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Mittwoch, 26. April 2017, 18:29

Papiermodellbau in Thailand

Spannend, welche Themen manchmal „in der Luft liegen“.
Denn nach sechs Jahren beruflicher Tätigkeit in Thailand, die im Juni mit der Rückkehr nach Deutschland endet, wollte ich einige Papiermodelle aus Thailand vorstellen. Und sehe zu meiner Freude, dass auch schon jemand anderes gleichfalls Thai-Modelle in Bremerhaven vorstellt.

Beginnen möchte ich mit zwei schönen, lasergeschnittenen Faltkarten, die zwei der königlichen Barken darstellen, die alle paar Jahre bei zeremoniellen Formationsfahrten auf dem Chao Praya-Fluß in Bangkok zu sehen sind. (In der Zeit dazwischen liegen sie aufgebockt in einer Museumshalle am Chao Praya gegenüber dem alten Königspalast).
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Albrecht Pirling

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Mittwoch, 26. April 2017, 18:41

Modelle aus Thailand

Hallo Theo, das ist ja sehr interessant, was Du uns da aus Thailand mitgebracht hast..Es ist doch sehr gut, auch etwas von der Schiffsbauklunst und natürlich dem Kartonbau aus dem fernen Osten zu erfahren.

Herzliche Grüße von Albrecht

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Donnerstag, 27. April 2017, 15:53

Hallo Albrecht,

danke für das Interesse über den europäischen Tellerrand hinaus.
Ich selber war auch ziemlich erstaunt, was es hier in den vergangenen Jahren so alles zu entdecken gab.

Eines der Königsbarken-Faltmodelle habe ich von der Karte gelöst und in einen Schutzkasten aus lackierter Graupappe eingebaut.
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Freitag, 28. April 2017, 11:47

Es gibt auch Holz- und Metallmodelle einzelner Königsbarken, die man (wenn sie gut verarbeitet sind) für EUR 400,- bis 500,- kaufen kann.

Die letzte Schiffsparade der königlichen Barken in Bangkok fand im November 2012 statt. Die Fotos stammen von einer der Probefahrten zu dieser Parade, bei der mit großer Akribie das Formationsfahrten der beteiligten Barken geübt wurde.
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Montag, 1. Mai 2017, 06:26

Die nächsten Modelle verlangen schon etwas mehr Arbeitseinsatz. Es sind vorgestanzte Bögen im Groß- Postkartenformat, die ausgedrückt und zusammengesetzt werden müssen (dank zahlreicher Durchstecklaschen soll das Ganze sogar ohne Klebstoff halten).

Die Baumotive stammen aus dem indischen Ramayana-Epos („Der Lebensgang des Prinzen Rama“), das in Thailand als „Ramakien“ hoch populär ist. Es wird in berühmten Theatern genauso gespielt wie bei Schulaufführungen und Touristenunterhaltungsprogrammen.
Dabei kann es als „Khon“ – Masken- und Kostümtheater getanzt, aber auch als Puppentheater mit Stabpuppen aufgeführt werden. In Museen finden sich zudem noch Ramakien-Puppen mit Fadenmechanik; diese Aufführungstechnik scheint aber mittlerweile ausgestorben zu sein.
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Albrecht Pirling

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Montag, 1. Mai 2017, 19:20

Figuren aus Tha

Hallo Theo,

wunderbar, diese Figuren. Gerne würde ich sie mal noch größer und aus Karton zusammengesetzt sehen.

Herzliche Grüße, Albrecht

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Dienstag, 2. Mai 2017, 07:23

Hallo Albrecht,
genau das hatte ich als Nächstes vor: den Zusammenbau von drei Maskenmodellen zu zeigen.

Doch vorher möchte ich noch - als Motivation zum Basteln - eine Kurzversion des Ramayana / Ramakien-Epos erzählen, in dem diese Maskenfiguren auftreten (wobei man sich das Ganze als eine Mischung aus „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“, Troja, James Bond, Nibelungen, Harry Potter und Krieg der Sterne vorstellen darf).

Prolog: im Himmel hängt der Haussegen schief – die Götter und der Himmelsdämon Nontok piesacken sich gegenseitig (wer angefangen hat, ist nicht mehr festzustellen). Göttervater Indra (Phra Isuan) beschließt, das Ganze müsse auf der Erde ausgefochten werden. Dazu schickt der Gott Vishnu (Narai) seinen Avatar Rama (Phra Ram), und als Verstärkung gleich noch seinen Halbbruder Laksman (Phra Lak). Dazu kommt Nang Sita als Avatar der Göttin Laksmi (Ehefrau von Vishnu), und schließlich noch Dämonenkönig Ravana (Thosakan) als Avatar des Himmeldämons Nontok.

1. Akt: Rama und Laksman wachsen als Prinzen auf, und finden auch schließlich Sita. Aber dann kann Rama wegen einer Hofintrige nicht die Herrschaft über die Königsstadt Ayodja antreten.

2. Akt: Vertrieben vom Hof, leben Rama, Laksman und Sita in den Wäldern. Der fiese Dämonenkönig Thotsakan nützt die Chance und entführt Sita („Troja“ lässt grüßen!)

„Sie wollen wissen, wie es weitergeht? Bleiben Sie dran! Morgen gibt es mehr, am selben Ort, zur selben Zeit!"
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Dienstag, 2. Mai 2017, 09:06

Hallo,
erstmal ein gutes Eingewöhnen in der alten Heimat. Und dann ein Dankeschön für die Erweiterung des Kartonhorizontes. Man sieht, auch anderswo arbeitet man mit Erfolg mit den Material Papier/Karton.
Ulrich

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Mittwoch, 3. Mai 2017, 06:01

Hallo Ulrich,
noch bin ich im Thailand, die Rückkehr nach Deutschland steht für Mitte Juni an.
Aber es stimmt schon: der Prozeß des Umziehens und Wieder-Eingewöhnens hat schon begonnen.
Wahrscheinlich ist auch mein Bericht über den Modellbau in Thailand ein Art Abschiednehmen.

Aber nun, wie angekündigt, die Fortsetzung des Ramayana / Ramakien - Epos:

3. Akt: Um Sita zurückzuholen, braucht es einen Spezialagenten mit allerlei Zauberfähigkeiten (und dass dieser nebenbei noch ein großer Frauenverführer ist, scheint irgendwie unvermeidlich). Die Rede ist übrigens nicht von James Bond, sondern vom Affenkönig Hanuman.

4. Akt: Es entbrennt eine Folge von eskalierenden Schlachten zwischen den Affenheeren des Hanuman und den Dämonenheeren des Totsakan. Obwohl Hanuman immer wieder trickreich hinter den Fronten agiert, kommt es zu keiner wirklichen Entscheidung.

5. Akt: Endlich naht der Showdown, der letzte Zweikampf zwischen Prinz Rama und dem Dämonenkönig Thotsakan. Letzterer ist allerdings unsterblich, da er sein Herz an einem besonders geschützten Ort gesondert aufbewahrt (Harry Potter Fans werden sich erinnern, dass der böse Voldemort denselben Trick anwandte). Doch Hanuman gelingt es, das Herz des Thotsakan aufzuspüren und zu zerstören. Woraufhin auch Thotsakan`s Schicksal im Zweikampf mit Prinz Rama besiegelt ist.

6. Akt: Prinz Rama und Nang Sita kehren wieder vereint nach Ayodja zurück. Aber kein Heldenepos ohne Tragödie. Denn da der fiese Thotsakan ja seine Finger an Nang Sita hatte, steht plötzlich ihre eheliche Treue in Frage. Das indische Ramayana macht an dieser Stelle kurzen Prozeß: Sita wird verbrannt. Das thailändische Ramakien bemüht sich dagegen (typisch thai) um ein Happy-End: Sita überlebt die Feuerprobe, weil sie ja rein und treu geblieben ist.

Epilog: Nach dem Spiel ist vor dem Spiel, nicht nur beim Fußball, sondern auch bei jeder echten Soap Opera. Und so verstößt König Rama, nach einiger Zeit wieder von alten Eifersuchtsfantasien gepeinigt, seine geliebte Sita, samt ihren gerade geborenen Söhnen vom Hof. Doch die beiden Söhne wachsen heran, und verstehen bald, was sie da für einen Vater haben … aber das ist dann eine neue Geschichte.
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Samstag, 6. Mai 2017, 16:45

Und nun also endlich die Bauberichte von drei Maskenmodellen.

Ich beginne mit der Maske des Affenkönigs Hanuman (der Frauenverführer mit den Zauberkräften):
Die Bauteile sind im Modellbogen bereits ausgestanzt und müssen nur herausgedrückt werden. Sogar ein Gitarren-Plektrum-ähnliches Werkzeug zum Ausdrücken findet sich auf dem Modellbogen. Auch wenn die mitgelieferte Bauanleitung nicht wirklich hilfreich ist, sind die Bauteile überschaubar.
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Sonntag, 7. Mai 2017, 17:12

Der Zusammenbau ist ein Fest für die Freunde der Durchstecklaschen – 18 Stück davon habe ich bei dem kleinen Modell gezählt. Was die Verwendung dieser Laschen aber dann kompliziert macht, ist die Tatsache, dass sie nicht auf flachen Flächen durchgesteckt werden, sondern in einem mehrfach verwinkelten Modellkorpus. Dazu kommt, dass die Laschen nicht trapezförmig geformt sind, sondern sechseckig, also mit „Widerhaken“. Das soll offenbar ermöglichen, dass das Modell auch ohne Klebstoff zusammengebaut werden kann, macht aber ein mehrfaches Probestecken und Wieder-Auseinandernehmen schwierig (die „Widerhaken“ leisten dann schon einen gewissen Widerstand). Ich habe dann auf jede der Klebelaschen einen Tropfen Klebstoff getupft, und unmittelbar vor dem Einstecken noch einmal den Einsteckschlitz mit einer Messerspitze geweitet (um ein Verkanten der Klebelasche zu verhindern).

Zu dem eigentlich Maskenmodell wird dann noch ein viereckiger Ständer in dunkelbrauner Holztextur geliefert – hier sind 8 weiter Durchstecklaschen zu verarbeiten.
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Norbert (08.05.2017), wahnfried (26.05.2017)

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Montag, 8. Mai 2017, 08:32

Das nächste Modell ist die Maske von Prinz Laksman (Phra Lak), dem Halbbruder des Helden Rama (Phra Ram).
Wieder ist es ein Bogen mit vorgestanzten Bauteilen, wieder kommt eine Fülle von Durchstecklaschen zum Einsatz.
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Jeroen van den Worm (08.05.2017), Norbert (15.05.2017)

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Montag, 8. Mai 2017, 09:15

Hallo,
kurz einen Frage, wie groß sind die wirklich hübschen Figuren eigentlich?
Ulrich

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Montag, 8. Mai 2017, 10:40

Hallo,
kurz einen Frage, wie groß sind die wirklich hübschen Figuren eigentlich?
Ulrich


Ulrich,
Die Kohn Masken sind etwa 18-19 cm hoch. Es gibt 6 verschiedene Masken. Die Thai Gods Modelle sind fast 35-40 cm hoch. Ich zeigte diese Modelle in Bremerhaven bei meinem World of Paperships Tisch und ich hatte viele sehr begeisterte Reaktionen und noch mehr, viele der Modelle fanden ein neues Haus. Durch meine Kontakte mit Prem, dem thailändischen Designer dieser Modelle, World of Paperships ist europäischer Distributor für diese Modelle. Schick mir einfach eine PM für weitere Informationen.

Theo, vielen Dank für die viele Information über die Geschichte und Meinung dieser Masken!

Jeroen van den Worm, World of Paperships.

Ulrich,
The Kohn Masks are about 18-19 cm high. The models of the Thai Gods are 35-40 cm high. I did show them in Bremerhaven at my World of Paperships table and I had many very enthousiast reactions and even more, many of the models found a new home. Through my contacts with Prem, the Thai designer of these models, World of Paperships ist European distributor for these models. Just sent me a PM for more information.
Theo, thanks a lot for all the background Information on these wonderful masks!
Jeroen van den Worm, World of Paperships.

Jeroen vanden Worm, World of Paperships.
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Dienstag, 9. Mai 2017, 16:35

Hallo Jeroen,
schön, dass Du den Kontakt zu dem thailändischen Designer hergestellt hast.
Ich finde auch, dass diese Modelle bei uns mehr Verbreitung finden sollten.
Und danke für das Kompliment zu meiner Nacherzählung des Ramakien-Epos, in dem die Maskenfiguren mitspielen.
Ich bin neben meinem Beruf als Pastor auch einer der ehrenamtlichen Museumsführer im Bangkoker Nationalmuseum, und erzähle diese unterhaltsame Geschichte dort regelmäßig.

Leider kann ich den Baubericht heute nicht fortsetzen, da ich (weder über Windows Explorer noch über Firefox) die zugehörigen Bilder (verkleinert auf 300 kb) hochladen kann. Vielleicht geht es ja morgen wieder. Auch Computer haben halt ihre schwachen Stunden ...

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Mittwoch, 10. Mai 2017, 06:36

Na schön, heute funktioniert das Hochladen der Bilder wieder (über Windows Explorer).
Dann kann ich auch meinen Baubericht fortsetzen:

Die Besonderheit des Maskenmodells von Phra Lak: der Held trägt eine thai-typische Spitzkrone, die den Chedis (Tempeltürmen) nachempfunden ist und den (hinduistischen) Götterberg Meru symbolisiert.
Wohl aus Stabilitätsgründen (das Modell soll ja auch ohne Klebstoff halten) wurde hier die Spitzkrone wie eine (viereckige) Pyramide dargestellt. Wenn ich das Modell noch einmal bauen würde, würde ich versuchen, die Pyramide zu einem Kegel umzuformen.
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Donnerstag, 11. Mai 2017, 15:39

Und schließlich folgt noch als Dritter im Bunde der „Bösewicht“, der Dämonenkönig Ravana (Thotsakan).
Die Arbeit mit den vorgestanzten Bauteilen und den Stecklaschen wird allmählich zur Routine.
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Freitag, 12. Mai 2017, 05:38

Auch Thotsakan trägt eine Spitzkrone (die wieder als Pyramide dargestellt wird) – mit der Besonderheit, dass in die Spitzkrone noch in zwei Etagen weitere Gesichter eingefügt sind.
Entsprechend besteht die Spitzkrone aus einigen Bauteilen mehr als bei der Maske von Phra Lak.
Typisch für die Dämonen sind schließlich die zwei Hauerzähne im Unterkiefer – die sind im Modellbogen bloß aufgedruckt, ich habe sie jedoch aus Restpappe gedoppelt und dreidimensional hervorgehoben.
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Montag, 15. Mai 2017, 12:04

Jetzt begannen die Nacharbeit an den drei Modellen:

Auch wenn die Einzelteile im Prinzip passgenau sind, waren doch bei den komplizierten verkanteten Durchstecklaschen an verschiedenen Stellen Spalten zu erkennen. Manche ließen sich mit einem Tropfen Sekundenkleber schließen, andere nur mit Ponal Holzleim verfüllen.

Außerdem stehen die drei Einzelobjekte für meinen Geschmack zu wackelig und zu ungeschützt. Also habe ich aus braun-schwarz lasierter Graupappe eine nach vorne offene Vitrine gebaut, in der die drei Maskenmodelle durch Schaschlikspieße fixiert stehen.
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Mittwoch, 17. Mai 2017, 17:29

Die schwarzbraune Vitrine wirkte aber dann als Hintergrund doch zu massiv. Auf der Suche nach einer Hintergrundtextur stieß ich reichen Fundus meiner Frau von in Thailand gekauften Tischdecken (ich spotte jetzt auch nicht mehr über ihre Kauflust …) ein passendes Ornament, das eingescannt und ausgedruckt an die Rückwand der Vitrine geklebt wurde.
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Donnerstag, 25. Mai 2017, 15:23

Wie schon die Khon-Maskenmodelle ist auch das folgende Modell aus einem Modellbaubogen der Firma Boxburi entstanden. http://www.nationmultimedia.com/news/sun…opping/30284530
Allerdings handelt es sich hier um einen „klassischen“ Modellbogen – das heißt alle Bauteile müssen ausgeschnitten und die Falzkanten vorgerillt und die Schneidekanten gefärbt werden. Auch arbeitet dieser Modellbogen nicht mit Durchstecklaschen. Ich habe den Bogen um die Hälfte verkleinert, so dass das Modell am Ende eine Höhe von 13,5 cm hat.

Das Vorbild des Modells ist der Hongsa-Vogel, ein goldener Schwan. Dieses Wesen entstammt ursprünglich der hinduistischen Mythologie (wo er Hamsa genannt wird) und ist das Reittier des Gottes Brahma (und seiner Göttergattin /weiblichen Kraft Sarasvati).
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wahnfried (26.05.2017)

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Freitag, 26. Mai 2017, 14:29

Ähnliche Laternen haben wir 2010 auf Koh-Samui auf der Straße zum "Little Bhudda" gesehen.
Faszinierend, was dort so an Kunst rumhängt.
Gruß,
wahnfried
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Schokolade ist gut gegen Zähne :D

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Samstag, 27. Mai 2017, 16:40

Hallo Wahnfried,
vielen Dank für die "Likes" und die Fotos!
Ich war beim Stöbern in meinen Thailand-Fotos auch überrascht, an wieviel verschiedenen Orten ich den Hongsa Hamsa-Vogel (meistens als Straßenlaternenhalter) gefunden habe. Gerne auch in der Nähe buddhistischer Tempel - immerhin ist dieser Vogel ja, wie schon erwähnt, Reittier der Weisheitsgöttin Sarasvati und damit auch für den Weg zur Erleuchtung zuständig. Aber daneben gibt es den Vogel auch in Schiffsform - etwa bei den königlichen Barken (siehe Beginn des Berichtes) oder auch als gottesdienstliches Gerät im Tempel.
Meine gezeigten Fotos stammen von Bangkok`s "grüner Halbinsel" Phra Padaeng und vom Bahnhof in Hua Hin.

Und weiter im Baubericht:
Das Ausschneiden der Bauteile ist unkompliziert, der Zusammenbau hat aber schon gewisse Ähnlichkeiten mit einem 3D-Puzzle. Auch die Zeichnungen der Bauanleitung ersetzen nicht das probeweise Zusammenfügen nach dem Prinzip Versuch und Irrtum.
Da ich der Stabilität solcher Hohlkörperfiguren ohne Innengerippe nicht traue, habe ich die Knickkanten von innen mit Ponal-Holzleim versteift – was sich allerdings bei manchen Teilen als kontraproduktiv erwies, wenn sich später herausstellte, dass der Falzwinkel dann doch ein anderer war als ursprünglich angenommen.
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Montag, 29. Mai 2017, 17:31

Nach dem Zusammenbau der Figur habe ich die Klebekanten noch einmal von außen mit Ponal-Holzleim behandelt – zum einen, um die Stabilität zu verbessern, und zum anderen, um einige nicht ganz passgenau schließenden Klebekanten zu kaschieren.
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Unterfeuer (29.05.2017), Ralf S. (01.06.2017)

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Mittwoch, 31. Mai 2017, 17:28

Es bleibt mir aucch weiterhin ein Rätsel, warum ich an manchen Tagen keine Bilder hochladen kann ...
Mal sehen, vielleicht geht es ja morgen wieder.

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Donnerstag, 1. Juni 2017, 03:30

Schließlich habe ich noch aus schwarz gefärbter Graupappe einen quadratischen Ständer gebaut, durch den ich im rechten Winkel zwei Nägel gesteckt habe, die ihrerseits in die Beine des Modells gespießt wurden, und so die Standfestigkeit des Ganzen wesentlich verbessern.

Das Hintergrundfoto für das Modell stammt aus einem farbenfrohen Bangkok-Bildband.
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Montag, 26. März 2018, 21:24

Nach einem Dreivierteljahr Unterbrechung setze ich den Baubericht fort.
Mittlerweile sind meine Frau und ich nach sechs Jahren Auslandsdienst in Thailand nach Deutschland zurückgekehrt und waren in den vergangenen Monaten naturgemäß mit dem Wiederankommen (einschließlich zwei Umzügen) beschäftigt.

Die beiden letzten Modelle, die ich vorstellen möchte, sind free downloads.
Ich habe mit ihrem Bau noch in Thailand begonnen, sie dann aber erst mit einiger Verzögerung in Deutschland fertig stellen können.

Das erste dieser Modelle ist der Tempel des „Smaragd-Buddha“ (Wat Phra Kheo – „Der Tempel des ehrwürdigen Grünen (Buddha)“) im alten Königspalast in Bangkok. Tempel und Palast wurden zum Ende des 18.Jahrhunderts errichtet, als die Hauptstadt des Königreiches Siam von Ayutthaya nach Bangkok verlegt wurde.
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Montag, 26. März 2018, 21:26

Der grüne „Smaragd-Buddha“, den der Tempel beherbergt, ist das am höchsten verehrte Buddhabild im Königreich Thailand. Es besteht aus Jade und ist 66 cm groß. Er besitzt drei (jahreszeitlich wechselnde) Gewänder, die ihm jeweils vom König angelegt werden.
Der Legende nach wurde das Buddha-Bild in grauer Vorzeit von den (hinduistischen) Göttern Vishnu und Indra geschaffen. Historisch greifbar wird das Buddhabild im 14.Jahrhundert, wo es in der nordthailändischen Stadt Chiang Rai auftaucht, und dann im Laufe der folgenden Jahrhunderte über die laotischen Hauptstädte Luang Prabang und Vientiane zum Ende des 18. Jahrhunderts nach Bangkok gebracht wurde.
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Dienstag, 3. April 2018, 22:09

Das free download findet sich bei Canon Creative Park. http://cp.c-ij.com/de/contents/CNT-0011560/index.html
Es besteht aus 20 DIN A4 Baubögen und einer bebilderten Bauanleitung. Das Tempelgebäude ist im Maßstab 1:200 wiedergegeben.
Ich habe es auf Maßstab 1:400 skaliert

Der Bau beginnt mit dem eigentlichen Tempelgebäude. Theoretisch ließe sich hier einiges supern (Fenster ausschneiden und gedoppelt hinterkleben, Säulen auf den Wänden gedoppelt ausschneiden und aufkleben), aber darauf habe ich im verkleinerten Maßstab verzichtet.
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Mittwoch, 4. April 2018, 08:56

Hallo,
na dann viel Erfolg. Ich finde es gut, dass hier mal eine andere Seite des Kartonmodellbaus gezeigt wird. Man muss ja nicht immer immer alte Wege gehen, sondern auch auf neue vetrauen.
Ulrich

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Mittwoch, 4. April 2018, 21:12

Eigentlich ist die Passgenauigkeit der Teile gut, aber bei den Kästchen, die später das Dach tragen waren energischere Maßnahmen nötig, um die Abschlüsse bündig zu bekommen.
Das Tempeldach ist (in der Höhe) vierstufig und dabei noch einmal (in der Längsachse) dreigeteilt. Die Dachplatten habe ich mit Strohhalmen unterfüttert.
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Donnerstag, 5. April 2018, 21:52

Nach der Fertigstellung des Daches wurde die Grundplatte gebaut, auf der ein bis zwei Reihen Säulen das Tempelgebäude umgeben. Die Säulen selbst habe ich mit Zahnstochern verstärkt, die sich auch gut in der Bodenplatte verkleben ließen.
Erst in diesem Stadium entdeckte ich einen kapitalen Baufehler: nicht nur das Dach ist in der Längsachse dreigeteilt, sondern auch die unteren Dachtraufen sind dreigestuft. Peinlich, dass mir das nach mehr als fünf Jahren Leben in Thailand noch nicht aufgefallen war …
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Samstag, 7. April 2018, 20:31

Nach dem Einkleben sämtlicher Säulen in die Grundplatte wurde das Gebäude zwischen den Säulen eingeklebt. Ursprünglich hatte ich geplant, die Säulen auch am oberen Ende mit der Dachunterseite zu verkleben – das erwies sicht aber als unfruchtbare Fummelarbeit, die zudem keine Verbesserung des optischen Eindruckes brachte.
Nächster Bauschritt: die Verzierungen an den Giebeln.
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Montag, 9. April 2018, 09:52

Doch dazu erst einmal ein paar Hintergrundinformationen:
Die geschwungenen Spitzen auf dem Tempeldach symbolisieren den Himmelsvogel Garuda, und an den Dachkanten abwärts windet sich die siebenköpfige Naga-Schlange.
Gemäß den hinduistischen Schöpfungsmythen hatte der Schöpfergott Kashyapa zwei Frauen: die Himmelgöttin Vinata und die Erdgöttin Kadru. Während aus den vielen Eiern, die Kadru produzierte, Naga-Schlangen geboren wurden, brachte Vinata nur drei Eier hervor, aus der ein Blitz, die Morgenröte Aruna und schließlich als drittes der kämpferische Garuda geboren wurden.
Als Folge der Rivalität zwischen den Göttinnen wurde Vinata von Kadru versklavt, was natürlich Garuda auf den Plan rief, um seine Mutter zu befreien. Als Lösegeld musste er jedoch für die Nagas das Unsterblichkeitselexier aus dem Götterhimmel stehlen …
Aus all dem erklärt sich, dass (die Halbgeschwister!) Garuda und Naga bis heute im Streit miteinander liegen (wobei Garuda in der Regel die Oberhand behält). Und dieses andauernde Drama verziert bis heute die Dächer von buddhistischen Tempeln und Palästen in Südostasien.
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Dienstag, 10. April 2018, 09:34

Vielen Dank für die verschiedenen Likes!
Mir selber macht es ja auch Spaß, die Dinge, die ich seinerzeit als ehrenamtlicher Museumsführer im Nationalmuseum Bangkok gelernt habe, in das Hobby Modellbau mit einfließen zu lassen.

Weiter im Baubericht:

Die Giebelverzierungen habe ich erst am Schluss angebracht, da sie knickempfindlich sind.
Zusätzlich habe ich sie mit Ponal-Holzleim überzogen – das sieht am Anfang dramatisch aus, aber nach dem Trocknen ist der Leim durchsichtig und gibt den empfindlichen Spitzen eine gewisse Stabilität.
Zusätzlich habe ich dann noch – nach dem Vorbild des Originals – das Dach gesupert: zunächst mit dünnen weißen Papierstreifen an den äußeren Dachrändern.
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Gustav (11.04.2018)

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Donnerstag, 12. April 2018, 09:27

Und als zweite Superung des Daches folgten dann noch die gelben Rechtecke auf den Dachflächen, wieder mit dünnen Papierstreifen aufgebracht. Eine wahrhaft meditative Übung – aber dafür sind Tempel ja da ...
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Freitag, 13. April 2018, 09:15

Und hier schließlich noch ein weiteres Bild des Tempelmodells, gerahmt von den anderen in diesem Beitrag vorgestellten Modellen.
Die Figur des „Agentenaffen“ Hanuman links im Bild ist übrigens kein Papiermodell, sondern eine Kostümpuppe, die ich zu meinem Abschied in Thailand geschenkt bekommen habe.
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Freitag, 13. April 2018, 12:04

Moin Theo...
Ein rundum gelungener Abschluß möchte ich sagen.
Und willkommen daheim.
Gruß, Renee
Schwierigkeiten bringen Talente ans Licht,

die bei günstigeren Bedingungen schlummern würden! ;)

Joachim Frerichs

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Freitag, 13. April 2018, 14:55

Ahoi Theo,

schön, dass ihr beide wieder Fuß in Deutschland gefasst habt :)

Die Modelle aus Deiner zweiten Heimat sind sehr schön geworden, Glückwunsch hierzu.
Sie bieten Euch ein bißchen Erinnerung an die Zeit in Asien.

Herzliche Grüße an Deine Frau.
Jo
Meine bisher gebauten Modelle sind hier abgelichtet :)

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Montag, 16. April 2018, 21:50

Hallo Renee, hallo Joachim, vielen Dank für die Willkommensgrüße!
Auch wir haben erlebt, was uns schon Menschen vorher berichtet haben, die längere Zeit im Ausland gelebt und gearbeitet haben: es braucht wirklich ein Jahr, bis man wieder "angekommen" ist.

Und was die Modelle aus Thailand angeht: einen haben wir noch!

Das letzte Modell, das ich vorstellen will: den Airbus A 320 der Fluggesellschaft Air Asia.
Ich habe Flieger dieses Typs und dieser Airline (der größte Billigflieger in Südostasien) während meiner Zeit in Thailand mehrmals im Jahr für meine (zumeist beruflichen) Reisen in die Nachbarländer genutzt.
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