Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Kartonbau.de - Alles rund um Papiermodelle, Kartonmodellbau und Bastelbogen. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

1

Donnerstag, 15. Dezember 2005, 08:39

GPM 186 - Me 262 Schwalbe

Die Entwicklung dieses Düsenflugzeuges begann im Herbst 1938 bei der Firma Messerschmitt, welche durch das Reichsluftfahrtministerium den Auftrag erhielt, ein luftstrahlgetriebenes Jagdflugzeug zu entwickeln. Das Projekt erhielt die Bezeichnung P.1056 und wurde im Juni 1939 abgeschlossen. Bis zum März 1940 wurde ein Holzmodell erstellt, das vom Reichsluftfahrtministerium begutachtet wurde und zum Auftrag über drei Prototypen führte. Das Reichsluftfahrtministerium erteilte dem Projekt die Nummer 262.
Im April 1941 waren die drei Prototypen fertig gestellt - hatten aber keine Triebwerke, da die BMW 003-Strahltriebwerke noch nicht serienreif waren. Das lag vor allem an der ablehnenden Haltung des damaligen Generalluftzeugmeisters Udet. Daher wurde in Ermangelung geeigneter Strahltriebwerke zunächst auf einen zentral im Bug angebrachten Junkers Jumo 210 G-Kolbenmotor zurückgegriffen. Der Erstflug der Me 262 V1 in dieser Konfiguration erfolgte am 18. April 1941. Bei einem Probeflug der V1 mit BMW 003-Strahltriebwerken im März 1942 fiel ein Triebwerk aus, aber dank des zusätzlich installierten Kolbenmotors konnte die Maschine wieder sicher zurückkehren.

Am 18. Juli 1942 erfolgte in Leipheim der erste erfolgreiche Flug einer ausschließlich mit Strahltriebwerk ausgerüsteten Me 262. Zum Einsatz kam die Turbine Jumo 004 von Junkers.

1943 stimmte Adolf Hitler der Massenproduktion unter der Voraussetzung zu, dass das Flugzeug hauptsächlich als Kampfbomber (der sog. Blitzbomber) eingesetzt werden sollte. Diese Entscheidung entpuppte sich später allerdings als fataler strategischer Fehler, da die Me 262 zum einen durch das eingeschränkte Sichtfeld des Piloten auf den Boden eine vergleichsweise schlechte Treffsicherheit beim Bombenabwurf hatte und zum anderen, weil die Me 262 hauptsächlich als Abfangjäger konzipiert war. Hauptsächlich verzögert wurde der Einsatz der Me 262 allerdings durch die immensen Schwierigkeiten mit den Strahltriebwerken. Wäre die Me 262 in ausreichender Stückzahl verfügbar gewesen und rechtzeitig als Abfangjäger eingesetzt worden, hätte sie den weiteren Kriegsverlauf bezüglich der verheerenden Luftangriffe auf deutsche Städte durchaus beeinflussen können.

Die ersten Fronteinsätze erfolgten im Sommer 1944 an der Invasionsfront der Normandie. Die Aufstellung der ersten Jagd-, Kampf- und Nachtgeschwader begann im Herbst 1944.

Während des Krieges wurden insgesamt 1433 Me 262 gebaut, von denen aber nur etwa 200 - 250 gleichzeitig bei den Kampfeinheiten im Einsatz standen. Viele der produzierten Düsenjäger konnten nicht mehr an die Fronteinheiten ausgeliefert werden, viele wurden am Boden zerstört, außerdem waren meist nicht mehr als 100 Maschinen (oft auch weniger) gleichzeitig einsatzbereit. Die Gründe hierfür waren die massiven Bombenangriffe der Alliierten und der Mangel an Treibstoff und Ersatzteilen sowie das Fehlen von ausgebildeten Piloten.

Einige Nachbauten werden z.Zt. (2004/2005) in Everett im US-Bundesstaat Washington fertiggestellt. Eine dieser Maschinen, ein Einsitzer, ist für die Willy-Messerschmitt-Stiftung in Manching bestimmt.
[Bearbeiten]

Taktische Eigenschaften

Aufgrund der Eigenschaft von Strahltriebwerken (bei der Me 262 rund 5150 kW/7000 PS), bei niedriger Geschwindigkeit im Vergleich zu Propeller-Antrieben wenig Schub, bei hoher Geschwindigkeit dagegen vergleichsweise viel Schub zu entwickeln, war die Me 262 für Kurvenkämpfe gegen die alliierten Propellerjäger ungeeignet. Aufgrund ihrer hohen Geschwindigkeit hatte sie dagegen den Vorteil der taktischen Initiative, der gegen die Überzahl alliierter Jäger besonders nützlich war. Der General der Jagdflieger Adolf Galland äußerte, dass ein Me 262-Düsenjäger von größerem Wert sei als fünf Propellerjäger vom Typ Messerschmitt Bf 109.

Die großen Bomberverbände der Alliierten, die einerseits durch starke Abwehrbewaffnung, andererseits durch Langstreckenbegleitjäger geschützt waren, wurden für die konventionelle Tagjagd zu einer nicht zu bewältigenden Herausforderung. Durch einen mit großem Fahrtüberschuss (Geschwindigkeitsdiffernz zu den Bombern ca. 300 km/h, zu den Begleitjägern mehr als 100 km/h) und einer noch nie dagewesenen Bewaffnung (nur wenige Treffer durch die vier Rheinmetall-30 mm-Bordkanonen genügten für die Zerstörung eines schweren Bombers) ausgestatteten Jäger sahen viele Piloten wieder eine Möglichkeit, ihre Aufgabe zu erfüllen. Außerdem konnten die optional angebrachten 24 ungelenkten Raketen außerhalb der Reichweite von Bomber-Bordschützen in die dicht beisammen fliegenden Bomberverbände mit der hohen Wahrscheinlichkeit eines zerstörerischen Treffers abgefeuert werden.

In Hochgeschwindigkeits-Testflügen wurde durch Messerschmitt festgestellt, dass die Me 262 bei Geschwindigkeiten von über Mach 0,83 zunehmend kopflastig wurde und Mach 0,86 die oberste Grenze für einen Sturzflug war, in dem ein Abfangen noch möglich war. Daher ist es extrem unwahrscheinlich, dass, wie von Hans Guido Mutke behauptet, die Me 262 tatsächlich jemals Überschallgeschwindigkeit erreicht hat. Diese Machzahlen waren höher als die, welche die meisten alliierten Jäger erreichen konnten, aber da die Me 262 im Sturz schnell beschleunigte und anders als die meisten späteren Düsenjäger nicht mit einer Luftbremse ausgestattet war, waren der taktischen Nutzung des Sturzfluges praktische Grenzen gesetzt.

Die alliierten Jäger griffen die Me 262 beim Landeanflug an, diese Taktik versprach den größten Erfolg. Der Landeanflug musste ziemlich lang sein - die Me 262 war schnell, hatte keine Luftbremse, eine ausgezeichnete Aerodynamik und keinen bremsenden Propeller. Dazu kam die schlechte Beschleunigung der Strahltriebwerke (ein Problem, das im Prinzip bis heute weiter besteht); außerdem neigten die Jumos dazu, beim allzu abrupten Gasgeben einen Flammabriss zu erleiden (das Triebwerk ging aus und verlangte nach einem Neustart, was kurz vor der Landung recht problematisch war). So lauerten die Mustangs und Thunderbolts in niedriger Höhe in der Nähe der Me 262-Flugplätze, um sich dann auf die praktisch wehrlosen Flugzeuge zu stürzen. Deswegen mussten andere Jagdeinheiten mit Fw 190- oder Bf 109-Kolbenjägern speziell zum Schutz dieser Flugplätze abgestellt werden.

Besatzung: 1
Länge: 10,60 m
Spannweite: 12,65 m
Höhe: 3,84 m
Tragfläche: 21,70 m²
Leergewicht: 3.800 kg
Maximale Startbeladung: 6.400 kg
Triebwerk: 2x Strahlturbinen Junkers Jumo 004 B-1/-2/-3
Schubkraft: 18 kN
max. Geschwindigkeit: 869 km/h in 6.000 m Höhe
Reichweite: 1.050 km
Dienstgipfelhöhe: 11.450 m
Steigflugrate: 1.200 m/min
»Henni« hat folgendes Bild angehängt:
  • zxys_me262.jpg

2

Donnerstag, 15. Dezember 2005, 08:44

Der Bausatz ist recht einfach gehalten, 266 Teile auf 6 Din-A4 Seiten sollten ohne Probleme zu schaffen sein. Alterung konnt eich keine feststellen, die Computergrafik ist gut.
Auch hier sind Fotos vom fertigen Modell vorhanden, was den Bau vereinfachen sollte.
»Henni« hat folgende Bilder angehängt:
  • Me262 01.jpg
  • Me262 02.jpg
  • Me262 03.jpg
  • Me262 04.jpg

Jan Hascher

Moderator - DerTranslator

  • »Jan Hascher« ist männlich

Beiträge: 6 029

Registrierungsdatum: 23. September 2004

Beruf: Filtrierer

  • Nachricht senden

3

Donnerstag, 15. Dezember 2005, 10:01

Moin Henni,
ich habe das Modell auch schonmal gebaut und mir ist in Erinnerung geblieben, daß die Randbögen der Tragflächen im Bogen zu klein sind. Also hier vielleicht zweimal schauen.
Gruß
Jan
Jeder, der einen Post mit "Ich habe zwar keine Ahnung, aber..." beginnt, möge bitte den Absenden-Button ignorieren.

Social Bookmarks