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andiruegg

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Montag, 28. Oktober 2013, 22:45

Ein weiteres Boot ist fertig. Es gibt davon 2 Stück, die man offen oder geschlossen bauen kann. Ich werde je eine Variante bauen und habe mit der offenen begonnen. Dieser Rumpf hat mich etwas überfordert, aber für einmal ist das Makro gnädig.Die Herausforderung liegt darin, dem Rumpf, der aus zwei Teilen mit Einschnitten besteht (oben im 1. Bild sichtbar), die richtige Form zu geben, ohne dass ein Spantengerüst vorhanden wäre.



Andi

"Wer seine Grenzen kennt, hat sie." (Jonathan Livingston Seagull)


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Dienstag, 29. Oktober 2013, 07:49

....und sogar die Kabine verglast!
Sehr akkurat! Ich freue mich sehr, das Modell am Sonntag live zu sehen!


Eine Frage: verklebst Du die stumpf aneinander gefügten Kanten mit Weissleim oder mit Sekundenkleber?

Freundliche Grüsse
Peter

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243

Dienstag, 29. Oktober 2013, 16:07

Hallo Peter

Hier verklebe ich die Kanten notgedrungen mit Weissleim. Am Liebsten würde ich auch hier meinen geliebten UHU Kraft verwenden, aber der bleibt immer etwas elastisch. Und da ich hier die Form nicht so hinkriege, dass die Verbindungen stressfrei sind, öffnen sich dann die Nähte leicht. Mit Sekundenleim stehe ich noch mehr auf Kriegsfuss, den verwende ich höchstens bei Metall (Drähten oder Ätzteilen).

Um euch in Friedrichshafen möglichst viel zu zeigen (und weil ich es selber nicht erwarten konnte), habe ich die fertigen Boote schon mal auf Deck gebracht. Ich habe mich dabei an die Bilder aus der Bauanleitung gehalten, wo die Boote mit weissen Bändern an den Lagern festgezurrt sind. Leider haben sowohl die gedruckten Bootslager als auch die LC-Teile nichts mit der eigentlichen Rumpfform der Boote zu tun, sondern sind wohl eine GPM-Standardkomponente. Daher kann ich die Lager nicht zuerst unter die Boote kleben und die Bänder anbringen, sondern muss die Lager zuerst auf das Deck kleben und dann das Boot möglichst gut darin lagern. Dann werden die Bänder gezurrt. Das kleine Ruderboot ist so hinter dem Wasserflugzeug versteckt, dass ich das Ganze zuerst auf einem Ausdruck des Decks vorbereitet und dann erst auf das Deck geklebt habe.





Andi

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Samstag, 9. November 2013, 19:21

Nun ist auch das geschlossene Boot an Deck. Auch hier machen die unpassenden Lager das Ganze recht wackelig. Schade!



Andi

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Montag, 11. November 2013, 19:08

Und nun der Prototyp der Ruderboote. Nach dem Ausformen des Rumpfes habe ich zuerst den Bug verklebt. Hier habe ich Weissleim verwendet, denn wenn auch beim Kleben keine Spannung herrscht, können diese bei der weiteren Verarbeitung sehr wohl auftreten. Dann habe ich die Innenwände eingeklebt, nachdem ich sie vorne um einen guten Millimeter gekürzt habe und darauf das Heck verschlossen. Jetzt kann man den Boden hinein drücken, bis er unter den Innenwänden einrastet und ganz ohne Leim festsitzt. Der Rest ist s.o.p., wobei ich einige der Sitzbänke leicht gekürzt habe.



Leider passen auch hier die Lagerböcke überhaupt nicht.



Und auf dem Deck


Andi

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Sonntag, 17. November 2013, 19:55

Die Ruderboote sind fertig. 4 sind auf Deck, die anderen zwei werden später an ihren Kränen aufgehängt. Damit es nicht zu langweilig wird, zeige ich die bisherigen Boote mal in einer Draufsicht.



Andi

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Sonntag, 17. November 2013, 20:11

Hey Andi

Das ist nun die Aussicht von dem, der Deinen Signaturspruch gespendet hat? Ach nein, der war ja kaum je so langsam, dass er das so gesehen hätte :D
Eine faszinierende Perspektive, die tatsächlich mal ein bisschen einen anderen Blick zeigt. Und auch von hier gesehen schient das Modell absolut makellos, mein grösster Respekt!


Freundliche Grüsse
Peter

Zaphod

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Sonntag, 17. November 2013, 20:32

Hallo Andi,

danke für die Totale von oben ! Gibt einen prima Eindruck vom Schiff.

Zaphod

Gustav

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Sonntag, 17. November 2013, 21:37

Moin Andi,

sehr filigran und unheimlich sauber. Ein begeisternder Anblick!

Viele Grüße
Gustav
Auch kleine Dinge können Freude bereiten.

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Montag, 18. November 2013, 22:18

Danke, Peter, Zaphod und Gustav.

Die letzten Boote sind fertig. Sie waren nicht ganz einfach. Wie üblich musste am einen oder anderen Ort nachgearbeitet werden: der Rumpf war eher zu lang, beim hinteren Deckhaus ist die Wand deutlich zu lang und beim vorderen Deckhaus stimmt die Schräge der Unterkante nicht. Das ist aber alles ziemlich einfach. Da der Rumpf kein Spantengerüst hat, ist es mir nicht gelungen, ihn ganz verwindungsfrei zu bauen. Die Verglasung habe ich wieder mit doppelseitigem Klebeband und Folie gemacht. Das wird zwar sehr sauber, aber die Papierdicke wird gut verdoppelt, was man beim vorderen Deckhaus auch sieht. Der aufgedruckte Anker hat so flach ausgesehen, dass ich ihn aufgedoppelt habe. Die Schraubenwelle fehlt bei den Schablonen, aber auch das ist kein Problem.



Jetzt bin ich gespannt, wie ich diese Boote einigermassen waagrecht in die Lager kriege, ohne die Schraubenwelle zu beschädigen.

Andi

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Montag, 18. November 2013, 22:27

Hallo Andi,

Flaggenstock und Mast verleihen diesen Booten eine Note von Leichtigkeit, die ihnen sehr gut zu Gesicht steht.

Wird denn die Fertigstellung zum 24.12. ins Auge gefasst?


Zaphod

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Dienstag, 19. November 2013, 22:15

Ja, Zaphod, an Weihnachten möchte ich fertig sein. Aus heutiger Sicht scheint das leicht zu schaffen, denn es sind noch knapp 300 Teile, aber ich will nichts verschreien. Vor allem auch, weil meine Frau Anfangs Dezember eine Operation und dann REHA für den Rest des Jahres hat. Da weiss ich noch nicht, ob ich dann sehr viel oder gar keine Zeit haben werde.

Vorläufig bin ich jedenfalls auf Kurs:



Andi

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Werner

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Mittwoch, 20. November 2013, 00:21

Hallo Andi

da ich das Schiff ja in FN bewundern konnte möchte ich nochmals auf die Boote kommen. Ich denke egal ob WHV, HMV oder GPM es ist immer wieder zu beobachten wie man sich verbiegen muß um die Boote einigermaßen in Form zu bringen. Auch ich kämpfe jedesmal mit den Bootslagern diverser Militärschiffe; komischerweise sind da die ollen Passagierzossen nicht so ungenau :D

Gruß Werner

Hasenpapa

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Donnerstag, 21. November 2013, 17:32

Hallo Andi,

einfach eine tolle Arbeit von Dir, alleine die Beiboote sind schon ne Schau!

Gruß

Markus (Hasenpapa)

PS: Du hast mich übrigens zum UHU Hart bekehrt.
Fertig gestellt:
Menschliches Skelett 1:1
Grumman F4F-3 Wildcat
Jagdpanzer IV Ausf. F, 1:25 Modelik
Maly Modelarz Renault 17

Im Bau befindlich:

Maly Modelarz Austin Putilov

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Freitag, 22. November 2013, 21:41

Wie recht du hast, Werner, und vielen Dank, Markus!

Auch wenn es nicht mehr viele Teile bis zur Fertigstellung sind, geht es im Moment langsam voran (1 Galgen fertig gestellt, wohl für den Transport des Ottergerätes), was nicht zuletzt daran liegt, dass wieder einmal eine tolle Drahtkonstruktion ansteht, wie ich sie so liebe :cursing:. Hier wäre ein LC-Teil für die Verstrebungen sehr willkommen gewesen und hätte auf der Platine auch problemlos Platz gehabt. Wie dem auch sei, sie ist fertig, wenn auch nicht ganz zufriedenstellend, aber die kleinen Drahtstückchen (0.2 mm Ø, 1-3 mm lang) genau auszurichten übersteigt meine Fähigkeiten. Das Ganze wird der Ausleger eines Bootskrans und wenn dann ein Boot dran hängt, fällt es wohl nicht mehr so auf.



Andi

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Sonntag, 24. November 2013, 14:05

Da die restlichen Teile praktisch alle an der Aussenhaut angebracht werden, habe ich jetzt die Reling auf dem Haupt- und Oberdeck vervollständigt. Sie stammt aus dem Relingsatz und es waren nur minimale Anpassungen nötig. Nur am hinteren Ende der Katapultplattform war es etwas unklar und passt nicht ganz. Das fällt aber nicht auf.



Andi

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Sonntag, 24. November 2013, 22:04

Die Davits bei den hinteren Ruderbooten sind umgelegt, damit das Flugzeug starten kann. Und der Heckanker hat seinen Kran.



Andi

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Wiesel

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Montag, 25. November 2013, 07:37

Ein absoluter Genuss, diese Bilder anzuschauen.

Mich beeindruckt immer wieder Deine akribische, extrem saubere Bauweise. Offenbar wieder ein Beispiel für echte schweizerische Präzision! :)
Bis die Tage...

Helmut

"Einmal sah jemand die Häftlingsnummer 78651, die auf meinem Arm eintätowiert ist, und sagte: "Das ist wohl Ihre Garderobennummer?" Danach trug ich jahrelang nur langärmelige Pullover."
In Erinnerung an Simone Veil, † 30. Juni 2017



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Dienstag, 26. November 2013, 20:03

Danke, Helmut! Das ist fast zuviel Lob aus so berufenem Munde.

Die Davits für die Rettungsboote sind so konstruiert, dass sie nur parallel zur Bordwand stehen können. Das macht aber sowohl gefühlsmässig als auch von den Plänen her keinen Sinn. Ich habe daher die Unterteile bei den blauen Linien zerschnitten und die Oberteile dann einfach in einer mir sinnvoll scheinenden Lage aufgeklebt.



Dann sind noch ein Schraubenschutz und zwei Podeste am Bug dazu gekommen.



Ich wusste schon lange, dass Murphy bei einem so grossen Schiff mit so vielen kleinen Details hinter der Ecke lauert und nur darauf wartet, zuschlagen zu können. Das hat er heute denn auch getan: innerhalb von 10 Minuten habe ich die LC-Reling eines Fallreeps unwiederauffindbar verloren und den oberen Teil des Masts zerstört :cursing:. Jetzt heisst es irgendwie Abstand nehmen, hoffentlich die Ruhe wieder finden und sehen, wie es weiter geht. Es kann also eine Weile Funkstille herrschen.

Andi

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Pitje

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Dienstag, 26. November 2013, 20:13

Hi Andi,
das ist sehr ärgerlich. Wünsche viel Glück beim Puls und Gemüt herunterfahren. Ich - oder wohl alle - können wohl gut nachvollziehen, was das heißt.
Aber nichtsdestotrotz: super gebaut, bis ins letzte Detail! Klasse! :thumbup:

VG
Peter
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Zaphod

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Dienstag, 26. November 2013, 20:50

Hallo Andi,

auch bei mir verabschieden sich in den letzten Monaten immer wieder Teile, die von ihrer Größe her eigentlich nicht spurlos abtauchen können dürften.

Ich hoffe, dass nur der ganz obere Teil des Mastes betroffen ist, Nachbesserungen bzw. Reparaturen an denen fürchte ich wie der Teufel das Weihwasser.

Nach solchen Pannen brauche ich meist 24 Stunden Abstand vom Modell, sonst wird der Wusch eine Reparatur auf die Schnelle hinzupfuschen übermächtig.

Zaphod

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Mittwoch, 27. November 2013, 10:29

Danke, Peter und Zaphod, für eure aufbauenden Worte. In einem solchen Moment tut das gut.

Da meine Nerven gestern Abend sowieso am flattern waren, habe ich mich dann noch an das erste Fallreep gewagt, natürlich dasjenige mit der verlorenen Reeling. Diese habe ich aus Resten der GPM-LC-Reeling zusammengebastelt. Die Herausforderung war, eine Montagereihenfolge zu finden. Alles ist sehr dünn, flexibel und zerbrechlich. Die Winkel sind damit schlecht definiert (nicht theoretisch, sondern im realen Aufbau). Ich habe zuerst die innere Treppenreeling vorbereitet. Dabei ist zu beachten, dass die Handläufe im Bogen falsche sind. Das Teil für das untere Podest hängt an dem äusseren Handlauf und schaut in die falsche Richtung. Es muss bei der roten Linie im Bild 1 abgetrennt und dann um 90° nach links gedreht um inneren Handlauf befestigt werden.



Dann habe ich diese Reeling an der Treppe befestigt und das Ganze so "eingepackt", dass die Winkel beim Trocknen stimmen. Zum Schluss dieses Teils kam noch die untere Plattform dazu.



Die obere Plattform wurde ebenfalls zuerst mit der Reeling versehen. Das wäre eigentlich das vverlorene Teil gewesen und musste daher zusammengestückelt werden.



Dann beide Teile zusammenbauen und die fehlenden Stützen der Aussenreeling ergänzen, et voilà!



Bei den Reelingstützen auf der oberen Plattform habe ich zu viel Weissleim verwendet, aber ich wollte auf Nummer sicher gehen. Und hier noch was zu verbessern würde sicher schief gehen. Aber alles in allem bin ich ganz zufrieden.

Die Reparatur am Mast hat begonnen, wird aber noch etwas Zeit und viel Nerven brauchen.

Andi

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Mittwoch, 27. November 2013, 14:10

Hallo Andi,

das nenne ich gelungene Selbsttherapie, einfach ein fummeliges Teil bauen und dabei das verlorene Stück ergänzen.

Der Mast wird wieder, da bin ich mir sicher!

Zaphod

andiruegg

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Mittwoch, 27. November 2013, 23:01

Ja, Zaphod, wenn es funktioniert, ist es toll. Ich bin jedenfalls mit einem guten Gefühl zu Bett gegangen. Aber das Risiko ist nicht zu unterschätzen: man stelle sich vor, das wäre auch noch in die Hosen gegangen...

Auf der Backbordseite ist noch ein Baum dazugekommen, an dem wohl Beiboote anlegen können, wenn er ausgeschwenkt ist. Das werde ich an Steuerbord so darstellen, aber so weit ausladende Teile, ebenso wie die Fallreeps, werden erst ganz am Schluss angebracht, getreu dem Grundsatz, von innen nach aussen zu bauen.



Andi

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Donnerstag, 28. November 2013, 15:53

Nun ist auch der Mast repariert. Es war etwas wie eine Operation am offenen Herzen. Und weil ich schon dabei war und um etwas von der Mastbaustelle abzulenken, hat der Entfernungsmesser auf dem grossen Gefechtsturm noch ein Geländer und eine Peilantenne erhalten. Beides ist auf den Bildern zu sehen, aber in der Bauanleitung nur so etwas en passant ersichtlich und ohne Schablone im Bogen.



Ihr seht hier das dritte Exemplar der Antenne. Das erste starb beim Bemalen und das zweite hat sich bei der Trockenanprobe so ins Innere der Hiei verabschiedet, dass ich keine Spur mehr finden konnte und auch das Auf-den-Kopf-stellen des ganzen Modells nichts mehr zum Vorschein gebracht hat.

Andi

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Donnerstag, 28. November 2013, 16:03

Hi Andi,

da würd' ich doch glatt sagen: "Operation geglückt!" Glückwunsch, sieht sehr überzeugend aus :thumbsup:

VG
Peter!
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Donnerstag, 28. November 2013, 21:52

Hallo Andi,

auch von mir einen tief empfundenen Glückwunsch ! Derartige Reparaturen sind immer sehr unangenehm.

Zaphod

Joachim Frerichs

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Freitag, 29. November 2013, 05:47

Ahoi Andi,

ich weiss zwar nicht wie der Mast nach dem Beschuss aussah, aber das Ergebnis Deiner
Reparatur sieht sehr gut aus.

Die möglichen Schäden am zu bauenden Modell kenne ich auch. Da versucht man alles, aber
irgendwann bleibt man doch irgendwo hängen :(

Ich bewundere Deinen Mut, das Modell mit auf Ausstellungen zu nehmen !!!
Besitzt Du hierfür eine Vitrine oder ist das Schiff ungeschützt der Begutachtung ausgesetzt ???


Gruß
Jo
Meine bisher gebauten Modelle sind hier abgelichtet :)

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Freitag, 29. November 2013, 17:27

Danke, Kollegen!

Wie du in den Bildern von der Ausstellung in Friedrichshafensehen kannst Jo, stehen meine Modelle meistens ohne Vitrine da. Natürlich stelle ich die empfindlichsten Modelle nicht gleich an den vorderen Rand. Da stehen die beweglichen Modelle und halten so die Kinderhände von den anderen ab. Wobei es meistens die Erwachsenen sind, die sich über den Tisch beugen und mit ihren Jacken Takelagen zerstören oder sogar hemmungslos alles mit den Händen berühren. Aber da für mich der Spass meistens mit Bauende aufhört, hänge ich auch nicht so sehr an den fertigen Staubfängern.

Um mich etwas vom Kampf mit der Takelage zu erholen (mehr darüber später), habe ich ein Fallreep montiert. Leider habe ich erst jetzt bemerkt, dass die Treppe viel zu lang ist und die untere Plattform beinahe auf der Höhe der Schraubenwellen zu liegen käme. Zuerst dachte ich, ich hätte die Treppe zu steil gebaut, aber der Winkel stimmt mit dem der LC-Reeling überein. Damit es nicht gar so schlimm aussieht, habe ich die Treppe mit der Aufhängung so weit als möglich hochgezogen. So ist es jetzt ein gerade noch akzeptabler Kompromiss zwischen Lage der Plattform und Verbiegung der ganzen Konstruktion.



Andi

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Samstag, 30. November 2013, 17:33

Heute habe ich mich an ein Bauteil gewagt, dass ich lange vor mir her geschoben habe: den Bootskran. Der Grund war, dass ich keine gute Idee zur Montage hatte, da die Verbindung zwischen Armen und Mast sehr kleinflächig ist und es keinen konstruktiven Anschlag für die richtige Lage gibt.

Ich habe nun zuerst das Boot an die Querstange geklebt, an der es m.E. normalerweise auch anliegt. Dann kamen die beiden Aufhängungen. Nach dem Trocknen war dieser Teil schon mal recht stabil. Nach mehreren erfolglosen Versuchen mit Aufbauten, um den Mast und den Arm zum Verkleben in der richtigen Lage zu halten, habe ich den Mast freihändig mit Sekundenkleber so gut als möglich in der richtigen Lage an den Arm geklebt. Dann kamen die Seile und die Haltebänder dazu und das ganze Gebilde konnte an seinen Platz gebracht werden. (Ich habe den Mast auf Grund des letzten Fotos dann noch senkrecht ausgerichtet.) Alles in allem hat das besser funktioniert als erwartet.



Andi

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Samstag, 30. November 2013, 18:00

Moin Andi,

saubere Arbeit und klasse gelöst. Ich bin wieder einmal beeindruckt und wünsche Dir weiter viel Freude und gutes Gelingen.

Gruß Gustav
Auch kleine Dinge können Freude bereiten.

Zaphod

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Samstag, 30. November 2013, 18:05

Hallo Andi,

eine tolle Ausführung ! Erinnert mich an die Kräne bei der "Iena".

Zaphod

andiruegg

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Sonntag, 1. Dezember 2013, 23:26

Hier mal ein erster Blick auf die Takelage. Ich tue mich schwer damit, da die Distanzen z.T. recht gross sind und ich bez. Gewicht und Steifigkeit an die Grenze des Drahtes komme, den ich normalerweise verwende. Wahrscheinlich wäre das ein Fall für wonderwire, den ich aber nicht habe. Unterdessen bin ich beim 3. Versuch und immer noch nicht richtig zufrieden, da die langen Drähte zum Bug unterschiedlich stark durchhängen. Aber die Risiken bei einer Korrektur werden immer grösser. Ich werde mal eine Nacht darüber schlafen.



Andi

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Zaphod

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Montag, 2. Dezember 2013, 15:13

Hallo Andi,

aus der Perspektive der Fotos schwer zu beurteilen.
Inhaltlich pflichte ich dir vollkommen bei, durchhängende Fäden sind mir ein Graus.

Gezogener Gussast geht bei solchen Distanzen auch gar nicht und bei den fragilen Teilen mit Baumwollfäden zu arbeiten, hielte ich für riskant.

Vielleicht kann Dir jemand hier kurzfristig zu ein paar Metern wonderwire verhelfen?


Zaphod

Wiesel

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Montag, 2. Dezember 2013, 20:28

Hallo Andi,

verstehe ich das richtig, dass Du keinen Durchhang möchtest?

Tatsächlich wären "durchhängende" Drähte, wenn sie gleichmäßig durchhängen, aber nicht immer falsch.

Ganz ohne Durchhang geht es mit Gummifäden. Kämen die in Betracht?
Bis die Tage...

Helmut

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Montag, 2. Dezember 2013, 20:31

Hallo Andi,

sag mal, takelst Du mit Metalldraht? Welches Material verwendest Du normalerweise? Hast Du eine besondere Technik beim Anbringen der Drähte?

Ich habe auch mal versucht mit Draht zu takeln, aber es als sehr schwierig empfunden, weil sich der Draht nicht spannen lässt.

Würde mich freuen von Dir zu hören.

Viele Grüße
Matthias

andiruegg

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Montag, 2. Dezember 2013, 21:49

Danke, Kollegen, für euer Interesse und eure Unterstützung.

@ Zaphod: zuerst wollte ich alle Drähte straff gespannt haben. Das kommt aber wohl daher, dass sie in der Bauanleitung so gezeichnet sind. Aber neben der Tatsache, dass ich das mit einem normalen Takelmaterial nicht hinkriege ist es auch fraglich, ob das richtig ist. Denn bei den längsten Antennen sprechen wir im Original doch von rund 80m!

@ Helmut: ja, du hast schon recht. Wie oben ausgeführt bezweifle ich, dass die Drähte im Original nicht auch durchhängen. Und es sieht auch nicht so falsch aus. Mein Problem ist jetzt, dass ich vorne auch nach dem dritten Versuch keinen gleichmässigen Durchhang erreicht habe. Und ich weiss nicht einmal genau warum. Und weil die Befestigungspunkte recht schwach sind zögere ich, nochmals einen Korrekturversuch zu wagen, genau so wie ich Bedenken wegen Gummifäden habe. Aber entschieden ist noch nichts.

@Matthias: ja, ich takele mit normalem Eisendraht. Er ist ca. 0.2mm dick (etwas dünner wäre schöner, aber da habe ich nur noch 0.1 mm, und der ist zu optisch zu dünn und v.a. zu schwach). Spannen muss ich den Draht nicht, im Gegenteil: er stützt im Normalfall (bei kleineren Spannweiten als hier gefordert) sogar schwache Masten!
Dazu schneide ich mir ein Stück von der Rolle und strecke es dann vorsichtig zwischen zwei Flachzangen. Dabei dehnt sich der Draht so ca. 10% und wird dabei zum Glück noch etwas dünner. Das Wichtigste ist aber, dass er dabei ganz gerade wird und auch so bleibt, da er durch die mechanische Verformung leicht gehärtet wird. Dann muss ich nur noch ein Stück mit der richtigen Länge abschneiden und es mit je einem kleinen Tropfen Weissleim oder Sekundenkleber befestigen. Das geht ganz spannungsfrei und stabilisiert wie gesagt nach dem Trocknen die Masten, Rahen, Fahnenstangen etc.
Zu beachten ist dabei, dass ein nach dem Strecken stark gebogener oder geknickter Draht nie mehr gerade wird. Also gleich entsorgen. Und eine nichtmagnetische Pinzette verwenden!

Die folgenden Bilder zeigen zuerst die Takelung hinten, die leicht, aber gleichmässig durchhängt. Dann folgt die vordere Takelung, bei der der hintere Draht sichtbar mehr durchhängt. Das dritte Bild zeigt den vorderen Fahnenmast, an dem alles hängt. Ich bin eigentlich erstaunt, dass er soviel aushält. Im Makro sieht man aber, dass er schon gelitten hat.



Andi

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andiruegg

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Montag, 2. Dezember 2013, 22:58

Während der Entschluss bezüglich Takelung immer noch am reifen ist habe ich das letzte Beiboot montiert. Es hängt bereits aussenbords, da es nächstens in den Einsatz kommen soll.



Andi

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Zaphod

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Montag, 2. Dezember 2013, 23:11

Hallo Andi,

das Beiboot ist wieder ein optischer Leckerbissen von Dir.


Zur Takelage: Hinten sieht das m.E. ausgezeichnet aus, das würde ich so lassen, wie Helmut schon schrieb, ein leichtes gleichmäßiges Durchhängen ist vermutlich realistisch.


Vorne muss ich Dir leider beipflichten, die langen Drähte scheinen sogar mal leicht rauf und mal leicht runter zu gehen, gerade wo Dein Schiff ansonsten von so hoher Qualität ist, würde mich das auch deutlich stören.
Aber wenn straffen bzw. nachspannen nicht geht, wäre ganz weg und neue Drähte herstellen die einzige Lösung.

Zaphod

andiruegg

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Dienstag, 3. Dezember 2013, 07:07

Erfolg

Danke, Zaphod. Mit der Variante "alles neu" habe ich mich auch schon auseinandergesetzt und ich hatte auch schon eine brauchbare Idee dazu. Dann hat es mir aber doch keine Ruhe gelassen und ich habe gestern Abend den zu langen Draht noch gekappt und neu befestigt. Über Nacht konnte er dann trocknen und heute morgen dann das freudige Ergebnis: beide Drähte sehen gleich lang aus. Vielleicht fällt mir noch etwas ein, um den Befestigungspunkt am vorderen Fahnenmast zu verschönern, aber in Natura stört das nicht gross und im Zweifelsfall werde ich es so lassen, als "Denkmal" an meinen "Drahtseilakt" ;).

Andi

PS: Auch auf der Hiei war man offenbar besorgt und hat die Nacht durchgewacht :D.


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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »andiruegg« (3. Dezember 2013, 07:25)


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