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Zaphod

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Dienstag, 27. Dezember 2011, 10:14

Leonardo da Vinci: Luftschraube von Instant Durable

Hallo,

in der Vorweihnachtszeit wurde dieses Modell erstellt. Es ist von der Teilzahl her überschaubar und macht fertig einen netten optischen Eindruck. Leider trüben etliche unnötige Konstruktionsfehler des bastelspaß und machen das Modell für Anfänger wenig geeignet.

Zum Bogen: Eine der frühen Produktionen aus dem Hause Instant Durable. Enthalten sind neben der Luftschraube der recht bekannt gepanzerte Wagen und das schaufelradgetriebene Schiff (Bilder 1 und 2)

Zur Anleitung: Diese ist für den Anfänger unbrauchbar, denn sie beschränkt sich weitgehend auf das Offensichtliche ("Klebe 1 an 2"), gibt aber keinerlei Tipps bei den kniffeligen Teilen. Skzzzen fehlen, man bleibt auf das Titelfoto verwiesen.

Man beginnt mit der Grundplatte (Bild 3). Diese ist rückseitig gefärbt (deutlich dunklerer Farbton, Bild 4), trotzdem sollte man die Verdopplung (ggf. mit einem scan) ins Auge fassen, um die Stabilität zu erhöhen.
Unter die Grundplatte kommen 6 "Füße" (Bild 3), zu diesen wird nicht angegeben, welches Ende nach innen und welches nach außen zeigen soll.
Die Aufbauten bestehen aus drei dreikantigen Balken und einer Art Kabeltrommel (Bild 5 zeigt die Markierungen, Bild 6 zwei der Dreikantbalken).
Die Kabeltrommel sollte nicht nur stumpf aufgeklebt , sondern von innen mit einigen selbstgefertigten Laschen fixiert werden (Bild 7)
Die fertige Baustufe (Bild 8), man beachte, dass die Dreiecke oben nicht an die Dreikantbalken geklebt werden, sie halten die kleinere Scheibe (Bild 9, Rand unten)
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Zaphod

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Dienstag, 27. Dezember 2011, 10:28

Die fertig eingeklebte obere Scheibe (Teil 7) hier schon mit der nachfolgenden Baustufe, dem mittig einzuführenden Pfahl mit spitzem Häubchen (Bilder 1 und 2)
Diesen Pfahl (Teil 11) sollte man mit einer Lasche schließen (Bilder 3 und 4). Die Konstruktionsfehler hier sind leider nicht unerheblich, das Häubchen 12 ist viel zu groß für den Pfahl (das Foto suggeriert ein glattes Aufsitzen. Ich musste 12 am unteren Rand um insgesamt gut 6mm verkleinern (!) Bild 5 zeigt eine Aufsetzprobe, außer "au weia" fiel mir dazu nichts mehr ein.
Bild 1 zeigt außerdem, dass das Loch in der Scheibe 7 viel zu groß für den Pfahl 11 ist. Das setzt die Stabilität der ganzen Konstruktion unnötig herab.
Die Kabeltrommel und der Pfahl in der Mitte verbindet eine Art Keilriemen (Bild 7), in Wirklichkeit wohl ein mehrfach um den Pfahl gewickeltes Seil, das zum Starten rasant wie bei einem entsprechenden Kinderspielzeug abgezogen werden sollte.
Kommen wir zur Luftschraube (Bild 6). Diese soll stumpf an den Pfahl 11 geklebt werden, was m.E. ein aussichtsarmes Unterfangen ist. Ich habe mit mit einer Hilfskonstruktion aus zwei Nadeln und zusätzlichen Laschen beholfen (Bilder 8 und 9).
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Zaphod

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Dienstag, 27. Dezember 2011, 10:35

Ein Blick von oben (Bild 1).

Zwei Männeken sollen versuchen dem Pfahl die nötige Rotationsgeschwindigkeit zum Abheben zu geben (nette Strafarbeit für Schüler, die im Physikunterricht geschlafen haben), sie sind zwar rückseitig bedruckt, aber leider mit erheblichem Versatz (Bilder 2 und 3)

Fazit: Sieht fertig recht nett aus, hat aber beim Bauen wenig Vergnügen bereitet. Der Panzer ist erstmal tiefer in den Stapel gerutscht.

Zaphod
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Gummikuh

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Mittwoch, 28. Dezember 2011, 13:43

Hey, Panzerchen,

wenn du das aus heutiger Sicht betrachtest, ist es durchaus drin, Leonardo da Vinci mit etwas mitleidigem Lächeln zu betrachten. Der Witz ist, daß der Mann Dinge gedacht hat, die immens weit seiner Zeit voraus waren. Die Idee, daß Luft ein Stoff ist, den man ebenso nutzen kann, wie Wasser, ist gigantisch. Ob das nun mit einer Schraube funktionieren kann, die eher für Wasser gedacht ist, oder mit zwei Physikschülern als Motor, das ist sekundär.
Die Geschichte ist gestopft voll mit Konzepten, bei denen hinterher alle gesagt haben: hehehe, wußten wir doch gleich, daß dieser Schwachsinn nicht funktionieren kann! Und voll von Konzepten, von denen niemand geglaubt hat, daß sie funktionieren könnten, aber dann......Schwupps! Und letztere waren oft genug eine Folge der ersteren. Wer weiß, in einer anderen Welt würdest du vermutlich auch sagen, die Gebrüder Wright würden überschätzt werden.
Ohne Leute wie Leonardo da Vinci GÄBE es heute keine Hubschrauber!

@ Zaphod: Cooles Projekt! Mal was ganz anderes. Ich wußte gar nicht, daß es diese Leonardo-Konstruktionen gibt.

Viele Grüße

Till
Is das Kunst, oder kann das wech?