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Donnerstag, 15. Dezember 2005, 09:50

Fly Modell F-111 Aardvark

Die General Dynamics F-111 Aardvark ist ein taktischer Jagdbomber und Aufklärer. Aardvark, englisch für Erdferkel, war während ihrer Dienstzeit der inoffizielle Spitzname, der bei ihrer Außerdienststellungszeremonie als offizieller Name der US Air Force übernommen wurde.

Entwicklung

Die F-111 resultierte aus dem Projekt TFX, einem ambitionierten Projekt aus den frühen 1960er Jahren, das die Anforderungen der US Air Force an einen Jagdbomber mit denen der US Navy an einen Langstrecken-Jäger als Ersatz für die McDonnell Douglas F-4 und die Vought F-8 unter einen Hut bringen sollte. Die vor dem Vietnamkrieg übliche Design-Doktrin konzentrierte sich auf sehr hohe Geschwindigkeit, blanke Leistung und gelenkte Luft-Luft-Raketen.

Für die US-Navy bedeutete der Trend zu immer größeren, stärkeren Jägern ein Problem: Die damalige Generation von Marinejägern war bereits nur noch schwer zur Landung auf einem Flugzeugträger-Deck fähig, und ein nochmals größeres und schnelleres Flugzeug würde noch schwieriger sein. Ein auf hohe Geschwindigkeiten optimierter Rumpf (meist mit stark zurückgewinkelten Flügeln) ist bei Reisegeschwindigkeit ineffizient, was die Reichweite, Nutzlast und Ausdauer reduziert und zu sehr hohen Landegeschwindigkeiten führt. Andererseits hat ein Rumpf mit geraden oder mäßig gewinkelten Flügeln eine geringere Endleistung im Kampf, ist allerdings einfacher zu handhaben und kann schwere Lasten mit einem Minimum an Treibstoff über weite Strecken tragen. Diese Überlegungen führten zum Schwenkflügel der F-111.

Der TFX war aufgrund der unterschiedlichen Anforderungen von Air Force, Navy und der US-Regierung eine Kompromisslösung. Auch für die United States Army und das United States Marine Corps wurde der TFX als Luftnahunterstützungs-Flugzeug erwogen.

Mehrere Hersteller gaben Angebote ab, am Ende blieben jedoch nur General Dynamics und Boeing übrig. Die Air Force und die Navy hatten sich für den Boeing-Entwurf entschieden, aber der US-Verteidigungsminister Robert McNamara überstimmte sie und wählte den kostengünstiger erscheinenden Entwurf von General Dynamics.

Aus dem Entwurf wurde ein Flugzeug mit 20 Tonnen Leergewicht und einem maximalen Startgewicht von fast 50 Tonnen, angetrieben von zwei Pratt & Whitney TF-30 Turbofans der 80-kN-Klasse mit einem Cockpit für zwei nebeneinander sitzende Besatzungsmitglieder. Die Schulterdecker-Flügel waren an zwei großen Drehlagern befestigt, die dem Flugzeug erlaubten, mit einer mäßigen Pfeilung von 16 Grad maximalen Auftrieb und minimale Start- und Landegeschwindigkeiten zu erzielen, mit 35 Grad Pfeilung eine hohe Unterschall-Marschgeschwindigkeit einzuhalten, oder die Flügel bis auf 72,5 Grad zu pfeilen, um ihre hohe Endgeschwindigkeit von Mach 2,4 zu erreichen. Trotz der Bezeichnung F (Fighter - Jagdflugzeug) im Namen war die F-111 tatsächlich ein Bomber.

Die Produktionsversionen der F-111 hatten keine Schleudersitze, das komplette Cockpit wurde als Rettungskapsel herausgeschossen und schwebte unter einem Fallschirm von 21 Meter Durchmesser zur Erde. Da es druckdicht war, hätte die Besatzung darin auch ohne Druckanzüge oder Sauerstoffmasken überleben können.

Der erste Flug fand im am 21. Dezember 1964 statt, und die Einführung in den aktiven Dienst bei der USAF begann 1967. Die F-111 war das erste serienmäßig produzierte Flugzeug mit Schwenkflügeln. Es folgten verschiedene andere Typen, darunter die sowjetischen Suchoi Su-17 (1966), Mikojan-Gurewitsch MiG-23 (1967) und der Bomber Tupolew Tu-160 (1981), der amerikanische Marine-Jäger Grumman F-14 (1970) und der Rockwell B-1-Bomber (1974) sowie der europäische Panavia Tornado (1974).

Die F-111 diente von 1967 bis 1998 in der US Air Force.
»Henni« hat folgendes Bild angehängt:
  • f111.jpg

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Donnerstag, 15. Dezember 2005, 09:57

Das Modell kommt auf 14 Seiten Din-A3 und hat ca. 1900 Teile. Dabei fällt auf, dass die Druckqualität im Vergleich zu GPM oder Halinski eher bescheiden ist, oft wurde über die Kanten gedruckt oder es sind Farbfehler vorhanden.
Die Anleitung sieht recht kompliziert aus, da muss man sich erstmal einarbeiten.
Auch fällt auf, dass der Druck nicht ganz einwandfrei ist, Linien sind oft nicht zu erkennen.
Trotz des hohen Schwierigkeitgrads freue ich mich aber schon auf den Bau!
»Henni« hat folgende Bilder angehängt:
  • F-111 01.jpg
  • F-111 02.jpg
  • F-111 03.jpg
  • F-111 04.jpg
  • F-111 05.jpg

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Donnerstag, 15. Dezember 2005, 12:36

@malo

toll gebaut das flugzeug (ist schon seit langem eines meiner favoriten) - ein kleiner schönheitsfehler beim cockpit möchte ich anmerken: das photo zeit eine f-111b und wie die kabinenhaube beim original aufgeht.

grüsse aus der steiermark
raimund
»rkelterer« hat folgendes Bild angehängt:
  • f111-b.jpg

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Donnerstag, 15. Dezember 2005, 12:46

Das ist sicher eine Interpretation von Malo.
Die Kanzel kann man ja geschickt zerschneiden und dann so wie beim Original bauen...
Mal schauen.

$.guido

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Donnerstag, 15. Dezember 2005, 12:49

hallo malo

das modell von dir sieht aber nicht nach ungeübt aus. es macht einen sehr guten gesamteindruck.

viele grüße

guido
Zur Zeit im Bau: Kreuzer Emden HMV

momentan bau der flag c/31 4 mal 60 teile (jetzt fertig) und c/37 vier mal (jetzt fertig), alle kleinen flags im bau. mittlerweile modell verstaubt, wartet auf entstaubung und weiterbau hi hi hi !!!
im bau modell kartonowy nr.18 u-boot typ IXC/40(U 154) 1:100 :] abgebrochen. 70% fertig
mich hat es wieder gepackt im november 2013
gebaut 2013: Norderney HMV, Mellum HMV
gebaut 2014: Bruno Illing HMV(eingescant), Bussard HMV, Nordic HMV, Oceanic WHV, Auguste Victoria Kontrollbau 2. Auflage HMV, Fischdampfer Wuppertal HMV, Kontrollbau 6 Hafenkräne 2 HMV, Kombifrachter Schwan II HMV,Bruno Illing HMV (ORIGINAL), s61 albatross HMV, projekt HMV Nils Holgersson, Peter Pan Vorserienmodel HMVl, wespe-natterHMV, Wappen von Borkum HMV, OPDR Lisboa HMV, Clubmodell 2014 HMV,Kreuzer Emden HMV ca. 50% fertig.
gebaut 2015: STEVE IRWIN HMV 1:100, Runghold HMV, Dampfeisbrecher Stettin HMV, Elbe 3 HMV,

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Donnerstag, 15. Dezember 2005, 12:50

ein paar kleine Ergänzungen zur F-111:

Die geplante F-111B war als Marinejäger geplant, schaffte es jedoch nicht, die Ansprüche der USN zu befriedigen. Das Feuerleitgerät und die Raketenbewaffnung wurden dann jedoch in den Folgeentwurf F-14 eingebaut und sind die Kernelemente, die zu den überragenden Leistungsparametern der F-14 beitragen - die Phoenix hat eine Reichweite von ~160km bei Mach 5, das Radar noch mehr.

Die F-111 sind nicht mit Schleudersitzen ausgestattet, sondern mit einer Rettungskapsen, die das gesamte Cockpit vom Flugzeug entfernt, kein Wunder bei einer Spitzengeschwindigkeit von 2,5 Mach. Hat auch den Vorteil, daß die Besatzung nach einem Ausstieg zusammen bleibt. Daher ist auch die geöffnete Kanzel bei Malo leider falsch (trotzdem: Hut ab, super Modell!).

Auch das SAC (Strategic Air Command) hat eine Abwandlung der Aardvark, die FB-111, die als Nuklearbomber flugen. Des weiteren gibt es die EF-111 Raven, die das USAF-Pendant zur EA-6-Prowler der USN ist und z.B. im Golfkrieg als Störer eingesetzt wurde.

Die F-111 wurden bei den Angriffen auf Lybien eingesetzt, ausgehen von RAF Stützpunkten (ich glaube Lakenheath).

England wollte F-111 kaufen und hat dafür z.B. die Entwicklung der TSR.2 abgebrochen, beschafft wurden die F-111 trotzdem nicht (Verzögerungen, zu teuer etc). Australien hat 24 F-111 in Dienst, diese sollen durch F-35 abgelöst werden, wobei sich die Militärs dagegen wenden, da ungefähr 4 F-35 nötig sind, um die Nutzlast einer F-111 zu schleppen und das bei geringeren Reichweiten.


Insgesamt ein ziemlich beeindruckender Flileger mit extremer Detaillierung! Ich hab das Ding auch herumliegen, werde aber noch lange nicht dazu kommen, da ich vorher noch Einiges Andere zu tun habe - z.B. Endspurt beim Wettbewerbsmodell ;-)
Gründungsmitglied der HobbyModel-Gang und Luft46-Gang

Robson

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Registrierungsdatum: 16. November 2005

Beruf: Konstrukteur, Schweißtechnologe

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Freitag, 23. Dezember 2005, 21:20

Hallo!

Hab das Modell auch schon seit 4 oder 5 Jahren zuhause liegen, mich schrecken aber immer ein bisschen die hohen Teilezahlen ab, ich glaub ich würde niemals fertig mit so einem Flieger :(, und zum halbfertig herumliegen ist er mir zu schade. (das tun eh schon einige andere Modelle)

Grüße aus Pachern
Robert
in Arbeit:Stallion - GPM

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