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Vince

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Sonntag, 15. Februar 2015, 22:32

Leuchtturm "Alte Weser" - DSM, 1:100

Moin Moin liebe Karton Gemeinde,

hier möchte ich Euch an meinem neuen Bauvorhaben teilhaben lassen. Und da Helmut mir bestätigte das es dazu noch keinen Bericht hier gibt, versuch ich mal einen zu machen.
Als Bitte gleich vorweg, wenn ihr Erfahrung mit dem Bogen habt oder sonst gute Anregungen wie ich grobe Fehler vermeiden oder mir das Leben einfacher machen kann, haltet euch nicht zurück. ;)

Es wird der Leuchtturm "Alte Weser", wie der Titel vermuten lässt. Der Bogen ist von Kurt Georg Hesse im Masstab 1:100 konstruiert und erscheint beim Deutschen Schiffahrtsmuseum in Bremerhaven.
Da das Original knapp 40m ü.NN. hoch ist erwarte ich dass das Modell nachher mit einer Gesamthöhe von über 40cm auf seinem Platz am Kamin (der nie an ist, keine Sorge) Platz nehmen wird. Das ist schon recht ansehnlich. Der Bogen ist ein "alter" Bogen, der für mich nach Handarbeit aussieht, also von Hand gezeichnet und koloriert. Das ist für mich neu, habe ich doch bisher nur Computer konstruierte Bögen von JSC gebaut. Das Modell hat diverse Optionen "von Haus aus" zu Superungen wie Fenster oder Verglasung des Leuchtfeuers und eine detaillierte Inneneinrichtung ist im Bogen enthalten. Das Material des Bogens ist reckt dick, lässt sich aber wunderbar formen. Es neigt (wie ich festellen durfte) dazu sich mit Wasser von (verdünntem) Weissleim oder Farben beim Kantenfärben vollzusaugen. Der Bogen ist klar strukturiert, die Anleitung aber etwas einsilbig und mit nur wenigen Zeichungen versehen.

Soviel zum Modell, ein paar kurze Informationen zum Original, das finde ich bei anderen Bauberichten immer toll :)
Der Leuchtturm "Alte Weser" wurde in den Jahren 1961 bis 64 in der Nordsee vor der Wesermündung errichtet um den zu der Zeit stark beschädigten Leuchtturm "Roter Sand" zu ersetzen. Er steht Ost-Nord-Ost vom alten Leuchtturm einige Kilometer entfernt in Sichtweite (konnte keine genaue Entfernung finden, ich schätze mal 3-5km?) Die Bauform ist ungewöhnlich, mit einem sich nach unten verjüngenden Schaft und gross ausladenen Obergeschossen. Die Pläne hierfür stammen vom Bremerhavener Ingenieur Andreas Carstens, die Bauform sollte weniger Widerstand gegen schweren Wellengang und Eis bieten. Das Fundament ist Stahlbeton mit einem Stahlmantel, die Obergeschosse eine Stahlkonstruktion die an Land gebaut und später zum Turm verbracht wurden. Die Arbeitsräume und Unterkünfte sind für eine Besatzung von 4 Mann ausgelegt. Das Leuchtfeuer befindet sich auf etwa 33m Höhe und wird heute mit einer 2000W Xenon lampe betrieben, was sie bis zu 23nm weit sichtbar macht. Der Turm ging am 1.9.64 in Betrieb und feierte letztes Jahr sein 50jähriges Dienstjubiläum. Der Turm wurde 1972 vollautomatisiert und wird seitdem unbemannt betrieben.

Um die Frage zu beantworten, warum es denn gerade dieser Turm sein soll, mit seinem ganz eindeutig aus den 60er Jahren stammenden Industrie-Design.
Als gebürtiger Bremer und durch Familie häufiger Gast in Bremerhaven liegt mir die Weser und ihre maritime Geschichte am Herzen, insbesondere das DSM habe ich in meinem Leben häufig und gerne besucht, auch lange nachdem ich aus Bremen und sogar aus Deutschland verzogen bin. Der Turm mag nicht das schönste Leuchtfeuer an der deutschen Küste sein (der Titel steht eher dem Rote Sand zu), aber irgendwie fand ich ihn immer sehr interessant. Ich weiss nicht mehr wer es war, ob mein Grossvater oder Urgrossvater, aber sie sagten einmal das der "Alte Weser" das modernste sei, was momentan auf See stünde. Nun das war in dne 80ern und vielleicht auch nicht korrekt, aber es hat mich kleinen Steppke beeindruckt. Dazu ist der Turm einfach einladend, seine Form ist nahezu perfekt dafür das Menschen auf ihm leben und arbeiten und ich finde es fast schade das er automatisiert ist. Wenn ich als Junge den Beruf "Leuchtturmwärter" hörte, dachte ich mir "Wenn das mal mein Beruf wird, will ich auf so einen Turm." Und ja ich hatte die 20PF Briefmarke in meiner Sammlung. Mehrfach.

Dann werd ich jetzt gleich mal die Bilder verkleinern und mich dann dran machen die ersten beiden Bautage zusammenzufassen.

Grüsse,
Sebastian
Gruesse,
Sebastian

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Vince« (15. Februar 2015, 23:03)


Vince

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Sonntag, 15. Februar 2015, 22:58

Fangen wir also an das gute Stück vom Zweidimensionalen ins Dreidimensionale zu überführen.

Ein kurzer Eindruck vom Bogen. So sieht das aus, alles sehr ordentlich, die Linien etwas dick. Daher schneide ich hier deutlich in den Linien bisher und kann oft noch ein klitzekleines Bisschen "abhobeln". Lässt sich bisher toll be- und verarbeiten.


Schon vor einigen Wochen (glaube 3?) hatte ich mit dem Bau insofern begonnen, das ich den Bogen komplett gescant habe (in mehreren Auflösungen) und dann die Bodenplatte ausgeschnitten. Diese hat einen hübschen "Nordsee-Effekt" und soll verstärkt werden. Das habe ich dann gemacht in dem ich sie mit UHU FF schwarz auf Graukarton geklebt habe. Zum Aushärten und Setzen ist das ganze dann für einige Wochen unter einen Holzschubkasten von Ikea, in dem ich Computerkrams aufbewahre, gewandert.
Hier die Bodenplatte nach dem Härten und Zushcneiden.


Gestern habe ich erstmal brav nach Anleitung gearbeitet. Und die sagt erst die Anleitung der Baugruppe lesen, dann Bauteile auswählen, ritzen, schneiden, formen, kleben. Also erstmal studiert wie da was zusammengehört. Die Anleitung ist ganz klar für Leute geschrieben die schonmal was gebaut haben, auch Bebilderung gibt es nicht wirklich. Also wirklich genau lesen, Teile anschauen, eventuell mal aneinanderhalten. Gut Ding will Weile haben. Aber der Konstrukteur sagt das auch sehr eindrücklich in Vorwort, daher gibt es bisher nichts worüber ich mich beschwere kann.

Also erstmal Lesen, Auswählen, Ritzen und schneiden der Baugruppe 1. Und so sah das Ergebnis dann gestern zum "Feierabend" aus: (Wir haben uns einen schönen Fernsehabend gemacht):


Jetzt meine grosse Hürde in Baugruppe 1, die Ringe. Das folgende sollte nicht als "Bogenschelte" vestanden werden, weil ich glaube ich verstehe ganz genau warum das so kontruiert wurde seinerzeit.
Die Teile 14 und 28 sind die Aussenverkleidungen des Sockels. Diese sollen vorgeformt und dann mit einer hinterklebten Lasche zu einem Zylinder geformt werden. Und dann an 2 Stellen, nämlich den schraffierten, wieder geöffnet und mit Einbuchtungen versehen werden.
Das war für mich sehr schwer zu verstehen, warum ich das hier zusammenkleben und dort wieder trennen soll. Ich verstand es nicht und irgendwie sträubte es sich mir sehr lange das so zu bauen. Bei der Beschäftigung mit den Teilen fiel es mir aber wie Schuppen von den Augen, warum das so kontruiert wurde.
Der Bogen ist eine "Handkonstruktion", nicht am PC gemacht und der Referenzpunkt für das Modell ist Norden. Daher sind die Aussenwände "genordet", die Abstände etc bemessen sich zum Nordpunkt um Präzision zu erzielen. Bei einigem Computerbogen würde man sicher eine der Einbuchtungen als Beginn nehmen, eventuell von vornherein mehere Teile machen etc, aber mit der Hand ist das so einfach viel besser.
Für mich war das ein echter Stolperstein für eine gewisse Zeit, ich wollte einfach ungerne eine Aussenwand zerschneiden und an anderer Stelle eine Naht einbauen. Sollte dieser Bogen irgendwann mal digital überarbeitet werden, wäre das hier einer der Puntke die man vereinfachen kann. ;)


Gibt auch Sachen die mir richtig gut gefallen, die "Spanten" sind zahlreich und mit dem Karton bekommt der Sockel eine enorme Festigkeit, das Pegelrohr schreit geradezu "Kabel hier Verlegen" wenn jemand den Turm elektrifizieren will. Und die Technik mit den "hinterklebten" Laschen für die Wände macht fast nahtlose Übergänge die eine wunderbar glatte Turmwand ergeben.
Als ich dann verstanden habe wieso und wie der Konstrukteur das von mir will, ging es plötzlich auch ganz einfach. Erste Ebene des Sockels und dann der Deckel mit den Pollern drauf.


Dann die zweite Ebene der Baugruppe darauf, Leitern montieren und alles ordentlich Kantenfärben.


Und damit ist Baugruppe 1 "Sockel" dann auch schon abgeschlossen. In den nächsten Tagen (Wochenende?) kommt dann Baugruppe 2 "Leuchtturmfuss" dran, der markante umgekehrte Kegelstumpf bis zur Unterkante Wohnetage. Da werde ich mir wieder sehr viel Zeit zum schnibbeln und knicken nehmen, der ist so lang und hoch das sich da jeder Millimeter Ungenauigkeit rächen wird. Drückt mir die Daumen!
»Vince« hat folgendes Bild angehängt:
  • 2015-02-15 19.45.43.jpg
Gruesse,
Sebastian

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Montag, 16. Februar 2015, 08:14

Hallo Sebastian

Schön, dass Du eine Baubericht zu diesem Modell machst! Und danke für den genauen Beschrieb der Teile, die Dir Kopfzerbrechen bereiteten. Genau das macht ja so ein Forum sinnvoll!
Das scheint wirklich ein sehr interessanter Bogen, bzw. ein interessantes Modell zu sein, Deine geschichtliche Einführung Deinen persönlichen Bezug machen es wohl zu einem MUSS für Dich :D !
Ich freue mich auf die Fortsetzung!


Freundliche Grüsse
Peter

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Montag, 16. Februar 2015, 11:52

Bau Leuchtturm Alte Weser

Hallo Vince,

Ich habe mir mein Exemplar des DSM Baubogens Alte Weser mal rausgeholt. Immer mal wieder kommt er auf die Liste der anzupackenden Bauten.
Wie du schon sagst verderben Fehler im unteren Bereich am Ende die Freude am ganzen Modell.

Viele Grüße und viel Freude beim Bau
Roman


Edit PS: Mein Beitrag bezog sich zuerst auf deinen zweiten. Alle anderen Beiträge habe ich erst nach der Absendung gesehen. Dann kann ich beim Bau ja von deiner Erfahrung profitieren.
LG Roman

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »morewings« (16. Februar 2015, 12:07)


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Montag, 16. Februar 2015, 16:21

Ich habe den Bogen hier auch noch liegen. Vorher sind aber noch andere Dinge in der Warteschlange. Der Baubeginn wird wohl noch ein Jahr dauern.
Dann kann ich aber sehen, wo man aufpassen sollte.

Danke für die Infos und Bilder.
Viel Spass beim basteln.

Vince

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Dienstag, 17. Februar 2015, 09:51

@Peter
Danke :D Ich freu mich Dich wieder dabeizuhaben!

@Roman
Lag vielleicht auch an mir, ich verstehe gerne Dinge bevor ich sie tue. (Etwas das mich im Job immer wieder graue Haare und Aerger kostet). Kann also sein das ich einfach schwer von Begriff war. Wenn man es erstmal so macht wie im Bogen gehts toll. Alles vorgeformt, dann geschnitten. Dann passt das auch alles richtig gut.

Schon erstaunlich das es keinen Baubericht zu diesem Bogen gibt, der ist doch auch schon ein paar Jahre laenger draussen. Hoffe ich stuempere hier nicht zu sehr rum. Ist ja erst mein drittes Modell 8| so das nachher wirklich fuer erfahrene Leute was zum Schauen ueber bleibt.
Gruesse,
Sebastian

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Sonntag, 29. März 2015, 23:46

Moin,

wie beim Vorbild kommt es offenbar auch bei meinem Modell zu Verzögerungen.

Irgendwie war der Wurm drin, Freunde wollten besucht werden, andere Verpflichtungen riefen. Und plötzlich kündigte sich der Frühling an, so mit Rasenmähen, Grillen und der ersten Ausfahrt mit den Motorrädern dieses Jahr. Aber heute, draussen scheint die Sonne, es regnet in Strömen und der Orkan peitscht ums Haus. Ja genau, ihr habt euch nicht verlesen, ist so eine typisch irische Sache. Zum Glück haben wir alles im Haus was man so braucht, frische Klingen, Uhu, Weissleim, Earl Grey und selbstgemachten Rosinenkuchen. Da kanns ja losgehen.

Bauabschnitt 2, umgekehrter Kegelstumpf.
Insgesamt sind 3 Röhrenelemente vorgesehen, ganz innen das Pegelrohr das aus dem Sockel verlänger wird, dann die Spindel mit Treppenhaus und Einstiegen drumherum dann der Turmmantel. In das Treppenhaus und den Turmmantel sollen nach dem Runden und Kleben Aussparungen für die TÜren eingebaut werden. Das hab ich noch nie gemacht, das wird spannend. Die beiden grossen Röhren, also Treppenhaus und Turmmantel hatte ich unter der Woche bereits vorgebaut, damit der Kleber richtig Aushärten kann. Darauf wurde in der Bauanleitung hingewiesen und die ist so knapp gehalten, das alles darin wichtig ist.

Zuerst ging es mit den Einzelteilen der Einstiege los. Die Handräder der Einstiegstüren habe ich aufgedoppelt dazu habe ich Handräder aus einem LC Satz von HMV genommen und schwarz gefärbt. Sieht nachher niemand mehr, mir erschien es richtig :D


Im Anschluss daran ging es an die Montage des Mantels des Treppenhauses.Hier gibt es 3 Ringe in verschiedenen Höhen, wobei ich nur die oberen und unteren Abschluesse fest montiert habe und den mittleren nur aufgesteckt um etwas flexibel zu sein. Dann werden unten die Einstiege eingesetzt und die Spanten eingebaut, damit ergibt sich dann auch der finale Sitz des mittleren Ringes. Beim Zerschneiden des Bogens zum Scannen ist mir ein Unfall passiert (Beim Trennen der A4 Doppelseiten in Einzelblätter) und ich habe eine dieser Spanten beschädigt. Statt sie zu drucken, habe ich mit einem Stück Verschnittkarton den unabsichtlichen Schnitt hinterklebt um Materialmix zu vermeiden.


Erste Anpassung des montierten Teils in den Turmmantel und des teilfertigen Bauabschnittes auf den Sockel.


Sieht auf den ersten Blick so unscheinbar aus, weil "ist ja nur glatte Aussenhaut" aber das Innenleben ist recht komplex tatsächlich. Und so bin ich nur etwa zur Hälfte durch den Abschnitt gekommen heute. Naja vielleicht regnet es ja die Tage, damit ich wieder Earl Grey schlürfen und Karton bearbeiten kann.

Bis dahin,
Sebastian
Gruesse,
Sebastian

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Montag, 30. März 2015, 08:41

Ach ganz vergessen zu erwaehnen wie ich die Einschnitte in den fertigen Roehren gemacht habe.
Ich hatte hier im Forum den Tip bekommen das mit einer moeglichst kleinen und scharfen Schere zu machen. Das habe ich dann an einem Testzylinder ausprobiert mit der kleinsten und schaerfsten die meine Frau finden konnte (sie nannte sie "Hautschere" aus ihrem Kosmetik Arsenal). Aber ich war mit dem Ergebnis nicht nicht 100% zufrieden, der Karton verformte sich zu stark beim Schneiden und die Schnittkante war... keine AHnung "nicht so schoen" wie mit dem Skalpell.
Daraufhin hatte meine Frau eine sehr praktikable Idee (das passiert ihr tatsaechlich oefter) und sie schlug vor das doch "auf Zylinder" zu schneiden. Und reichte mir prompt eine Reihe von kleinen Pillendosen und Roehrchen an um das mal auszuprobieren. Das ERgebnis warr zufriedenstellend. Tatsaechlich hatten wir welche die recht exakt den notwendigen Durchmessern und so konnte ich die Aussparungen mit Skalpell und sogar Lineal bei den langen geraden Abschnitten im Turmmantel schneiden.
Gruesse,
Sebastian

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Montag, 4. Mai 2015, 23:53

Auch auf der langsamsten Baustelle im (Papp-)Wattenmeer geht es endlich weiter.

Gutes Wetter, viel zu tun und sonstige übliche Gründe führten dazu, das die Pappe im Regal liegenblieb.
Aber heute war bei uns Feiertag (wir legen alle beweglichen auf den darauffolgenden Montag), das Wetter war sehr gemischt und nicht wirklich warm (Und Samstag stand unser Garten unter Wasser vom Regen...).

Tja was bietet sich da mehr an, als eine (oder viele) Kannen Tee zu kochen und sich mit Karton schnibbeln und kleben zu beschäftigen.
Erster Punkt der Tagesordnung war es, den Kegelstumpf endlich fertigzustellen, die Aufstiege einzukleben. Leitern, Relings und Abturzsicherung werde ich erst bei der endgültigen Fertigstellung montieren (Relings evtl LC wenn ich welche in 1:100 finde).
MIt dem Bauabschnitt beendet, die Arbeit an Abschnitt 3 "Wohn- und Arbeitsdeck" begann.
Rohbau des Wohndecks.

Die Aussenwand wird aus 2 grossen Segmenten mit 2 Verbinderlaschen zusammengebaut. Ich habe mich entschlossen, meine Obsession mit Fenster aussticheln fortzusetzen. Mit Folie hinterkleben und schwärzen.

Den Ring fertiggestellt und auf der Bodenplatte probesitzen lassen, einmal mit der Bodenplatte des Arbeitsdecks.


Und einmal die Gesamtkonstruktion zusammengesteckt:


Der Rest des Abends verging mit Ausschneiden der diversen Teile der Inneneinrichtung des Arbeitsdecks. Ich glaube ich bin noch nicht fertig, werde aber erst im nächsten Arbeitsschritt mit dem Zusammenbau beginnen.

Keine besonderen Schwierigkeiten, ausser den fortgestzten Problemen die ich mit dem Pegelrohr habe. Das Material lässt sich nur schwer auf den korrekten Radius bringen und dann mit der Lasche verkleben, oder mir fehlen spitze Klammern zum fixieren beim Aushärten.

Danke fürs Lesen, bis zum nächsten Mal (Und wenn ihr wisst wo ich 1:100 LC Reling bekomme, lasst es mich wissen!)
Gruesse,
Sebastian

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Sonntag, 6. März 2016, 23:46

So ich wedel mal vorsichtig den Staub von diesem Thread und mach die Spinnweben weg.

Wie der Engländer so schön sagt wurde dieses Projekt "shelved" also "ins Regal gestellt". Und genau das ist passiert, das Ding stand buchstäblich seit dem letzten Beitrag (fast) unberührt neben meinem PC im Regal.
"Leben ist, was passiert wenn Du damit beschäftigt bist andere Pläne zu machen" Allen Saunders (John Lennon).
Am Anfang war gar nichts geplant, es kam einfach immer nur was dazwischen. Eigentlich wollte ich das Maschinendeck noch vorm Sommer schliessen, aber hab dann noch 1:100 LC Reling gesucht (und auch bekommen). Aber irgendwie fingen andere Dinge wichtiger zu sein, langfristige private Projekte wurden plötzlich greifbar. Im Herbst hagelte es dann Einschläge und meine Frau und ich waren damit beschäftigt alles am Laufen zu halten und... egal. Aber nun schaut es so aus als ob der Sturm sich langsam legt und ich sah das angefangene Projekt da stehen und hatte plötzlich Lust.
Und so setzte ich mich heute hin, entstaubte die Arbeitsmaterialien und legte los.

Wie im letzten Beitrag von vor fast einem Jahr ersichtlich, hatte ich mit dem Innenausbau des Maschinendecks begonnen. Nach dem letzten Beitrag sind noch einige Sachen passiert, hier ein kurzer Blick. Das Bild stammt aus dem Mai letzten Jahres, einen Tag nach obigem Beitrag. Alle weiteren sind von heute.

Auch der Werkstattraum ist fertig:

Und der Maschinenraum ausgebaut. Ich habe die Fenster der Schaltschränke ausgestichelt und mit Folie hinterklebt und dann mit blauer Farbe "erblindet". Sieht für mich besser aus als die aufgemalten.



Heute, fast ein Jahr später, ging es dann mit den restlichen Einbauten im Maschinenraum weiter. Kranhydraulik (weiss) und Dieselgenerator (grau). Der offene Teil am Generator ist der Lufteinlass, der so laut Modell sein soll, im Original geht der in einen Luftkanal an der Raumdecke über der im Modell nicht nachgebildet ist.

Stellprobe der beiden Aggregate am vorgesehenen Stellplatz:


Die Einrichtung der Küche liegt bereits ausgeschnitten in der Teileschachtel, die werde ich dann als nächstes verbauen und mich dann mit der Aussenwand beschäftigen.

Ich hoffe es geht hier bald weiter ;)
Gruesse,
Sebastian

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wediul (07.03.2016), Unterfeuer (07.03.2016)

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