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McClane

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Dienstag, 31. März 2009, 12:17

From Blender to Hero...eh...Papiermodel

Wie man vom Titel her schon vermuten kann, möchte ich mich hier mal schlau fragen!
Weniger was den Umgang mit Blender angeht, sondern viel mehr der Weg von einem 3D Modell in Blender zum späteren druckbaren Modell.

Ich habe eine ganze Zahl von schönen Modellen und auch noch einige in petto, nur sind die alle weniger für den Zweck gedacht später mal aus Papier gebaut zu werden...

Also fangen wir ganz vorne an: Was habe ich zu tun um ein Modell vorzubereiten? Was ist eine kluge Aufteilung der Einzelteile und welche Teile müssen zusammen abgewickelt werden, so dass später beim Bau auch alles zusammenpasst? Und vor allem wichtig für mich zu wissen wäre auch ob ich wirklich alles auf normale geometrische Formen bringen muss, damit ich das überhaupt später abwickeln oder bauen kann?

So als Beispiel habe ich jetzt einfach mal fix nen Screenshot von einem ersten Testmodell angehängt, vielleicht kann das als anschauliches Beispiel dienen ;)

(nur der Vollständigkeit halber: das Modell is nicht von mir :rotwerd: und auch nur zum Ausprobieren und verstehen der Sache)

Danke schon mal allen Hilfsbereiten :prost:
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Mathias Nöring

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Dienstag, 31. März 2009, 12:59

Moin McLane!

Ui Ui Ui - ha haste Dir aber was vorgenommen...

Das Problem bei 3D-Modellen, die Du im Netzt so findest ist, dass diese nicht zum abwickeln konstruiert wurden.

Beim konstruieren eines Kartonmodells vereinfachst Du die Orginalformen ja soweit, dass du eine abwickelbare Fläche erhälst.
Und das ist bei den meisten 3D-Modellen eben nicht der Fall, da diese ja auf möglichst realistisches Aussehen getrimmt sind.

Das bedeutet für Dich, dass Du das Modell erst einmal in kleinere Einheiten zerlegen mußt. diese mußt Du dann solange vereinfachen, bis Du eine abwickelbare Fläche erhälst - und das ist eine Mordsarbeit.
Da kommst Du mit einer Neukonstruktion verm. schneller zum Ziel... ;)

Aber warte mal bis Woddy das liest - der hat das schon einmal probiert...
Ich denke, der kann Dir dazu noch genaueres sagen....

CU

Rocky
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woody

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3

Dienstag, 31. März 2009, 22:31

Hallo McClane,

Zitat

Ui Ui Ui - ha haste Dir aber was vorgenommen...
Da kann ich Rocky nur zustimmen!

Normalerweise kannst Du das fast vergessen. Ich habe da mehrere Anläufe bei verschiedenen Modellen gemacht, und die Ergebnisse sind durchweg - sagen wir mal - durchwachsen! :D
Beiliegend findest Du die AN-225, die ich mir mal aus einem Flugsimulator vorgenommen habe. Flugsimulator deswegen, weil Du es hier mit einfacheren Modellen zu tun hast (weil diese ja noch animiert werden müssen) und damit die Chance für eine Abwicklung besser steht. Wie gesagt: besser, aber nicht gut.
Als krasses Beispiel kannst Du Dir meinen Bericht über die "Abwicklung" der Rodger Young durchlesen. Ich habe das Projekt beileibe nicht aufgegeben, aber es köchelt derzeit auf verdammt kleiner Flamme.

In beiden Fällen ist der Grund der, dass diese Modelle einfach nicht als "Kartonmodelle" konstruiert worden sind. Bei der AN-225 hättest Du sogar die Möglichkeit, einiges auszugleichen und umzukonstruieren, aber bei der Rodger Young wurden die üblichen 3D Tricks verwendet, Baugruppen ineinander zu stecken, weil man den verdeckten Teil ja nicht sehen kann. Das schaut zwar in 3D einwandfrei aus, ist aber logischerweise nicht abwickelbar! Und jetzt konstruier mal so ein Modell um, wenn es zusätzlich auch etlichen Millionen Vertices besteht ... ;(
Man hat ja sonst nichts zum tun!

Und damit sind wir bei Deinem Vorhaben: Du hast das gerenderte Bild angehängt; das ist zwar appetitanregend, aber nicht wirklich hilfreich. Du kannst beim Blender extrem viel tricksen, um z. B. glatte Oberflächen zu erreichen. Wichtiger wäre hier, das Drahtgitter-Modell (den Mesh) zu sehen. Dann kann man Deine Chancen beurteilen.

Zitat

Da kommst Du mit einer Neukonstruktion verm. schneller zum Ziel... ;)
Ich denke, dass Rocky erfahrungsgemäß hier richtig liegt. Je nach Komplexität des Meshs ist es u. U. wirklich einfacher, das Modell neu zu konstruieren und dabei die Abwickelbarkeit der Baugruppen im Hinterkopf zu behalten.

Lass mal ein bisschen mehr sehen ...
... und bleib auf jeden Fall dran. Ich schau Dir dabei gerne zu. :prost:

Servus, Woody
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Dienstag, 31. März 2009, 23:06

Danke für die Antworten schon mal!

Ja ich habe eigentlich das Bild nur angehängt damit man weiß um was für Modelle es mir geht, kla ich habe da ein wenig dran herumgeschönt :rotwerd: ...aber ich habe auch dennoch schon fast damit gerechnet das ich doch erstmal kleiner anfangen sollte...
dennoch werd ich einfach nochmal ein wenig probieren, bevor ichs doch aufgebe :D

also im Anhang jetzt das Mesh und noch ein weiteres Mesh von einem MAN-Truck...dieser ist auch etwas "eckiger" und mehr oder weniger aus vielen Rechtecken bzw. einfachen Formen zusammen gesetzt...vielleicht ist der eher was?!

Wie klein sollt man die Teile eigentlich machen?
Bleiben wir z.B. bei dem Golf: wenn ich da Stoßstange, Seitenschweller, Türen, Fenster, Dach usw. einzeln habe, würde mich das eher zum Erfolg bringen?!
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Dienstag, 31. März 2009, 23:27

Nu ja dann möcht ich auch mal meinen Senf dazugeben....

Ich muss den Vorrednern zustimmen, der Aufwand ein feines Raytracing-Modell umzumodelln dürfte in etwa so hoch oder höher sein, als wenn man es von 0 an selber macht.
Man muss ja auch erstmal das Modell verstehen und den Aufbau kapieren.
Wenn man es selber von 0 macht, dann sollte man verstehen und wissen was man macht :prost:

Ich persönlich würde eher den Weg einschlagen mit einfachen Modellen per Papier und Bleistift oder in CAD oder auch in einem Vektor-Grafik-Programm starten. Dann lernt man es von der Pieke auf und kann dann später auch komplexere Modelle erstellen.
Mal mit einem Haus anfangen, oder hier mit dem Laster.....
So kannst du immer Methoden absichern und fühlst dich sicherer und beim nächsten Modell überlegst du dir was du mehr und besser machen kannst.


Es ist ja nicht nur das schnöde Abwickeln, es geht auch darum das ganze (einigermassen) gut baubar zu machen.

Damit will ich niemanden abschrecken, aber ein Grundgerüst der Umformung flach -> 3D sollte schon da sein.

Zur Größe der Teile denk ich muss jeder selber persönlich stehen; mir persönlcih sind Teile kleiner 2mm zuwider, ok im Notfall und für einige kleine Teil ok, aber nicht als Hauptgrund.

Zum Golf......Letztendlich kommt es auch darauf an wie detailliert und genau der Form folgend du es haben magst.

Meine Vorgehensweise wäre dann :
1. Räder, weil einfach Geo
2. Grundplatte mit Radhäusern
3. Einfache Box-Konstruktion der Karosse
4. Verfeinern, Rundungen, aber hier hast du schon ein Problem, der Wagen hat Rundungen in 2 Richtungen, das ist mit Papier nicht zu machen, ausser man bescheisst und feuchtet es an und beult es aus....
Du musst dich also entscheiden wie welche Rundung vorgeht.
5. zurückgesetzte Fenster und Kühler und Scheinwerfer
6. ...
7.......
8..... naja soweit du halt gehen magst.
Theoretisch kannst du mit unendlich kleinen Streifen das perfekte Modell erstellen =)

Aber tendenziell fände ich es schlauer mit dem Laster zu starten, weil der wesentlich einfacher ist von der Geometrie her.

Bei Fragen wird hier gern geholfen

woody

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Mittwoch, 1. April 2009, 07:22

Also, wenn Du Dir die Stossstange vom Golf anschaust, dann weißt Du, was ich meine: Lauter relativ kleine Dreiecke, mit denen eine in zwei Richtungen gekrümmte Fläche beliebig genau angenähert werden kann. Für eine Abwicklung zum Bau eines Modells ist das natürlich Gift!!!

Der Weg, den Dir Chriess (aka Nosports) hier vorschlägt, bringt Dich da schon eher ans Ziel. Dennoch würde ich ihm ein bisschen widersprechen (Entschuldige, Chriess ;) ):
Wenn Du genug Modelle gebaut hast, dann denke ich, hast Du auch damit ein Gefühl für das entwickelt, was machbar ist und was nicht. Natürlich lernst Du mehr, wenn Du selber konstruierst, aber es geht m. E. nach auch anders.

Zitat

Wenn man es selber von 0 macht, dann sollte man verstehen und wissen was man macht.
Und wenn nicht, dann lernt man es auf diese Art - wenn auch ein bisschen mühsamer. ;)

Trotzdem rate ich Dir, den Mesh mal zu zerlegen! Warum? Ganz einfach: weil man dabei durchaus was über das 3D-Modellieren lernen kann. Mir haben diese Versuche nämlich durchaus was gebracht.
Nimm Dir doch einfach mal den Bugbereich vor, schneide die Stoßstange ab, versuch die Maße festzulegen, wie Du die Stoßstange skalieren willst und zerlege dann die Stoßstange in Teile, die man bauen könnte (wenn sie nicht so stark unterteilt und gekrümmt wären). Und dann vereinfache diese Segmente so, dass sie abwickelbar sind.
Wenn Du das geschafft hast, bist Du so frustriert, daß Du den Golf freiwillig neu konstruierst ... :D

Servus, Woody

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Mittwoch, 1. April 2009, 08:20

Moin McLane!

Ich würde den Vorschlag von NoSports einfach mal aufgreifen und est einmal mit dem LKW anfangen, denn bei dem sind (wenn ich das auf dem Bild richtig erkennen konnte) viele Flächen vorhanden, die man rel. problemlos abwickeln bzw. vereinfachen kann.

Fang einfach mal an und wenn Fragen auftauchen, dann meld' Dich einfach...

CU

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Mittwoch, 1. April 2009, 08:42

Ja das macht doch Mut :prost:

Nein Spass...wie schon gesagt, ich hat es selbst für etwas unwahrscheinlich gehalten es abwickeln zu können, von daher bin ich jetzt garnicht sooo enttäuscht. Auf der anderen Seite habe ich ja schon so einige ziemlich komplexe Modelle hier im Forum gesehen die es auch irgendwie von 3D zum Papier geschafft haben, was mich trotz Allem ein wenig hoffen lässt.

Nunja, dann werd ich mich bei Zeiten wieder melden wenn es weiter - oder auch nicht - geht :D
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Freitag, 24. April 2009, 11:10

Danke nochmals für die ganzen Tipps (wenn auch mittlerweile etwas spät *hust*)

Ich hab da nochmal eine Frage zu einer klugen Art von Konstruktion für Räder/Felgen...
Und zwar habe ich vor etwas detailliertere Felgen zu konstruieren, die jedoch recht simpel in der Konstruktion sein sollen.

Meine Idee war jetzt folgende: Ich wollte die Räder in drei einzelne Baugruppen unterteilen und zwar einmal in den Reifen, dann die Felge und die Speichen. Dabei soll dann, damit die Speichen etwas plastischer sind, das Ganze aus geschichtetem Papier bestehen (was ja einfacher ist, wenn die Speichen recht aufwendig sind). Die Felge ist dann ein recht einfacher Tubus in dem eine "Verankerung" für die Speichen ist. Der Reifen soll dann schlussendlich "aufgesteckt" werden können ohne das man groß Klebekanten oder Löcher sieht.
Ich kann mir jedoch denken, dass die Grundidee sicher schon mal aufgetaucht ist, oder es vielleicht sogar Beispiele dafür gibt. Jedoch habe ich leider keine bzw. kaum detailliertere Bausätze und weiß jetzt nicht ob ich wirklich von Null anfangen muss/soll oder mir vielleicht irgendwo ein paar einfache Ideen einholen kann.

Der erste Felgentyp soll dann eine Art BBS GT Felge sein, die man unter diesem Link sieht. Bei dieser Art von Felge sind die Speichen hinter einem, ich sag mal "Kranz" der Felge geschraubt.
Doch macht es Sinn das ganze auch wie die Vorlage zu konstruieren!?

Ich hoff diese Frage ist nicht albern ;) Ist halt schwer zu vertuschen das man noch nicht so wirklich Plan hat :D
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