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Sonntag, 6. August 2006, 19:55

Lasercut- oder Ätz-Reling?

Hallo, Schifffahrtsfreaks,

ich hab bis jetzt ja noch nie mit Lasercut oder Ätzreling gearbeitet. Daher würde mich Eure Einschätzung interessieren, welche hat welche Vorteile? Lasercut ist jedenfalls billiger, aber sonst? Welche geht einfacher zubekleben, müssen beide angemalt werden, welche sind besser geeignet, um Rundungen zu machen etc.

Da ich mir demnächst mal wieder ein Schiffmodell geben möchte, will ich noch bei der aktuellen GPM-Bestellung aufspringen und mir da einen kleinen Vorrat anschaffen!

Beste Grüße, der Rutz
Gründungsmitglied der HobbyModel-Gang und Luft46-Gang

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2

Sonntag, 6. August 2006, 20:17

RE: Lasercut- oder Ätz-Reling?

hallo rutz,
ich habe mit beiden Bauteilen gearbeitet.

Lasercut:
Vorteile
Werkstoff ist Karton mit den vorteilen des besseren einfärbens und verklebens
auch das formgeben ist sehr einfach
auch ist der Preis sehr interessant.

Nachteile
um eine Stabilität zu erreichen braucht man ein gewisse Materialstärke
beim Maßstab kleiner 1:250 machmal ein Problem

Ätzteile
Vorteile
auch bei kleiner Materilastärke noch stabil

Nachteile
Vorbereitung beim Farbauftrag (Reinigen)
Einfärben nicht mit Wasserfarben möglich
verkleben etwas schwieriger
höhere Kosten

Für mich sind Laserteile die bessere Wahl. Leider sind diese Teile
nicht für spezielle Modelle vorhanden sondern sind auf Standartteile
beschränkt.

Grüße

Volkmar
U.S.S. Ticonderoga
Shipyard HMS Alert 1:72

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Micro

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Sonntag, 6. August 2006, 20:19

Servus Rutz,

Wahrscheinlich erleidest du jetzt das Schicksal: "Wer lange Fragt der Lange irrt". :zweifel: :zweifel: :zweifel:

Mein Senf dazu:

Beim Bemalen sind mir Lasercutteile lieber. Sind ja immerhin auch aus Karton.

Aufpassen muß mein mit beiden, weil filigran und daher leicht zu zerstören.

Ich kenne nur Ätzteile die ich mit dem Modell / für das Modell gekauft habe.

Da hast du halt pro Ätzsatz nur einen Bauversuch.

Bei Lasercutteilen, die ja universeller sind kann man ein "vermurkstes" Teil ja entsorgen. (Problemstoffcontainer) ;) ;) ;)

Schau dir meine Bauberichte an, ich habe nur bei der Natter Ätzteile verwendet, sonst immer Lasercut.

Gruß, Herbert

Zaphod

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Sonntag, 6. August 2006, 20:30

Hallo Rutz,


die Lasercut ist m.E. nicht so gut zu verarbeiten wenn in kurzem Abstand oft geknickt wird.
Sehr gut dagegen (auch wegen des Preises) ist sie für lange, mehr oder weniger gerade Strecken (Reling an der Bordwand)

Bei kleinen runden Relingabschnitten (Krähennest etc.) ist zwar das Runden der Ätzreling schwieriger, sie bleibt dafür aber auch in Form.

Ätzteile, die speziell für ein Modell hergestellt wurden, haben den Vorteil, dass die Reling individuell ausgearbeitet ist. Allerdings sind sie auch recht teuer und für meinen Geschmack sind immer ca. 50% Teile dabei, die ich nie als Ätzteil brauchen würde (zu flach oder eben doch problemlos auszuschneiden)


Zaphod

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Zaphod« (6. August 2006, 20:31)


5

Sonntag, 6. August 2006, 20:58

Danke für Eure Einschätzungen.

Es geht - für den Wettbewerb - um ein Modell im Maßstab 1:200, L: >100cm. Nach Euren Wortmeldungen nehme ich also an, daß Lasercut durchaus ausreichen sollte. V.A. das einfachere Bemalen ist für mich ein huter Grund, diese zu nehmen. Für das Modell ist mir jedenfalls nicht bekannt, daß es einen eigenen Ätzteilsatz gäbe. Also werde ich mir zumindest einen ausreichenden Reservebestand organisieren und auch ein bißchen Probekleben ;-)

Bin natürlich noch an Einschätzungen von anderen Bauern interessiert!

Danke, der Rutz
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Werner

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Sonntag, 6. August 2006, 23:06

Hallo rutzes,

Zaphod hat es genau auf den Punkt gebracht....
meine Erfahrung mit Ätzsatz ist der, dass bei langen Teilen eine "Dehnfuge" eingebaut werden muss
Ich habe da meine leidvolle Erfahrung mit Auguste Viktoria , Kaiser Wilhelm und Feldmarschall gemacht.
Bei langen Relingsteilen lieber in Segmenten kleben und "stückeln"
Gruß Werner

René Pinos

3,1415926535....

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7

Sonntag, 6. August 2006, 23:20

Hallo Rutz,

also ich werde voraussichtlich als Schluchtensch...er, am 1. Joachim Schulze Preis teilnehmen und da es sich um 1:250er Maßsstab handelt, habe ich mich für Ätzreeling entschieden. Warum, weiß ich nicht, erschien mir einfacher. Ich bin schon gespannt wie mein Erstes Schiffernackel wird.

Servus
der Renne
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Micro

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8

Montag, 7. August 2006, 00:13

Nicht nur du, lieber "Renne".

Auch ich bin schon gespannt. :D :D :D

Grüße aus Wien, Herbert

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Montag, 7. August 2006, 02:38

Auf den Wagen muß ich auch mal springen: Lasercutreling zerbröselt mir grundsätzlich wenn ich enge Rundungen damit machen will. Gibt es ein Mittel mit dem ich den Teilen mehr Stabilität verschaffen kann ohne daß sie spröde und brüchig werden?

Mein Wettbewerbsmodell - wenn's denn was wird - hat jedenfalls gar keine Reling ;)


Gruß,



Oliver
  • FERTIG & JETZT ZU HABEN: Schaufelradschlepper "Anglia", 1866
  • In Vorbereitung: Ein echter "Publikumsliebling"
  • Meine Modelle sind unter http://www.waldenmodels.com/ zu bekommen!

Michael Urban

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Montag, 7. August 2006, 02:48

Moin Oliver et. al,

vorsichtig anfeuchten?

Meine Kartonrelinge bekommen immer einen schönen Anstrich Farblack aus der Sprühdose - das macht sie zäh und haltbar...

Knicken ist aber nicht - zerschneiden und neu ansetzen geht besser.

Viele Grüsse
Michael

  • »Hans-Joachim Zimmer« ist männlich

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11

Montag, 7. August 2006, 10:22

Hallo Kartonisten,
ich finde Ätzrelingen in 1:250 allemal besser, bei 1:100 sieht das schon anders aus. Bei 1:50 ist dann auch schon wieder die Obergrenze bei Ätzrelingen, es sei denn, man baut sie zwei- bzw. mehrschichtig auf.
Meint Hajo
Ein Leben ohne Kartonmodellbau ist möglich, lohnt aber nicht! (Frei nach Loriot)

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