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maxim

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Sonntag, 5. Dezember 2010, 11:25

Minensucher MMS57 (1/700, British 105ft Motor Minesweeper von CFP) [fertig]

Der britische Minensucher MMS57 soll Teil eines Scapa Flow-Dioramas der IG Waterline im Maßstab 1/700 werden, das im April 2011 in Fuldatal ausgestellt werden soll.

Das Original

Als Reaktion auf die Bedrohung durch magnetische Minen ließ die britische Marine mehrere Klassen motor-getriebene Küstenminensucher mit hölzernem Rumpf bauen. Eine der Klassen war die Admiralty-105 Fuß-Klasse (105-ft Admiralty-type motor minesweepers).

276 bis 295 (die Angaben variieren) wurden gebaut, 34 gingen im Zweiten Weltkrieg verloren und der Bau von 23 wurde bei Kriegsende gestrichen. Die Minensucher wurden überwiegend auf kleinen Werften für Fischerboote und Yachten gebaut. Viele der Boote wurden auch in britischen Kolonien gebaut, wo einige in Hong Kong und Singapur unfertig zerstört wurden, um sie nicht in die Hände der Japaner fallen zu lassen. Zehn Boote gingen an die kanadische, fünf an die indische, elf an die niederländische, drei an die russische, sieben an die französische, eines an die griechische und neun an die belgische Marine. Bei der britischen Marine erhielten die Boote keine Namen, sondern MMS-Nummern (MMS1-313), nach dem Krieg wurden viele umbenannt. Bis MMS99 wurde eine 15 vorangestellt, also z.B. wurde MMS99 in MMS1599 umbenannt; bis 199 wurde eine 16, bis 299 eine 17 und bis 313 eine 18 vorangestellt. Die Boote, die als Tonnenleger für die Markierung von geräumten Schifffahrtswegen verwendet wurden (danlayer), erhielten richtige Namen, z.B. wurde MMS141 in Burfin umbenannt. Der Stapellauf der Boote erfolgte zwischen 1940 und 1944, der Einsatz erfolgte auf allen Kriegsschauplätzen. Wegen der MMS-Nummern war der Spitzname der Boote Mickey Mouse.

Die Boote waren 36,37 m lang, 7,14 breit und verdrängten etwa 295 ts. Der Antrieb erfolgte über einen 375-500 PS-starken Diesel, womit 10 bis 11 Knoten erreicht wurden. Die Minensuchausrüstung bestand aus einem LL-elektrischen Kabel zur Erzeugung eines Magnetfelds hinter dem Schiff (wofür die große Kabeltrommel auf dem Achterschiff notwendig war). Viele Boote erhielten einen „akustischen Hammer“ an einem A-Rahmen über den Bug, um akustische Minen räumen zu können. Die Bewaffnung bestand aus einem 2 cm Oerlikon und/oder zwei 1,27 cm Vickers- oder Lewis-MG.

MMS57 wurde von 1941-42 bei Wilson Noble in Fraserburgh gebaut, 1951 in MMS1557 umbenannt und 1957 verkauft.

Der Bausatz

Als Grundlage dient der Bausatz British 105ft Motor Minesweeper (1942) von CFP im Maßstab 1/250. Diesen habe ich auf 1/700 verkleinert und auf 120 g bzw. 160 g Papier ausgedruckt.

Eine Bausatzbesprechung gibt es hier:

CFP: Britischer Motor-Minensucher der 105-Fuß-Klasse (1/250)

Das Modell

Der Rumpf besteht aus einem konventionellen Spantengerüst (160 g Papier):



Das sieht hier erst einmal schrecklich aus - einerseits einer Folge dessen, dass ich überwiegend Plastik- und Resinmodelle baue, andererseits auch eine Folge der starken Vergrößerung.

Hier dann mit dem Hauptdeck (160 g):



und mit dem Backdeck (160 g) und Rumpfseiten (120 g):



Den Rumpf habe ich mit Tamiya-Grundierung behandelt und danach verschliffen. Verspachtelt habe ich es mit einem Heißwachsspachtel, es ist aber noch etwas Nacharbeit notwendig.



Danach kam der Aufbau an die Reihe (120 g Papier, nur die Rückwand ist aus 160 g). Die Bullaugen habe ich aufgestochen. Ich bin mir noch nicht sicher, wie ich die Brückenfenster darstellen will.



Und hier noch mit dem Aufbaudeck. Die Brückennocks wurden entfernt, da MMS57 anscheinend keine hatte.



Auch hier muss noch etwas gespachtelt werden und danach geht es an die Grundierung des Aufbaus.

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Samstag, 18. Dezember 2010, 10:52

Die Aufbauten der MMS57 habe ich mit irgendeiner Humbrol-Enamel-Farbe grundiert. Dann wurde das ganze Boot mit Vallejo 151 bemalt, was die Grundfarbe für den Western Approaches-Tarnanstrich wird.



Auf die Grundierung bzw. die Enamel-Farbe kann man problemlos mit Acrylfarben malen und auch schleifen. Den Rumpf bin ich immer noch am schleifen. Dazu kamen jetzt noch ein paar Niedergänge, Masten (aus Draht) und Ankerwinde (aus Plastik).


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Dienstag, 21. Dezember 2010, 11:01

Mit MMS57 ging es weiter. Statt der 2 cm-Oerlikons des Bausatzes hat sie ein Vickers-Zwillings-MG Mk IV bekommen. Hier Fotos des Originals:
http://www.dockmuseum.org.uk/archive/det…title=Naval+Gun

Die verkleinerte Version besteht aus Plastik und Draht - wegen des Maßstabs natürlich entsprechend vereinfacht:



Dazu kam die Kabeltrommel für das Kabel zur Erzeugung des Magnetfelds (Plastik plus Draht), die Kabelführung auf dem Achterdeck und der akustische Hammer auf der Back (diverse Plastikteile) an Bord:






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Samstag, 1. Januar 2011, 11:16

Die restlichen Details kommen aus diversen Zurüstsätzen: Das 16 Fuß-Dinghy vor der Brücke ist von Admiralty Model Works (Resin), die Schlauchboote an beiden Seiten der Aufbauten von Battlefleet Models (Resin), die Anker, Ankerkräne (gekürzte Davits) und Davits sind von BJ-Modellbau (Ätzteile). Die Takelung erfolgte mit gezogenen Gussast.

Die Decks wurden mit Vallejo 110 Decktan bemalt, das Western Approaches-Tarnschema besteht aus Vallejo 151 Grauweiss, 67 Lichtblau und 70 Blaugrün.

So sieht sie jetzt fertig aus:




(mit einem alten Modell der Sheffield von JSC)

Der Papierbausatz war überwiegend gut zu bauen - auch wenn man beim Endprodukt schon deutlich merkt, dass ich überwiegend Plastik- und Resinmodelle baue.

Ich danke Horst Mürell von CFP für Hilfe bei den Recherchen über das Vorbild und Michael Kaintoch für Tipps in Bezug auf Kartonbautechniken.

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Wiesel

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Samstag, 1. Januar 2011, 12:49

Herzlichen Glückwunsch zur Fertigstellung dieses 5 cm-Kerlchens.

Hau rein, es gibt in der Kategorie viele schöne Modelle zu bauen...
Bis die Tage...

Helmut

"Einmal sah jemand die Häftlingsnummer 78651, die auf meinem Arm eintätowiert ist, und sagte: "Das ist wohl Ihre Garderobennummer?" Danach trug ich jahrelang nur langärmelige Pullover."
In Erinnerung an Simone Veil, † 30. Juni 2017



Im Bau: CAP SAN DIEGO (roko)

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Samstag, 1. Januar 2011, 13:20

Hallo Maxim,

mir gefallen deine beiden Modelle in diesem selten zusehenden Maßstab 1:700. Du hast 'ne Menge aus dem vorhandenen heraus geholt, auch zwei letzteren Bilder sehen cool aus...

servus

frettchen

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