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  • »Oliver Weiß« ist männlich
  • »Oliver Weiß« ist der Autor dieses Themas

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1

Sonntag, 3. September 2006, 00:11

Mystery Ship Nr. 10 - Wer kennt dieses - öh - Schiff?

Hallo Ihr Kartonisten! Auf geht's mal wieder zum fröhlichen Rätselraten!

Wer es schon weiß, bitte zurückhalten bis jeder sich mindestens einmal am Kopf gekratzt hat.


(Das Bild wird richtig kreditiert wenn die Auflösung bekannt ist - sonst macht's keinen Spaß :USENGLISH: The image will be correctly credited as soon as the riddle is solved.)
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2

Sonntag, 3. September 2006, 00:18

Hallo Oliver,

das soll wirklich ein Schiff sein?? Sieht aus, als ob auf einer Sandbank einfach ein paar Geschütze gestellt wurden, mitsamt Ausguck. Also da bin ich ja mal auf die Lösung gespannt.

Gruß nasymon(Andy)

Andreas 2903

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3

Sonntag, 3. September 2006, 00:27

Stirn runzel .... Augen zusammenkneif ???????
Ähm ... wo ist hier ein Schiff ???
Oder haben die das " Schiff " ??? mit soviel Knallbummpengzeugs vollgestopft das die Ladekapazität leicht überschritten wurde und der Rumpf etwas tief im Wasser liegt? Oder ist es gar der Prototyp der neusten U-Boot Generation ? Pah! Koi Ahnung was das darstellen soll
Modellbau bildet !!!

Meine Homepage : www.willkommen-eins.de

MfG Andreas

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Michael Urban

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4

Sonntag, 3. September 2006, 00:34

Hmm... könnte irgend eine Art von Monitor sein...

Der Turm sieht mir allerdings etwas Schlachtschiffmäßig aus.

Vielleicht irgend etwas "gebasteltes" aus Pearl-Harbor Schrott?

eskatee

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5

Sonntag, 3. September 2006, 00:38

2-38.1, 3,3 Sm Hoechstgeschwindigkeit, gebaut 1916
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René Pinos

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6

Sonntag, 3. September 2006, 01:17

Ich möchte Michaels Gedanken weiterführen. Der Rumpf sieht ja fast wie "Kiel Oben" aus, also ein gekentertes Schiff ?, mit einer Kanone drauf. Zur Überwachung einer Meerenge, Hafen, Stützpunkt.

René
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Robson

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7

Sonntag, 3. September 2006, 07:15

Gabs nicht mal die USS Monitor, die war so ein flaches Schiff mit einem Turm drauf?
Wurde meines Wissens im amerikanischen Bürgerkrieg eingesetzt.

Grüße
Robert
in Arbeit:Stallion - GPM

  • »Michael Diekman« ist männlich

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8

Sonntag, 3. September 2006, 08:20

Hallo zusammen,

Ich weiß es :D :D :D.

Es handelt sich um den italienischen Monitor FAA DI BRUNO.(1917) Ab 1943 gehörte es zur Kriegsmarine und führte den Namen Biber.Und das ist auch das letzte was von diesem Teil bekannt ist. Die Spuren verlieren sich in den Wirren des Krieges.

Gruß
Michael

(Quelle: Marine-Arsenal Sonderheft Band 21 "Die Zerstörer der Hamburg-Klasse)

Zaphod

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9

Sonntag, 3. September 2006, 09:18

Also,

Dreibeinmast und schweres Geschützrohr mit leichter Ausstülpung vorne deuten für mich auf GB oder USA hin, beide Nationen haben Monitore oder derartiges auch längere Zeit befürwortet.

Ob der Turm wirklich 2 Rohre hat, ist für mich nicht eindeutig zu sagen.

Von der Art der Photographie würde ich auf Erster Weltkrieg oder früher tippen.

Zaphod

  • »ramatoto« ist männlich

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10

Sonntag, 3. September 2006, 10:55

Ich tippe auf einen Fluß-Monitor. Die Teile rechts sehen nach schweren MG oder leichten Geschützen aus, und der Schornstein ist auch recht klein. Hochseetüchtig dürfte das Teil nicht gewesen sein.

Was mich auch etwas verwirrt, ist das "Dach" über dem Geschützturm.

Aufgrund der Bauart denke ich auch, so zwischen 1900 und 1930, evtl. eine russische Konstruktion???
Gruß aus Würzburg

Ralf




Lieber eine Stunde vor dem Modell meditiert, als gar nichts getan!!:D

Simon

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11

Sonntag, 3. September 2006, 11:36

Falls Michael nicht recht hat, wie wäre es mit dem Monitor 'Raglan' der Abercrombie-Class, versenkt 1918 von der Goeben?
Aus beruflichen Gründen zur Zeit leider nur passive Beteiligung ...

  • »Kartonkapitän« ist männlich

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12

Sonntag, 3. September 2006, 11:58

Rätsel der Sandbank* gelöst!

Nein, kalt, gaaanz kaaalt! :P
Das ist sicherlich die HMS MUSHROOM, eine Birdwatching-Station in der Humber-Mündung, und was Ihr ollen Militaristen für'n Kanonenrohr gehalten habt, ist nur der Schallgenerator für den Balzruf der dreibeinigen Trottellumme. Direkt davor sieht man auch beim schärferen Hinsehen den Sonnenschirm der Gattin des Station Masters von der RSPB. Man kann doch ganz deutlich den Ausguckstand erkennen, der von den vielen Vogelschiet-Klecksen drauf den Namen "Fleckerstand" zu recht trägt; das Rohr rechts davon ist das der Porridge-Kombüse. Die Watttennis-Netze sind aufgerollt zwischen den niedergelegten Stangen zu erkennen (oder sind das eher die für's Wattminton?). Das Beiboot vom Typ Schlickrutscher der SMS "Hohenzollern IV", die "Prinz Foffi", ist aufgeslipt, und die Flagge zeigt an, daß hoher Besuch da sei.
Der Mann mit der weißen Mütze ist der Master, Mr. Erskine Childers Esq., RSPB, RA, RNR, OWF (=Order of Wet Feet) etc. etc... ;)

Ahoi!
8) Kartonkapitän

P.S.* [Blödel-Modus off] Der spannende Spionage-Klassiker von Erskine Childers: "Das Rätsel der Sandbank. - Der Bericht des Geheimdienstes." ist um 1902 erschienen und immer noch als Taschenbuch erhältlich:
ISBN 3-257-20211-3
Ich schnipsel mit Schere, ich klebe und falz';
das is zwar nur Schimäre, doch mich unterhalt's! :P(frei nach Johann Nestroy)

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Zaphod

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13

Sonntag, 3. September 2006, 12:09

Hallo Simon,


ich denke, du hast recht, im Netz gibt es ein früheres Photo der "Raglan" (Oliver muss dann eines in zerschossenem Zustand eingesetzt haben), das Olivers Bild sehr nahe kommt.

http://images.google.de/imgres?imgurl=http://ww1.osborn.ws/m3_raglan_web.jpg&imgrefurl=http://ww1.osborn.ws/Charles%2520Burch%2520RND.htm&h=217&w=360&sz=17&hl=de&start=1&tbnid=OgtS6WBhS3RA9M:&tbnh=73&tbnw=121&prev=/images%3Fq%3Draglan%2Bmonitor%26svnum%3D10%26hl%3Dde%26lr%3D%26sa%3DG


Es kommen aber auch verschiedene andere Monitore der Royal Navy in Frage, z.B. die HMS Glatton, die 1926 vor Dover auf Grund lief und bis auf Deckshöhe absackte (!).


http://www.battleships-cruisers.co.uk/monitors.htm

Zaphod

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Simon

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14

Sonntag, 3. September 2006, 12:37

Zitat

Der spannende Spionage-Klassiker von Erskine Childers: "Das Rätsel der Sandbank. - Der Bericht des Geheimdienstes." ist um 1902 erschienen und immer noch als Taschenbuch erhältlich


Hier möchte ich nur kurz einhaken: wirklich ein wunderbares Buch für alle segelinteressierten, in dem auch einige interessante Schiffe vorkommen (u.a. Kanonenboot/Torpedoboot/Aviso o.ä. 'Blitz' des Fregattenkapitäns v. Brüning, das ich bislang in keinem Flottenverzeichnis gefunden habe). Vielleicht kennt der eine oder andere auch die schöne mehrteilige ARD-Verfilmung aus den 80ern. Ist leider nie wieder im Fernsehen gelaufen, soweit ich weiß und auch nicht als DVD zu bekommen.
Aus beruflichen Gründen zur Zeit leider nur passive Beteiligung ...

eskatee

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Sonntag, 3. September 2006, 14:04

:P :P :P
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Zaphod

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Sonntag, 3. September 2006, 14:18

Hallo,

das Buch von Childers ist übrigens nur ein (allerdings literarisch das höchststehende) Beispiel für ein neues literarisches Genre, das sich um 1900 entfaltete, der Spionage- und Invasionsfurchtroman.
Da gibt es eine ziemlich reichhaltige Sekundärliteratur darüber, aber wie der erste Titel zeigt, wurde so etwas in Deutschland auch ganz offen in zeitschriften behandelt..


Bieberstein, v.: Zur Frage einer Landung in England.
In: Die Gegenwart, Nr. 60, Heft 29, 1901, pp. 34ff.

Clarke, I.F.: The Battle of Dorking, 1871-1914.
In: Victorian Studies (VS), Vol. 8, 1964/65, pp. 309-338.
French, D.: Spy Fever in Britain 1900-1915.
In: HJ, Vol. 21, 1978, pp. 355-370.
Gooch, John: The Prospect of War: Studies in British Defense Policy 1847-1942.
London: Frank Cass 1981.
Rez (++): VS 26, 1982/83, pp. 85f.: Über die Invasions-Furcht.
Hiley, Nicholas D.: The Failure of British Counter-Espionage against Germany, 1907-1914.
In: HJ, Vol. 28, 1985, pp. 835-862.
Hiley, Nicholas D.: The Failure of British Espionage against Germany, 1907-1914.
In: HJ, Vol. 26, 1983, pp. 867-889.
Stafford, David A.T.: Spies and Gentlemen: The Birth of the British Spy Novel, 1893-1914.
In: VS, Vol. 24, 1980/81, pp. 489-509.


Zaphod

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eskatee

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Sonntag, 3. September 2006, 14:19

.
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18

Sonntag, 3. September 2006, 14:50

Moin!

Michael Diekmann liegt richtig, würde ich sagen:

http://www.battleships-cruisers.co.uk/im…runompl5650.jpg

Gruß
Nävchen
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Simon

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19

Sonntag, 3. September 2006, 15:30

Zitat

Da gibt es eine ziemlich reichhaltige Sekundärliteratur darüber


Gemeinsam ist diesen literaturwissenschaftlichen Abhandlungen in der Regel, dass sie ignorieren, was den Wert von Childers' Buch auch heute noch ausmacht: die Schilderungen des Segelns mit einem kleinen Boot im Wattenmeer. Die Spionagegeschichte ist ja heutzutage eher uninteressant, der literarische Wert der Natur- und Segelbeschreibungen hingegen bleibt. So viel offtopic ...
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20

Sonntag, 3. September 2006, 15:31

Zitat

Michael Diekmann liegt richtig, würde ich sagen


Ich denke auch. Der Schornstein des britischen Monitors war doch deutlich größer und der Turm sah auch anders aus.
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Sonntag, 3. September 2006, 15:50

Na - dann wollen wir's mal auflösen: Faa di Bruno ist richtig!

Dieser italienische Monitor wurde im ersten Weltkrieg als Schutz und Küsten-bombardment Monitor aus einer Schute, einem Geschützturm und einigen anderen Überbleibseln zusammengeschustert.

Was mich amüsiert ist der Pilzkopf über dem nach oben offenen (!) Geschützturm. Die von Gert und Michael angegebenen Daten sind richtig.

Ein kurioses Teil - vielleicht lohnt es sich mal, es zu bauen. Schön ist es aber gewiß nicht ;)


Gruß,


Oliver
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