzen konnte. Wie die Farben mischen?
Auf jeden Fall hatte ich da schon die Nase voll, die Farbe deckte auch nicht richtig auf dem Modell. Dafür klebte sie aber sonst überall.
Zimmer mit Verdünnungsdünsten vergiftet - ich werde wohl den ganzen Abend lüften.

Schade um das Modell, aber mein Ding ist der Plastikmodellbau wohl nicht. Die :(Batavia habe ich erst mal ganz weit weggepackt.
mit freundlichen Grüssen

Gerd

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Dienstag, 3. Februar 2009, 18:47

Hallo Geda,

bei so genauen Angaben sollte das mischen eigentlich kein Problem sein. Sind Deine Pipetten aus Glas, oder Plastik? Auf jeden Fall sollten diese ein mehrmaliges Ausspülen mit Verdünnung überstehen, und die Prozent-Angaben einfach in Tropfen umrechnen (je nach benötigter Menge, z.B. 10 % = 1 Tropfen, 60% demnach 6 Tropfen)

Was sich dafür auch hervorragend bewährt hat, sind kleine Spritzen (5 ml,10 ml) kriegen meine Kids beim Doc immer dutzendweise geschenkt.

Nächster Punkt, hast Du das Modell grundiert? Ich habe in der Vergangenheit (ja, auch ich habe mal Plastik gebaut, so etwa 20 Jahre lang... 8) ) immer die Universal-Grundierung in Sprühdosen aus dem Baumarkt verwendet. Nach dem Trocknen konnte die einwandfrei mit EEnamel-Farben oder Acryl, oder was auch immer überpinselt oder geairbrusht werden.

Wenn du noch Tips brauchst, melde einfach mal per PN.....
Gruß aus Würzburg

Ralf




Lieber eine Stunde vor dem Modell meditiert, als gar nichts getan!!:D

Geda

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Dienstag, 3. Februar 2009, 18:58

Grundiert hab ich nicht, davon stand auch nichts in der Beschreibung. Wie heisst das Zeug aus dem Baumarkt denn, ist die Grundierung weiß ?

Ehrlich gesagt ist mir auch zu viel Dreck dabei und dann die Geruchsbelästigung, Auswascherei mit Verdünnung etc. Mein Arbeitsplatz ist da auch nicht so geeignet. Und dann kann man halt nicht einfach mal so schnell 30 min bauen/pinsel wie beim Kartinbau od. einfach mal schnell unterbrechen. So kann ich eigentlich nach der Arbeit nichts mehr bauen.
Vielleicht hätte ich auch darauf achten sollen keine Farbe mit Lösungsmitteln zu verwenden.
Naja auf jeden Fall wars ne ganz schön Fehlinvestition und die Verschenker sind auch nicht gerade erfreut.
mit freundlichen Grüssen

Gerd

haduwolff

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Dienstag, 3. Februar 2009, 19:03

RE: Plastikmodellbau

Moin zusammen,

...wieder einer, der auf die [gelöscht, Wiesel] von Revell reingefallen ist. Alle diese "Sets" sind völliger Mist.

Dazu ist die "Batavia" ein relativ unbefriedigender Bausatz, der typischerweise an Anfänger verkauft wird, ähnlich wie damals die "Santa Maria" und die "Gorch Fock". Zu klein, zu wenige Einzelteile, schwammige Strukturen.

Grundsätzlich sind alle Plastikmodelle nicht komplett, sondern erfordern eine gewisse Grundausstattung und einiges an Erfahrung, angefangen beim Grundieren, was die Farben halten lässt. Dazu kommt, daß viele Kunststoffe ausgasen, d.h. die Weichmacher im Plastik Öle und Gase ausscheiden, die die Farben wieder abheben. In Spiritus/Alkohol abwaschen und erst mal ne Woche in Ruhe liegenlassen (staubfrei) kann da helfen.

Qualitativ bessere Modelle sindauch aus einem besseren Materiial, komischerweise kann Revell das an sich, die neueren Modelle von denen (Ju 88 in 1/32 oder U-Boot Typ VIIC in 1/72) sind einfach grossartig und stehen den asiatischen Meistermodellen in nichts nach...mpfff..

Revell-Farben halten ohne Grundierung schlecht, das hast Du schon erfahren müssen, dazu

Für ein brauchbares Segelschiff z.B.:
Draht
Tauwerk
Lackfarben und Verdünner
Ölfarben und Verdünner
Plastikkleber, Uhu, Sekundenkleber, Plastikspachtel
Messer, Feilen, Seitenschneider, Schleifschwamm
Klammern, Kreppband

...und viel, viel Recherche, wie es denn WIRKLICH ausgeschaut hat, denn alle diese Segelschiffe sind nur minimal beschrieben.

All diese Anschaffungen lohnen nur, wenn man mehr bauen will, sonst kann man die meisten angebrochenen Farben nach 3-6 Monaten wegwerfen, und das letzendliche Takeln will wirklich gelernt sein.


Sagen wirs so, mach die Batavia, und lege sie unter das Kapitel "Lehrgeld" ab.

Wenn Du das statische Material "Polystyrol" mal gemeistert hast, so mit spachteln, kleben und schleifen, dann gibt es wirklich hervorragende Modelle von Seglern, die allerdings nicht ganz billig sind...

Vielleicht erst mal mit einem einfacheren Modell anfangen....oder Karton nehmen :D

Bei Bedarf kann ich auch gerne helfen.

Gruß

Hadu
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Dienstag, 3. Februar 2009, 19:26

Eieiei...
GRUNDIERUNG ist ein MUSS, egal ob Revell oder ein anderes Plastikmodell. Die stinkenden Nitrofarben halten definitiv nicht vernünftig oder zeigen "gern" auch ein völlig anderes Farbenbild.
2. Punkt - bei Revell enorm wichtig: alle Teile mit Wasser und Spüli abwaschen. Revell - und andere Firmen auch - benutzen ein Trennmittel bei den Spritzformen, die eben die Farben zum Beispiel daran hinden MÜSSEN, festzukleben.
Das MISCHEN der Farben ist was ganz anderes - es erfordert - bei Nitrofarben - diverse Pipetten und Gefühl. Aus genau diesem Grund bin ich schon LANGE dazu übergegangen, die Acryl-Farben von Tamiya z.B. zu benutzen. Grössere Töpfchen und im Enteffekt billiger als die Revellfarben. Zudem mischbar mit Wasser und stinken absolut nicht. Ab und an lackiere ich sogar im Wohnzimmer...

Ein generelles "Draufschlagen" auf Revell lehne ich ab. Im Moment baue ich das S100 von Revell. Der Bausatz hat teilweise sehr feine Teile und passt ohne Nacharbeit. Die Batavia - sorry - ist älter, die Formen werden schon etwas hinter sich haben. Daher auch die schwammigen Strukturen - die Formen sind einfach nicht mehr scharf. Ein SEGELSCHIFF ist - egal von welchem Hersteller, in Karton wird es nicht anders sein - für den erfahrenen Modellbauer, der schon einiges "hinter sich hat" - damit meine ich hinter sich in der Vitrine stehen haben.
Zur Revell noch einmal: überlegt bitte einmal den PREIS des Modells! Auch Hasegawa usw. liefern "Gurken". Bloss - hier geht wirklich Geld kaputt bei einem Fehlkauf.
Hier steht ja - reingemogelt - bereits meine BR52 in 1/35 von Trumpeter. Vom Geld für DIESEN Bausatz, hätte ich eine ganze Batterie von Revell-Bausätzen kaufen können. Mein Bau des S100 dürfte für die Meisten hier unbekannt sein, daher mal schnell ein Bild davon... Die gelben Rettungsinseln liegen nur für das Bild "da rum", die haben inzwischen eine Persenning.
Aber achtet mal auf die Flak oder die 3,8er... Der Vergleich mit den "üblichen verdächtigen Büchern" gabe keine gravierende Unterschiede.
Auch bei mir das Angebot - bei Fragen einfach eine PN - gebe der Batavia eine Chance, ich habe sie auch mal gebaut, inzwischen aber verschenkt aus Platzgründen.
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Geda

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Dienstag, 3. Februar 2009, 19:50

Danke, für den Zuspruch.
Die Batavia werde ich schon mal weiterbauen, aber nicht die nächsten Wochen. Da erhol ich mich aber erst mal von der Pleite ;).

2 Fragen noch mal

1. Mit Spüli abgewaschen hatte ich die Teile schon. Mit was und wie genau kann ich grundieren.

2. Glaspipetten; wo gekomme ich die? Meist gibts ja nur die Wegwerfdinger. Oder Verdünnung, da herrscht ja ein ganz schöner verbrauch, wenn ich jedes mal die Pipetten abwaschen muss.

P.S.
Mit solchen Mogelpackungen tun sich die Hersteller dann aber auch keinen Gefallen. Schnell Geld gemacht aber dafür zukünftige Kunden verschreckt.
mit freundlichen Grüssen

Gerd

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René Pinos

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Dienstag, 3. Februar 2009, 19:54

Entschuldigung aber ich habe das Thema verschoben. Hat mit "kontrovers diskutiert" nichts zu tun und passt besser unter "Originale und andere Modellbauformen".

René
Jede Entscheidung ist der Tod für Milliarden von Möglichkeiten.

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Dienstag, 3. Februar 2009, 19:55

Deswegen mein Rat mit Acryl-Farben.. aber jetzt hast Du die Farben ja schon mal da...

Grundieren: zum meiner "Schande" gestehe ich hiermit, eine einfache Dose Acryl-Dekolack zu benutzen, je nach gewünschter Farbe die Grundierungsfarbe, meistens nehme ich jedoch WEISS. Es geht ja nur schlicht und ergreifend darum, der aufzutragenden Farbe einen Haftgrund zu bieten. Mit der Sprühdose die Teile kurz und schmerzlos übernebelt, sodaß das Teil weiß ist, reicht meistens völlig aus. Kleiner Tip am Rande: wenn das Teil noch im Spritzling ist, erleichtert es das Handling ungemein...

Apropos Farbe: WIE willst Du das Modell lackieren? Mit einem Pinsel?

Kein Problem Rene, ist ja richtig.

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Geda

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Dienstag, 3. Februar 2009, 20:23

René, danke fürs verschieben.

Die gekauft Revell-(Nitro)-Farbe möchte ich jetzt schon nutzen. Die würde sich ja wohl mit der Acrylgrundierung beißen?
Gibts da vom Hersteller spezielle Grundierungen?

Ich möchte das Modell mit dem Pinsel bemalen.
mit freundlichen Grüssen

Gerd

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Dienstag, 3. Februar 2009, 20:51

Nein - also bei mir hat die Revell-Farbe (benutze ich ab und an die Restbestände bei der Figurenbemalung) noch nie mit der Grundierung reagiert - wenn sie halt gut durchgetrocknet ist. Eine spezielle Grundierungsfarbe der Modellbaufirmen... sicher, gibt es, für teuer Geld und die macht auch nichts anderes als die Sprühdose.
Mit dem Pinsel grosse Teile? Bitte!!! übe das vorher, bevor die Farbe "streifig" wird und Du enttäuscht bist...
Zum Beweis - Verträglichkeit Plastik - Acryl - Revellfarbe:
Übrigens AUCH ein Revell-Modell...
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Dienstag, 3. Februar 2009, 23:31

...dreinschlagen...

Moin zusammen,

...zum Einen möchte ich mich für den drastischen Meckerer wegen der "Sets" entschuldigen, -wurde zu recht gelöscht. Meiner negativen Meinung der Sets wegen tut das keinen Abbruch.

....zum anderen ist mein Posting keine generelle Revell-Schelte, auch das von mir gezeigte Clipperschiff "Cutty Sark" ist von Revell, ein uralter Bausatz, aber dennoch einfach herrlich, und es gibt noch mehr, viel mehr von Revell, das einfach toll ist (siehe S-100 z.B.).

Ohne die alten Revell-Bausätz, und dazu Airfix, Faller und Co keine durchgebastelte Kindheit und Jugend...schwärmseufz!

Euer
Hadu
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Mittwoch, 4. Februar 2009, 08:28

Zitat

Original von Frank Kelle
Eieiei...
GRUNDIERUNG ist ein MUSS, egal ob Revell oder ein anderes Plastikmodell.


Na, das kann ich aber so nicht stehen lassen.

Seit 30 Jahren Plastikmodellbauer maße ich mir an, dass sagen zu können. Grundierung verwende ich nur bei Modellen mit vielen verschiedenen Materialien (Polystyrol + Resin + Fotoätzteile, z.B.) um eine einheitliche Untergrundfarbe für den Anstrich zu bekommen.

Ansonsten wird diese eigentlich nicht verwendet, auch die Teile waschen mache ich normalerweise nicht, ist seltenst nötig. Die Lackeirungen funktionieren mit Enamelfarben ebensogut wie mit wasser- oder alkoholverdünnbaren Acrylfarben - man darf nur nicht versuchen, direkt die erste Farbschicht deckend zu bekommen!

2-3 Schichten sind normal, mit ausreichend Trocknungszeit dazwischen - mindesten 24 Stunden, besser 48 oder sogar 72.

Für mehr Tipps etc. bezüglich Plastikmodellbau empfehle ich z.B. einen Besuch des "Modellboards":
http://www.modellboard.net
Gruß aus MG und "In glue we trust"
Marco ("The Baseman")

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Jan Hascher

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Mittwoch, 4. Februar 2009, 08:52

Danke Marco. Dem Wechsel auf ein Plastikmodeller-Portal würde ich beipflichten.
Jeder, der einen Post mit "Ich habe zwar keine Ahnung, aber..." beginnt, möge bitte den Absenden-Button ignorieren.

Waeschens

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14

Donnerstag, 5. Februar 2009, 12:16

Zitat

Original von Marco Scheloske

Zitat

Original von Frank Kelle
Eieiei...
GRUNDIERUNG ist ein MUSS, egal ob Revell oder ein anderes Plastikmodell.


Na, das kann ich aber so nicht stehen lassen.

Seit 30 Jahren Plastikmodellbauer maße ich mir an, dass sagen zu können. Grundierung verwende ich nur bei Modellen mit vielen verschiedenen Materialien (Polystyrol + Resin + Fotoätzteile, z.B.) um eine einheitliche Untergrundfarbe für den Anstrich zu bekommen.

Ansonsten wird diese eigentlich nicht verwendet, auch die Teile waschen mache ich normalerweise nicht, ist seltenst nötig. Die Lackeirungen funktionieren mit Enamelfarben ebensogut wie mit wasser- oder alkoholverdünnbaren Acrylfarben - man darf nur nicht versuchen, direkt die erste Farbschicht deckend zu bekommen!

2-3 Schichten sind normal, mit ausreichend Trocknungszeit dazwischen - mindesten 24 Stunden, besser 48 oder sogar 72.

Für mehr Tipps etc. bezüglich Plastikmodellbau empfehle ich z.B. einen Besuch des "Modellboards":
http://www.modellboard.net



Hallo Marco,
bin auch seit über 30 Jahren Platikmodellbauer und kann deiner Aussage 1000% zustimmen. Grundierung nur bei Resin und Ätzteilen. Sonst nie. Warum?

Gruß

Michael
SPACE MODELERS - AD ASTRA PER FORMAE

Ein kleiner Schnitt für mich, ein weiterer Baubericht für die Menschheit


Crawler 69/499

Projekt: "Size Matters" :?:

Die Bahn hat 5 Probleme: Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Und dann diese verdammten Fahrgäste....

Das einzigste was bei der Bahn planmässig funktioniert ist die Fahrpreiserhöhung.

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Donnerstag, 5. Februar 2009, 16:52

Zitat

Original von Schrat
Moin,

wenn jemand mit der gleichen Erwartungshaltung und Ungeduld an einen Kartonbausatz herangegangen wäre, welche Meinung würde dann jetzt hier über Kartonmodellbau zu lesen sein?

schöne Grüße


Schrat


Hier nur mal die Verkaufsbeschreibung

Modellbausatz mit Kleber Farbe Pinzette Pinsel usw.,
sehr gut als Geschenkset geeignet


Meine Erwartungshaltung war vor allem da das die Ausstattung halbwegs komplett ist!
Aber nein... 10 Farben u. Verdünnung nachgekauft. Dann noch kleine Glastöpfchen organisiert. Anschliessend die Teile abgewaschen.
Farbe versucht zu mischen, dazu hatte ich nur 2 Wegwerfpipetten.
Dann erfahre ich hier das erst grundiert werden muss. In der Beschreibung steht davon nichts.

Das nur mal kurz zu Erwartungen und Ungeduld.
mit freundlichen Grüssen

Gerd

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Donnerstag, 5. Februar 2009, 17:17

Zitat

Original von GedaMeine Erwartungshaltung war vor allem da das die Ausstattung halbwegs komplett ist!
Aber nein... 10 Farben u. Verdünnung nachgekauft. Dann noch kleine Glastöpfchen organisiert. Anschliessend die Teile abgewaschen.
Farbe versucht zu mischen, dazu hatte ich nur 2 Wegwerfpipetten.
Dann erfahre ich hier das erst grundiert werden muss. In der Beschreibung steht davon nichts.

Das nur mal kurz zu Erwartungen und Ungeduld.


- Mit den gelieferten Farben bekommt man eine einfache Bemalung in den Grundönen hin. Je mehr Anspruch man an Realismus hat, desto komplexer wird`s natürlich. Revell-Enamelfarben kann man normalerweise auch verarbeiten, ohne sie zu verdünnen. Das solch ein Set für Einsteiger zum "testen" gedacht ist sollte doch klar sein - "Dauerbastler" haben das ganze Werkzeug und die Farben ihrer Wahl (eine Wissenschaft für sich) sicherlich schon zur Hand, da ist das nur unnützer Ballast.

- Mischen kann man sehr gut in leeren Toffifee-Tiefziehtteilen. Mit Haushaltsfolie abgedeckt trocknet die Farbe dort auch nicht drin ein!

- Zum Mischen kann man auch Schaschlikstäbchen / Zahnstocher nehmen: In Farbe tunken und diese dann in den Mischbehälter tropfen lassen, überschüssige Farbe zurück in die Farbdose

- Es muss NICHT grundiert werden - siehe dazu mein Posting weiter oben. Das ist Unsinn.

"Ungeduld" würde ich vor allem in Bezug auf Deine Aussage bezüglich klebriger Farben beziehen. Die Trocknung dauert halt, und man muss mehrere, dünne Lagen lackieren anstatt einer dicken, deckenden - welche dann kaum trocknen kann.

Ich kann mich nur wiederholen: Wenn Du Interesse am Plastikmodellbau hast schaue dich im Modellboard oder ähnlichen Seiten um und lese Dich dort in`s Thema ein.
Gruß aus MG und "In glue we trust"
Marco ("The Baseman")


querry

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Donnerstag, 5. Februar 2009, 19:13

na, na

nun hackt mal nicht so auf den Plastikbausatzherstellern rum. Das man diese Bausätze lakieren mußist bekannt, genauso das man die Kanten von Papierbausätzen colorieren muß, nur sagt hier keiner einem die Farbzusammensetzung. Ein bischen Menschenverstand, Selbstvertauen und Allgemeinwissen helfen in beiden Fällen weiter.
Was mich an den Plastikbausätzen stört ist, das sie nach einiger Zeit einfach wieder audseinanderfallen, weil der Kleber eben nur ein Kleber und kein Schweiser ist.
Holz und damit Papier läst sich im Notfall mit Knochenleim dauerhaft kleben, Kunststoffe müssen wie auch immer verschweist werden.
einen fröhlichen Tag und Frieden in der Welt

querry

18

Donnerstag, 5. Februar 2009, 20:00

Auch wenn hier gewisse Grundlagen für Ätzteile zu finden sein mögen, nochmals der freundliche Verweis auf Plastikmodell-Foren.

Old Rutz
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Freitag, 6. Februar 2009, 07:39

RE: na, na

Zitat

Original von querryWas mich an den Plastikbausätzen stört ist, das sie nach einiger Zeit einfach wieder audseinanderfallen, weil der Kleber eben nur ein Kleber und kein Schweiser ist.
Holz und damit Papier läst sich im Notfall mit Knochenleim dauerhaft kleben, Kunststoffe müssen wie auch immer verschweist werden.


Äh - welchen Klebstoff verwendest Du denn? ?(

Alle Klebstoffe, die für Polystyrol gedacht sind (Revell Contacta, Vollmer Superzement, Kibri, Tenax 7R, Amro pro weld etc.) verschweißen dieses Material - da fällt nix auseinander. Bei einer sauberen Verklebung bricht so ein Teil eher an einer anderen Stelle durch, als das jemals die Klebenaht auseinander geht.
Gruß aus MG und "In glue we trust"
Marco ("The Baseman")

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Freitag, 6. Februar 2009, 09:00

Wobei man das leider etwas differenzieren muss...
Nicht jeder Kleber klebt alles... Beispiel die 52er von Trumpeter: da war mit dem Kleber von Revell nichts zu machen - die ist komplett mit Vollmer Kleber entstanden.
Man MUSS dabei bedenken, welcher Kunststoff verwendet wird - da gibt es GROSSE Unterschiede

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Freitag, 6. Februar 2009, 09:16

Zitat

Original von Frank Kelle
Wobei man das leider etwas differenzieren muss...
Nicht jeder Kleber klebt alles... Beispiel die 52er von Trumpeter: da war mit dem Kleber von Revell nichts zu machen - die ist komplett mit Vollmer Kleber entstanden.
Man MUSS dabei bedenken, welcher Kunststoff verwendet wird - da gibt es GROSSE Unterschiede


Deshalb ja "Kleber für Polystyrol" - daraus sind Plastikmodelle üblicherweise gemacht. Es mag Ausnahmen geben, und natürlich verhalten sich die Kleber unterschiedlich (wie im Kartonbau auch, jeder Kleber hat seine speziellen Eigenschaften, jeder Bastler hat so seine Vorlieben). Das Alter des Klebers spielt auch eine Rolle, mit der Zeit dicken die immer mehr ein und kleben bzw. verschweißen schlechter - der Inhaltsstoff, der für das "verschweißen" zuständig ist (Dichlormethan, auch Methylenchlorif genannt) ist nämlich extrem flüchtig!

Die Kleber von Kibri, Tenax und Ambroid zum Beispiel sind, im Gegensatz zu Revell und Vollmer, dafür gedacht, auf die Naht der zusammengehaltenen Teile aufgebracht zu werden. Dünnflüssig wie Wasser (oder eher sogar noch flüssiger) ziehen sie sich durch Kapillarwirkung in den Spalt und verschweißen diesen. Der überschüssige Klebstoff an der Oberfläche verdunstet sofort und nahezu ohne Rückstände. Die Trocknungszeit dieser Kleber bis zur vollständigen Aushärtung liegt bei 10 - 30 Sekunden!

Allerdings sind diese Sorten auch nicht gerade sehr gesund für die Atemwege, das Erbgut und den Körper an sich (siehe auch hier: Dichlormethan), daher sind die Kleber von Revell und Vollmer in dieser Hinsicht abgeschwächt. Etwas besser für die Gesundheit, etwas schlechter für den Verwendungszweck. Und wenn diese Kleber altern funktionieren sie eben immer schlechter, da immer weniger tatsächlicher "Verschweißstoff" im Verdickungsmittel ist.

Bei Kibri, Tenax und Ambroid passiert das nicht, nur wenn man die offen stehen läßt ist die Flasche plötzlich leer, und man fragt sich, warum... es ist einfach verdunstet!

Daher kann ich nur nochmal sagen: Nicht schimpfen, bloss weil man sich mit der Materie nicht auskennt. Auch für Plastikmodellbau braucht man entsprechende Erfahrung, wer meint, vom 1. Modell an alles zu wissen und richtig zu machen wird enttäuscht werden, wie hier geschehen. Beim Kartonbau ist`s aber nicht anders...
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René Pinos

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Freitag, 6. Februar 2009, 09:27

Zitat

Original von rutzes
Auch wenn hier gewisse Grundlagen für Ätzteile zu finden sein mögen, nochmals der freundliche Verweis auf Plastikmodell-Foren.

Old Rutz


Hallo, haben Euch die Plastikkleberdämpfe etwas vernebelt? Bitte diskutiert das Thema in einem der vielen Plastikmodell-Foren.

Meine bescheidene Meinung, mich interessiert das Thema nicht.

René
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Freitag, 6. Februar 2009, 09:32

Zitat

Original von René PinosBitte diskutiert das Thema in einem der vielen Plastikmodell-Foren.


Meine Rede... war schon mein Vorschlag weiiiiiiiiit vorne in diesem Thread. :prost:
Gruß aus MG und "In glue we trust"
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zec

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Freitag, 6. Februar 2009, 10:21

In der Beschreibung dieses Unterforums heißt es: "Originale und andere Modellbauformen. Hier alles rein was nicht aus Karton ist"

Meiner Meinung nach ist diese Diskussion hier an der richtigen Stelle. Dass man aber in einem Plastikmodellbau-Forum mehr Input zu dieser Materie bekommt, sollte auch klar sein.
Nur vielleicht will sich der Threadersteller nicht in einem weiteren Forum anmelden?
LG
Michael

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Jan Hascher

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Freitag, 6. Februar 2009, 10:43

Hallo Michael,
dieses Unterforum ist ursprünglich mal eingeführt worden, damit die Kartonbauer auch mal ihre anderen Modelle zeigen können. Aber ausführliche Diskussionen zum Thema gehören einfach woanders hin.

Gruß
Jan
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Geda

Fortgeschrittener

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Registrierungsdatum: 22. November 2008

Beruf: Vermessungsingenieur

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26

Freitag, 6. Februar 2009, 12:15

Danke noch mal für die Antworten. In dem anderen Forum bin ich schon am stöbern.
Aber bevor ich mich wieder an die Batavia wage baue ich erst noch die Bismark in Karton :D.
Oder ich besorge mir erst mal ein einfacheres Plastikmodell.

Ein Moderator könnte das Thema dann bitte schliessen.
mit freundlichen Grüssen

Gerd

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