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  • »Peter Wulff« ist männlich
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Samstag, 22. Mai 2010, 21:12

Hr.Ms. EVERTSEN / answer / 1:250 [ABBRUCH / Volltreffer durch Schreibtischstuhl]

Der Kühlschrank ist aufgefüllt, die Klamotten wieder gewaschen und im Schrank verstaut, Paß und Patent in der Kassette, beim Friseur war ich auch - der Urlaub kann beginnen...

... mit dem Griff in die "magische Schublade"

Nachdem die letzten Bauaufträge meiner Werft den zivilen Sektor bedient haben, verlangt nun die Marine wieder Zulauf an neuen Einheiten.
Also gleich den Fundus durchstöbert, und siehe da, ein graugrünes Kriegsschiff mit der Kennung EV am Bug.

Daran wollen wir uns also Versuchen - dem holländischen Zerstörer EVERTSEN aus dem Hause "Answer" im Maßstab 1:250.

Kartonkapitän und MHBS (Mathias) haben den Bogen an dieser Stelle schon einmal vorgestellt, brauche ich also nicht weiter groß drauf eingehen.

Mit 39cm LüA wird das Modell gerade so in mein Vitrinenrastermaß passen.
Die Anzahl der Bauteile ist mit knapp 950 angegeben - uiii, soviel hatte ich bisher noch nicht 8o

Masten, leichte Artillerie und diverse andere Teile sind wieder aus Fremdmaterial nach Schablonen zu fertigen.
Vom Verlag wird der Schwierigkeitsgrad als "mittel" angegeben, wir werden sehen.
Es gibt jedenfalls eine Menge Kleinkram zu formen.
Die Bauanleitung ist (leider) komplett auf polnisch, ich hoffe aber, mittels der Bauteilnummern und einiger Detail- u. Übersichtszeichnungen zurechtzukommen.
Außerdem gibt es ja noch Google und vielleicht :polish: sprachkundige Leute hier im Forum ;)

Hintergründe zum Original werde ich später im Laufe des Baus mit einfließen lassen.
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2

Samstag, 22. Mai 2010, 21:18

Los gehts, ganz konventionell, mit dem Spant- u. Rumpfgerüst ...

... und da gibt es gleich Besonderheiten:
Der Rumpf wird quasi aus einem Innenrumpf als Basis gebildet, über den dann später die eigentliche Bordwand und das Deck "tapeziert" werden.

Beim Betrachten der Bauteile für den Innenrumpf fällt außerdem auf, daß Mittelspant sowie eine Grundplatte fehlen.
Der Rumpf wird somit nach unten offen sein, auch mal wieder was Neues.

Die Bauteile sind gerillt und ausgeschnitten.
Jetzt muß ich mich erstmal in die "Philosophie" des Rumpfbaus hineindenken, wie genau sich der Konstrukteur das gedacht hat ... :]

Gruß
Peter
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Montag, 24. Mai 2010, 09:18

Hallo Peter,

wäre dieses Modell nicht eine schöne Gelegenheit am 5.JSP teilzunehmen?

Grüße

Michael

modellschiff

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Montag, 24. Mai 2010, 16:47

Hallo,
das sind ja gewöhnungsbedürftige Spanten. Schätzungsweise wird aber das Modell recht stabil werden.

Mit freundlichen Grüßen
modellschiff

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Montag, 24. Mai 2010, 21:59

Moin Michael,

ich bin nicht so der Wettbewerbstyp ;) und dazu birgt der Zerstörer für mich noch zu viele "Unbekannte" in Bezug auf die Bauweise.

@ modellschiff
... der Innenrumpf ist fast fertig ... da sich danach an der Grundkonstruktion nicht mehr viel ändert, bin ich mir mit der Steifigkeit nicht so hundertprozentig sicher.
Dazu aber nachher mehr.

Gruß
Peter
:D

Wiesel

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Montag, 24. Mai 2010, 22:31

Ja, das ist schon eine ungewöhnliche Konstruktion, wenn die Spanten gewissenmaßen "von unten" gegen das in der Balkenbucht vorgebogene Deck geklebt werden müssen.

Ich frage ernsthaft, warum der Konstrukteur auf eine Bodenplatte verzichtet hat...
Bis die Tage...

Helmut

"Einmal sah jemand die Häftlingsnummer 78651, die auf meinem Arm eintätowiert ist, und sagte: "Das ist wohl Ihre Garderobennummer?" Danach trug ich jahrelang nur langärmelige Pullover."
In Erinnerung an Simone Veil, † 30. Juni 2017



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7

Dienstag, 25. Mai 2010, 00:04

Der Rumpf - 1.Etappe

Der "Grundstein" ist gelegt - die beiden Hälften des Innenrumpfes sind soweit fertig.

Vor dem Zusammenbau der Teile stand aber erstmal das "Übersetzen" der Bauanleitung. Sinngemäß hat das mit dem Google-Übersetzer ganz gut hingehauen.
Demnach sollten zuerst die jeweiligen "Stirnspanten" an die Hilfsdecks geklebt werden, um dann die Hilfsbordwände anzubringen.
Darauf folgend sollten dann die einzelnen Spanten eingesetzt und verklebt werden.
Naaaajaaaa, die Ausrichtung Letzterer zum Deck ist kein Problem, es sind entsprechende Hilfslinien aufgedruckt.
Aber dann die Spanten mit den Bordwänden verkleben, ist schon etwas interessanter, da man hier mit Augenmaß und Dreieck arbeiten muß, um wenigstens halbwegs in der Senkrechten zu bleiben - es sind hier keine Markierungen vorhanden.

Bild (1)+(2) zeigen die Bugsektion, Bilder (3)+(4) das Achterschiff.
Auf dem letzten Bild sind beide Teile aneinander gelegt - das wird eine schlanke Lady

So richtig überzeugt bin ich von dieser Art Konstruktion noch nicht. Sehr fest ist die Sache nämlich nicht.
Trotz der Spanten läßt sich insbesondere das lange Achterschiff doch recht leicht verwinden.
Ich hoffe, daß durch die später aufzuklebende "2.Haut", also die Bordwände und Decks, etwas mehr Festigkeit in den Bau kommt.
Die Konstruktion ist meiner Ansicht nach nicht konsequent. Da hier auf den Mittelspant verzichtet wird, sollte entweder eine Grundplatte oder aber Kästen a´la JSC den Unterbau ergänzen.

... und eine Balkenbucht hat das Deck dazu auch noch, so wie Helmut oben richtig angemerkt hat. Das verkompliziert die Sache nochmals, aber nur ein wenig :D

So, die beiden Hälften werden nun zusammengeklebt.
Dann kann das Ganze über Nacht richtig durchtrocknen, und morgen früh hoffentlich gerade sein ...

Gruß
Peter
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eskatee

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Dienstag, 25. Mai 2010, 07:43

Zitat

Original von Wiesel
Ich frage ernsthaft, warum der Konstrukteur auf eine Bodenplatte verzichtet hat...


Hoi Helmut,

Takelage läßt sich bei dieser Bauweise durch verkleben mit der Decksunterseite gut fixieren,

groetjes,
Gert
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Donnerstag, 27. Mai 2010, 20:17

etwas Historie

Da der Rumpf im Moment noch "tapeziert" wird, und ich momentan noch dabei bin, die Bauanleitung für die nächsten Schritte zu "übersetzen", gebe ich hier mal etwas Historisches über die Schiffsklasse im Allgemeinen und über das Vorbild zum Besten.
Neben Wikipedia finden sich diverse weitere Quellen im Internet, die interessante Hintergrundgeschichten, Fakten und Bilder bieten.

Also, Folgendes konnte ich bisher zusammentragen:

Nach dem 1.Weltkrieg begann die holländische Marine ein ehrgeizigen Programms zur Aufrüstung und Modernisierung der Flotte, das zum Schluß sogar den Bau von Schweren Kreuzern vorsah.

Im Rahmen dieser Maßnahmen wurde auch ein moderner Zerstörer gefordert, der die dato veralteten Einheiten der Wolf- oder Roofdier-Klasse (Raubtier-Klasse) von 1913 ersetzen sollte.
Deshalb schaute man sich bei den europäischen Nachbarn um.
Das "Rennen" machten dabei Mitte der 20er Jahre die Entwürfe der britischen Zerstörer HMS Ambuscade (Yarrow) und HMS Amazon (Thornycroft).
Um es an die Einsatzbedingungen in Niederländisch-Ostindien (Nederlandsch-Indië, dem heutigen Indonesien) anzupassen, wurde das Design noch von Yarrow & Co. entsprechend geändert.
Aus dem so abgeänderten Entwurf entstanden auf den Werften in Rotterdam und Vlissingen ab 1925 die 8 Zerstörer (Torpedobootjager) der "Admiralen"-Klasse, alle benannt nach historischen Seeoffizieren und Admirälen der niederländischen Flotte.

Der Bau erfolgte in zwei Losen, jeweils zu 4 Schiffen.
Die erste Gruppe wurde im August 1925 auf Kiel gelegt. Es waren dies die Schiffe:
* Evertsen (EV)
* Piet Hein (PH)
* De Ruyter (DR) - 1934 in Van Ghent (GT) umbenannt, um den Namen für den leichten Kreuzer freizumachen
* Kortenaer (KN)

Die zweite Gruppe folgte von Mai 1927 bis August 1928:
* Van Galen (VG)
* Witte de With (WW)
* Banckert (BK)
* Van Nes (VN)

Fertiggestellt wurden die Schiffe 1928 bzw. 1929-31.

Technische Daten:

Länge: 98,10 m (einige Quellen geben 5cm mehr an)
Breite: 9,53 m
Tiefgang: 2,70-3,00m
Besatzung: 149 Mann
Antrieb:
3 Yarrow-Kessel
2 Parsons Getriebeturbinen auf 2 Wellen
31000 PS
Geschwindigkeit: 34 kn

In den Abmessungen gleich, unterschieden sich die beiden Baulose doch in Details bei Antrieb und Bewaffnung.

Bewaffnung:
4 x 120mm Bofors Mk 4 (1.Los) Mk 5 (2.Los, Lizenzbau)
2 x 75mm (1.Baulos) / 1 x 75mm (2.Baulos)
4 x 12,7mm MG
4 x 40mm (2.Los)
6 x 533mm Torpedorohre
4 x Wasserbombenwerfer
Die Schiffe konnten 24 Minen auf Schienen auf dem Achterdeck transportieren
Hinzu kam noch ein Wasserflugzeug, ab den 30er Jahren vom Typ Fokker C.11-W
Die Flugabwehr war Ende der 30er Jahre nicht mehr zeitgemäß, ebenso waren die Mittel zur Ubootbekämpfung unzureichend und nicht mehr auf der Höhe der Zeit.

Einsatz:
Alle acht "Admiräle" wurden in Niederländisch-Indien eingesetzt. Ihre Aufgabe bestand in der Überwachung des weitläufigen indonesischen Archipels mit seinen unzähligen Inseln und Buchten.
Zu Beginn des 2.Weltkrieges befand sich die gesamte Klasse in Südostasien, nur die Van Galen wurde nach Holland zurückbeordert, wo sie im Mai 1940, zwei Tage vor dem deutschen Überfall, eintraf. Bei den Kampfhandlungen wurde sie versenkt.
Die restlichen Schiffe verblieben in Indonesien und führten Escort- und Konvoifahrten durch.
Nachdem Japan im Dezember 1941 den pazifisch-südostasiatischen Kriegsschauplatz eröffnet hatte und auch in Richtung Niederländisch-Ostindien vorstieß, kam es 1942 zu mehreren Kampfhandlungen zwischen den holländischen und japanischen Seestreitkräften, die bis März 42 zum Verlust aller verbliebenen sieben Zerstörer der "Admiralen"-Klasse führten.

...

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Donnerstag, 27. Mai 2010, 20:24

noch mehr Historie

...

kommen wir also zum Vorbild, der EVERTSEN.

Ich konnte nicht herausfinden, wer genau der Namenspatron des Zerstörers war. Es gibt nämlich mehrere Evertsens in der holländischen Marinegeschichte

Gebaut nach britischen Entwürfen, in Adaption des Prototypen HMS Ambuscade, auf der Werft Burgerhout's Scheepswerf en Machinefabriek, Rotterdam, erfolgte die Kiellegung am 5.August 1925.
Zum Stapellauf gibt es unterschiedliche Angaben, ich habe den 29.12.1926 und den 29.09.1926 als Datum gefunden.
Am 22.Oktober 1929 erfolgte dann die Indienststellung.

Haupteinsatzgebiet der Evertsen waren die Gewässer um die holländische Kolonie Niederländisch-Ostindien.
Soweit bekannt, hat der Zerstörer sein gesamtes "Berufsleben" dort verbracht.
Nach Kriegsbeginn im Pazifik war das Schiff, zusammen mit seinen Schwestern, Bestandteil der sogenannten ABDA-Flotte.

Evertsen führte in den Jahren 1940 - 41 hauptsächlich Konvoifahrten durch, um die lokale Schiffahrt und Transporte zwischen Australien, Singapur und dem Archipel zu bewachen.
Im Januar und Februar des Jahres 1942 fanden zahlreiche Scharmützel und Seegefechte zwischen den alliierten und japanischen Schiffen statt (Balikpapan, Makassar, Badung) die schließlich mit der Schlacht in der Java-See am 27./28.Februar ihren Höhepunkt fanden, in deren Verlauf die ABDA-Flotte praktisch vernichtet wurde, da ein Großteil der Schiffe versenkt oder schwer beschädigt wurde.
Evertsen hat an diesem Gefecht allerdings nicht teilgenommen.

Die verbliebenen Schiffe, die Kreuzer USS Houston und HMAS Perth, sollten mit der Evertsen als Geleit am Abend des 28.Februar aus Batavia auslaufen und durch die Sundastraße nach Tjilatjap im Süden Javas fahren, um sich dort mit anderen Schiffen zu versammeln und dann eventuell nach Australien ausweichen.

Durch einen Maschinenschaden (andere Quellen geben an, durch Verzögerungen beim Bunkern oder Fehler in der Befehlsübermittlung) konnte die Evertsen nicht zeitgleich nit den Kreuzern auslaufen, sondern folgte ihnen erst eine knappe Stunde später.
Die Kreuzer wurden im Laufe der Nacht von japanischen Zerstörern und Kreuzern, die eine Landungsflotte deckten, gesichtet und in ein Gefecht verwickelt. Beide ABDA Kreuzer sanken im Verlauf des Gefechts.
Evertsen sichtete die kämpfenden Schiffe, der Kommandant entschloß sich aber, nicht in das Geschehen einzugreifen, sondern zu versuchen, die Szene zu umfahren und direkt zum Sammelpunkt zu laufen.
Dabei wurde der Zerstörer von japanischen Zerstörern entdeckt.
Während des folgenden Katz-und-Maus Spiels konnte die Evertsen mehrfach den Japanern entkommen, wurde aber bei dem wiederholten Versuch, in die Sundastraße einzufahren, getroffen und geriet in Brand.
Durch einen ebenfalls beschädigten Kesselraum war der Zerstörer nicht mehr zu voller Fahrt fähig.
Nachdem auch noch Munitionsmagazine Treffer verzeichneten und in Brand gerieten, entschloß sich der Kommandant, das Schiff auf ein Riff zu setzen.
Die Besatzung verließ das Schiff, nachdem Geheimunterlagen vernichtet und die letzten Torpedos verschossen waren.
Kurz darauf explodierte das hintere Magazin der Evertsen und zerstörte das gesamte Achterschiff, womit schlußendlich das Schicksal des Zerstörers besiegelt war.

... so, mal schauen, was mein Rumpf so macht ...

Gruß
Peter

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Donnerstag, 27. Mai 2010, 20:43

... die beiden Decksteile sind gerade dabei, sich mit dem Hilfs- oder Innenrumpf (hoffentlich) dauerhaft zu verbinden.

Dabei ergab sich durch die Balkenbucht folgendes "Problem": Wie kann ich die Decks gleichmäßig beschweren, damit die Teile während der Abbindezeit des Klebers auf der ganzen Fläche aufliegen und ich mir keine Wellen einarbeite?
Zuerst dachte ich an einen Schwamm, aber "no have" !
Dann habe ich mir aus Bastelfilz eine lose Rolle gewickelt und diese dann auf den Rumpf gelegt und beschwert.
Hat auch nicht so funktioniert, zu ungleichmäßig.
Zu guter Letzt bin ich dann auf die auf den Bildern zu sehende Variante verfallen ... :D ... in die Wolfclips habe ich einfach ein paar Stück Stahldraht geschoben, damit etwas Zug auf den Filz kommt, und der auf der ganzen Fläche anliegt.

Ach ja, in die Löcher der Ankerklüse habe ich geschwärzte Papierstreifen als Klüsenrohr eingeklebt.

Ich hoffe, morgen vielleicht mit der Außenhaut fertig zu werden.

Gruß
Peter
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Sonntag, 30. Mai 2010, 00:50

So, jetzt kann ich endlich was Handfestes vorweisen,

denn der Rumpf ist zu ... oder vielmehr fertig verkleidet.

Die Decksteile habe ich mittels der "Flinken Flasche" mehr oder weniger komplett flächig verklebt, um die Balkenbucht zu erhalten.
Dabei zeigte sich, daß das Backdeck beidseitig bis zu 0,5mm seitlichen Überstand über den Innenrumpf hat.
Ähnlich verhielt es sich mit dem Hauptdeck, allerdings hat dieses etwas unter 1mm zuviel in der Länge und ca. 0,5mm in der Breite am Heck.

Die Bordwandteile habe ich nur mit ca. 3-4mm am oberen Rand mit dem Grundgerüst verklebt, die Unterkante bleibt frei. So bleibt die Außenhaut schön glatt.
Bei den vorderen Bordwänden gab es ebenfalls "Paßprobleme", die Länge betreffend. Diese sind ebenfalls zu lang.
Ich war mir erst nicht ganz sicher, ob es hier vielleicht eine Anpassungsreserve gibt. Glaube ich allerdings nicht.
Auch gibt die Bauanleitung dazu keinen Anlaß.
Deutlich wird das meiner Meinung nach an der Achterkante der Back, an den Teilen für die Innenverkleidung der überstehenden Bordwände. Diese decken nicht den gesamten Überstand ab, es bleiben knapp 3mm Weiß.

Am Heck klemmt es auch etwas, dort scheint die Abwicklung nicht ganz passend zur Heckform zu sein. Jedenfalls bleibt an der Unterkante ein Löchlein.
Ich habe hin und her probiert, um die Wasserlinie komplett auf dem Boden zu halten, hat aber nicht funktioniert. Das "Loch" bleibt.

Ungenauigkeiten meinerseits schließe ich selbstverständlich nicht aus.
Ich glaube aber nicht, daß ich bei der ganzen Konstruktion irgendwo einen so dicken Kinken eingebaut habe, welcher diese Längen- u. Breitendifferenzen und die Formabweichung erklären würde.

Aber egal, jetzt bekommen noch die Stoßkanten von Deck und Bordwand etwas Kosmetik, und dann kann es mit der Ausrüstung losgehen.

Gruß
Peter
:D
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Mittwoch, 9. Juni 2010, 00:12

Es tut sich endlich wieder etwas auf der Werft

Ich hatte die letzten Tage ein kleines Motivationsloch.
Bedingt durch die fremdsparchige Bauanleitung und die chaotische Anordnung der Bauteile auf den Bögen, hatte ich meine liebe Müh´, einen "Draht" zu dem Modell zu bekommen.
Ich denke, jetzt habe ich aber den Einstieg in den Bau gefunden, und bin guter Dinge :]

Die Nummerierung der Teile bzw. die Reihenfolge springt etwas auf dem Schiff hin und her, es gibt keine echte "Hauptstoßrichtung".
Ich habe deshalb einfach mitten rein gegriffen, und mit den beiden Schornsteinen begonnen.

Bestehend aus dem oval-konischen Unterteil, dem ovalen Oberteil, Schornsteinkrempe und Dampfrohren, gleichen sich die beiden Schornsteine in der Konstruktion.
Es hat alles recht gut gepaßt, bis auf die jeweils 2 Formscheiben des Oberteils. Diese mußte ich alle samt abschleifen, da der Umfang zu groß war und sich der Schornsteinmantel deshalb nicht schließen ließ.
Dazu korrespondierend, waren natürlich auch die Krempe und der Einsatz zu lang und mußten entsprechend gekürzt werden.

Runde oder ovale Teile sind bisher immer meine Angstgegner gewesen. Diese beiden habe ich aber ganz passabel hinbekommen :D

Ich hatte überlegt, die aufgedruckte Leiter am achteren Schlot mittels Laserteil zu verfeinern. Leider paßt aus meinem Sortiment nichts zu der Breite und Sprossenabstand. Deshalb lasse ich es erstmal so, vielleicht finde ich ja noch was Passendes.

Gruß
Peter
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Zaphod

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14

Mittwoch, 9. Juni 2010, 07:28

Hallo Peter,

mein Kompliment, die Schornsteine sind prima geworden. Mir gefällt vor allem der Glatte Übergang von Unterbau zum eigentlichen Schornstein.

Das mit den Profilscheiben ist ärgerlich, weil es ein Konstruktionsfehler ist, der sich leicht vermeiden lässt.

Ich bin gespannt auf die nächsten Bauschritte.

Zaphod

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Sonntag, 13. Juni 2010, 23:07

Treffer - Versenkt!

...

Ich sitze an meinem Schreibtisch, habe das Modell vor mir stehen und will das eben fertiggestellte achtere Deckshaus mit der "C" Geschützplattform anpassen.
Beim Hantieren mit dem Rumpf flutscht mir dieser aus den Fingern und saust vorwärts unter den Schreibtisch - dachte ich, und rolle etwas zurück, um ihn wieder aufzusammeln ... dummerweise liegt der Rumpf aber hinter der Stuhlrolle - Matsch, TREFFER - VERSENKT 8o

So, wie es jetzt aussieht, läßt sich DAS nicht wieder ausbügeln.

... ich könnt´ mich in den A.... beißen ...

(An dieser Stelle hier jetzt 10 "Kopf-gegen-die-Wand" Smilies denken)

So teilt momentan meine EVERTSEN das Schicksal ihres Vorbildes ...

Gruß
Peter
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Wolfgang Lemm

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Sonntag, 13. Juni 2010, 23:31

AUTSCH!!

Lag's am kaputten Zeh oder der kräftezehrenden Exkursion nach Hamburg?
Oder vielleicht sollte es diesmal einfach kein Grauer sein?

Wie auch immer, Du hast mein volles Mitgefühl! Vielleicht hat ein Crack hier ja doch noch den goldenen Tipp zur Wiederherstellung des Wracks.

Kopf hoch,
Wolfgang

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Sonntag, 13. Juni 2010, 23:57

... der Zeh ist zwar ziemlich blau und grün, daran hat´s aber mit Sicherheit nicht gelegen, "Kräftemangel" ist´s auch nicht. Vielleicht die Koordination Hand-Auge-Bein :D

Am Rumpf ist so nix mehr zu wollen, leider bin ich mit dem Stuhl genau auf die stabilste Stelle des Rumpfes gelatscht. Dadurch sind die Spanten hin und das Vorschiff verdreht.

Aber es gibt ja Onlineshops - da kann man dann per Internet so schöne Modelle ordern, die einem dann per Post ins Haus geliefert werden ... :]
Ein Totalverlust ist das Projekt "Evertsen" daher nicht - den fange ich [edit] mit Sicherheit später nochmal an.

Gruß
Peter

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Montag, 14. Juni 2010, 20:11

Evertsen

Ich suche einen Spant- und Linienriss, ein Buch usw von diesem Schiff...... also ausreichend Unterlagen für ein gutes Modell. Hat wer was ?

  • »Hans-Joachim Möllenberg« ist männlich

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Montag, 14. Juni 2010, 20:32

Moin Peter,
tja, dass sieht wirklich nach einer schweren Havarie aus - hoffentlich wird gegen den Kapitän kein Havarieverfahren eingeleitet....nee, dass ist doch eher ein Werft-Unfall (vom Helgen gerollt...oder so) und die Versicherung muss nun für den Neuwert beschaffen... :evil:

Gruß
HaJo

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Lars W.

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Montag, 14. Juni 2010, 20:42

Hi Peter,

ja das ist sehr ärgerlich ;(
Passiert aber wohl jedem mal... zumindest mit dem ein oder anderen Bauteil. Ist mir erst kürzlich bei einem schön vorgerundeten Kransockel passiert... Weggeflogen und hinter das Stuhlbein... aber da ich irgendwie vom Tisch wegkommen musste und ich es nicht sehen konnte... naja, Du kannst es ahnen :D

Sehr schade, dass es hier ein kompletter Rumpf war.
Mir kommt da aber gerade eine Idee: Wie wäre es denn mit einem Diorama, so "wie das Original endete"? Wäre doch höchst interessant!

Ich hoffe, der Unfall nimmt Dir nicht die Lust am Modellbau ;)

Grüße

Lars
"The quiet ones are the ones that change the universe, the loud ones only take the credit."
Fertig gestellt: Forschungsschiff "Maria S. Merian"
Fertig gestellt: Seeschlepper "Vulkan"
Fertig gestellt: Notschlepper "Nordic"
Fertig gestellt: Troßschiff "Altmark" im Schwimmdock
Bis auf weiteres ruhend: Fracht- und Fahrgastschiff "Santa Inés"
Kontrollbau fertig gestellt: Feederschiff "OPDR Lisboa"

Wiesel

Hennings Dino

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Montag, 14. Juni 2010, 21:26

Hallo Peter,

da ist wohl nichts mehr zu machen. Schade.

Genau das, was Du schilderst, ist mir auch schon mehrfach, allerdings mit deutlich kleineren Teilen, passiert.

Da hilft nur "Zähne-Zusammenbeissen" und neu anfangen...
Bis die Tage...

Helmut

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Im Bau: CAP SAN DIEGO (roko)

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