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Zaphod

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Sonntag, 9. Februar 2014, 14:18

IJN Mikasa in 1/200 bei Orel, Konstrukteur Herr Gromyk

Nachdem weite Teile der russischen Flotte um 1900 vom Orel-Verlag herausgegeben worden sind, wendet man sich nun vermehrt dem damaligen Gegner, den Japanern, zu. Bislang waren 4 Torpedoboote bzw. Zerstörer, konstruiert vom anderen Hauptkonstrukteur bei Orel, Herrn Kustov, erschienen, jetzt kommt das erste Dickschiff und zwar das Flaggschiff Admiral Togos bei Tsushima, die Mikasa.

Der Bauszustand ist laut. Titelbild 1902, die zugesetzten Kasematten vorne und hinten im Rumpf deuten aber m.E. auf einen späteren Bauzustand hin.

Zum Bogen:

Mit gut 2200 Teilen sehr gut, aber nicht unnötig hoch detailliert, Orgien faktisch nicht ausschneidbarer Teile, mit denen Herr Gromyk früher bei Orel aufgewartet hat, wird man nicht finden, m.E. eine angenehme Entwicklung.

Bilder 2 und 3: Das Spantengerüst, auffallen die Puzzle-Verbindung im Längsspant, da halte ich das Aufkleben auf ein durchgehendes Stück Pappe für sinnvoller.

Bilder 4 und 5: Einschnitte für die Kasemattgeschütze

Bilder 6-9: Kann man das Schiff ohne weiteres in Wasserlinie bauen? M.E. eher nicht.
Ausgemessen ergibt sich 3cm von vorn mit Einbeziehung des Zwischenbodens, der dann zur Grundplatte würde, eine Höhe von 3,15cm am Längsspant, genau diese Höhe weist auch die schwarze Außenhaut an dieser Stelle auf. Man müsste also auf den roten Wasserpass verzichten. Damit läge das Schiff sehr tief im Wassen, die Spieren für die Torpedoschutznetze würden nur knapp oberhalb der Wasserlinien sein. Damit es gut aussieht, müsste man 3mm Rot anflicken, d.h. das Spantengerüst entsprechend verlängern.
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Sonntag, 9. Februar 2014, 14:26

Gewöhnungsbedürftig ist das knallige Rot des Unterwasserschiffs (Bild 1)

Eine gute Idee, die Innenseite der Lüfte vorne auf den Bogen zu drucken und auf die Rückseite ein graues Feld, so werden schwarze Begrenzungslinien vermieden (Bilder 2 und 3)

Bild 4: Die schwarze Außenhaut mit den vielen Einschnitten für Kasematten und Ankerablageflächen, die quadratische Markierung unten zeigt an, wo eine Torpedonetzspiere hinkommt.

Bild 5: Die Stufen für die Leitern im alten Stil

Bilder 6 und 7: Die schweren Geschütze, die Barbette weist fast 6cm Durchmesser auf

Bilder 8 und 9: Die Aufbauten in Hellgrau, das Ausschneiden der Bullaugen wird bei dieser Einfassung schwierig.
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Sonntag, 9. Februar 2014, 14:33

Schotten werden aufgedoppelt (Bild 1)

Alle Decks schienen dem Verlag zu dunkel, darum wurde hellere Decks beigegeben (Bilder 2-4), ich hätte lieber ersatzbögen für die gruseligen Decks der Potemkin.

Ein Schornstein mit den drei weißen Markierungsbändern, ein Innenleben scheint nicht vorgesehen (Bild 5)

Die großen seitlichen Decks mittschiffs ruhten auf einer Vielzahl von Streben auf, ihre Verlauf ist auf dem hellgrauen Teil eingezeichnet (Bilder 6 und 7)

Aufleger für die Torpedoschutznetze. Das Modell sieht keine Netze vor, dann würden aber die weißen Zwischenräume unvorteilhaft hervorstechen (Bilder 8 und 9)
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Sonntag, 9. Februar 2014, 14:39

Massive Masten, an der Basis fast 2cm Umfang, gute Zeichnungen zur Anleitung.

Eine reichhaltige "Rezerwa", sogar mit einzelnen Decksplanken, allerdings ist hier der Druck leicht verrutscht (ansonsten aber weitgehend sauber, das war bei Orel nicht immer so).

Die Anleitung erfreut: Kein unübersichtlicher 3D-Murks, saubere Zeichnungen mit einer Gesamtansicht, die bei den einzelnen Teilgruppen auch ins Detail geht, allerdings bei komplexen Baugruppen nicht immer eine Schritt-für-Schritt-Anleitung bietet.
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Sonntag, 9. Februar 2014, 14:43

Wie die Skizzen zeichen, ist die Detaillierung anspruchsvoll, zunächst zwei Ausschnitte aus der Gesamtansicht, dann Einzelnes.


Fazit:ein Schiff, das zum Bauen verlockt, zusammen mit den T-Booten und der Shikishima von GPM könnte man da schon einen kleinen Ausschnitt von Tsushima auf japanischer Seite auf die Beine stellen.
Schön wären einige japanische Kreuzer aus dieser Epoche, aber wenn Orel mit derselben Gründlichkeit vorgeht, wie bei den Russen, kann dies nur eine Frage der Zeit sein.

Zaphod
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