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Henryk

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Freitag, 13. Mai 2011, 20:31

Focke-Wulf Triebflügeljäger, Modelik Nr 12/08

Frisch aus meinem Briefkasten; Focke-Wulf Triebflügeljäger im Maßstab 1:33 aus dem Hause "Modelik", der Konstruktor des Bausatzes Rafal Ciesielski muss wohl keinem vorgestellt werden...
Das Modell stellt das Projekt eines Senkrechtstarters in Konfiguration eines Rotorflugzeuges (Drehflüglers) dar, das mit Strahltriebwerken angetrieben wurde, die befanden sich an allen Enden der Tragflächen. Die Besonderheit der Konstruktion war es, dass sich die "Rotoren" nicht in dem vorderen Teil des Flugzeugrumpfes befanden, sondern etwa in seiner Mitte. Die Maschine sollte in einer senkrechten Position mit Einsatz von Hilfs-Raketentriebwerken starten und dann entsprechend der Steigerung der Geschwindigkeit zu einem Horizontalflug übergehen. Die Konstruktion blieb nur auf dem Papier...

Zum Bausatz selbst; 429 Elemente und 23 Schablonenteile auf 6 DIN A4 Bögen, gute, feine Computergraphik, ordentliche Farbgebung, sehr detaillierte Cockpiteinrichtung (8teiliges Armaturenbrett mit Verglasung der Bordinstrumente!), Schiebemechanismus des Cockpitdaches usw. Das ganze sieht viel versprechend aus, wird auch von mir (gleich nach Beendigung der "Super Electra") gebaut.
Ich habe darauf geachtet, alle verbotenen Zeichen zu entfernen/verfremden, ich hoffe, dass ich keins übersehen habe...
»Henryk« hat folgende Bilder angehängt:
  • Bild1.jpg
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  • Bild3.jpg
  • Bild4.jpg
  • Bild5.jpg
Herzlichste Grüße
Henryk

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woody

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Samstag, 14. Mai 2011, 07:42

Hallo Henryk,

Zitat

eines Rotorflugzeuges (Drehflüglers) dar, das mit Strahltriebwerken angetrieben wurde,
Und zwar mit Staustrahtriebwerken, die ohne bewegliche Teile auskommen und damit besonders leicht gebaut werden können.

Zitat

senkrechten Position mit Einsatz von Hilfs-Raketentriebwerken starten
... wobei die Hilfsraketen in den Staustrahltriebwerken eingebaut waren und zum Start dienten, da ein Staustrahltriebwerk im Stand ja nicht in Betrieb genommen werden kann.

Zitat

Die Konstruktion blieb nur auf dem Papier...
Das ist nach meinen Informationen nicht ganz richtig: Im Herbst 1944 soll es noch erste Windkanaltests gegeben haben. Eine definitive Bestätigung habe ich aber nicht.

Auf jeden Fall bin ich auf Deinen Baubericht sehr gespannt.

Viele Grüße,
Woody

Zaphod

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Samstag, 14. Mai 2011, 08:20

RE: Focke-Wulf „Triebflügeljäger“, Modelik Nr 12/08

Hallo Henryk,

den Triebflügler habe ich auch noch liegen. Die Triebwerke sind ganz schön detailliert und die bizarre Form bildet natürlich den größten Bauanreiz.
Ich werde sicher viele gute Tipps aus Deinem Bericht mitnehmen können.

Zaphod

haduwolff

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4

Samstag, 14. Mai 2011, 11:14

Massenausgleich

Moin zusammen,

Woody, Du hast doch das Ding auch mal konstruiert, wenn ich mich nicht irre.

Mal als Gedankenspiel:
Der Triebflügler ist doch nichts anderes als ein Heli mit Triebwerken an den Rotoren.
Abgesehen davon, daß es so ein Konzept mit Düsenauslässen an den Rotoren real gab, haben wir doch die gleichen Probleme wie bei allen Helis - die Rotationskräfte bzw. den Ausgleich zur rotierenden Masse!.

Entweder hatte der Triebflügler eine gegenrotierende schwere Schwungscheibe im Bauch, oder er kann nicht fliegen.

So hätte der Quirl das Flugverhalten eines Helis, dem der Schwanz abgebrochen ist.

Oder was war da angedacht? Denn diese Problematik war ja bekannt, wie die Lösung bei den fliegenden Helis dieser Zeit beweist.

Meine Theorie wäre, daß dadurch, daß der Antrieb in den Flügelspitzen liegt, nur die Reibung der Lager ausgeglichen werden müsste, z.B. mit einer kleinen Schwungscheibe oder einem Motor...aber das ist echte Spekulation, keine Physik!

Gruß
Hadu
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Samstag, 14. Mai 2011, 11:57

Hadu, Deine letzte Vermutung ist korrekt - da die Triebflügel letzten Endes frei um den Rumpf rotieren, muss das Drehmoment nicht (oder nur minimalst) ausgeglichen werden. Auch die Hiller "Hornet" hatte ja keinen Heckrotor.

Dafür war dann z.B. die Treibstoffversorgung vom Rumpf zu den Triebwerken umso komplizierter, einfache Leitungen gehen da eben nicht ...

Grösster Schwachpunkt des Konzeptes von Focke-Wulf war die Landung "rückwärts". Aber mit der hat man zu dem Zeitpunkt vielleicht gar nicht mehr ernsthaft gerechnet.
Gruss von Bernd (de feckin' German)

haduwolff

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Samstag, 14. Mai 2011, 13:18

Rückwärts...

Moin zusammen,

oh, die Sicht nach hinten...

Nun, im ersten Moment fällt mir da einfach ein - Rückspiegel ein. Zwei Spiegel gehen auch.

Oder zwei Landescheinwerfer auf Winkel eingestellt - wenn sich die Landelichter zu einem Punkt vereint sind, noch einen Meter (siehe die Dambuster-Lancs...).

Ein optischer Sensor aus zwei Prismen, dessen Selenzelle einen Summer auslöst, wenn der Boden fast erreicht ist...

Und dann war da noch das Rück-Periskop der Arado 234, also ist das Problem technisch lösbar.

Aber auch ich habs nicht mit dem Rückwärts-Einparken .. ?(

Gruß
Hadu
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Samstag, 14. Mai 2011, 17:20

Hallo Hadu,

Deine letzte Vermutung ist einigermaßen korrekt: Das Drehmoment wäre nur mitläufig gewesen, also ausschließlich durch die Lagerung. Und die sollte rein aerodynamisch über die Heckflossen ausgeglichen werden.

Mit der Sicht nach hinten: Die wäre auf jeden bescheiden gewesen. Allerdings gibt es für dieses Konzept reale Beispiele: Convair XFY-1 Pogo und Lockheed XFV-1. Die sind zwar geflogen, hatten aber auch das Problem mit der schlechten Sicht nach hinten bei der Landung.

Zitat

Woody, Du hast doch das Ding auch mal konstruiert, wenn ich mich nicht irre.
Du irrst Dich nicht; siehe hier

Servus, Woody

haduwolff

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Samstag, 14. Mai 2011, 19:15

Rotionskräfte und Unwucht...

Moin zusammen,

nungut.
Die angeströmte Fläche ist ja ungleich grösser als bei den Props und Rotoren anderer Tailsitter.
Daraus folgt, daß die Rotationsgeschwindigkeit nicht so hoch sein muss, um Vortrieb zu erzeugen.

Doch die Spritversorgung der Düsen macht mir schon Gedanken. Als Treibstoffträger gehen die Flügel ja nicht, zu wenig Volumen, also muss der Tank mittig mitrotieren oder ein Verteilsystem her.

Ein mitrotierender Tank hätte den Vorteil, durch die Zentrifugalkräfte keine Treibstoffpumpe zu brauchen und in die drei Triebwerke dadurch eine gleiche Verteilung zu gewährleisten.

Oder wie oder was meint Ihr?

Gruß
Hadu
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Samstag, 14. Mai 2011, 19:30

Öhm ...

Es gibt ja Konstruktionszeichnungen, da muss man nicht vermuten: Der Tank war in der "Zigarre" starr untergebracht, die Treibstoffversorgung lief über den Drehring und Pumpe.
Gruss von Bernd (de feckin' German)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Bernd B.« (14. Mai 2011, 19:31)


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