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Donnerstag, 11. März 2010, 09:25

Kloster Lorsch

Hallo Architekturfreude,
vor einiger Zeit bekam ich ein relativ einfaches Modell der berühmten Halle des Klosters Lorsch geschenkt. So für Zwischendruch wäre es eine kleine Fingerübung gewesen, aber... Nun, als ich mit den Bogen genauer ansah stellte ich fest, dass die untere Halle keine Decke hatte, die Arkadenbögen nur von hinten zu verdoppel waren. Die Außenseite der Halle sieht im Original nicht so glatt aus wie ein bedruckter Modellbogen. Und der Glockenstuhl auf dem Dach ist nur flach dargestellt. Die Seitenwände zur den Apsen fehlen. Die jeweil vier Halbsäulen bei den Torbögen sind auch ur gedruckt. Also was tun?
Der Bogen wurde verdoppelt und dann die Zierstruktur des Obergeschosses ausgeschnitten. Ebenso die Fenster, die mit Fliegengitter und Plastikfolie verglast wurden.
Auf dem zweiten Bild kann man den Unterschied zwischen dem bearbeiteten Mauerteil und der Druckvorlage erkennen.
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Donnerstag, 11. März 2010, 09:36

RE: Kloster Lorsch

Die halbrunden Pfeiler sind vorgesetzt und die Kapitele angebracht. Die Pfeiler stammen aus dem kopierten Bogen, nur die Pfeiler etwas breiter ausgeschnitten, um diese zu runden. Die Kapitele bestehen aus einer 6fach Lage Karton, jeweil 3 Lagen, weil sonst das Schneiden schlecht gegangen wäre. Als Stabilisator für den Hausteil habe ich eine Decke eingezogen. Diese Decke besteht aus Bohlen. Eine Holztextur hat da sehr geholfen. Die Markierungen für die Querbalken mussten natürlich vor dem Einbau angezeichnet werden. Die Rückseiten der Arkaden sollten nur verdoppelt werden, damit der weiße Karton verschwindet. Ich habe 5mm breite Streifen eingesetzt und dann die Rückseiten aufgeklebt. Dadurch ergab sich aber das Problem, die Kragsteine auch plastisch darstellen. Die Maße konnte ich vom Bogen abnehmen. Auf dem zweiten Bild erkennt man rechts, dass die Mauer fehlt. Diese habe ich mit Hilfe der Kopie angefertigt und die Türen eingesetzt. Die Wände zu den Apsen besitzen keine Fenster, die leider auf dem Bogen gedruckt waren. Aber die Fenster habe ich ausgeschnitten und mit Material gleicher Farbe und Druck ausgefüllt.
Die Höhe der Türe konnte ich durch ein mir vorliegendes Foto entnehmen. Leider ist auf dem Bogen kein Maßstab genannt.
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Donnerstag, 11. März 2010, 10:27

RE: Kloster Lorsch

Bevor das Dach aufgesetzt wurde, kamen die Deckenbalken an ihren Platz. Weil das dach noch nicht aufgesetzt war, konnten die Balken( Holzstäbe gealtert) beim Kleben auf den Karton gepresset werden.
Das Dach hat unter der Traufseite eine gezahnte Zierleiste.Auch hier habe ich mit Hilfe eines Kopierstückes etwas Plastizität erzielen können. Das Dach besitzt zur den Giebelseiten etwas Überstand, so dass es sich empfiehlt, vor dem Aufkleben das genaue Maß auf die Dachinnenseite zu zeichnen.
Der Glockenstuhl wurde auch dreidimensional angefertigt. Die Maße für die 6eckigen Seitenteile konnte ich von der Draufsicht des Bogens entnehmen. die Glocke ist auch selbst angefertigt. Die Ständer bestehen aus Holz, das mit Edding eingefärbt wurde. Ebenso wie bei den Deckenbalken wirken hier rohe helle Holzstücke fehlt am Platz. Zum Vergleich habe ich auf dem zweiten bild den Glockenstuhl den Bogen mit abgelichtet.
Die Dachgauben sind verglast.
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Donnerstag, 11. März 2010, 10:33

RE: Kloster Lorsch

Auf der Spitze des Glockentürmenchen befindet sich eine Kugel. die ist aus Karton bekanntlicherweise nur relativ schwer anzufertigen, gerade in dieser Größe 2mm d. Deshalb habe ich etwas wasserlösliche Wachsmalkreide mit Weißleim vermischt und so die Kugel tröpfchenweise aufgebaut.
Auf dem ersten Bild sieht man die Torhalle in Richtung Westen also zum Rhein hin, auf dem anderen von der Schauseite vom Rhein im Rücken Richtung Osten/Bergstraße. Beim aufsetzen auf die Grundplatte muss man diese Richtungen beachten. Die Rheinseite hat drei Fenster.
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Donnerstag, 11. März 2010, 10:35

RE: Kloster Lorsch

Und zum Schluss der Blick auf die Nordapsis. Bauzeit: eine Woche bei durchschnittlich 1 Std am Tag.
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Wiesel

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Donnerstag, 11. März 2010, 10:55

Hallo Ulrich,

schön zu sehen, wie man mit Geduld und Können auch aus einem eher einfachen Bogen ein sehr überzeugendes, attraktives Modell bauen kann.

Danke für die Vorstellung.
Bis die Tage...

Helmut

"Einmal sah jemand die Häftlingsnummer 78651, die auf meinem Arm eintätowiert ist, und sagte: "Das ist wohl Ihre Garderobennummer?" Danach trug ich jahrelang nur langärmelige Pullover."
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Manfred F

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Freitag, 19. März 2010, 10:45

Hallo

Durch einen Zufall habe ich die Halle gesehen, habe nun ebenfalls den Bogen.
und mußte ich fesstellen, das der ganz anders aussieht.
Da wird einem erst Klar auf welch hervoragende Art Du den Bogen aufgewertet hast.
Gruß
Manfred

Joachim Frerichs

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Freitag, 19. März 2010, 11:59

Ahoi Modellschiff,

Du hast aus den einfachen Bögen ein tolles Modell geschaffen, Glückwunsch !



Gruß
Jo
Meine bisher gebauten Modelle sind hier abgelichtet :)

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