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Gummikuh

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1

Mittwoch, 13. Januar 2016, 21:47

LWS 6 Zubr von Lech Kolodziejski CardPlane 3-5 2005

Naja, man glaubt´s ja nicht...
Da verbiegt man nun ein paar Gramm heiße Kunststoff-Folie und ein paar Tage später liegt als Dankeschön ein Modell im Kiefbrasten.
Die Welt ist manchmal echt ulkig.

Und was ist das aber auch für ein Modell! Rein von der Optik her das Äquivalent eines Backsteins auf die Rübe.
Wie kann ein Mensch mit einem Harmonieverständnis oberhalb dessen eines Grottenolms SO ETWAS konstruieren????
Das ist ganz gruselig, das Ding. Schaurig! "Häßlich, wie die Nacht!" wär´ noch ein Kompliment.

Es handelt sich hier um die LWS 6 Zubr, die mittlerweile schon 10 Jahre auf dem Buckel hat: von 2005 ist das Teil.
Ein gewisser "Malo" (Was bin ich aber auch wieder fies heute...) hat den Bogen 2005 vorgestellt, und wenn ich da mehr als Datenkram bei dem Link rauskriegen würde, hätte ich mir eine Neuvorstellung gespart.
Hemingway hat den Bau begonnen, aber 2007 hört der - in wesentlichen Teilen des Modells vollständig - auf. Im Baubericht findet ihr aber auch den Link auf Konradus, wo das Zubr-Ekel fast fertig gestellt wurde. Zubr
Gottogott, die Kiste ist aber auch häßlich!
Daher MUSS die in mein Regal und ich freu´ mich wie ein kleines Schnitzel auf den Bau.

Ich stell jetzt mal die Titelseite ein und die Übersichtszeichnungen. Und wer dann im Spiegelbild des Monitors feststellt, daß seine Gesichtsfarbe grünlich wird, und so ein merkwürdiges Würggeräusch unterhalb des Kehlkopfes entsteht, klickt einfach bei der echten Vorstellung des Bogens auf "hab ich schon gesehen - reicht mir".

Is das Kunst, oder kann das wech?

Zaphod

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2

Mittwoch, 13. Januar 2016, 23:18

Hi Till,

sehr passende Charakterisierung, die Maschine hing in der Luft, wie Backsteine es nicht tun.
Letztes Jahr (oder 2014?) gabs auf Konradus auch einen kompletten Baubericht, das sah verflixt gut aus.

Die .pdfs für die Zusatzbögen hast Du?

Zaphod

Gummikuh

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3

Mittwoch, 13. Januar 2016, 23:18

Unabhängig davon, daß er sich ein wirklich schauriges Original vorgenommen hat, hat der Konstrukteur Lech Kolodziesjski offensichtlich einen ganz wundervollen Job gemacht.
Das Modell kommt einher mit 9 Seiten Außenteilen, 3 Seiten technischen Zeichnungen und 3 Seiten Spanten -wovon eine farbig ist - Inneneinrichtung und so.
Die Außenteile weisen ein paar zaghafte Alterungsspuren auf, aber ansonsten kommt das Ding, grafisch gesehen, frisch vom Fließband.
Die Inneneinrichtung ist recht stimmig und gut detailliert, und die Spantenkonstruktionen für Trag- und Steuerflächen sind exorbitant.
Richtig fett allerdings sind diverse Add-ons, die es wohl damals von der CardPlane-Seite zum downloaden gab: Motoren und eine überarbeitete Inneneinrichtung.
Die Inneneinrichtung ist schon cool, keine Frage (in Hemingways Baubericht könnt ihr die Unterschiede sehen), aber der echte Knüller sind die Bristol Pegasus-Motoren... Mannomann! Das sind 25 Teile pro Zylinder. Aber sowas von toll!
Naja, da schreib´ ich was dazu, wenn ich das baue... aber ich tropf´ jetzt schon so´n bißchen unter mich.
Der Druck ist superb, mit feinsten Linien - und ausnahmsweise mal NICHT Farbe ÜBER das Schwarz gedruckt. Schade nur, daß die ausgedruckten Add-Ons natürlich nicht die gleiche Farbe haben. Macht nicht so irre viel aus und man merkt es eigentlich nur bei der Inneneinrichtung deutlich.
Was mich vor allem schärft, ist, daß Lech Kolodziesjski aus diesem Zubr offensichtlich ein fast wissenschaftliches Projekt gemacht hat. Dem Bogen liegt eine - kleingedruckte - Seite über Konzeption, Bau und Einsatz der Zubr bei, und LK schreibt am Ende solche Sachen, wie "das hintere Ende des Rumpfes könnte etwas anders gewesen sein", oder "die Form des Instrumentenbrettes entspricht der Realität, aber die Anordnung der Instrumente ist größenteils angenommen".
Haaaaach, sowas läßt mich schon vor Entzücken quieken.
Wenn der Vogel von 2005 ist, dann würde ich meinen, hätte sich der Marktführer (O-Ton Wilfried) eine Scheibe davon abschneiden können (Hat er vielleicht auch getan (der Marktführer, nicht Wilfied), weshalb bei Hemingways Bau am Rumpf eine Paßungenauigkeit auftrat.
Anyway. Wenn ich mich an den Apparat mache, dann habe ich auf jeden Fall Hemingways Baubericht und die Bilder des polnischen BB´s zur Hand. Wundervoll.
Ich glaub´, ich mag diese schräge Mühle jetzt schon.








Is das Kunst, oder kann das wech?

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Robson (14.01.2016)

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Mittwoch, 13. Januar 2016, 23:49

und LK schreibt am Ende solche Sachen, wie "das hintere Ende des Rumpfes könnte etwas anders gewesen sein", oder "die Form des Instrumentenbrettes entspricht der Realität, aber die Anordnung der Instrumente ist größenteils angenommen".

... hach' - sag ich's doch - das Rudimentäre war schon immer wirkungsvoller als das tatsächlich Vorhandene. Kennen wir ja doch irgend wie .. saubere Spiele und dann die Realität ... :D
Apropos Realität - von diesem fliegenden Briefkasten habe ich ja noch nie etwas gehört; ich dachte immer die Franzosen hätten nur solche strömungsgünstigen Kisten auf's Feld gestellt? Bloch ist mir da in Erinnerung.
Was mir ebenfalls positiv auffällt, ist die Anordnung der Bauteile analog zur Laufrichtung - da kommt dann wirklich Freude auf ...

aber ich tropf´ jetzt schon so´n bißchen unter mich.

... Du wirst doch nicht den gallischen Tropfen ... ne, weiter mag ich nicht denken ... :D
Hast Du noch was zur Geschichte dieses Fliegers? Die werden den doch wohl nicht aus Materialüberfluß zusammengebrezelt haben? Der muß doch mehr als einen Piloten irgenwohin destiniert ...?
Egal, ich freue mich immer, wenn kartonale Satire in die dritte Dimension kommt! Und es kann auch politisch sein, ein Abbild zu bauen, was keine Chance hatte ...

mit liebem Gruß
Wilfried

5

Donnerstag, 14. Januar 2016, 00:27

Na moinsens,

zum Thema Material beim Bau dieser Schrankwand: man hat so ziemlich alles verbaut, was zu kriegen war ( vordere Sektion Alu, Heck Stahl, Flügel Holz und das ganze wohl mit reichlich Kleber zusammengehalten. Einer dieser Wisente ist wohl beim Probeflug auseinander gefallen, man tat es dann aber als Unfall ab weil während des Fluges jemand eine Tür geöffnet haben soll.

Ts ts, Geschichten gibts.

Robi
Uneingeschränkte Toleranz führt mit Notwendigkeit zum Verschwinden der Toleranz. Denn wenn wir die unbeschränkte Toleranz sogar auf die Intoleranten ausdehnen, wenn wir nicht bereit sind, eine tolerante Gesellschaftsordnung gegen die Angriffe der Intoleranz zu verteidigen, dann werden die Toleranten vernichtet werden und die Toleranz mit ihnen.

Karl Popper

Gummikuh

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6

Donnerstag, 14. Januar 2016, 10:48

Moin, zusammen,

hoho, Robert, da hast du ja offensichtlich detaillierte Informationen zu diesem Vogel.

Soweit LK das in seiner Historie beschreibt, ist einer der Flieger abgestürzt, während das Flugzeug einer rumänischen Delegation vorgestellt wurde. Da wurde dann natürlich nix aus dem Verkauf.
Als Resultat der Unfalluntersuchung wurde festgestellt, daß sich der Flügel verwinden konnte.
Nachdem die Konstruktion verbessert wurde, muß der Wisent sehr gut geflogen sein.
Allerdings war die PZL Los sehr viel besser (und sieht auch besser aus, hehe) und wurde vorgezogen.
Nach der Eroberung Polens, hat die deutsche Luftwaffe zwei Zubr für die Blindflugausbildung verwendet.

LK hat sich mit der Recherche echt beeindruckende Arbeit gemacht - toll! - aber du hast da offensichtlich noch mehr.
Naja, LK war damals rege bei Hemingways Bau dabei und scheint ein sehr netter Mensch zu sein. Ich versuch´ mal Kontakt aufzunehmen, und frag´ ihn, ob ich einen Scan seines englischen Textes einstellen darf. Dann habt ihr alle was davon.
Bei Urheberrecht und so bin ich immer etwas tense, wißt ihr ja.

@ Wilfried: in der Tat... Die französischen Flieger sind eh unterrepräsentiert.
Warum konstruiert keiner mal einen von diesen schrägen Vögeln. Die sind doch nun echt grausam. Dagegen ist die Zubr ja schon fast ein Anwärter auf den ersten Platz bei einem Design-Wettbewerb...

Bloch MB200

Amiot 143

Betreffs feuchte Flecken unter meinem Schreibtischsessel... nee, das ist der konstant tropfende Vorfreude-Sabber (Hab´ ich von unserem Hund - der tropft auch immer so)

Liebe Grüße

Till

P.S.: ICh würd´ mich ja direkt an das Ding dransetzen - haaaaach - aber nach dieser intellektuellen Anstrengung bei der Mitchell brauch´ ich erstmal wieder was grzelczakisches. Emotionaler Ausgleich und so.
Is das Kunst, oder kann das wech?

Gummikuh

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7

Donnerstag, 14. Januar 2016, 14:12

Sorry, Folks,

bisher war ich nicht sehr erfolgreich. Es gibt von Lech Kolodziejski ein LinkedIn-Seite, aber die ist leer. Und alles, was ich donst finde, bezieht sich auf die Seiten des CardPlane-Verlages, den es nicht mehr gibt.
Any bright idea?

Viele Grüße

till
Is das Kunst, oder kann das wech?

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8

Donnerstag, 14. Januar 2016, 14:26

Any bright idea?

Morse doch mal den Slawomir an ... ?

mit liebem Gruß
Wilfried

PS: ach - und hier habe ichnoch eine russische Seite gefunden; die Schwimmer-Version, die hat wirklich etwas ...

http://www.airwar.ru/enc/bww2/pzl30.html

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »wilfried« (14. Januar 2016, 14:32)


Gummikuh

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9

Donnerstag, 14. Januar 2016, 16:03

GUte Idee. Mach´ ich.

die Airwar-Seite ist immer wieder überaus brauchbar.
Das Bild der Schwimmer-Version habe ich auch irgendwo gesehen. DAS wär´ auch was gewesen.
Allerdings sind diese Schwimmer ja immer ziemlich elegant, das hätte sich ja mit dem Rest gebissen, wie Sau.

Liebe Grüße

Till
Is das Kunst, oder kann das wech?

10

Donnerstag, 14. Januar 2016, 20:28

Hallo Till,

Hemingway hat den Vogel nicht nur angefangen zu bauen, sondern hat ihn auch ausgepackt. Guckst Du hier.

Jetzt haben wir zwei sehr unterschiedliche Sichtweisen auf den Vogel, nett nicht wahr?
Herzliche Grüße
Gerald


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