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Simon

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Montag, 8. Mai 2006, 11:35

Marktkirche Hannover / Jens Hage / 1:200 [FERTIG]

Liebe Kartonbauer,

bevor ich meine 'Hohenzollern' fertig baue, habe ich, um mich wieder einzugewöhnen, kurz den Bogen der Marktkirche Hannover eingeschoben. Hannover wird ja viel belästert, dabei ist das eigentlich eine sehr schöne Stadt, die viel zu bieten hat. Mir hat immer die Marktkirche besonders gut gefallen. Wer einmal dort ist, sollte sich die auf jeden Fall anschauen. Wer den Innenraum der Kirche betritt, trifft dann linkerseits auch gleich auf einen kleinen Souvernirstand, an dem, neben den üblichen Prospekten, auch dieser Bastelbogen angeboten wird. Der Bogen ist, wie ich finde, sehr schön handgezeichnet und überschaubar detailliert. Konstrukteur ist ein gewisser Jens Hage und der Bogen wird direkt von der Marktkirchengemeinde verlegt - eine Werbemaßnahme, die man sich häufiger wünschen würde! Da die Marktkirche auch kein allzu komplexes Gebäude ist und der Bogen schlicht gehalten ist, ohne freilich plumpf zu sein, wäre der Bogen sicher auch gut als Einsteigermodell geeignet. Es gibt hauptsächlich großflächige Teile zu verbauen. Ein Maßstab ist leider nicht angegeben, ich schätze ihn aber auf ungefähr 1:160 bis 1:200 (das ließe sich relativ einfach ausrechnen, da habe ich aber gerade keine Lust zu). Die Marktkirche wurde bereits im 14. Jhd. begonnen. Da Hannover insgesamt während des Krieges intensiv bombardiert wurde, ist auch die Marktkirche stark beschädigt, später aber weitgehend dem Ursprungszustand gemäß wieder aufgebaut worden. Die Bilder zeigen den Baufortschritt eines langen Abends. Der ganze Bogen müsste sich recht zügig verbauen lassen.
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Simon

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Montag, 8. Mai 2006, 11:36

RE: Marktkirche Hannover

Hier noch ein Bild vom Original.
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Fab96

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Montag, 8. Mai 2006, 15:26

Wie teuer ist das Modell den ?
Würde mich dann mal die tageauf den weg machen und es mir besorgen, ist ja keine 20min entfernt von hier.

Simon

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Montag, 8. Mai 2006, 16:12

Hallo Fab96,

wenn dies noch dahaben, dafür kann ich nicht garantieren! Bei moduni ist es aber, glaube ich, auch erhältlich. Ich habe es damals (vor etwa drei Jahren) für fünf Euro direkt in der Kirche bekommen. Ein absolut fairer Preis.

Gruß,

Simon
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Fab96

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Dienstag, 9. Mai 2006, 17:05

hm ich schau mal die tage dann in der Kirche vorbei, denke moduni wäre quatsch wenn man 30min entfernt wohnt, was auch mein hauptanliegen ist, mal ein modell zu bekommen ohne selber auszudrucken oder online bestellen zu müssen.

Jens

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Mittwoch, 10. Mai 2006, 13:23

Wenn das Modell nicht in der Kirche zu haben ist, dann in der Buchhandlung gleich links neben dem Kircheneingang. Dort stand das fertige Modell auch schon mal im Schaufenster.

Beste Grüße von

Simon

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Freitag, 12. Mai 2006, 01:51

Liebe Kartonbauer,

mittlerweile ist das große ziegelgedeckte Giebeldach zum größten Teil fertig. Der Chor muss noch überdacht werden. Das Dach und den Ostgiebel habe ich von innen mit Graupappe verstärkt. Die Passgenauigkeit ist bislang hervorragend. Das große Giebeldach ist durchaus beeindruckend und im Hintergrund läuft 'Golden Girls'.

Gruß,

Simon
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Freitag, 12. Mai 2006, 17:58

Hallo Hagen,

also, ich kann Architekturmodelle nur empfehlen! Die haben eigentlich nur Vorteile. Egal was man baut, man sieht eigentlich bei jedem Teil einen schönen Fortschritt, weil die meisten Dinge ja recht groß sind. Strippen sind im Normalfall wohl auch keine zu ziehen. Man muss nur ein wenig mit den großflächigen Wänden und Dächern aufpassen, dass sich hier nichts verzieht und keine Spalten bleiben, denn das fällt dann richtig auf. Und wenn ich da an Johns Kathedrale denke - sowas macht sich schon sehr gut im Haus! Die Baumeister der Marktkirche haben damals übrigens gut ein halbes Jahrhundert gebraucht, um fertig zu werden ...

Gruß
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Sonntag, 14. Mai 2006, 23:48

RE: Marktkirche Hannover

Hallo Leute!

Ich hatte gerade mal zu Kontrollzwecken meinen Namen JENS HAGE bei google eingegeben und bin hocherfreut auf das Forum gestossen!

Also, ich habe das Marktkirchenmodell zur Expo 2000 entworfen. Aber vorweg die Klärung der wichtigsten Frage:

Der Massstab ist genau 1 : 200.

Nun zur Geschichte:

Ich habe ursprünglich als Bauzeichner gearbeitewt, hatte aber immer eine grosse Vorliebe für historische Bauten, insbesondere Kirchen. Als ich dann 1996/97 über den Winter arbeitslos war, fing ich an, mir per Schreiber-Bögen verschiedene Kirchen Deutschlands in´s Haus zu holen. (Frauenkirchen Dresden und München, Hamburger Michel, Dom zu Speyer, Ulmer Münster). Da kam mir als Ur-Hannoveraner natürlich der Wunsch, auch die Marktkirche dazuzustellen.
1998 hatte ich in der ruhigen Zeit zwischen Weihnachten und Sylvester - mittlerweile studierte ich Architektur - spasses- und probehalber mal das Turmoberteil der Marktkirche aus weissem Karton nachgebaut. Zu der Zeit kam mir die Idee, bis zur Expo die Marktkirche als Kartonmodell zu entwickeln, insbesondere für asiatische/japanische Besucher, die immer gerne ein Stück Europa mitnehmen...
Da ich wenig Geld zum Vorinvestieren hatte, dachte ich zu der Zeit an mehrere Kleinauflagen als Farbkopie. Ein erstes Kartonmodell hatte ich bereits 1998 zum 100 jährigen Jubiläum der Hannoverschen Lutherkirche produziert, da allerdings als normale Fotokopien auf farbigem Karton - Creme (Sandstein) und Koralle (Dachflächen).

Na, jedenfalls traf ich dann zufällig in einem Cafe den Vorsitzenden des Kirchenvorstandes der Marktkirche genau in dem Moment, wo ich das Turmmodell in der Tasche hatte. Er war begeistert, und ein paar Wochen später hatte ich einen offiziellen Auftrag über die Kirchenpädagogik der Marktkirche bekommen.

Mal einen Einblick in die Entwicklung des Modells:

-Pläne aus Denkmalinventar kopiert und auf 1 : 100 und 1:200 vergrößert
- Vorüberlegungen zur Aufteilung/ Teilelogistik und zum Masstab(Fragestellungen: Wie wird das Modell stabil? wie bekommt man alle Teile auf DIN A 4- Format (Heftgrösse über DIN A 4 ist schlecht mitzunehmen)? Wie werden die Teile gut verarbeitbar aufgeteilt? Wie behält erhält man eine Übersichtlichkeit? Wie viele Bauschritte müssen erklärt werden, wie kann sich der Zusammenbau möglichst von selbst erklären?
-Aufmass einiger unklaren Bauteile bzw. aktualisieren der Pläne, die teilweise von 1926 stammten... (Dezember 1999/ Januar 2000)
- "Netzkonstruktion", Übertragen aller relevanten Linien in ein (allerdings zweidimensionales) CAD-System. Ansichten von vier Seiten sowie eine Draufsicht gezeichnet und dann virtuell für das jeweilige Teil die Linien abgegriffen bzw. kopiert. (März 2000)
-mathematisch-geometrische Ermittlung der Fensterlaibungskonstruktion (mit mehreren Fehlschlägen...)
-Ausdruck der abgewickelten Bauteile auf weissem Karton und Aufbau eines Prototyps (existiert noch!), daran Korrekturen, bis alles passt (April/Mai 2000)
-Zusammenstellen der Bauteile auf die einzelnen Bögen A 3 mit Falz = 2 x A 4
- Gewissenhaftes Nummerieren und Beschriften der Bauteile
- Ausdruck auf extra feinem Zeichenkarton
- ca. 90 Fotos von der gesamten Kirchenoberfläche erstellt (dabei warten auf geeignete Wetter- und Verkehrssituation)
- Handcolorierung aller Bauteile innerhalb einer Woche (bei Spätfrühlingswetter mit Temperaturen um 28° im Hof eines Cafes) (Mai 2000)
-Angebote von Druckereien für die Marktkirche eingeholt. Verhandlungen mit einer Werbeagentur wegen Umschlaggestaltung.
- Vor dem Druck Bau eines Prototyps in farbiger Gestaltung, für erste werbemaßnahmen bzw. für die Umschlaggestaltung und für Fotos zur Erstellung der Bauanleitungs-Zeichnungen (Juni 2000)
Erstellen der Bauanleitung, Texte, Zeichnungen (noch von Hand...), druckreifer Satz
- Scannen der Vorlagen durch die Druckerei
- Anwesenheit beim Andruck (Mitte Juni 2000) zur Farbeinstellungs-Abnahme. Ein Aufregender Moment, wenn 2.500 Exemplare (die man nicht selbst bezahlen muss) eigener Zeichnungen innerhalb von ca. 25 Minuten aus der Druckmaschine kommen!
- Auslieferung der fertigen Hefte Anfang Juli 2000. Danach Zusammenbau von 3 Modellen zum Vorzeigen für die Kirchengemeinde

Das alles Parallel zu Studienleistungen für das Vordiplom im Sommer 2000! Bekommen habe ich dafür viel Anerkennung, ein vierstelliges Honorar, und die Kontakte zur Marktkirchengemeinde haben mir immer wieder neue Arbeitsmöglichkeiten gebracht. Zur Zeit arbeite ich - nach abgeschlossenem Studium - z. B. als Küster in dieser Kirche.
Es war ursprünglich vorgersehen, das Kinder das Modell zusammenbauen können sollten. Ich hatte mich aber an die Qualität der Schreiber-Bögen orientiert.
Der Massstab 1 : 200 ergab sich aus der Handhabbarkeit der kleinsten Teile (Strebepfeiler und Fenster der Nebenchöre) einerseits sowie einer noch unterzubringenden Grösse des fertigen Modells in einer normalen Wohnung andererseits.
Der Karton hat 180 g/m². Gedruckt wurde in der Hahn-Druckerei Hannover. Der Preis von 5,- Euro (ursprünglich 10,- DM) deckt ungefähr die Selbstkosten der Kirchengemeinde (Druck, mein Honorar sowie das der Werbeagentur für den Umschlag). Alles in allem habe ich doch mehrere 100 Stunden für die Entwicklung gebraucht, daraus ergab sich ein Stundenlohn - streng genommen - von ca. 2 - 3 DM! Aber gemacht habe ich das hauptsächlich als Referenz, aus Liebe zur Marktkirche und zum Modellbau...
Für ein Modell brauche ich exakt 27 Stunden vom Entfernen der Heftklammern bis zum Setzen der Kreuzblume über dem Haupteingang. Im Dezember letzen Jahres habe ich drei Modelle in Serie zusammengebaut, als bezahlter Auftrag...
Übrigens, als "Markenzeichen" baue ich alle Verschnittreste in die Hohlräume ein...

Grüsse aus Hannover und viel Freude beim Bauen,

Jens Hage

P.S.: Sollte mal etwas schiefgehen, ich besitze noch die Originalzeichnungen und kann Teile einscannen und als PDF verschicken (maßstabsgetreu), die müssten dann nur auf 180 g/m² Karton ausgedruckt werden.

P.P.S: In die Turmspitze/ Stange mit Hahn einen dünnen Draht oder eine Nadel mit einkleben (gut andrücken). Dieses Teil geht meistens als erstes verloren...

Simon

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Montag, 15. Mai 2006, 01:27

Hallo Jens,

klasse, dass Du den Baubericht gefunden hast! Ich bin zwar überhaupt kein Fachmann auf den Gebiet der Architekturmodelle, aber ich finde, dass Du da wirklich ein sehr schönes Modell konstruiert hast. Vielleicht kann ich ja mal bei Dir in der Marktkirche vorbeischauen, wenn ich irgendwann mal wieder in Hannover bin. Ich habe jetzt gerade den Chor fertig gebaut und überdacht. Auf der linken Seite gibt es einen kleinen Spalt zwischen der Seitenwand des Chores und dem Dach, aber das liegt sicherlich an mir, weil sich die linke Seite insgesamt ein klein wenig verzogen hat. Als nächstes werde ich jetzt die Strebepfeiler an die Seitenwände bauen. Dann werde ich Dein Modell vermutlich bald vollendet haben.

Gruß,

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Donnerstag, 18. Mai 2006, 02:50

Liebe Kartonbauer,

mittlerweile habe ich am Hauptbau die Strebepfeiler und die beiden kleinen Türmchen am Chor fertig. Jetzt wird noch der Turm ausgestattet und die Spitze aufgesetzt. Passgenauigkeit ist nach wie vor hervorragend.

Gruß,

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Donnerstag, 18. Mai 2006, 10:48

RE: Marktkirche Hannover

Oh, schön geworden. Du arbeitest sehr sauber! Die Fenster und Pfeiler der Nebenchöre sind die größte Herausforderung, da "knirscht" es manchmal ein Bisschen...ist dir aber gut gelungen.
Nervig werden noch die 12 identischen, fizzeligen Schallluken des 4. Turmobergeschosses.

Was die Passgenauigkeit angeht, so habe ich von vorn herein bei der Entwicklung der Bauteile aus den CAD-Plänen eine Kartonstärke von 0,5 mm angenommen.

Ein Tipp noch: Die Turmobergeschosse lassen sich leichter zusammensetzen, wenn du auf die offenen Unterseiten jeweils noch eine Kartonfläche klebst.

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Donnerstag, 18. Mai 2006, 12:49

RE: Marktkirche Hannover

Hallo Jens,

vielen Dank für das Lob - tue mein bestes.

Zitat

Die Turmobergeschosse lassen sich leichter zusammensetzen, wenn du auf die offenen Unterseiten jeweils noch eine Kartonfläche klebst.

Das ist in der Tat ein guter Tip und ich habe das auch bereits beim Untergeschoss des Turmes gemacht. Trägt dazu bei, dass die Wände nicht so leicht nach außen wandern, wenn eines der nach unten offenen Geschosse aufgesetzt wird. Hier noch der weitere Fortschritt. Auch der Turm ist nun bis auf das Portal fertig ausgestattet mit Strebepfeilern. Besonders reizvoll ist hier, dass das Gebäude asymmetrisch ist, d.h. die Ecken, wo der Turm auf das Kirchenschiff stößt, sind rechts und links jeweils unteschiedlich gestaltet. Auf dem Foto ist der Treppenturm auf der linken Seite zu sehen. Rechts sieht anders aus, da gibt es nur einen schmalen Vorsprung in der Wand. Ist vermutlich nicht so geplant gewesen, sondern im Laufe der Zeit so entstanden. Weißt Du da was drüber?

Gruß,

Simon
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Freitag, 19. Mai 2006, 01:50

Liebe Kartonbauer,

der Bau nähert sich dem Ende! Das Portal ist noch nicht ganz fertig und vom Turm fehlt noch die Spitze. Der ist jetzt schon ein ziemlicher Trumm und wird am Ende fast einen halben Meter hoch sein.

Gruß,

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Freitag, 19. Mai 2006, 19:28

Liebe Kartonbauer,

heute ist Einweihung, die Kirche ist rechtzeitig zum Gottesdienst am Sonntag fertig geworden, sonst wäre mir der Superintendent auch aufs Dach gestiegen ... Das einzige, was noch fehlt, ist der Wetterhahn, den ich zunächst weggelassen habe, weil da noch so eine Kugel dran ist, die ich versuchen möchte, plastisch darzustellen (ganz kann mans Supern denn doch nicht lassen ...). Mein Dank geht an Jens Hage, der hier ein wirklich schönes, stimmiges und v.a. passgenaues Modell dieser schönen Kirche konstruiert hat. Insgesamt ist das Modell an verschiedenen Stellen ein klein wenig vereinfacht. So sind etwa die Abstufungen der Strebepfeiler nur graphisch angedeutet. Das stört den Gesamteindruck jedoch nicht und so lässt sich das Modell relativ zügig bauen und ist sicherlich auch von einem Anfänger zu bewältigen. Die einzig schwierigen Stellen sind die Rundungen des Chors und dessen Dachkonstruktion, wo man ein wenig aufpassen muss, damit keine Lücken entstehen. Das Dach des Kirchenschiffes sollte mit Graupappe von innen verstärkt werden, da ich schätze, dass sich so eine große Fläche doch leicht wellt und verformt, wenn sie nur einfach aus Karton verbaut wird. Dasselbe gilt für den Giebelspant vor dem Dach des Chores. Die zusätzliche Verstärkung sorgt dafür, dass das Giebeldach eine sehr stabile Konstruktion wird.
Insgesamt ein wirklich schönes Modell, das mir viel Spaß gemacht hat.

Gruß,

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Freitag, 19. Mai 2006, 19:29

Übrigens:

der Turm ist nicht schief, sondern steht genau im Lot! Dieser etwas alberne Effekt wird durch die Kamera verursacht (wie an der Schranktür im Hintergrund zu beobachten ist).
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Montag, 19. November 2007, 12:50

Marktkirche Hannover

Hi Simon,

Ich baue auch die Marktkirche Hannover und ich hatte die selbe Schwierigkeiten mit dem Dach wie du: es ist 2 mm zu kurz. Aber dank deinem Baubericht war ich vorher gewarnt. Ich habe das Dach mit Papierstreifen an der Vorderseite etwas verlängert und jetzt passt es ohne Probleme. Also: dank dir!

Viele Grüsse uit Groningen,
Annette.
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Montag, 19. November 2007, 17:34

Hallo Simon !

Sauber geworden deine Kirche, ein relativ einfaches Modell mit überaschend guter Wirkung =D> =D>

Freundliche Grüße
Kurt

lobob

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Montag, 19. November 2007, 18:44

Hallo Allezusammen,

bei mir passte alles sehr gut und es gab eigentlich keine Probleme mit dem Dach (ein kleiner grüner Rand vorne gehört allerdings zum Dach und darf nicht abgeschnitten werden!).

Es gibt auch ein kleines aber feines Buch zur Entstehung und zum Bau der Kirche ("Die hannoversche Marktkirche und ihr Turm" von Alexandra Druzynski von Boetticher).

Das Büchlein ist (soweit ich weiß) eine Doktorarbeit, sehr schön und verständlich geschrieben (ich gucke immer mal wieder rein, wenn ich in der Buchhandlung vorbeikomme 8) )

Grüße von
lobob

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Montag, 19. November 2007, 21:44

Zitat

bei mir passte alles sehr gut und es gab eigentlich keine Probleme mit dem Dach (ein kleiner grüner Rand vorne gehört allerdings zum Dach und darf nicht abgeschnitten werden!).

So hab ich das auch in Erinnerung! Von daher hatte ich an der Stelle eigentlich keine Probleme.

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Montag, 19. November 2007, 21:46

Hallo,

Das Buch "Die Hannoversche Marktkirche und ihr Turm" basiert auf einer Diplomarbeit im Fachbereich Architektur der Uni Hannover im Sommer 2003. Ich habe selbst auch Architektur mit Schwerpunkt Baugeschichte studiert. Aufgrund struktueller Veränderungen im Institut für Bau- und Kunstgeschichte musste ich mich dann bei meiner eigenen Diplomarbeit letztlich mit einem Neubauentwurf herumplagen.
Mittlerweile arbeite ich als Küster für die Kreuzkirche und manchmal auch vertretungsweise an der Marktkirche (Ist die gleiche Gemeinde).
Wenn ich genug Zeit habe, gibt es nächstes Jahr die Kreuzkirche im gleichen Massstab. Die wird etwas kniffeliger, da der Turmhelm eine barock geschwungene Haube ist. Wir haben nächstes Jahr 675-jähriges Jubiläum der Vollendung der (ursprünglichen) Kreuzkirche (damals noch mit steiler gotischer Pyramidenhaube). Vielleicht gestalte ich das ganze so, dass man wahlweise die mittelalterliche oder die barocke Kirche oder auch die im 16. Jahrhundert angesetzte Annenkapelle, die nach dem Krieg nur sehr schlicht wieder aufgebaut wurde, optional austauschen und/oder ansetzen kann.

Jens Hage, Hannover

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Montag, 19. November 2007, 23:47

Zitat

Wenn ich genug Zeit habe, gibt es nächstes Jahr die Kreuzkirche im gleichen Massstab.

Darauf freue ich mich dann jetzt schon mal!

Simon
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lobob

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Dienstag, 20. November 2007, 22:35

Hallo Jens,

da schließ' ich mich dem Simon an und freue mich auch schon auf die Kreuzkirche!

Vielleicht kommen ja noch andere hannoversche Kirchen dazu (wie zB die Dreifaltigkeits- oder auch die Christuskirche 8o )?

Aber dann müsstest Du noch einige Male die Arbeitsstelle wechseln ;)

Grüße von
lobob

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Dienstag, 20. November 2007, 23:00

Zitat

Aber dann müsstest Du noch einige Male die Arbeitsstelle wechseln

Nun red dem Jens das bloß nicht noch aus!

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