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jan99

Anfänger

  • »jan99« ist der Autor dieses Themas

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1

Mittwoch, 21. Juni 2017, 12:13

Graue Farben drucken

Moin!

ich habe in den letzten Monaten eine Vielzahl von LKW-Planen für meine Spur Z-Fahrzeuge gebaut. Mit den Farben hat das auch geklappt, wie ich es mir vorgestellt habe.

Nur GRAUE Farben finde ich immer etwas merkwürdig. Das ist kein durchgehender Farbton. Es mag an dem Farbaufbau an sich liegen.

... oder hat einer von Euch einen Tipp dafür? Die Schiffe sind ja auch manchmal grau gehalten.

Gruß Jan

  • »Jürgen.W« ist männlich

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2

Mittwoch, 21. Juni 2017, 19:51

Tach Jan,
versuche es doch mal mit Kaffee, Tee oder Zwiebelsaft auf weißem Papier, gibt oftmals sehr interessante "natürliche" Farbvarianten.

Gruß Jürgen
Meine Modelle könnt Ihr hier sehen

Hochseeschlepper WEGA, mein zweites Hobby, macht mal KLICK

Oldenburger67

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  • »Oldenburger67« ist männlich

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3

Mittwoch, 21. Juni 2017, 23:03

Einfach nur graue Farbe oder (graues) Füllmuster

Hallo Jan,

ich habe mir mal auf die Schnelle ein mal paar Bögen von der grauen Dampferkompanie von mir angesehen (GPM, Halinski).
Das ist in der Regel nicht einfach graue (oder auch eine andere Farbe), sondern eher ein entsprechendes Füllmuster.
So etwas wie Grundrauschen mit grauer oder anderer Farbe hinterlegt.
Wie die Verlage das jetzt im einzelnen machen kann ich natürlich nicht sagen.
Auf jeden Fall bekommt die bedruckte Fläche damit auch so etwas wie eine Textur.

Vielleicht soviel dazu.
Ich hoffe ich konnte Dir irgendwie helfen!

Ich verbleibe mit freundlichen Grüßen

Der Oldenburger

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Helmut B. (22.06.2017)

  • »Jahrgang 51« ist männlich

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4

Donnerstag, 22. Juni 2017, 00:01

Graue Farbe

Hallo Jan,

der Tintendrucker setzt die Farben aus den drei Grundfarben zusammen, dreimal den gleichen RGB-Wert ergibt einen grauen Farbton. Beim Graudruck setzt der Drucker alle drei Farben dichtgepackt nebeneinander.
Bei einer geringen Auflösung ( Bürodrucker ) erkennt man durchaus die einzelnen Farbpunkte, Abhilfe gibt es nur durch den Einsatz von Fotodruckern, die ein viel feineres Druckbild erzeugen, die Pigmentierung ist kaum noch zu erkennen. Auch haben Fotodrucker oftmals mehr als drei Farben zu Verfügung, können daher farbechter drucken.

Herzliche Grüße
Wolfgang
Es geht immer noch besser.

BlackBOx

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5

Donnerstag, 22. Juni 2017, 07:46

Moin Wolfgang,
Moin Jan

Ein schwieriges Thema und eine Wissenschaft für sich. ;(

der Tintendrucker setzt die Farben aus den drei Grundfarben zusammen ... RGB

Das stimmt so nicht. Normale Bürodrucker drucken in CMYKund haben die Farbanteile Cyan, Magenta, Yellow und den Schwarzanteil Key.
Den RBG-Farbraum findet man bei den meisten Bildschirmdisplays.

Bis auf reines C, M, Y, Schwarz und deren Abstufungen werden die andere millionen Farben aus den vier Farben gemischt.
Wenn du immer ein gleichbleibendes Grau haben möchtest solltes du deine Geräte kalibrieren und ein Geräteprofil anlegen.
Das ist aber immer noch keine 100%ige Garantie für gleichbleibende und durchgängige Farben. ;(

Gruß aus Bremen
Stephan

P.S.
Versuche mal deine Ausdrucke in >bester Qualität< oder >Foto< auszudrucken, dass sollte schon besser aussehen.
"Das Ding ist baubar, solange es etwas zum Wegschneiden gibt." Gerald Friedel

www.srk-bremen.de


oder besucht die facebook Seite des Versuchsrettungskreuzers BREMEN

Heiner

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6

Donnerstag, 22. Juni 2017, 14:46

Moin Jan!
Wenn es nicht ganz genau ein bestimmter Grauton sein muss, wäre sonst zu überlegen, nur die Kontur auf grauem Tonpapier oder -karton zu drucken, die sind normalerweise durchgängig in einem Ton durchgefärbt, so dass Du auch nicht mehr Kanten färben musst.
"THIS is NOT normal!" (John Oliver, Last Week Tonight)

modellschiff

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7

Donnerstag, 22. Juni 2017, 18:49

Hallo Heiner,
da bewegt mich die Frage, wie bekommt man von einem gefärbten Bauteil nur die Kontur?
Ulrich

Heiner

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8

Donnerstag, 22. Juni 2017, 21:27

Moin Ulrich!
Einscannen, Nachzeichnen, Spiegeln und Ausdrucken - dann auch gleich ohne sichtbare Schneidelinien. Jan hatte nach Fahrzeugplanen gefragt, das sollte nicht sehr kompliziert sein. Wenn ich allerdings Reklame brauche, muss ich mir möglichst einfarbige Motive suchen oder ausdenken.
"THIS is NOT normal!" (John Oliver, Last Week Tonight)

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9

Freitag, 23. Juni 2017, 00:45

Den RBG-Farbraum findet man bei den meisten Bildschirmdisplays.



ja, so einfach ist es ... RGB beinhaltet nämlich die sogenannten Lichtfarben .. aus derem Ergebnis - Grün, Rot und Blau - auf eine weisse Wand projiziert ein milchiges Weiss entsteht. Schon einmal mit Licht gedruckt? Das ganze hat man mir einmal beigebracht als die additive Farbmischung und hat mit dem physikalischen Drucken nicht so recht viel zu tun. Seit wir den physikalischen Weg der Bilderstellung weitestgehend verlassen haben, findet er nun in digitaler Form am Bildschirm statt .. und wie nun dieses Gemenge in eine druckbare Form bringen? Richtig, da erinnert man sich doch wieder gerne an die physikalische Form mit den Druckfarben, die als subtraktive Farbmischung schon seit Generationen uns farbige Druckwerke verheissen haben. HIer ergibt nämlich das Zusammen-Drucken mt physikalischen Farben von Cyan, Magenta und Gelb als volle Fläche auf einem Papier ein schmutziges Braun .. hier hätten wir schon die ersten Buchstaben eines Farbystems was doch gleich C, M, G.. ne, hier muss es wieder Englisch sein, Y für Gelb und weil es an der Tiefe fehlte - Schwarz - shit ,... K sein ... keine Ahnung wer auf diesen Buchstaben gekommen ist ... egal. Alle professionellen Druckvorlagen, die einen 4-Farbdruck erfordern, basieren erst einmal auf diesem Farbsystem. Ich hatte vor vielen Jahren auch einmal geglaubt, dass ein Tintenstrahler, der 4 Farben in seinem Plastikkasten hat, genauso verfährt - vergesst es ...
Ich beziehe mich hier jetzt auf die Farben, die wir von gedruckten Vorlagen kennen.
Die Ansteuerung von Tintenstrahlern erfolgt immer noch nach einem Verfahren, was ich nicht kenne. Auf jeden Falle nicht so, wie meine Druckwerke aussehen, die ich als CMYK an eine Druckerei geschickt und offsetgedruckt zurückkommen. Da stimmen nämlich die Farben. Für den Normalanwender ist es immer noch hilfreich in seinem Zeichen- oder Bildbearbeitungsprogramm im RGB-Modus zu arbeiten ...wer mal mit CMYK gearbeitet hat, weiss wie sich Datenmengen additieren und das Ergebnis dazu eher bescheiden ist.
Gute Grautöne im Offsetdruck setzen sich immer aus verschiedenen Bildpunkten aus den Grundfarben zusammen wobei der Farbton die Anteile bestimmt. Billige Druckprodukte einiger Verlage setzen auf die Farbe Schwarz (K) und formen aus dem prozentualen Anteil die jeweilen Farbtöne. Dies sieht man ganz besonders an den Rasterpunkten, die einen hässlichen Grauton ergeben.
Grautöne zuhause mit einem Tintenstrahler zu erzeugen - kostet viel Zeit und Geld an Tinte - die meisten Strahler sind sehr magentalastig und deshalb zeugt es von Glück, den brauchbaren herauszufiltern. Teure Stahler gehen an die 1000-Euro-Grenze und sind mit 7 Farben in der Lage uns einen guten Grauton - welcher Coleur auch immer - vorzugaukeln. Wer es also richtig grau mag - alte Empfehlung von mir - Tonpapier ... gibt es lichtecht ... oder mit dem Kompromiss leben ... echten Offsetdruck zuhause mit CMYK .. eine Illusion



Wilfried
der wieder nach Mitternacht ....

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Helmut B.

Hennings Dino

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10

Freitag, 23. Juni 2017, 08:28

Danke für diese mitternächtliche Aufhellung, Wilfried!

Richtig verstehen werde ich das, glaube ich, nicht mehr... :)
Bis die Tage...

Helmut


"Ich würde mein Leben genauso noch einmal leben - 3 Frauen, 3 Bypässe, 3 Sterne!"

In Erinnerung an Paul Bocuse, † 20. Januar 2018


Im Bau: CAP SAN DIEGO (roko)

jan99

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  • »jan99« ist der Autor dieses Themas

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11

Freitag, 23. Juni 2017, 10:09

Moin!

danke für die sehr ausführlichen Beiträge. Das mit dem grauen Papier klingt am besten - nur ist darauf schwer WEISS zu drucken! ;)

Gruß Jan

Heiner

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Freitag, 23. Juni 2017, 17:56

Moin Wilfried!
Auch von mir Danke, wieder ein paar Dinge gelernt (und ein paar in Erinnerung gerufen, die ich schon mal wusste). Zum lichtechten Tonpapier wüßte ich gerne mehr; wo man es bekommt zB, welche Farben erhältlich sind usw.- eigentlich das ganze Programm.

@Jan: an was denkst Du konkret für Deinen Weißdruck? Für flächige Motive könntest Du mit Schreibmaschinenpapier die nötigen Stücke "tapezieren", für Linien mit TipEx- Blättchen experimentieren oder dir Deals bestellen.
"THIS is NOT normal!" (John Oliver, Last Week Tonight)

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