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modellschiff

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Donnerstag, 14. April 2011, 09:49

Lokbeleuchtung

Hallo Eisenbahnfreunde,
zur Zeit baue ich eine Diesellok der dreißiger Jahre des letzten Jdh. Der Konstrukteur hat ihr für jede Frontseite 3 Lampen verpasst. Ich kann mich aber erninnern, dass in den späten 50er oder sogar erst in den 60er diese A förmige Beleuchtung bei der Bahn eingeführt wurde. Vorher gab es nur die Zweilampenlösung und an Bahnübergängen konnten bei Dunkelheit die Autofahrer nicht unterscheiden ob ein Zug oder ein Auto/Laster kam. Weiß jemand, wann genau diese Dreipunktbeleuchtung eingeführt wurde?

Mit freundlichen Grüßen

Ulrich

  • »Michael Diekman« ist männlich

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Donnerstag, 14. April 2011, 10:19

RE: Lokbeleuchtung

Zitat

Original von modellschiff
Hallo Eisenbahnfreunde,
zur Zeit baue ich eine Diesellok der dreißiger Jahre des letzten Jdh. Der Konstrukteur hat ihr für jede Frontseite 3 Lampen verpasst. Ich kann mich aber erninnern, dass in den späten 50er oder sogar erst in den 60er diese A förmige Beleuchtung bei der Bahn eingeführt wurde. Vorher gab es nur die Zweilampenlösung und an Bahnübergängen konnten bei Dunkelheit die Autofahrer nicht unterscheiden ob ein Zug oder ein Auto/Laster kam. Weiß jemand, wann genau diese Dreipunktbeleuchtung eingeführt wurde?

Mit freundlichen Grüßen

Ulrich


Bei der beleuchtung kann ich die leider nicht helfen. Allerdings kann ich mir nicht vorstellen das in 30,40,oder 50er Jahren die Autofahrer , aufgrund der Beleuchtung nicht zwischen Bahn und Auto unterscheiden konnten. Auch in diesen Jahrzehnten fuhren Kraftfahrzeuge in den meisten Fällen nicht auf den Schienen . Beim Querverkehr am Bahnübergang handelt es sich, aus Sicht des Autofahrers, immer um Züge.

Gruß
Michael

haduwolff

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Donnerstag, 14. April 2011, 10:19

Lichter...

Moin zusammen,

Ulrich, 3-Punktlampen gab es schon bei den Länderbahnen und der DRG. Eine feste Regel ableiten ist unmöglich.

Auch vor und während des Krieges liefen Loks mit 3 Lampen, aber die Kriegsbauten wie die BR 52 hatten in der Regel 2 Lampen, diverse grosse Loks, z.B. die 311er (frag Maxhelene) oder die E-94.
Rangierloks wie die Köf und 220, 360er usw hatten 2 Lampen.

Ziemliches Chaos für eine solche Beamtenorganisation wie die DR. Andererseits sind Rangierloks oft Eigentum der Dockbetreiber und Frachtunternehmer und haben nichts mit der DR zu tun.

Gruß
Hadu
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Donnerstag, 14. April 2011, 11:24

Hallo, Eisenbahner :]

zu dem Thema kann ich vielleicht die Seite Bahnstatistik.de empfehlen.
Dort sind unter dem Menüpunkt Signale die Signalbücher der deutschen Bahnen von 1907 - 2006 zu finden.

Demnach scheint das Dreilicht-Spitzensignal als Standardsignal wirklich erst mit der ESO von 1959 eingeführt worden zu sein.
Davor führten nur "Sonderzüge" die 3 Lichter. Wobei noch zu klären wäre, was in diesem Zusammenhang als Sonderzug definiert wurde.

Aber, wie Hadu schon sagt, was auf den oft privaten Industrie- und Hafengeländen abging, ist eine andere Geschichte.

Gruß
Peter

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Peter Wulff« (14. April 2011, 11:25)


Henryk

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Donnerstag, 14. April 2011, 12:02

Hallo zusammen,
im Buch „Leitfaden für den Dampflokomotivdienst“ aus dem Jahre 1939 wird im Kapitel „Die Beleuchtungseinrichtung“ ausgeführt, dass „jede Lokomotive hat auf dem vorderen und hinteren Pufferträger… je zwei Signallaternen rechts und links über den Puffern und je einen Anschluss für eine dritte Signallaterne etwa in Höhe der Kesselmitte…“
Herzlichste Grüße
Henryk

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modellschiff

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Donnerstag, 14. April 2011, 12:18

RE: Lokbeleuchtung

Hallo Michael,
es gab ja gerade auf dem Lande nicht immer Schranken gesicherte Bahnübergänge. Und ich erinnere mich aus der damaligen Diskussion gerade nach schweren Unfällen mit Eisenbahnen, dass man als Sicherheitsmerkmal dann die Dreilampenregelung diskutiert und dann eingeführt hatte. Ich finde an dieser Diskussion interessant, wie deutlich wird, was heute am Schnittpunkt Straße/Schiene als selbstverständlich gehalten wird, vor 50 Jahren lange noch eingeführt und geregelt war.
Viele Grüße
Ulrich

Henryk

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Donnerstag, 14. April 2011, 12:30

Zu diesem Thema habe ich noch etwas auf kartonwork.pl gefunden, der Autor ist ein Eisenbahner (Ingenieur) vom Beruf;
Die obere Signallaterne wurde nach der Elektrifizierung von Bahnstrecken eingeführt. Ihre Aufgabe ist, die Oberleitung zu beleuchten.
Herzlichste Grüße
Henryk

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Wiesel

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Donnerstag, 14. April 2011, 13:10

Zitat

Original von Henryk
...
Die obere Signallaterne wurde nach der Elektrifizierung von Bahnstrecken eingeführt. Ihre Aufgabe ist, die Oberleitung zu beleuchten.


...und wäre dann ja wohl (damals) bei Dieselloks nicht nötig gewesen, oder?

Gute Recherche ist eben durch nichts zu ersetzen... =)
Bis die Tage...

Helmut

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Henryk

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Donnerstag, 14. April 2011, 13:32

Nicht unbedingt. Laut Wikipedia 1879 stellt Werner von Siemens die erste gebrauchstaugliche Elektrolokomotive vor und 1895 wurde die Strecke Meckenbeuern-Tettnang als erste elektrisch betriebene Vollbahn in Deutschland in Betrieb genommen, 1902 wurde in Wöllersdorf in Niederösterreich die erste mit Hochspannung betriebene Drehstrombahn, und 1904 im Stubaital in Tirol die erste Hochspannungs-Wechselstrombahn der Welt in Betrieb genommen.
Ich habe es so verstanden, dass es darum ging, die Oberleitung (nachts) zu sehen, um z.B. den Zug zu stoppen, wenn die Oberleitung (beschädigt) gerissen war, unabhängig davon, was für ein Zug die Strecke gerade befuhr.
Herzlichste Grüße
Henryk

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