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woody

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Freitag, 27. Juni 2008, 07:19

Frisch ge"blendert": Die Deutsche Nationalbibliothek Leipzig

Hallo Klebegemeinde,

jetzt ist es wieder soweit: Ein weiteres Blender-Projekt ist abgeschlossen.
Und ein für mich relativ untypisches dazu.

Alles begann mit einem Anruf von Herrn Müller vom CFM-Verlag so vor ca. 6 Wochen. Es wäre wieder mal eine Ausschreibung gelaufen und ob ich Lust habe, ein neue Modell zu entwickeln. Was für eine Frage! :D

Das Objekt: Das alte Hauptgebäude der Deutsche Nationalbibliothek in Leipzig. Gegründet wurde die damals noch "Deutsche Bibliothek" genannte Vereinigung im Jahr 1912 von den Leipziger Verlegern; gebaut wurde das Gebäude in den Jahren 1914 - 1916 vom Architekten Oskar Pusch. Einzelheiten über die - na, sagen wir mal - nicht ganz lineare Geschichte könnt Ihr auf Wikipedia (Deutsche Nationalbibliothek), Wikipedia (Deutsche Bücherei), beim Goethe-Institut und auf der Homepage der DNB nachlesen.

Das Gebäude selbst könnt Ihr Euch auf den folgenden Bildern ansehen. An dieser Stelle gleich die obligatorischen Angaben: Alle Bilder stammen entweder aus selbsterstellten Aufnahmen oder aus Aufnahmen, die mir im Zuge dieses Projekts von der Deutschen Nationalbibliothek über Herrn Müller zur Verfügung gestellt wurden.

Zu sehen sind die Ansichten der Frontseite (von 1916 und heute) sowie eine Lufaufnahme:
»woody« hat folgende Bilder angehängt:
  • frontseite-1916.jpg
  • frontseite.jpg
  • luftaufnahme.jpg

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Freitag, 27. Juni 2008, 08:11

Problematisch an diesem Projekt war nur der Zeitdruck: Eine offset-gedruckte Auflage von etlichen tausend Stück sollte bis zum 27.06.2008 (also heute) fertigwerden. Und als Basis hatte ich neben einigen wenigen Bildern nur die wichtigsten Bauplan-Ansichten aus einem Faxgerät ... ;(
... mit der bekannt "hohen Qualität" dieses Kommunikationsgeräts aus der Steinzeit. ;)
Mit anderen Worten: Beste Voraussetzungen dafür, daß eine ganze Menge schief laufen kann!

Aber jetzt muß ich der "Mannschaft" der Deutschen Nationalbibliothek Leipzig wirklich ein Lob aussprechen: die Zusammenarbeit mit Herrn Müller und mir war klasse! Alles, was wir dann noch gebraucht haben, wurde uns schnellstmöglich - wenn auch manchmal unnötigerweise postalisch - zugesandt. So kamen nach kurzer Zeit die Baupläne als Vektor-PDF's, was eine präzise Umsetzung dann doch wesentlich erleichtert hat. Fehlende Ansichten wurden als Fotos einer Digital-Kamera per E-Mail zugeschickt, so daß auch hier Informationslücken kurzfristig geschlossen werden konnten. Der Zeitdruck war zwar dennoch hoch, aber es wurde alles unternommen, nicht auch noch durch bürokratische Umstände Zeit zu verlieren.
An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön. So hätte ich es mir bei anderen Projekten mit öffentlichen Stellen immer gewünscht.

Eine Auflage des Auftraggebers war es, daß die Bauteile mit Bauanleitung genau 4 DIN-A4 Seiten belegen durften ... oder wie Martin Sänger schon mal gesagt hat: das macht nicht viel Spaß, neben der Konstruktion auch noch auf solche Details achten zu müssen. Na ja, ist halt eine Randbedingung, mit der man aus betriebswirtschaftlichen Gründen leben muß.

Damit ergaben sich dann die ersten Kalkulationen: Die Frontseite des Gebäudes hat eine Länge von 162,5m; in welchem Maßstab muß das Modell sein, damit es auf 4 Seiten passt? Im ersten Anlauf bin ich dann mal von 1:750 ausgegangen.
»woody« hat folgendes Bild angehängt:
  • plan-pdf.jpg

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Freitag, 27. Juni 2008, 08:16

Nach einer knappen Woche war dann das Gebäude im Blender konstruiert, mit der bewährten Kombination aus Unfolder und Outliner abgewickelt, mit dem Inkscape ausgedruckt und als erstes Weißmodell probegebaut.
»woody« hat folgende Bilder angehängt:
  • blender-01.jpg
  • blender-02.jpg
  • weissmodell-01.jpg
  • weissmodell-02.jpg

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Freitag, 27. Juni 2008, 08:27

Hier hat die Software-Kombination Blender - Outliner - Inkscape wirklich hervorragend funktioniert. Nebenbei hat sich dann ergeben, daß die Maßstabs-Annahme von 1:750 doch zu klein gewählt und noch genug Platz auf den Bogen vorhanden war, um eine Vergrößerung auf 1:600 vorzunehmen. Also zurück ans "Zeichenbrett" und vergrößern ...

Als weiterer - meiner Ansicht nach positiver Effekt - ergab sich aufgrund der Vergrößerung die Möglichkeit, ein paar zusätzliche Details einfließen zu lassen: der Balkon auf der Rückseite, ein paar größere Dachgauben und Dachanbauten. Der Gesamteindruck wurde damit m. E. deutlich verbessert, ohne daß der Schwierigkeitsgrad zu stark angehoben wurde. Das "Zielpublikum" ist ja nicht der durchschnittliche Halinsky-Modellbauer mit 800 Bauteilen pro DIN-A4 Bogen, sondern wohl eher der Tourist, der mal in der Bibliothek "vorbeischaut" und das Modell als Erinnerung mitnehmen will.

woody

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Freitag, 27. Juni 2008, 13:57

Wer meine anderen Konstruktionsberichte gelesen hat, der weiß, daß ich immer auch ein paar Konstruktionstechniken erklären will, die sich im Rahmen eines Projekts ergeben. Diesmal möchte ich Euch zwei Aspekte vorstellen:
  • Die Konstruktion von Hilfslinien und Klebelaschen am abgewickelten Bauteil (Blender / Inkscape)
  • Die Texturierung der Bauteile (Gimp)

Bitte erwartet aber keine kompletten Einführungen in die Programme; soweit bin ich einfach materialmäßig noch nicht. Statt dessen möchte ich Euch einige Features dieser Programme zeigen, ohne daß ich dabei einen Anspruch auf Vollständigkeit oder auch nur den "alleine seligmachenden Weg" erhebe.

hemingway

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Freitag, 27. Juni 2008, 14:07

Hallo woody,

endlich blendert hier mal wieder einer, ich hatte schon Entzug :rolleyes:

Klasse Ergebnis! Bin schon auf weiteres gespannt.

Schönen Gruss
Bernhard

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Freitag, 27. Juni 2008, 14:09

Fangen wir also mal mit einem Bauteil an: Dem Eingangsbereich des gebogenen Vorder-Gebäudes. An diesem Beispiel möchte ich Euch die einzelnen Verarbeitungsschritte zeigen.

Im Blender sieht das Ganze so aus:
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  • front-01.jpg
  • front-02.jpg

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Freitag, 27. Juni 2008, 14:34

reinklemm und zuhör ;-)

woody

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Freitag, 27. Juni 2008, 14:51

Hallo Bernhard, hallo Chriess,

schön, daß Ihr wieder dabei seid. Versprecht Euch aber diesmal zum Blender nicht allzuviel; diesmal ist mehr der 2D Bereicht dran.

D-WHALE

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Freitag, 27. Juni 2008, 15:24

Na du bist mir ja einer, Wolfgang! ich dachte du werkelst weiter an deinem Flieger rum, dabei machst du heimlich einen auf Architekt! kein Wunder, das es mit dem Urlaub nix wird! gefällt mir aber gut bis jetzt! mal sehen was du graphisch so zaubern wirst (altern ;) ) ? ich gehe mal auch ganz stark davon aus, das du dann das Modell Anfang Oktober in Leipzig präsentieren wirst!?

Ich schau auf jedenfall mit zu, vielleicht lern ich ja dann noch was in Gimp 8)

LG
Marko
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Freitag, 27. Juni 2008, 15:25

Jo genau drum =)

Peter P.

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Freitag, 27. Juni 2008, 15:36

super!
vielen dank dass du uns an den entwicklungsschritten deines projektes teilhaben lässt!


Ist Rechtschreibschwäche und grenzenlose Blödheit abmahnfähig?

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Freitag, 27. Juni 2008, 19:26

Hallo Marco,

Zitat

Na du bist mir ja einer, Wolfgang! ich dachte du werkelst weiter an deinem Flieger rum, dabei machst du heimlich einen auf Architekt!
Zu der Aufgabe bin ich gekommen wie die Jungfrau zum Kind ... :D
Aber der Flieger wird schon noch, keine Sorge!

Zitat

ch gehe mal auch ganz stark davon aus, das du dann das Modell Anfang Oktober in Leipzig präsentieren wirst!?
Irrtum! Morgen ist die "Lange Nacht der Museen", und da läuft der Verkauf in Leipzig selbst an ...
Leider kann ich nicht hinkommen ... ;(

Zitat

Ich schau auf jedenfall mit zu, vielleicht lern ich ja dann noch was in Gimp
Oh je, ich fürchte mal, ich werde Dir noch reichlich Gelegenheit zum Schimpfen geben ... ;)

Hallo Peter,

Zitat

vielen dank dass du uns an den entwicklungsschritten deines projektes teilhaben lässt!
Warum denn nicht? Wenn es Euch hilft, würde ich mich sehr freuen.

Servus, Woody

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Freitag, 27. Juni 2008, 19:28

Machen wir einfach mal weiter im Text:
Wenn wir das Bauteil mit dem Unfolder abwickeln, sehen wir ... ein Rechteck. Wie überraschend, nicht wahr?
»woody« hat folgendes Bild angehängt:
  • front-03.jpg

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Freitag, 27. Juni 2008, 19:29

Wer aber den Unfolder kennt, der weiß, daß er bei der Abwicklung alle Linien als getrennte Linienzüge darstellt und es daher zu etlichen doppelten Punkten kommen kann. Wenn wir daher das abgwickelte Bauteil unverändert über den Outliner ausgeben, sehen wir alle Linienzüge; von einer Outline =Außenlinie kann also kaum die Rede sein.

Wenn wir aber im Blender die doppelten Punkte eliminieren (bei diesem Beispiel waren es 40 doppelte Vertices), bevor das Bauteil mit dem Outliner ausgeben, dann sehen wir zuletzt ... wirklich nur ein Rechteck!

Schauen wir uns das mal als Bilder an:
»woody« hat folgende Bilder angehängt:
  • front-04.jpg
  • front-05.jpg

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Freitag, 27. Juni 2008, 19:42

Die Frage ist jetzt: wie können wir uns diese Eigenschaft zunutze machen?
Na, z. B. für Klebelaschen!
Und das geht so: Wir nehmen uns die Unterkante des Rechtecks und extrudieren diese um - sagen wir mal - 4mm, also bei der derzeitigen Einstellung des Outliners von 1 BU (Blender-Unit) = 1cm um 0.4 BU.
»woody« hat folgendes Bild angehängt:
  • front-06.jpg

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Freitag, 27. Juni 2008, 19:44

Anschließend markieren wir die Endpunkte und verbinden diese mit einer Linie:
»woody« hat folgende Bilder angehängt:
  • front-07.jpg
  • front-08.jpg

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Freitag, 27. Juni 2008, 19:45

Dann markieren wir die kurzen Verbindungslinien an der Unterseite der Reihe nach und verdoppeln sie der Reihe nach ...
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  • front-09.jpg
  • front-10.jpg
  • front-11.jpg

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Freitag, 27. Juni 2008, 19:47

... bis wir zuletzt im Objektmodus folgendes Bild erhalten:
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  • front-12.jpg

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Freitag, 27. Juni 2008, 19:48

Da die Frontseite konkav gebogen ist, genügt es, hier nur die Einschnittlinien für die Klebelaschen anzuzeigen, womit die Klebelaschen an der Bauteil-Unterkante auch schon fertig sind. Wenn wir jetzt dieses "neue" Bauteil durch den Outliner ausgeben lassen, erhalten wir das folgende Bauteil im Inkscape:
»woody« hat folgendes Bild angehängt:
  • front-13.jpg

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Freitag, 27. Juni 2008, 19:49

Mit dem selben Trick können wir auch Bauteil-Markierungen anbringen, z. B. die Markierungslinien für den Anbau der Eingangstreppe. Schauen wir uns die Sache erst mal im Blender an; zunächst die Treppe in der Übersicht und dann mit den gelb markierten Stosslinien im Detail:
»woody« hat folgende Bilder angehängt:
  • front-14.jpg
  • front-15.jpg

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Freitag, 27. Juni 2008, 19:50

Diese Punkte werden nun verdoppelt und abgetrennt ...
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  • front-16.jpg
  • front-17.jpg

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23

Freitag, 27. Juni 2008, 19:50

... und mit zwei Hilfsdreiecken (für den Unfolder) ergänzt, ...
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  • front-18.jpg

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Freitag, 27. Juni 2008, 19:51

... womit wir die Stossfläche der Treppe an der Frontseite erhalten. Dieses "Bauteil" ist absolut eben, was uns jedoch nicht daran hindern soll, es mit dem Unfolder abzuwickeln:
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  • front-20.jpg

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Freitag, 27. Juni 2008, 19:57

Jetzt wird es ein bisschen komplizierter: Diese beiden Abwicklungen müssen wir vereinigen, wobei der 3D-Cursor auf einem (später gemeinsamen) Punkt zu liegen kommt und danach ausschließlich alle Punkte der Schnittfläche markiert sein müssen ...
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  • front-21.jpg
  • front-22.jpg
  • front-23.jpg

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Freitag, 27. Juni 2008, 19:58

... und jetzt verschieben wir die Schnittfläche unter Verwendung Einstellung "Closest" in der "Snap Target Function" in Richtung auf den 3D-Cursor, bis die Treppenschnittfläche eingerastet ist:
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  • front-24.jpg
  • front-25.jpg

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Freitag, 27. Juni 2008, 19:59

Jetzt noch schnell die Hilfskanten entfernen und wenn wir dann vom Edit- wieder in den Object-Mode schalten, schaut unser abgewickeltes Bauteil plötzlich so aus:
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  • front-26.jpg
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Freitag, 27. Juni 2008, 20:00

Nach dem Outliner-Export erhalten wir dann im Inkscape damit unsere Frontseite in der nächsten Annäherung:
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D-WHALE

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Freitag, 27. Juni 2008, 21:32

hi Wolfgang!

Zitat

Original von woody
Zu der Aufgabe bin ich gekommen wie die Jungfrau zum Kind ... :D
Aber der Flieger wird schon noch, keine Sorge!

Na so ne Kinder möcht ich auch mal bekommen :D aber bitte ohne diese "Geburtswehen", denn warum konnten es nicht 5 Seiten sein! diese Einschränkung finde ich schon mal doof, da du ja auch nen Eisenbahner-Maßstab hättest wählen können! Allerdings wäre es dann wohl nix mit dem Termin geworden, weil du wahrscheinlich zu detailverliebt geworden wärst! 4 Seiten :rolleyes: Ist ja lächerlich dagegen wenn ich an meine Nebula denke!

Zitat

Irrtum! Morgen ist die "Lange Nacht der Museen", und da läuft der Verkauf in Leipzig selbst an ...
Leider kann ich nicht hinkommen ... ;(

watt? auch im Oktober nicht? ;( ich seh schon, ich muß doch noch ein Visum beantragen für Bayern :D

Zitat

Oh je, ich fürchte mal, ich werde Dir noch reichlich Gelegenheit zum Schimpfen geben ... ;)

(Zum Glück haste nicht kritisieren gesagt :] ) Was soll ich denn Schimpfen? den größten Kritikpunkt von meiner Seite aus kennst du! da ist Blender selber! Aber: jedem Tierchen sein Pläsierchen! ;) Außerdem bin ich ja froh über jeden, der sich in Zeiten diesen, wo der Kubismus immer mehr Anhänger findet, es Leute gibt die sich mit nem 3D-Programm (egal welchen) beschäftigt! :rolleyes:
Mich interessiert ja sowieso mehr das "Gimpen" und "Inken"!

LG
Marko
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Freitag, 27. Juni 2008, 21:56

Hallo Marco,

Zitat

denn warum konnten es nicht 5 Seiten sein! diese Einschränkung finde ich schon mal doof,
Na ja, nicht ganz: Du hast ja auch nur einen finanziellen Rahmen, in dem sich der Verkaufspreis bewegen muß. Und 4 Seiten sind genau ein DIN-A2 Bogen; das Format, in dem die Offset-Druckmaschine einen Bogen bedrucken kann. So einfach ist das ...

Zitat

da du ja auch nen Eisenbahner-Maßstab hättest wählen können! Allerdings wäre es dann wohl nix mit dem Termin geworden, weil du wahrscheinlich zu detailverliebt geworden wärst!
Na ja, rechne doch mal nach: 162,5 m im Maßstab H0 = 187 cm ...
Wer soll das Modell bezahlen ...

Zitat

ich seh schon, ich muß doch noch ein Visum beantragen für Bayern
Da hast Du bei der "freiheitlichen" CSU keine Chance ... :D
Aber seit wann liegt Leipzig in Bayern? ?(

Zitat

Was soll ich denn Schimpfen?
Wart's doch mal ab! :D

Zitat

den größten Kritikpunkt von meiner Seite aus kennst du! da ist Blender selber!
Glaub mir, das kommt noch VIIEEEELLLLLLL schlimmer! :D

Zitat

Mich interessiert ja sowieso mehr das "Gimpen" und "Inken"!
Das verspreche ich Dir: da kommt schon noch ein bisschen was ...

Servus, Woody

D-WHALE

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31

Freitag, 27. Juni 2008, 22:24

Zitat

Original von woody
Hallo Marco,

Zitat

Na ja, nicht ganz: Du hast ja auch nur einen finanziellen Rahmen, in dem sich der Verkaufspreis bewegen muß. Und 4 Seiten sind genau ein DIN-A2 Bogen; das Format, in dem die Offset-Druckmaschine einen Bogen bedrucken kann. So einfach ist das ...

Achso! na dann weiß ich das ja jetzt auch :D

Zitat

Na ja, rechne doch mal nach: 162,5 m im Maßstab H0 = 187 cm ...
Wer soll das Modell bezahlen ...

es gibt ja auch noch andere Eisenbahnmaßstäbe, die kleiner sind! :rolleyes:

Zitat

Aber seit wann liegt Leipzig in Bayern? ?(

aber du stehst heute auch neben dir! :evil: ich meinte: falls du nicht im Oktober nach Leipzig kommst, muß ich ja mal wohl nach Rain a.L. fahren! und das liegt doch wohl in Bayern! (sag mir jetzt nicht das ist Franken und nicht Bayern :D ) ich seh schon, du brauchst wirklich mal Urlaub!!!

(zurück zu ... ähem ... Blender :D )
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Samstag, 28. Juni 2008, 06:24

@Marco,

Zitat

es gibt ja auch noch andere Eisenbahnmaßstäbe, die kleiner sind!
Klar, aber viel besser sieht es auch 1:220 nicht aus (gut 74 cm!). Das war einfach nicht durchsetzbar und wäre wohl an der Zielgruppe vorbeigelaufen. Persönlich wäre mir 1:500 noch recht gewesen, dann hätte es wenigstens zu Modellen wie Mont-Saint-Michel gepasst ... aber in 1:600 hat alles gut auf die 4 Bogen gepasst, und ein bisschen Platz für Skizzen war auch noch da. Tja, da kann man halt nix machen! :(

Zitat

aber du stehst heute auch neben dir!
Schulligung, lag wohl an der Hopfen-Kaltschale; da stand so ein komisches Wort drauf: Doppelbock :D :prost:

Servus, Woody

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Samstag, 28. Juni 2008, 07:10

Und auf diese Weise habe ich im Blender nach der Abwicklung die Bauteile komplettiert:
  • mit Markierungslinien versehen
  • mit Klebelaschen ausgestattet
  • Klebestreifen zum Unterkleben hinzugefügt usw.

Der Grund für dieses Vorgehen sind meine immer noch vorhandenen Defizite im Inkscape: Ich bin mittlerweile beim Modellieren im Blender wesentlich schneller als beim Zeichnen im Inkscape; und es spricht ja auch nichts dagegen, die kompletten Bauteile erst mal im Blender zu haben und dann erst in den Inkscape zu exportieren. Dafür ist der Outliner ja schließlich da!

Im Folgenden sehr Ihr ein paar "Schnappschüsse", die die einzelnen Bauteile zeigen:
  • Zuerst die Frontseite mit allen Markierungslinien und den beiden Klebestreifen zum Unterkleben; im Vordergrund noch die abgewickelte Eingangstreppe.
  • Dann eine Übersicht über Teile des Frontgebäudes und der Bodenplatte
  • Zuletzt alle abgewickelten und fertiggestellten Bauteile
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  • front-29.jpg
  • front-30.jpg
  • bauteile-insgesamt.jpg

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Samstag, 28. Juni 2008, 07:11

Bleiben wir für alles weitere bei der Frontseite: Das fertige Bauteil wird jetzt in den Inkscape exportiert und dort weiterbearbeitet. Damit sind alle "Blender"-eien für dieses Projekt beendet; jetzt geht es um die Bearbeitung des Bauteils. Das Ziel soll jetzt sein, den Linien ihre Struktur zu geben, also z. B Falzlinien als gestrichelte Linien eintragen, zusätzliche Verarbeitungsmarkierungen anzubringen, die Teile zu nummerieren usw.
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  • front-31.jpg

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Samstag, 28. Juni 2008, 07:29

Bevor wir aber damit anfangen, muß ich ein paar grundlegende Sachen zum Inkscape erklären. Auch hier gilt: Ich bin mit dem Programm noch lange nicht durch; was ich Euch erzähle, ist also nur ein "Schnappschuss" meiner derzeitigen Kenntnisse. Diese haben zwar ausgereicht, das Projekt durchzuziehen, müssen aber noch lange nicht optimal sein. Wer hier was besser weiß, ist herzlich zur Mitarbeit eingeladen!

Also, Grundlagen extrem komprimiert: Beim Inkscape handelt es sich um ein Vektor-Zeichenprogramm, das als Standard-Datenformat SVG (Scalable Vector Graphics) verwendet. Mit anderen Worten: Alles was Ihr zeichnet, wird im Inkscape als ein Vektor bzw. eine Kette von Vektoren gespeichert, die auch noch mit zusätzlichen Eigenschaft (wie z. B. Krümmungen bei Bogenlinien) versehen werden können. Außerdem wird zu jedem Vektor definiert, welche Linien- und Füllfarbe er haben und wie die Linie aussehen soll. Das Ganze wird dann im SVG-Format gespeichert, das selbst eine Implementierung im XML-Format darstellt. Oder vereinfacht:
  • HTML ist z. B. eine Variante von XML, die als Seitenbeschreibungssprache für das Internet konzipiert ist
  • und SVG ist eine XML-Variante, die für die Beschreibung von Vektorgrafiken geeignet ist

Man kann sich eine SVG-Grafik also auch in einem normalen Editor anschauen und sogar bearbeiteten (wenn man genau weiß, was man tut ;) ).

Ein enormer Vorteil von SVG ist, daß es sich um ein offenes, sehr gut dokumentiertes Format handelt, das jedem zugänglich ist und damit eine Datenaustausch über Programm- und Betriebssystemgrenzen hinweg ermöglicht. Versucht das selbe mal mit Adobe Illustrator (.ai) oder Corel Draw (.cdr) ... :kotz:

woody

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Samstag, 28. Juni 2008, 07:58

So, genug Theorie; schauen wir uns das mal in der Praxis an: Nach dem Start präsentiert sich der Inkscape (derzeit Version 0.46) mit einem Startbildschirm, der neben der zentralen Zeichenfläche (bei mir voreingestellt auf ein DIN-A4 Blatt im Hochformat) noch folgende Iconleisten besitzt:
  • Die Standard-Menüleiste: Datei, Bearbeiten, Ansicht ... (ist ja nicht wirklich was Neues, oder? ;) )
  • Gleich darunter die Befehlsleiste mit häufig verwendeten Befehlen
    Darunter die Einstellungen der Werkzeuge ...
  • ... die sich links von der Zeichenfläche in vertikaler Anordnung befinden
  • und an der Unterkante der Zeichenfläche findet Ihr die Farbpalette ...
  • ... gefolgt von der Statuszeile, die Euch Einzelheiten über die markierten Objekte verraten.

Mit dieser Menüstruktur, die sich übrigens weitgehend konfigurieren läßt, kann man nach kurzer Einarbeitungszeit relativ gut arbeiten. Laßt Euch bitte auch von der Version 0.46 nicht abschrecken! Das Programm ist zwar laut Entwicklern "noch lange nicht" fertig, läuft aber schon sehr stabil. Ich kann mich in der aktuellen Version an keinen einzigen Absturz erinnern ...
... und das liegt definitiv nicht am Bierkonsum! :D
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Samstag, 28. Juni 2008, 08:17

Wir haben ein leeres Blatt, und das wollen wir mal mit einer Linie füllen. Dazu klickt Ihr in der Werkzeugleiste links von der Zeichenfläche auf das "Bezier-Kurven und gerade Linien zeichnen"-Icon (SHIFT-F6) . Dann klickt Ihr mit der linken Maustaste (LMB) in die Zeichenfläche, bewegt die Maus zum Zielpunkt und bestätigt dort mit der rechten Maustaste (RMB). Und schon habt Ihr die erste Linie gezeichnet.
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Samstag, 28. Juni 2008, 08:19

Speichern wir das Kunstwerk mal unter dem Dateinamen "einfuehrung.svg" ab und schauen uns den Inhalt dieser Datei im Editor an:
Zunächst habt Ihr jede Menge Vorgeplänkel in Form von Hinweisen und Definitionen, bevor der (von mir grau hinterlegte) Zentralteil des Dokuments kommt, in dem mit "<path ... />" die eigentliche Linie definiert ist. Wie Ihr sehen könnt, sind nicht nur die Koordinaten mit 5 Nachkommastellen angegeben, sondern auch noch Zusatz-Eigenschaften wie z. B. "fill:none;fill-rule:evenodd;stroke:#000000;stroke-width:1px;" usw. Wie können dem Objekt "Linie" also noch eine ganze Menge Eingenschaften zuweisen; und wie, das wollen wir uns jetzt der Reihe nach anschauen:
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Samstag, 28. Juni 2008, 08:32

Macht Euch bitte schon mal mit dem Begriff "Objekt" vertraut: Ein Objekt ist einfach alles! Im aktuellen Beispiel eine Linie. Aber man kann einzelne Objekte auch zu neuen Objekten zusammenfassen ("gruppieren") und dann diesen neuen Objekten auch wieder Eigenschaften zuweisen usw.
Also, alles was wir jetzt am einfachen Beispiel einer Linie durchführen, könnt Ihr auch an komplexen, zusammengesetzten Objekten durchführen; Ihr seht also ein "greifbares" Beispiel für das, was in der "objektorientierten" Programmierung unter "Vererbung" verstanden wird.

Schalten wir also in unserer Zeichnung zurück auf "Objekte auswählen und verändern" (F1) und wählen in der Menüleiste "Objekt" - "Füllung und Kontur" aus. Bei mir wird dann ein eigenes Fenster geöffnet, in dem die Linienfarben und -füllungen definiert werden können. Abhängig von Euerer Inkscape-Konfiguration kann dieses Fenster aber auch in den Zeichenbereich integriert sein; Ihr könnt es dann "herausreißen" und damit zum eigenen Fenster machen; wie es Euch besser gefällt.
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Samstag, 28. Juni 2008, 08:41

Wie Ihr sehen könnt, ist noch keine Füllfarbe für die Linie festgelegt ... ist bei einer Linie - also einem Objekt mit der theoretischen Breite NULL - ja vielleicht auch nicht soooo wichtig! ;)

Aber mit der Farbe der Linie könnten wir schon ein bisschen spielen: Wechselt doch mal auf "Farbe der Konturlinie" und dann im RGB-Farbmodell auf Rot=255; also "volle Kanne" Rot. Und schon wird die Linie rot!
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