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Marcel S

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1

Freitag, 1. Januar 2016, 20:15

LC-Spanten beplanken?

Moin,

bei meinem aktuellem Projekt der USS Missouri von GPM stellen sich mir folgende Fragen:

1.Wie krieg ich es hin das die Beplankung (ÜWS+UWS) Wellen frei wird?
2. Sollte ich eine Doppelbeplankung machen?
3.Welchen Kleber zum Kleben der Bordwände nutzen?
4.Womit kann ich das Deck verstärken?
5.Wie passe ich die Spanten der Rumpfform an?Kann man schleifen?

Es würde mir echt weiter helfen ,wenn Ihr ein paar Tips für mich habt.... :thumbup:


Gruß Marcel

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2

Freitag, 1. Januar 2016, 21:27

Hallo Marcel,
für das Kleben von Rümpfen einschließlich der Bordwände ist von der Verwendung von Weißleim abzuraten. Ich verwende Lösungsmittelhaltigen Kleber (UhU schwarz oder die Sorte Cre-Ation vom Action-Markt, die meiner Meinung nach besser und dazu auch noch billiger ist).
Die LC-Spanten von GPM kann man schleifen, wenn man die Kanten zuvor mit flüssigem Sekundenkleber gehärtet hat.
Für die Verstärkung des Decks gibt GPM doch die Kartonstärken an. Bei Bauten in 1:200 habe ich keine Erfahrung, bei den auf 1:250 geschrumpften Modellen verwende ich Graupappe die 0,6-0,7mm stark ist.
Mit der Doppelbeplankung habe ich keine Erfahrung, es gibt aber einige Modellbauer, die darauf schwören.
LG
Mainpirat
Wer zufrieden ist, kann niemals wirklich zugrunde gerichtet werden.
Laotse

Helmut B.

Hennings Dino

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3

Samstag, 2. Januar 2016, 10:37

Kurt hat schon das Wesentliche geschrieben, Marcel.

Ich habe noch nie doppelt beplankt, auch bei der 200er TITANIC nicht (das einzige 1 : 200-Modell, das ich bisher gebaut habe).
Ich würde Dir aber (dringend) raten, alle Bordwandteile, am besten alle Bögen, zu kopieren, also eine Sicherheitskopie anzufertigen.

Maximal 1 mm-Spanten müssten reichen, aber unter 0,5 mm solltest Du nicht gehen (ist ja ein ziemlich langer Rumpf in 200). Nach meiner Erfahrung ist ein Härten der Kanten vor dem Schleifen nicht unbedingt nötig; je nach Pappensorte lässt sich manchmal bei weichen Kanten leichter der Übergang zwischen den einzelnen Rumpfplatten glätten.

Du solltest aber auf einen geschmeidigen Verlauf der Beplankung achten. Man kann dazu die Spanten "straken". Wenn Du einen Kartonstreifen im Rumpfverlauf an die Spanten legst, siehst Du sofort, wo Du etwas nacharbeiten musst.
Grundsatz: Je dicker die Spanten sind, um so mehr musst Du straken.

Zur Deckverstärkung müsste sich etwas aus der Bauanleitung ergeben, oder es stehen Sternchen neben den Bauteilen?
Bis die Tage...

Helmut

"Einmal sah jemand die Häftlingsnummer 78651, die auf meinem Arm eintätowiert ist, und sagte: "Das ist wohl Ihre Garderobennummer?" Danach trug ich jahrelang nur langärmelige Pullover."
In Erinnerung an Simone Veil, † 30. Juni 2017



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fuchsjos

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4

Samstag, 2. Januar 2016, 15:47

Weißleim und andere wasserhältige Kleber bewirken bei Karton und Papier den nachteiligen Effekt, daß die Feuchtigkeit ins Papier (Karton) gezogen wird und das Material leicht aufquillt. Beim Trocknen zieht sich das Material dann wieder zusammen und es entsteht ein typischer Effekt - die Spanten sind deutlich zu sehen und das Material zwischen den Spanten fällt leicht nach innen. Mit lösungsmittelhältigen Klebern ist dieser Effekt nicht vorhanden und wesentlich schwächer.

Manchmal kann man diesen Effekt aber auch positiv verwenden. Werden die Teile nach dem Verkleben auf der Innenseite mir Parkettbodenlack eingestrichen dann wölben sich nach dem Trocknen die Flächen leicht nach außen. Bei Schiffen und Flugzeugen kann das einen sehr interessanten (und naturgetreuen) Effekt bewirken. Auf jeden Fall sollte man aber vorher einen Testversuch starten.

P.S.: Die Beplankung von Stahlschiffen ist im Original alles andere als glatt und eben - die Oberfläche zeigt deutliche Wellen und Unebenheiten - mit der Parkettlackmethode kann man diesen Effekt gut nachbilden.

LG
Josef
Stell' Dir vor da ist ein Forum ... und keiner schreibt was!

Marcel S

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5

Samstag, 2. Januar 2016, 17:42

Moin,
vielen Dank für die Hilfe! ;)

@Mainpirat:Ich habe das Deck mit dem ganz normalem UHU geklebt und das ging echt super!Die Kanten kann man auch so schleifen...probieren geht über studieren :D ....

@Helmut:Ja neben der Baunummer steht eine 0,8(ich denke das steht für die Dicke die es haben soll. :huh:)
Das Wort straken habe ich schon mal gehört.Das sind gute Tips danke Dir! 8o

@Josef:Die Erfahrung,das sich Karton bei Weißleim verändert habe ich schon gemacht(bei der Cleopatra) und da sieht es sogar noch ganz gut aus!Ich habe mir ein paar Bilder der Missouri angeschaut und da sieht man das ganz klar und deutlich(am Bug war sogar eine große Beule).

Helmut B.

Hennings Dino

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6

Samstag, 2. Januar 2016, 18:47


neben der Baunummer steht eine 0,8(ich denke das steht für die Dicke die es haben soll....



Ja, das steht für die Gesamtstärke, also bei Verdopplungen z.B. einschließlich der Klebstoffschicht.
Bis die Tage...

Helmut

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ernie

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Samstag, 2. Januar 2016, 19:50

Hallo Marcel,

zum Beplanken hier noch ein kleiner Beitrag. Man sagt zwar Eigenlob stink, aber ich denke es ist kein Eigenlob wenn ich auf meinen Baubericht der Westfalen verweise. Die ist zwar in 1:100, aber ich habe da ausführlich meinen Aufwand beschrieben, um ein Einfallen der Beplankung an den Spanten zu verhintern. Bei Interesse, Fragen bitte per PN an mich.

Ich wünsche Dir auf jeden Fall jetzt schon viel Erfolg.

LG
Ernie
"Das Recht auf Dummheit wird von der Verfassung geschützt. Es gehört zur Garantie der freien Persönlichkeitsentfaltung"
(Mark Twain)
Kommentar: Bei Allem, was man über Trump sagen kann, Mark Twain hat er wohl gelesen.

Klueni

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Samstag, 2. Januar 2016, 20:29

Moin Marcel,

find ich ja prima, daß Du Dein Weihnachtsgeschenk gleich anschneidest! :thumbup:
Zu Deiner Rumpfbeplankung:
Bei meinem letzten Bau, IJN SENDAI, trat auch das Problem der großen Spantenabstände auf. Bei normalem Bau wären die Segmente der Rumpfbeplankung mit absoluter Sicherheit zwischen den Spanten eingesunken.
Ich habe allerdings dagegengehalten, und zwar im wahrsten Sinne des Wortes:

Ich habe mich an die Arbeit gemacht, die Zwischenräume der Spanten mit schmalen, passend geschnittenen Finnpappe-Streifen auszufüllen, pro Rumpf-Segment bis zu 8 Stück, bündig und genau mit den Spantenkanten abschließend.
Letztlich sieht das Ganze nun etwas "rippig" aus, auch ein kleiner Schliff vorab ist vonnöten. Sehr stabil ist die Geschichte nun aber, und ein Einsinken von Außenhaut-Segmenten habe ich nicht ansatzweise erlebt.

Diese durchaus aufwendige Bautechnik ist übrigens nicht auf meinem Mist gewachsen, sondern auf dem eines meisterlichen Kartonmodellbauers, von dem ich leider schon lang nichts mehr gehört habe, dem Japaner Yu Gyokubun.
Durch diese Arbeit wurde natürlich der Zeitvorteil, den ein LC-Spantensatz bietet, problemlos wieder aufgezehrt... :whistling:
Ich habe mir erlaubt, einige Fotos des modifizierten Spantengerüstes der IJN SENDAI einzustellen.

Viel Spaß noch
Thomas
»Klueni« hat folgende Bilder angehängt:
  • K1024_K1600_P1040024.JPG
  • K1600_P1040019.JPG
  • K1600_P1040021.JPG
  • K1600_P1040023.JPG
Papier ist geduldig - und ich auch....jedenfalls meistens :thumbup:

Marcel S

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Samstag, 2. Januar 2016, 20:40

Moin Thomas,

echt gute Idee! Ich denke das ich es auch so machen werde. :D
Das wird sehr viel Arbeit bei einem 1.35m Rumpf. 8|
Dann gehts ans schnippeln.... :huh:

@Ernie:Wunderschönes Schiff was Du da baust :thumbsup:
Die Nieten gefallen mir sehr gut!
Danke für den Hinweis,es wird mir weiterhelfen!

Gruß Marcel

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