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Donnerstag, 17. September 2009, 18:49

Kreuzer CANARIAS / papel3D / 1:400

Hallo Bastelfreunde,

ich möchte euch an dieser Stelle den Kreuzer CANARIAS der spanischen Marine vorstellen.

Zu Beginn ein paar allgemeine Daten zum Bogen:

Verlag papel3D (Madrid / Spanien)
Maßstab 1:400
Teilezahl 621 (Angabe auf dem Bogen)
Länge / Höhe / Breite des Modells 48 / 13 / 5 cm
Schwierigkeit wird mit mittel angegeben (2 von 3)
Preis (bei papel3D) 15,90€

Die Bauanleitung ist sowohl in spanisch als auch in englisch verfügbar.

Der Bogen gibt den Bauzustand des Schiffes nach der Modernisierung / Umbau im Jahre 1952-53 wieder.
Dabei wurde die Silhouette des Schiffes stark verändert.

Erschienen ist das Modell offensichtlich bereits im Jahr 2006.
Ich konnte aber wenig bis keine Referenzen dazu im deutschsprachigen WWW finden.
Deshalb gehe ich mal davon aus, daß Verlag und dessen Produkte nicht zu den allgemein Bekannten gehören. Jedenfalls habe ich bei den "namhaften" Händlern keines der Modelle dieses Verlages finden können.

Bezugsquelle:

Der direkteste Weg führt über die Website des Verlages - www.papel3D.com - (der Shop spricht auch deutsch ...) zum Modell.

Bei fast 15€ Versandkosten hat es mich dann aber doch von den Socken gehauen. Deshalb habe ich mir die Canarias über einen spanischen Kollegen direkt vor Ort besorgen lassen.

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Donnerstag, 17. September 2009, 18:51

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Das nächste Faltblatt enthält neben den technischen Daten und einem Abriß der Schiffsgeschichte die gesamte Bauanleitung in Textform.
Beides ist sowohl in spanischer als auch in englischer Sprache vorhanden.
Ich würde die englische Anleitung bis auf ganz wenige vereinzelte "Ausrutscher" als sehr gut übersetzt und schlüssig bezeichnen.

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Donnerstag, 17. September 2009, 18:52

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Weiter geht es mit den Bauskizzen und -zeichnungen.
Auf der 1.Seite und der Doppelseite sind die einzelnen Bauabschnitte, Baugruppen und Segmente abgebildet.
Die Skizzen einzelner Baugruppen (mit Figura XX bezeichnet) sind antsprechend in der Textanleitung als Referenz angegeben.
Auf der Rückseite ist nochmal je eine Drauf- u. Seitenansicht als Übersicht abgebildet. Anscheinend ist es die selbe wie diejenige in der Umschlagseite, diesmal eben nur auf A4.

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Donnerstag, 17. September 2009, 18:53

...

Kommen wir zu den Bauteilen selbst.

Die erste Doppelseite (Seite 1+2) enthält das komplette Spantgerüst mit Querspanten, Längsspant, Bodenplatte und Deckplatte.

Der Längsspant sowie die Boden- u. Deckplatte sind auf Grund der Modellgröße natürlich geteilt.

Was mich ein wenig stutzig macht, sind die fast 1mm breiten Schlitze an Spanten und Längsträger. Dieses Maß ließe auf eine (evtl. nötige) Verstärkung der Teile schließen. Darüber findet sich aber in der Anleitung keinerlei Hinweis.

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Donnerstag, 17. September 2009, 18:55

...

Doppelseite 3+4 beinhaltet die Bauteile für das Deck, einzelne Decksaufbauten, die Backbord-Bordwand, die Schornsteine und mehrere Kleinteile (Winden, Anker, usw.)
Einige Bauteile, die später offensichtlich beiseitig sichtbar sind, haben einen Rückseitendruck in der entsprechenden Farbe.

Besonders auffallend dürfte die Holztextur des Decks sein. Ich glaube, da sind die Konstrukteure ein wenig über das Ziel hinausgeschossen. Die Textur sieht jedenfalls absolut unrealistisch aus, zumindest wenn es um ein Holzdeck geht. Anscheinend wurde hier einfach ein Stück Holz "verarbeitet".
Bei einem Vergleich der Textur mit den Umschlagbildern fällt nämlich auf, daß bei dem dort gezeigten Modell eine richtige Plankentextur zu sehen ist. Anscheinend hat diese aber nicht Eingang in die Serie gefunden ...
Es muß sich am Modell zeigen, wie die Textur wirkt.

Die Bordwände sind bereits mit Alterungsspuren versehen, von den Bulleyes laufen leichte Schmutzfahnen herab.
Die übrigen grauen Flächen (Aufbauten, Schornsteine, Decks) sind mit leichten Verläufen versehen.
Dafür fehlen jegliche anderweitige Strukturen, wie Plattenstöße, Nieten, Scharniere, usw.

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Donnerstag, 17. September 2009, 18:56

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weiter mit der Doppelseite 5+6

Neben der Steuerbord-Bordwand sind hier die Teile für den Brückenaufbau, Brücke, E-Messer, Scheinwerfer u. diverser Schlauchrollen zu finden.
Weiter die Geschütztürme der 20,3 cm Hauptartillerie und die 12,7 cm Geschütze.
Dazu die Beiboote und deren Davits.

Auch hier wieder die bedruckte Rückseite bei den 12,7 cm und den Kajüten der Beiboote.

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Donnerstag, 17. September 2009, 18:57

...

Die letzte Doppelseite enthält die Teile für die Bofors-Geschütze, alle Poller, Klampen, Rettungsflöße, Masten, Plattformen und Relings.
Die Relings sind alle gespiegelt, lassen sich also "beidseitig" bauen. Ich bezweifle aber, daß diese Variante auf Grund der Kartonstärke gut aussieht.

In der rechten, unteren Ecke gibt es noch eine Fläche mit "Kreativreserve" in Grau und Schwarz.

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Donnerstag, 17. September 2009, 18:58

Einige Bauteile, besonders diverse Klein- u. Zurüstteile wie Rettungsringe, Niedergänge, Klampen, usw. erscheinen mir für den Maßstab 1:400 etwas überproportioniert.
Da ließe sich im Zweifelsfalle sicher mit externem Material eine entsprechende Anpassung erzielen.

So, und nun reiht sich der Kreuzer in den Stapel der vielleicht mal irgendwann zu bauenden Objekte ein.

Gruß
Peter

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Donnerstag, 17. September 2009, 19:12

Ach herrje, habe ich doch glatt ein paar Info´s zur Historie vergessen.

Die CANARIAS und ihre Schwester BALEARES waren konstruktiv an die britische Kent-Klasse der RN angelehnt, der Entwurf aber an spanische Anforderungen u. Bedürfnisse angepasst.
Auffallendste Gemeinsamkeit zu den britischen Ahnen war eigentlich nur die Rumpfkontour.
Der massive Schornstein und die Aufbauten unterschieden sich deutlich von den Kents.

Vom Stapel gelaufen im Frühjahr 1931 in El Ferrol wurde der Kreuzer im September 1936 fertiggestellt und mehr oder weniger von der Werftpier weg von den putschenden Nationalisten "übernommen" und für die nationalspanische Marine unter Franco in Dienst gestellt.

Der Kreuzer nahm während des Bürgerkrieges an verschiedenen Unternehmungen gegen die spanisch-republikanische Flotte teil, beteiligte sich 1941 an der Suche nach Bismarck-Überlebenden.

Umgebaut und modernisiert im Jahr 1952 diente der Kreuzer weitere 20 Jahre.

Das Schiff war bis zu seiner Außerdiensstellung im Jahre 1975 das Flaggschiff der spanischen Marine.

Gruß
Peter

eskatee

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Donnerstag, 17. September 2009, 21:29

Zitat

Original von Peter Wulff
...

Doppelseite 3+4 beinhaltet die Bauteile für das Deck, einzelne Decksaufbauten, die Backbord-Bordwand, die Schornsteine und mehrere Kleinteile (Winden, Anker, usw.)
Einige Bauteile, die später offensichtlich beiseitig sichtbar sind, haben einen Rückseitendruck in der entsprechenden Farbe.

Besonders auffallend dürfte die Holztextur des Decks sein. Ich glaube, da sind die Konstrukteure ein wenig über das Ziel hinausgeschossen. Die Textur sieht jedenfalls absolut unrealistisch aus, zumindest wenn es um ein Holzdeck geht. Anscheinend wurde hier einfach ein Stück Holz "verarbeitet".
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Dafür fehlen jegliche anderweitige Strukturen, wie Plattenstöße, Nieten, Scharniere, usw.

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Oder du hast eine Kopie gehabt, wobei hier Frau Kopierschutz ihre Arbeit getan hat.......

Gert
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Donnerstag, 17. September 2009, 23:22

Moin Gert,

was meinst du mit Kopierschutz?

Gruß
Peter

eskatee

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Freitag, 18. September 2009, 07:21

Hoi Peter,

Wie gut kennst du Papel3D? Wie ehrlich sind die? Oder ist es nur einer der Arbeitnehmer? Oder hat man sich geirrt und versehentlich einer Probekopie zum kontrollieren der Papierschutz verkauft...........

Besonders mit eine gewisse Handelsmantalität in Spanien bin ich öfters konfrontiert worden. Kennwort: Brutalität. Ausländer sind da zum Betrug verüben. Da kaufte ich mal im eBay einige Modelle, wollte da einer EUR 40,00 als Porto, jajajajajaja, er hatte so viele Kosten gehabt; nach 6 e-Mails'endlich "normales" Porto bezahlt.

groetjes,
Gert
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Freitag, 18. September 2009, 11:38

CANARIAS - Textur der Decks

Moin alle zusammen,

ich habe bezüglich der doch recht unpassenden Textur des Decks nochmal etwas "recherchiert".

Warum auch immer, der Bogen wird so verkauft.
Die Referenzbilder auf dem Bogenumschlag zeigen offensichtlich einen Testbau.
Mein Kollege hat mich auf einen Beitrag im spanischen Modellbauforum Modelismo en papel aufmerksam gemacht. Dort hat ein spanischer Bastelfreund die Canarias gebaut. Auf den Fotos kann man gut die merkwürdige, wie ein Stück Zaunlatte aussehende Textur der Decks erkennen. Ist also kein Versehen oder gar böswilliger Nepp.

Gruß
Peter

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