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Oktavian

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Montag, 25. April 2011, 12:51

JF Schreiber-Bogen: Pantheon in Rom

Hallo Leute,

bevor ich mit dem Baubericht loslege, erst mal ein ganz großes Lob an alle hier, die sich für die Seite engagieren.

Ich hätte nie gedacht, daß es im Netz auch 'ne Seite für Kartonmodell-Freaks gibt... Ich dacht immer, ich sei alleine... ;(

Um ehrlich zu sein, ich habe in meiner Kindheit nichts lieber gemacht als dies und mich durch einen respektablen Teil des Schreiber-Architektur-Sortiments gebastelt.... :D

Nun ja, dann kamen 15 Jahre Nichtstun in dieser Richtung durch Studium, Beruf usw. bedingt. Mittlerweile baue ich mir hier in Dresden meine "Traum-Stadt" in 1:1 :D

Nun aber zurück zum Thema:
Ich möchte Euch heute das absolut fantastische Schreiber-Modells des Pantheons in Rom vorstellen, das mich aus meiner 15 jährigen Modellbau-Abstinenz mit großen Erfolg herausgeführt hat.

Um 120 n. Chr. von Kaiser Hadrian erbaut. Der ganz ursprüngliche Bau, auf den die Widmungsinschrift im Tympanon Bezug nimmt, stammte von 27 v. Chr. von Marcus Agrippa, davon besteht heute aber nichts mehr. 608 von Kaiser Phocas der Kirche geschenkt und fortan zu einer christlichen Kirche umgewidmet (Sancta Maria ad Martyres), ist es heute das vielleicht am perfektesten erhaltene antike Gebäude der Welt... und mit seiner herrlichen Kuppel "nebenbei" auch eines der traumhaft schönsten die es gibt... :]

So, und wenn ich als Neuling hier mal kapiert habe, wie die Bildeinfügung funktioniert, dann stell ich mal was ein... ?(

Ah - ok... wie in anderen Foren... habes schon raus.
Hier also erst mal die Bilder vom Youtube-Film mit der Vorstellung des Modells:









Aber das wirklich Tolle an dem Ganzen ist, dass man die Kuppel abnehmen kann und so auch den herrlichen Innenraum genießen - und vorher natürlich mitbasteln - kann:


Mehr Bilder von meinem Baustand dann die nächsten Tage oder heute Abend....
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Montag, 25. April 2011, 17:28

RE: JF Schreiber-Bogen: Pantheon in Rom

Hallo Oktavian,
ausgehend, dass man als Modellbauer immer wieder einmal über den Tellerrand schauen sollte: Wenn du mal nach Kassel kommst ist der Besuch des Musem Wilhelmshöhre für den Modellbauer eine Adresse '1. Dort gibt es nämlich im Untergeschoss in der Cafeterie, einige KorK(!)Modelle antiker römischer Gebäude, die im 18. Jahrhundert für äußerst Betuchte hergestellt wurden. Absolut sehenwert. Ich meine das Pantheon ist auch dabei.
Mit freundlichen Grüßen

Ulrich

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Montag, 25. April 2011, 18:01

RE: JF Schreiber-Bogen: Pantheon in Rom

Hallo Ulrich,

na klaaar kenn ich die.
In Aschaffenburg im Schloss gibts so was übrigens auch. Beide haben nur den Nachteil, daß man sie nicht für 14 EUR erwerben kann und ich glaube, sie haben auch den tollen Innenraum nicht mit dabei ...

So - und hier also erste Blicke auf meine Ausbeute zu Ostern. Vier Tage am Stück gebastelt... und dabei die Kinder vernachlässigt... lach....



Das Modell ist insgesamt nicht sehr schwer zu machen. Ich war erstaunt, daß ich meine Bastel-Fertigkeiten doch noch nicht verloren habe... :D
Angenehm überrascht war ich von den in den letzten 15 Jahren bei Schreiber bewerkstelligten Verbesserungen: Verstrebungen mittels mitgelieferter Pappe (mußte ich mir zu meiner Zeit mit immer selbst einfallen lassen) sowie fotorealistische Texturen (gab es damals noch nicht) geben dem ganzen ein wunderbar realistisches Erscheinungsbild




Lediglich die winzig kleinen Säulen nebst Kapitellen des Innenraums waren schwer zu machen. So ganz gelungen sind mir die Kapitelle leider nicht (nur wenn man genau hinsieht).
Wichtig: Es gibt eine kleine Paßungenauigkeit: Man muss ein winziges (ca. 0,5 mm starkes) Stück Pappe auf den Kapitellen aufbringen, sonst stoßen sie an die darüberliegenden Gebälge (also die horizontalen Abschlüsse) nicht an und alles bleibt etwas unschön "in der Schwebe".
Interessant finde ich es auch, daß auch ihr diese farbigen "Retuschen" an den Schnittkanten u. a. macht. Die Idee hatte ich vor 15 Jahren auch schon und wandte sie beim Pantheon auch wieder an (Wasserfarben). Insgesamt aber ist das Modell von sehr guter Paßgenauigkeit. Ein Meisterwerk von Schreiber (bisher), wie ich finde.


Ja, so sieht also jetzt der Innenraum aus - beeindruckend nicht wahr? Obwohl man die Kuppel ja später wird abnehmen können, kann dieser sehr realistische Innenraumeindruck - quasi auf menschlicher Augenhöhe - später nicht mehr genossen werden. Vor allem fehlt dann aber auch die ganz wichtige Komponente der Kuppel, die ja den Raum erst abrundet (Höhe und Durchmesser sind identisch, im Pantheon steckt also - und das spürt man, wenn man den echten Raum betritt - eine Kugel)


Mir kam dann so 'ne Idee.... Aber ich verrate euch noch nicht welche :D

Bis nächstes Wochenende (denn ab morgen muss ich doch auch mal wieder "richtig" arbeiten gehn...
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Montag, 25. April 2011, 22:25

Hello Oktavian,

I look forward to watching you build this lovely model. I live in Schkeuditz (about an hour and a half from you) and was just visiting Dresden over the weekend. I am glad you found this forum!

Kind Regards,

Cris

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Dienstag, 26. April 2011, 18:51

Hallo Oktavian,
Deine Bilder stimmen mich auf den Spätsommer ein. Da werden wir ein Klassentreffen in Rom haben und dieses Bauwerk begührend bestaunen. Leider muss ich mich wegen Platzgründen auf meine Schiffe beschränken.

Mit freundlichen Grüßen

Ulrich

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Sonntag, 1. Mai 2011, 17:10

Hallo Leute,

wie versprochen, heute also die Fortsetzung zum Pantheon-Bau.

Insgesamt muss ich sagen, daß das Moedell von einer sehr guten Verarbeitbarkeit und Paßgenauigkeit ist.

Dieses WE war also zuerst die Ummantelung der Rotunde dran. Lediglich an einerr Stelle der Unterseite mußte ich mit etwas Modelliermasse eine kleine horizontale Lücke (ich hasse es, wenn die Bauten "schweben") schliessen. Ich nehme an, daß dies durch ein leichtes Verziehen der Untergrundsplatte bedingt ist. Dabei habe ich über die Originalanweisung hinausgehend schon eine Pappeplatte untergeklebt.



Dann kam als nächstes die Eingangsfront der Rotunde (bzw. Rückwand der Vorhalle) dran. Was (wider Erwarten) sehr gut klappte, war die Herstellung der beiden Nischen. Leider huben sie auf der Platte ebenfalls etwas ab und mussten mit Modelliermasse "geerdet" werden.



Einer der spannendsten Momente war, ob die die Rotunde abschliessende Deckelplatte außen und im Innenraum ohne häßliche Überschneidungen passen würde - aber das ging alles gut. Im übrigen empfiehlt es sich 2-3 zusätzliche (zu den von JFS bereits gelieferten) innere Wandstreben einzubauen, um so der Rotunde noch mehr Stabilität sowie v. a. einen gleichmäßigen Mauerverlauf zu verleihen. Dies war bei mir am Anfang nicht der Fall



Leider gab es nur eine kleine Ungenauigkeit beim Übergang des mittleren Rundbogens zum dahintergeklebten Bogenscheitel. Hier war der Bogen definitiv zu groß und musste künstlich mit etwas dahintergeklebtem (und dann kolorierten) Karton adaptiert werden.



Dann wurde als letzte Arbeit für heute nur noch die 4 Pilaster, die die Nischen rahmen, angekelbt werden. Leider fügten sich die beiden inneren an 2 Stellen nicht völlig an die Rückwand und mussten mit etwas Modelliermasse verbunden werden



So, was war's für heute. Nächstes WE kommt nichts, denn da bin ich in der Stadt, wo sich das Original befindet....

Sagt mir doch mal, wie Ihr so meine Bastelmethoden findet (hinsichtlich Genauigkeit usw.)

Danke!
Stefan
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Montag, 2. Mai 2011, 09:11

Hallo Oktavian,
bei Modellen, die eine Grundplatte brauchen, habe ich nicht Karton versträrkt, weil der sich auch verziehen kann. Ich nahm je nach Größe des Modells eine mehr oder weniger dünnere oder stärkere Presspanplatte. Die verzieht sich nicht mehr. Es dürfte für einen gewieften Modellbauer kein Problem sein, die Schnittkanten der Platte mit passendem Karton zu ummanteln.

Mit freundlichen Grüßen

Ulrich

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Mittwoch, 11. Mai 2011, 16:11

Hallo Leute,

da ich letztes Wochenende nicht da war und auch das kommende nicht zu irgendwelchen Baufortschritten kommen werde, hier nun zur Entschädigung zwei Bilder eines gewissen Bauwerkes in Rom, das ich letzte Woche sehen durfte.

Einfach unbeschreiblich ist der majestätische Raumeindruck - hoffentlich wird diesen auch das Schreiber-Modell im Inneren wiedergeben....



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Donnerstag, 12. Mai 2011, 14:57

Hallo Stefan,
na da bin ich ja mal gespannt, wie du das Problem mit der Kassettenkuppel löst.

Mit freundlichen Grüßen
Ulrich

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Montag, 16. Mai 2011, 10:51

Guten Morgen...*gäähn*....

nach einem verregneten Wochenende kam ich nun wider Erwarten doch dazu, etwas am Pantheon-Modell weiterzuarbeiten.

Die Vorhalle mit ihren 16 monumentalen Granitsäulen stand an.

Es lief alles im Grund ohne Probleme. Beeindruckend ist die Wirkung, wenn man mit der Kamera, bzw. dem Auge näher rangeht. Durch die Fototexturen sieht alles sehr originalgetreu aus... Kann ich ja sagen, schließlich sah ich das Original erst vor einer Woche....







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Dienstag, 17. Mai 2011, 09:44

Hallo Oktavian,
vielleicht findest du noch ein paar Römerfiguren, die sich an den Säulen aufhalten und den letzten Klatsch aus dem Kaiserpalast durchkauen. Oder auch den pontifex maximus, wie er gerade dem sonnengot opfert .
Das würde das Modell noch sehr beleben.

Mit freundlichen Grüßen

Oktavian

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Dienstag, 17. Mai 2011, 10:08

Zitat

Original von modellschiff
Hallo Oktavian,
vielleicht findest du noch ein paar Römerfiguren, die sich an den Säulen aufhalten und den letzten Klatsch aus dem Kaiserpalast durchkauen. Oder auch den pontifex maximus, wie er gerade dem sonnengot opfert.


*lach*... na ich weiß nicht... als Architekturhistoriker bin ich da eher ein Anhänger der reinen Architektur...
A propos rein. Leider mußte ich bei der Nahaufnahme feststellen, daß die Säulen deshalb so schief stehen, da sich die Kartonplatte verzogen hat. Ärgerlich! An eine Holzplatte dachte ich bei meinem euphorischen Baubeginn nicht mehr.
Weiß eigentlich jemand, wie man ein bereits fertiges Modell ohne Beschädigungen planeben auf eine Holzplatte bringen kann????
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Dienstag, 17. Mai 2011, 11:29

Grundplattenunterfütterung

SALVE, OCTAVIANE!

MEHERCVLE, DIFFICILE EST!


Zunächst mal Glückwunsch zu der Wahl des Objektes und mein Kompliment zu Deinem Baubericht.

Also, wenn Du nicht mit brachialer Gewalt und mehreren Schraubzwingen das Modell auf eine MDF-Platte zwingen willst, (was hier fürchterlich schiefgehen würde), gibt es nur den Versuch, es so wie die Tischler zu machen: nämlich ein Gegenfurnier zu setzen, d.h. unter die Pappe Deiner Grundplatte noch einen Bogen in der gleichen Stärke wie die Schreiber-Grundplatte zu kleben. Dabei sollte man auch die Laufrichtung der Kartonfasern beachten.

Sperrholzplatten und Furnierplatten werden immer so hergestellt, damit sie sich nicht verziehen.

VALE!
B.V.R., MAG.NAV.PAP.
Ich schnipsel mit Schere, ich klebe und falz';
das is zwar nur Schimäre, doch mich unterhalt's! :P(frei nach Johann Nestroy)

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Dienstag, 31. Mai 2011, 09:56

So, hier mal wieder ein weiterer Fortschritt: Die Vorhalle ist fertig:
Lief alles unproblematisch, auch wenn ich bei der einen oder anderen Säule ein kleines Papplättchen auf das Kapitell kleben mußte, damit diese die Höhe des Architravs erreichte:





Immer wieder schön sind die Details bei Schreiber. Hier ein Blick in die Vorhalle von oben, wie es später leider nicht mehr zu sehen sein wird:





Eine kleine Zutat von mir: Eine eingeklebte Untersicht unter das Vorhallendach, extra angelehnt an das Wochen zuvor fotografierte Original in Rom (die Decke ist innen offen, da man im 17. Jh. die römische Bronzeverkleidung herausgerissen hat):



Und so sieht es dort jetzt aus. Beeindruckend, nicht wahr?

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Sonntag, 19. Juni 2011, 11:10

Guten Morgen Leute *gähn*

Nachdem ich mir gestern in einer langen Nachsitzung fast die Finger kaputtgebastelt habe (mehr dazu später), hier nun die Fortsetzung des Bauberichtes mit der KUPPEL:

Grundplatte (innen mit Pappe verstärkt um sie haltbarer zu machen), Spanten der Kuppel und Außenwände ließen sich unproblematisch zusammenbauen.
Wie Ihr sehen könnt, habe ich mich, abweichend vom Originalbausatz, dazu entschlossen, die Bögen auf graue Pappe per Laserkopierer umzukopieren. Die Goldplatten auf der Kuppel sind seit 1400 Jahren weg und da der sonstige Bausatz das Gebäude im heutigen Zustand zeigt, erschien mir das sinnvoller und das Modell wirkt dadurch authentischer. Was denkt Ihr dazu?



Schon jetzt sieht der Blick den Innenraum und aus ihm heraus beeindruckend aus, nicht wahr?





Ganz wichtig: Die kleinen Horizontalringe, die außen immer wieder die Kuppel unterbrechen, müssen auf Pappe aufgezogen werden (abweichend vom Originalbausatz!) damit die außen später aufzubringenden Teile nicht einknicken. Sogar innen musste ich Stützkonstruktionen einfügen.



Hm, vielleicht schreibt ja mal einer hier, wie mein Gebastele so rüberkommt?
Würde mich über Feedbacks sehr freuen!
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Samstag, 31. März 2012, 10:38

Soooo - nach sehr langer Unterbrechung - ich lebe noch - hier also der Abschluss meines Bauberichtes zum Pantheon.


So, dies ist also der Blick in das Innere der Außenkuppel. Die Teile passten aussen an und für sich sehr gut zusammen, nur leider lagen sie so gut wie überhaupt nicht auf den inneren Stützstreben auf, so daß ich hier zahlreiche zusätzliche Verbindungslaschen kleben musste.


Dies ist also nun die fertige außenkuppel. Ihr werdet sicher bemerkt haben, daß es nicht die gelb-goldenen Originalbögen von Schreiber sind. Ich kopierte sie auf graue Pappe um, um einfach mehr Originaltreue zum heutigen Bau herzustellen. Das Innere des Modells - hier spricht jetzt der Architekturhistoriker - stellt mit der in der Renaissance veränderten Attika und mit dem seit dem Barock offenen Vorhallendachstuhl eh' den heutigen Bau dar. Die goldenen Bronzeplatten auf dem Dach verschwanden schon in der Spätantike. Ich weiß ja nicht ob euch diese Version besser gefällt als das Schreiber-Original (s. o.)



Ja - dies sollt die Innenkuppel werden. Die einzelnen Rippen sahen erst mal aus wie Garnelen



Dies war der erste Akt meiner Verzweiflung: Alles vorschriftsmäßig mit den Hinterklebungsrippen in einem Rutsch zusammengebaut....



...und so sah dann die halbe Innenkuppel aus. Das war ich noch naiv und glücklich.... ;(



Hier nun also die fertiggebaute Innenkuppel. Um es kurz zu machen: Als alle Rippen zusammengebastelt waren, stellte ich fest, daß das Ganze im Durchmesser einen guten Zentimeter zu breit war und damit nicht mehr in bzw. unter den Ring der Innenkuppel paßte. Und dies obwohl ich - denke ich doch sagen zu können als alter Papier-Bastler - die Teile mit aller nötigen Paßgenauigkeit zusammengefügt hatte (weil mir schon so was schwante).

Ende vom Lied? Alles wieder auseinandergenommen - eine Zeitlang war ich so wütend und entnervt, daß ich nicht wußte, ob ich das ganze Pantheon zerschmettern würde. Ich säbelte dann an jeder rippe 0,5 mm (!) weg, um es passend zu machen. Es wurden dann immer 3 Rippen zusammen eingeklebt und vorher überprüft, ob noch genaug Platz vorhanden ist, damit ich nicht zuviel wegschneide. Wenn man auf dem Bild genau hinschaut, sieht man, daß es ein ganz schönes Gefriemele war und alles nicht 100%ig perfekt ist. Des weiteren mußte ich ganz schön die unschönen aufgedruckten Schnittkanten am innersten Ring (also kurz vor dem Opeion) bemalen, da die doch sehr unschön waren... Na ja man ist halt Perfektionist... :D


Ja und so siehts dann von außen aus. Die Abdeckung des Gesimses horizontal über dem Schriftzug, die im Schreiber-Original vergoldet war, wurde auch grau abgedeckt um mit dem Original in Rom besser übereinzustimmen:



Einfach eine majestätische Architektur...



Nun ja und hier das, was ich Euch ganz am Anfang versprochen hatte: ein Blick in den Innenraum "meines" Pantheons. Man kann ja zwar die Kuppel abnehmen, um sich das Innere anzuschauen, aber der Witz am Innenraum ist natürlich Wandaufbau und Kuppel gleichzeitig und von unten zu sehen, da der römische Architekt in das Pantheon quasi eine Kugel einbeschrieben hat (Höhe und Durchmesser sind identisch). Nur so kommt die herrliche wirkung des Innenraums zustande:


Toll, gell?







Blick vom Opeion (Kuppelauge) aus in den Innenraum:



Und hier nun des Rätsels Lösung: Ich schnitt gleich zu Beginn des Baues die Rückwand einer Nische aus und verstärkte sie mit Pappe, damit sie haltbarer ist. Die beiden Säulen wurden nur in die Nische reingesteckt, aber nicht verklebt und können so immer wieder herausgenommen werden, wenn man "freie Sicht" in den Innenraum braucht :thumbsup:


Hier kann man links im Bild den mit einer "Steinmauer" als Griff hinzugefügten "Geheimeingang". Des weiteren empfiehlt es sich, den gesamten Dach-Kuppelbereich mit kleinen Laschen am Unterbau zu fixieren, damit er bei jedem Bewegen des Modell nicht gleich wieder runterrutscht.



Ja - und auch im echten Rom macht sich mein Pantheon doch ganz gut, oder?


Alles in allem also ein herrliches Modell, das dem Hause Schreiber sehr zur Ehre gereicht. Die Texturen sind sehr gut (ich kenne aus meinen Kindheitstagen nur die handgemalten Modelle. In meiner "zweiten" Modellbaukarriere ist dies das erste mit Computertexturen und ich muss schon sagen: fein fein. Und nicht geschludert: Sogar die Anordnung der verschiedenen Altargemälde im Innenraum war richtig!) und die Paßgenauigkeit ebenfalls.

Einziges Manko bleibt wie gesagt der äußerst schwierige und für Modellbauneulinge fast gar nicht zu machende Zusammenbau der Innenkuppel (also wenn sie halbwegs nach was aussehen soll). Hier müßte Schreiber bei einer Neuauflage unbedingt an jeder Rippe 0,5-1 mm wegschneiden.

So, das war's. Ich hoffe, es hat Euch gefallen. Lob und Kritik bitte gerne!
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Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von »Oktavian« (31. März 2012, 19:08)


Ehemaliges Mitglied P_H

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Samstag, 31. März 2012, 10:49

Hey Oktavian
WOW!!!
Das sieht ja fabelhaft aus. Als heimlicher Rom-Fan bin ich hin und weg von Deinem Modell.
Der Bau ist Dir meines Erachtens ausgesprochen gut gelungen. Auch finde ich die Textur des Bogens äusserst überzeugend. Insbesondere die Kasettendecke kommt sehr dreidimensional rüber.
Deine Fotos sind so, als wäre man wirklich im richtigen Pantheon drin.

Danke, Du hast mich für einige Augenblicke nach Rom entführt :love:

Herzliche Gratulation zur Fertigstellung. Das weckt in mir den leisen Wunsch, eventuell auch mal einen Abstecher in die Architektur zu machen.

Was wird wohl Dien nächstes Projekt?

Lg und schönes WE
Peter

Oktavian

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18

Samstag, 31. März 2012, 11:01

Hallo Peter - grüß Dich!

Wie schön, daß hier mal jemand auf mein Gebastele reagiert :D

Und es freut mich natürlich, daß es dir gefällt!! Ich muss allerdings sagen, daß das Vertrackte später noch in den Texten kommt, denn über der Innenkuppel bin ich fast abgestorben,,,

Ansonsten bleibbt es: Es ist das vielleicht schönste Architektur-Modell daß ich bzw. Schreiber je machten

Was bastelst du so?

Gruß

Stefan aus einem total verregneten und stürmischen Dresden....
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Samstag, 31. März 2012, 11:34

Du hast ne PN

BlackBOx

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Sonntag, 1. April 2012, 10:16

Moin Oktavian,

gefällt mir gut, dein Pantheon.
und deine Idee mit dem "Geheimgang" ist sehr originell.
Wenn dieses Modell mal unter mein Messer kommen sollte würde ich gerne diese übernehmen.

Gruß aus Bremen
Stephan
"Das Ding ist baubar, solange es etwas zum Wegschneiden gibt." Gerald Friedel

www.srk-bremen.de


oder besucht die facebook Seite des Versuchsrettungskreuzers BREMEN

Oktavian

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Sonntag, 1. April 2012, 10:41

Moin moin,

hey super! Danke für die Rückmeldung! Hat mich auch echt bissel Gehirnschmalz gekostet, da drauf zu kommen ;)

Ist schön geworden,gell?
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hitchhiker

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Sonntag, 1. April 2012, 15:55

Danke für den ausführlichen Baubericht. Man bekommt gleich Lust ebenfalls los zu legen. Leider fehlt mir die Zeit, da ich gerade mit Konstruktion eines neuen Modellbaubogens beschäftigt bin.

Das Pantheon ist tatsächlich ein imposantes und vor Allem sehenswertes Gebäude. Empfehlenswert ist ein Besuch bei Regen (den gab es leider fast täglich bei meinem letzten Besuch in Rom), wenn das Wasser durch das Kuppelauge auf den Boden prasselt.

Grüße aus Wien

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