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Montag, 28. Mai 2012, 22:57

Mercedes L 1000 Pritsche (1:32)

Herrschaften,

gebaut wird ein Mercedes L 1000 Express (Pritsche) im Maßstab 1:32 (Spur 1). Informationen zu dem Fahrzeug gibt es hier : http://de.wikipedia.org/wiki/Mercedes-Benz_W_11/W_37.
Die Konstruktion ist abgeschlossen. Unten zu sehen ist ein in 3D gerendertes Bild.
Es wird kein reines Kartonmodell. Da die vorderen Kotflügel, Lampen und so Winzlinge wie der Mercedesstern schwer in Karton nachzubilden sind, werde ich die Teile bei Shapeways in Kunststoff drucken lassen.
Der Rest wird teilweise per Hand aus 0,3 mm Karton geschnitten aber auch wie das 0,8 mm Sperrholz bei Formulor gelasert. Der 3D-Druck ist in Auftrag gegeben.
Kurz zur Konstruktion. Das www.mercedes-benz-classic.com/museum hat mir freundlicherweise sehr viele Fotos (vor allem Fotos ohne Aufbauten) von diesem Auto zur Verfügung gestellt, so dass ein annähernd identisches Modell konstruiert werden konnte.



Mehr Bilder gibt es unter: http://spur1.blogspot.de/2012/04/mercede…0-pritsche.html

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2

Dienstag, 29. Mai 2012, 14:31

Hallo Jörg,

ein schönes Fahrzeug. Wird das ein Scratchbau von Dir?

Gruss Andy

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3

Dienstag, 29. Mai 2012, 21:43

Hallo Andy,
ja, das wird ein Scratchbau. Wie schon erwähnt, ist es fast unmöglich, bestimmte Teile aus Karton herzustellen. Allein die Türlinken sind um die 0,3 mm dürre. Ich werde davon wohl gleich mehrere drucken lassen. Wie ich mich kenne, verliere ich 80% von denen. Sie sind danach nicht mehr auf dem Boden auffindbar. Irgendwelche Insekten werden die wieselflink in ihren Bau schleppen und wahrscheinlich an ihre Türen bauen.

Das Dach



Teile aus 0,3 mm Karton, geklebt, die Kanten innen mit Sekundenkleber gehärtet



Grob geschliffen mit 300er Korn (daher die Fransen).



Mit Spritzspachtel aus dem Baumarkt grundiert und fein (600er und 1200er Korn) geschliffen.

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René Pinos

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Dienstag, 29. Mai 2012, 22:58

Wieder ein sehr spannendes Prolekt von Dir.
Allein die Türlinken sind um die 0,3 mm dürre. Ich werde davon wohl gleich mehrere drucken lassen. Wie ich mich kenne, verliere ich 80% von denen. Sie sind danach nicht mehr auf dem Boden auffindbar. Irgendwelche Insekten werden die wieselflink in ihren Bau schleppen und wahrscheinlich an ihre Türen bauen.
Bitte gib uns mehr Informationen über Drucken mittels Shapeways in Kunststoff. Wenn wir schon "Lasercut & Photo Etched Parts" erlauben, dann ist gegen Kunststoff 3D Druck nicht einzuwenden und nur eine Bereicherung für unser Hobby.

Servus
René
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Mittwoch, 30. Mai 2012, 00:05

Hallo Rene,

ein kurzer Abriss. Man konstruiere in einem beliebigen 3D Programm (ich nutze Cinema 4D) das Objekt, welches man in 3D drucken lassen möchte. Dieses Objekt wird dann im .stl Format exportiert und mit einem Prüfprogramm (in meinem Fall Falle „Minimagics“) auf „Wasserdichtheit“ geprüft. Das ist wichtig, weil man ein geschlossenes Polygonobjekt dem 3D Drucker übergeben muss. Dann wird die .stl Datei dem 3D Dienstleister übergeben.
Es gibt viele Unternehmen, welche den 3D Druck ausführen. In Deutschland wären z.B. http://www.fasterpoly.de zu empfehlen (sehr netter Kontakt) oder (bei besonders feiner Struktur) http://www.shapeways.com.
Shapeways hat den Vorteil, dass man aus einer Vielzahl von Materialien auswählen kann. Diese Materialien (http://www.shapeways.com/materials/material-options) haben unterschiedliche Eigenschaften. In meinem Fall muss ich auf das filigrane „Frosted Ultra Detail“ zurückgreifen, welches Objekte in einer Detailliertheit von 0,1 mm und einer minimalen Wandstärke von 0,3 mm druckt. „Frosted Ultra Detail“ ist Kunststoff.
Shapeways hat aber noch einen anderen Vorteil. Lädt man sein zu druckendes Objekt auf deren Server, wird sofort der Druckpreis errechnet. So hat man die Kontrolle über seine Bestellung.

Es gibt viele Druckverfahren (z.B. Stereolithografie, Fused Deposition Modeling [wird für Drucker im Heimbereich eingestzt], Selektives Lasersintern, Gipspulver 3D-Druckverfahren u.s.w.) auf die ich nicht weiter eingehen will, weil das Tonnen an Worten erfordert.

Auf folgendem Bild sieht man ein einen zweiten von mir konstruierten Mercedes, der wohl komplett gedruckt wird. Hier kann man, in meiner Spurweite, nicht mehr in Karton arbeiten, weil das Auto zu viele Rundungen erhält.



Hier zu sehen ein zu druckendes Teil von dem Auto, welches in Minimagics auf Dichtheit geprüft wird. Stimmt die Skalierung und ist das Objekt geschlossen, schickt man es auf den Shapewas Server, wählt das Material aus, bestellt und wartet auf das Paket von Shapeways.



Hier sind gedruckte Teile (ein preußisches Drehgestell - das Projekt dazu habe ich verworfen) zu sehen, so, wie sie aus dem Drucker kommen. Das Material ist oben genanntes „Frosted Ultra Detail“. Die Nieten haben einen Durchmesser von 0,3 mm.



Der Hammer sind aber Drucke mit Maschinen der Firma envisionTEC. Allerdings auch teuer. Ich habe mir einmal ein Achslager drucken lassen (Kantenlänge ca. 8 mm), welches um die 40 € kostet. Allerdings sind das prima Urmodelle für den Abguss in Kunstharz. Die Maschinen produzieren sehr glatte Oberflächen und weisen keine Treppenstufen auf.



Man sollte noch den 3D Druck für den Heimbereich erwähnen. Es gibt zahlreiche 3D Drucker zum Selbstbau bzw. fertig montiert zwischen 200 und 1000 Euro (Hier einmal eine Übersicht: http://www.3ders.org/pricecompare/3dprinters). Diese nutzen Fused Deposition Modeling als Drucktechnik. Damit kann man schon respektable Strukturen erzeugen. Und sie sind sie ob ihres Preises attraktiv. Ich warte aber darauf, dass ich eine Technologie im Heimbereich durchsetzen wird, wo man sehr filigrane Strukturen erzeugen kann. Derzeit gibt es zwei Geräte am Markt, die vielversprechend sind (http://www.indiegogo.com/veloso3dprinter und http://www.kickstarter.com/projects/b9cr…tion-3d-printer )
Das Prinzip ist recht einfach: Man füllt flüssigen Kunststoff in eine transparente Schale, schiebt einen DLP Beamer unter die Schale lässt den die Schichtenbilder des Objektes auf den Kunststoff projizieren. Durch die Wellenlänge des Beamerbildes härtet an bestimmten Stellen das flüssige Kunststoff. Ist es hart, schiebt ein Schrittmotor die Schicht nach oben und die darunter liegende noch flüssige Schicht wird mit dem nächsten Schichtbild gehärtet.
Die Drucker sind schon etwas teurer, aber immer noch erschwinglich (zwischen 2000 und 4000 Euro)

Ja, soweit dazu ….

Grüße aus Berlin
Jörg

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Donnerstag, 31. Mai 2012, 22:12

Kotflügel - hinten



0,2 mm Karton. Man muss nicht auf den Hundertstel Millimetergenau arbeiten. Der spätere Feinschliff wird (hoffentlich) die Wölbungen egalisieren.



Mit Ponal geklebt, innen mit kleinen Streifen und Sekundenkleber gehärtet, grob vorgeschliffen. Die Kotflügel werden, wie das Dach, mit Sprühspachtel geglättet und noch einmal feingeschliffen.

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Donnerstag, 31. Mai 2012, 22:24

Mal etwas anderes.
Angenommen, das Auto wird fertig, hat nicht jemand Lust, dieses Gefährt in einem wesentlich größeren Maßstab (z.B. 1:5) zu bauen :) ?
Ich würde die Projektdateien aufbereiten und versuchen, sie über das Programm: http://www.123dapp.com/make zu jagen, welches ein Schichtenmodell ausgibt.
Damit hat man ein Gerippe des Fahrzeuges. Die Zwischenräume könnte man mit einer Spachtelmasse ausfüllen und schleifen. Fertig wäre ein fetter Bolide, auf dem man Kinder hinter sich herziehen könnte :whistling: .

keramh

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Freitag, 1. Juni 2012, 11:08

moin,

ich als Freudn des großen Maßstabes fühle mcih da gleich angesprochen.
An solchen Daten habe ich immer Interesse.
In 1:16 oder 1:5, das wäre was, allerdigns würde ich bei dieser Größe das Material tauschen,
ich denke Metall und Kunststoff sind hier eher angebracht.
... schön Tach auch, Euer keramh!

René Pinos

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Freitag, 1. Juni 2012, 23:25

Derivat

Hallo Jörg,

ich hab da eine ganz andere Idee, der Maßstab 1:5 ist schon o.K.

Aber aus Fastvollkarton, detailiert bis hin zum Zigarettenanzünder, mit E-Antrieb und Fernsteuerung ausgerüste (eine 40 MHz Anlage ist vorhanden). Dafür wär ich glatt zu begeistern.
Gleich eine praktische Frage, welche Dimensionen haben die Felgen und die Reifen in 1:5, denn der Antrieb muss schon straßentauglich sein. ;)

Ein reiner Scratchbau, als Einzelstück und unverkäuflich.

Sozusagen die Bismarck in 1:50 schwimmfähig. :D

Viele Grüße
René
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Samstag, 2. Juni 2012, 00:05

Gut kreamh und Renè,
ich nehme euch beim Wort. Angenommen, die fertige 1:32 Variante gefällt, meldet euch, ich bereite dann die Daten für eine größere Variante auf. Es muss ja nicht 1:5 sein (bezüglich Straßentauglichkeit).

René Pinos

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Samstag, 2. Juni 2012, 00:10

Du kannst mich ruhig beim Wort nehmen und 1:5 geht schon in Ordnung.
Ich habe gerade ein bisschen im Netz gesucht, da gibt es sehr schöne Lieferwagen, so z.B.: dieser Zahnpastalaster.

René
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haduwolff

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Samstag, 2. Juni 2012, 12:04

Kastenwagen...

Moin zusammen,

als Kastenwagen hätte ich doch Interesse an 1/32 bzw. 1/35. Das Wägelchen lief ja noch als Sankra und PR-Wagen bis nach dem Krieg sogar noch Zivil...

Gruß
Hadu
Meryl Streep: "Wenn die Mächtigen ihre Position benutzen, um andere zu tyrannisieren, dann verlieren wir alle"

http://interscalestolberg.jimdo.com/


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Samstag, 2. Juni 2012, 23:15

Herrschaften,

habe ein Proberad aus 0,2 mm Karton hergestellt. Das Rad ist Schichtweise aufgebaut.



Um die Treppenstufen der Schichten zu überdecken, wurde das Rad mit Spritzspachtel geglättet. Man kann noch so akkurat versuchen, die Aussparungen aus der Felge zu sticheln, es will nicht so echt gelingen. Das Profil hat hier noch eine einfache Papierstruktur.



Das Reifenprofil (0,2 mm) gefällt mir auch nicht so recht. Es ist in seiner Struktur zwar recht trefflich, allerdings gefällt mir der Übergang zum Reifen nicht, er ist zu stufig. Schleifen bringt hier wenig, es würde die Vertiefungen verschmieren. Des Weiteren gelingen mir die Schrauben nicht so recht. Die große Schraube, also jene, Welche das Rad fixiert, ist 3 mm im Durchmesser. Ich werde somit die Räder auch drucken lassen.

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Mittwoch, 6. Juni 2012, 23:24

Kotflügel - vorn

Das ist der vordere Kotflügel mit dem Unterteil des Motorblocks im 3D Druck von Shapeways. Der Druck ist transparent und sollte zur weiteren Bearbeitung gefärbt werden. Auf dem Foto sind die Schichten des Druckes erkennbar. Mit bloßem Auge kaum erkennbar.



Hier ein Detail. Auch hier deutlich erkennbar die Treppenstufen. Das resultiert unter anderem aus der Anordnung des Objektes auf der Druckplatte und natürlich dem Druckverfahren. Leider hat der Kunde keinen Einfluss auf die Anordnung seiner Druckobjekte. Shapeways ordnet sie nach ökonomischen Kriterien dem Druckraum zu.



Hier muss also nachgearbeitet werden. Zuerst glätte ich mit einem Glasfaserpinsel und kaum wahrnehmbarem Andruck die gröbsten Abstufungen. Das geht recht schnell, das Material lässt sich leicht bearbeiten. Danach kommt eine Schicht Spritzspachtel welche mit 800er Korn geschliffen wird. Abschließend noch einmal eine Schicht Spritzspachtel mit 1200er Korn geglättet. Die Oberfläche ist nun glatt.

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Donnerstag, 7. Juni 2012, 08:10

Das Reifenprofil (0,2 mm) gefällt mir auch nicht so recht. Es ist in seiner Struktur zwar recht trefflich, allerdings gefällt mir der Übergang zum Reifen nicht, er ist zu stufig. Schleifen bringt hier wenig, es würde die Vertiefungen verschmieren. Des Weiteren gelingen mir die Schrauben nicht so recht. Die große Schraube, also jene, Welche das Rad fixiert, ist 3 mm im Durchmesser. Ich werde somit die Räder auch drucken lassen.

Wenn den Übegang zu erst am Streifen Papier abschrägst/Schleifst bevor du die Struktur schneidest, dann sollte das doch gehen.

Aeromarine

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Freitag, 8. Juni 2012, 12:55

C4D und Shapeways

Hallo!

Wirklich ein sehr interessantes Projekt, gerade auch in bezug auf die Verzahnung mit weiteren Materialien und Herstellungsverfahren, wie dem 3D-Druck finde ich es höchst spannend und verfolge diesen Baubericht mit größtem Interesse. Was mich wirklich verblüfft, nötigenfalls, ist die Tatsache, dass du so erfolgreich mit Cinema4D für den 3D-Druck konstruierst und exportierst. Alle meine dahingenden Versuche mit C4D sind kläglich gescheitert. Ich habe es nicht geschafft dichte Polygonobjekte aus C4D zu exportieren. Deshalb bin ich auf Rhino umgestiegen und möchte an dieser Stelle nochmals nachfragen: Prüfst du in der Regel nur mit Minimagics oder reparierst du damit auch das aus C4D exportierte Mesh? Und darf man erfahren, was der Druck des Kotflügels bei Shapeways gekostet hat?

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Freitag, 8. Juni 2012, 22:02

Hallo Nosports – zu spät, die Räder wurden bestellt. :)
Hallo Aeromarine - an kann mit Minimagics das undichte Mesh reparieren (geht auch mit Meshlab). Aber ich habe die kostenlose Version. Diese zeigt nur wasserundichte Meshes an. Es gibt aber auch für Cinema zwei oder drei PlugIns, welche offene Meshes anzeigen. Mit denen habe ich aber nicht so gute Erfahrungen gesammelt.
Der vordere Kotflügel hat 27 € gekostet. Darin enthalten sind die einmalige Einrichtungsgebühr und der Versand aus den Niederlanden. Um herauszufinden, wie teuer ein von dir konstruiertes Modell ist, melde dich bei Shapeways an und lade dein zu druckendes Teil hoch. Innerhalb weniger Minuten bekommst du eine Mail, in der steht, dass das Teil überprüft wurde. Das geschieht automatisch. Die Maschinerie im Hintergrund prüft das Teil und berechnet das Volumen, was, neben dem Material, den Preis bestimmt. Dann kannst du in deinem Webbereich bei Shapeways dein Modell auswählen, weist ihm das Material zu, in welches gedruckt werden soll und es wird dir der Preis (Ohne einmalige Einrichtungsgebühr und Versand) angezeigt.

Der Rahmen



Diese Verstrebungen gehören zum Rahmen – 0,3 mm Karton. Ich benötige davon nur zwei Stück, die anderen sind zur Sicherheit.



Mit Spritzspachtel eingemoddert und fein geschliffen.



Der Rahmenaufbau. Ich habe vergessen, die Federpakete und Achslager (Messinghülsen aus dem Computerbau) zu fotografieren. Diese sieht man schwach auf dem nächsten Bild.



Im Vordergrund aus 0,3 mm Karton etwas, was zum Rahmen gehört, ich aber nicht weiß, was es ist. Das hat sicher irgendeine Berechtigung, vielleicht eine Art Sichtschutz sein. Im Hintergrund sieht man den vorderen Kotflügel verheiratet mit dem Rahmen.



Der Rahmen wurde inklusive der hinteren Kotflügel zusammengebaut und mit der Airbrush gepinselt. Als Farben verwende ich von Revell Aqua Color Farben. Die Farben sind auf Wasserbasis und werden dem Kartonmodell nichts Übles antun, es wurde ja mit Acrylspritzspachtel versiegelt.



Als Sprühgerät verwende ich von Revell das Airbrush Basic Set mit Kompressor. Das ist preiswert und reicht für kleinflächige Modelle.



Der Rahmen und Kotflügel mit Revell - Aqua Color blau, glänzend luftgepinselt.

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keramh

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18

Samstag, 9. Juni 2012, 08:06

hm... sieht ja lecker aus...
also der Rahmen gefällt mir schon sehr. Bin echt gespannt wie es weiter geht.
... schön Tach auch, Euer keramh!

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Samstag, 16. Juni 2012, 21:11

Räder & Scheinwerfer



Räder aus dem 3D Drucker



Rad – Karton vs. 3D Druck



Reifen und Felgen luftgepinselt mit Revell Aqua-Colorfarben.



Auch die Scheinwerfer kommen aus dem 3D Drucker. Die Scheiben sind aus 0,3 mm Arcylglas gelasert und mit einer Riffelstruktur graviert.

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Wiesel

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Samstag, 16. Juni 2012, 22:08

Traumhaft...
Bis die Tage...

Helmut

"Einmal sah jemand die Häftlingsnummer 78651, die auf meinem Arm eintätowiert ist, und sagte: "Das ist wohl Ihre Garderobennummer?" Danach trug ich jahrelang nur langärmelige Pullover."
In Erinnerung an Simone Veil, † 30. Juni 2017



Im Bau: CAP SAN DIEGO (roko)

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Dienstag, 19. Juni 2012, 21:00

Fahrerhaus



Um die Scheiben in das Fahrerhaus zu integrieren wurden die Wände in drei Lagen aufgebaut. Die mittlere Lage ist in ihrer Stegbreite um ca. 0,5 mm reduziert. Sie kann so als eine Art Schiene fungieren, welche die Scheiben führt. Im Bild die Front des Fahrerhauses.



Hier sieht man die Scheiben (Zwei Lagen Overheadfolie) in die mittlere Lage eingeschoben. Im Bild: eine Tür.



Zoom .....

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Peter P.

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Dienstag, 19. Juni 2012, 21:51

Wirklich toll umgesetzt!!
Am besten gefällt mir der Materialmix.Es sollte einem jedes Mittel recht sein um ans modellbauerische Ziel zu kommen....
Und Du verbindest hier gekonnt verschiedene Technologien, alle achtung!


Ist Rechtschreibschwäche und grenzenlose Blödheit abmahnfähig?

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Donnerstag, 21. Juni 2012, 20:44

Motorhaube & Kühler



Einzelteile - 0,2 mm Karton



Abstandshalter



Zusammengeklebt



Lamellenlüfter in 3D Druck



Zusammengeklebt



Zusamengebaut - noch ohne glättenden Spachtel

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Freitag, 22. Juni 2012, 18:27





Kleinteile



Teilmontage

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Freitag, 22. Juni 2012, 18:32

So total aus Karton ist er eher nicht, aber es wundert mich, denn ich denke selbst die 'gedruckten' Teile wären aus Karton machbar; insbesondere, da alles ja noch zurecht geschmirgelt wird.

Trotzdem nice to see....

Insgesamt würde mich auch interessieren, was für Kosten aufgelaufen sind am Ende. ?(

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Freitag, 22. Juni 2012, 18:38

Naja, zu 80 % besteht das Auto aus Karton bzw. Sperrholz. Da mir die Einzelteile mittlerweile komplett vorliegen, kann ich die Endkosten benennen.
Lasercut (formulor.de) und 3D Druck (shapeways.com) zusammen: ca. 120 €.

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Freitag, 22. Juni 2012, 19:20

Ich muss mich im Preis korrigieren. In der Bestellung für den 3D Druck waren noch die 3 Damen unten und einige andere Teile, die nicht das Auto betreffen, enthalten, welche mit ca. 35 € zu Buche schlagen. Somit ergibt das eine Summe von ca. 85 € ^^


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Samstag, 23. Juni 2012, 21:08



Zwischenstand

Aufbau Pritsche



0,8 mm Sperrholz - gelasert





Plane

Das Video zeigt, wie ich nach der allbekannten Papiertaschentuchmethode die Plane erstellt habe.

Da das mit dem einbinden von Videos anscheinend nicht funktioniert, hier der Link: http://www.youtube.com/watch?v=TcNdWxr0gR8

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Henryk

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Sonntag, 24. Juni 2012, 10:02

Super!!! :thumbsup:
Herzlichste Grüße
Henryk

Alle meine Flugzeugmodelle

Joachim Frerichs

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Sonntag, 24. Juni 2012, 10:07

Ahoi Jörg,

meine Kinder würden sagen: "Man, die Kiste sieht echt geil aus".

Übersetzt: "Der Transporter gefällt uns sehr sehr gut !"

Auf Englisch: "Well done".

Frage: Welche Aufgabe übernehmen die drei Grazien ??? :D


Gruß
Jo
Meine bisher gebauten Modelle sind hier abgelichtet :)

Joachim Frerichs

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Sonntag, 24. Juni 2012, 10:08

Ahoi Jörg,

was mir noch einfällt: Ich würde den Transporter ohne Plane und Spriegel bauen.
So sieht er m.E. besser aus.


Gruß
Jo
Meine bisher gebauten Modelle sind hier abgelichtet :)

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Sonntag, 24. Juni 2012, 22:12

Joachim,
die drei putzen das Auto 8o

Herrschaften,
das Auto ist fertig.







Wer den Enstehungsprozess im Film erleben möchte: http://www.youtube.com/watch?v=LmovKpeD3Ks

Fazit: Es hat Spaß gemacht, das Auto zu konstruieren und zu bauen.
Hut ab vor all jenen, welche Modelle konstruieren, ob nun einfach gehalten oder alle Details wiedergebend.
Es ist eine sehr aufwendige Arbeit.

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