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Lars W.

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1

Montag, 12. Dezember 2011, 21:26

[Fertig] Seeschlepper "Vulcan" // HMV // 1:250

Hallo zusammen,

da ich meine "Altmark" vorübergehend ins Schwimmdock verlagert habe, "musste" ich mir ja was Neues überlegen.
Ich wollte mal wieder ein kleines Modell bauen, mit überschaubarer Teilezahl. Gleichzeitig sollte das Modell in etwa zur Ära der "Altmark" passen.
Aus meiner Sammlung sind mir dabei die Seeschlepper "Merkur" und "Vulcan" in die Hände gefallen (letzterer schreibt sich eigentlich "Vulkan", aber das Modell lt. Bogen besitzt leider den falsch geschriebenen Namen) .

Ein Ätzsatz ist ebenfalls vorhanden, allerdings habe ich in Günter (OpaSy) seinem Baubericht schon von den fehlerhaften Niedergängen gelesen... Da muss ich mal schauen, was ich daraus mache.



Ich werde von den beiden (bis auf den Namen im Bogen baugleichen) Schleppern hier nur die "Vulcan" bauen, da die "Merkur" zum Zeitpunkt der Indienststellung der "Altmark" bereits gesunken war. Die "Merkur" wurde nämlich am 12.05.1934 vom Passagierdampfer "Albert Ballin" überlaufen; der Schlepper sank auf den Grund der Weser und nur 5 Besatzungsmitglieder konnten gerettet werden.

Die "Vulcan" fuhr bis zum 22.11.1929 unter dem Namen "Wendemuth", dann wurde sie vom NDL für die Assistenz der neuen Schnelldampfer "Bremen" und "Europa" angekauft und umbenannt.
Ab 1940 war sie im Dienst der Kriegsmarine, u.a. war sie für die Operation "Seelöwe" vorgesehen.
Am 20.09.1941 sank die "Vulcan" aufgrund eines Minentreffers bei Le Havre.

Nun aber zum Bogen: Jeder Schlepper besteht aus 2 1/2 Bögen und kann mit 448 Teilen in der einfachen und 854 Teilen in der komplexeren Variante gebaut werden. Der Bogen wird als "mittelschwer" eingestuft. Konstruiert wurden die Schlepper von Peter (Piet) Brandt. Sie haben eine Länge von immerhin 17,8cm; für Schlepper schon eine ziemliche Hausnummer (das entspricht immerhin einer Länge von über 42 Metern beim Original).

Da es hier im Forum schon die äußerst hilfreichen Bauberichte von Günter und Mathias gibt und Klaus-Dieter im Nachbarforum ebenfalls einen Bericht eingestellt hat, möchte ich erstmal fragen: Besteht überhaupt Interesse an einem weiteren Bericht zu diesem (schon etwas älteren - 2001- ) Bogen?

In diesem Sinne... soll ich weiter schreiben? :)

Grüße

Lars
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Wiesel

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2

Montag, 12. Dezember 2011, 21:31

Auf jeden Fall besteht Interesse, jedenfalls bei mir. :)

Bauberichte kann es nie genug geben... Jeder zeigt neue Aspekte.
Bis die Tage...

Helmut


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andiruegg

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3

Montag, 12. Dezember 2011, 22:13

Da schliesse ich mich an. Häufig erhält man ja auch Ideen genereller Art, wie man etwas bauen und verbessern kann, so dass es nicht nur auf das konkret gebaute Modell ankommt. Aber auch da macht es ja jeder etwas anders.

Ich freue mich auf den Bericht!

Andi

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Montag, 12. Dezember 2011, 22:17

Hey Lars
Ja, bitte, ich ziehe mir zur Zeit Berichte über solche Schiffe rein wie ...naja, dass lass ich mal lieber :D
Ich würde diesen Bericht jedenfalls sehr aufmerksam mit verfolgen, besonders von einem Vollprofi wie Dir ;)

Ich freu mich darauf, kleb wohl
Peter

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5

Montag, 12. Dezember 2011, 23:20

Moin Lars,
na klar besteht Interesse :) - abgesehen davon, dass das zwei besonders formschöne Schlepper der "alten Schule" sind. Hatte mir neulich gerade ein Buch über die (Familien-) Geschichte der Fairplay-Schlepper gekauft (von Hans Jürgen Witthöft), da sind auch ganz tolle Bilder zu finden.

Gruß von der Ostsee
HaJo

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6

Montag, 12. Dezember 2011, 23:37

Hallo Lars,

auch ich möchte einen Bericht sehen.

Hab mir den Bogen auch erst vor kurzem zugelegt.
Und wenn du einen Schlepper davon baust, kann ich nur lernen und versuchen es dir nach zumachen.

Gruß Christian
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Ragnarson

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7

Dienstag, 13. Dezember 2011, 02:44

Guten Morgen Lars,

unbedingt, bitte!

Vielleicht könntest Du auch bei den von Dir wenn ich mich recht entsinne verwendeten Faber Castell Aquarellstiften die jeweiligen Nummern bzw Farbtöne angeben.

Gruß
Werner

8

Dienstag, 13. Dezember 2011, 07:05

Moin Lars,

jeder von uns geht an eine Aufgabe, welche auch immer es sei, anders heran. Insofern gibt es gar keinen Baubericht zu viel, es sei denn es sei der elfundneunzigste gleichzeitige Baubericht über sagen wir mal die BALASKA ;)

Also, frisch ans Werk. Gutes Gelingen dabei wünscht

Fiete

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9

Dienstag, 13. Dezember 2011, 09:04

Moinsen Lars,

gehe mal davon aus, daß das eine rhetorische Frage war, um die naßkalte Vor-Weihnachtsstimmung etwas aufzumuntern?!?

natürlich wollen wir einen Baubericht!!

also leg los und laß uns teilhaben...

Grüße, Torsten

Joachim Frerichs

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10

Dienstag, 13. Dezember 2011, 09:25

Ahoi Lars,



schreib uns den Bericht :D :D



Gruß

Jo
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Lars W.

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11

Dienstag, 13. Dezember 2011, 19:02

Hui, na da scheint ja wirklich Interesse zu bestehen. Danke euch fürs Feedback!
Überredet :)

@Werner: Ich will versuchen, an die Dürer-Stifte-Nr. zu denken.

Überhaupt habe ich überlegt, mit dem Bericht zu diesem überschaubaren Modell auch mal wieder ein paar "Basics" vorzustellen, die vielleicht für den geübten Modellbauer völlig selbstverständlich, aber für Neueinsteiger evtl. hilfreich sind. Ich hoffe also, dass ihr nicht beim Lesen einschlaft, wenn ich ab und an "Althergebrachtes" aufwärme :D
Diese Abschnitte im Bericht werde ich als "Exkurs" markieren und als "Zitat" eingerückt darstellen.
Und bitte, wenn ihr meint, "sowas braucht kein Mensch", sagt es bitte, ich will mir die Arbeit nicht umsonst machen :)

Nun denn, frisch ans Werk.
Es geht los mit der Grundplatte 1 und dem Mittelspant 2. Ich fixiere die Grundplatte immer, hier habe ich sie mit Tesa-Krepp auf einem Holzbrett befestigt. Außerdem müssen die Klebelaschen der Grundplatte von der Rückseite her vorgerillt werden. Aufpassen muss man beim Weiterbau auf den schmalen Vordersteven, der gern mal mit einer wüsten Handbewegung umgeknickt wird.



Zitat

EXKURS: Rückseitiges Rillen ("Knick nach vorn")
Bauteile, die mit der bedruckten Seite nach vorn zu knicken sind, muss man von der Rückseite rillen, damit man einen sauberen Knick erhält. Direkt auf der Markierungslinie wird oberhalb und unterhalb des Bauteils mit einer Stecknadel ein Loch gebohrt.



Dann setze ich auf der Rückseite ein Stahllineal an und ritze mit einem Cutter mit leichtem Druck die Strecke zwischen den Löchern entlang.



Voilà, leicht zu knicken und so sollte es aussehen :)


Hier sind die Spanten 3-15 ausgeschnitten.



Sie werden mit der bedruckten Seite zum Heck in den Mittelträger eingeschoben und verklebt. Auf gerade Ausrichtung achten!



Und so schaut's von oben aus :)



Das Hauptdeck 16 besitzt für die Aufbauten 17+31 Einschubschlitze. Da ich persönlich diese Methode nicht so vorteilhaft finde, habe ich es etwas anders gelöst.Ich habe aus verdoppeltem Karton Profile erstellt, die auf das Deck geklebt werden und die dann von den Aufbauwänden (hoffentlich) bündig umschlossen werden. Die Klebelaschen an den Bauteilen müssen dann natürlich abgetrennt werden.

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Pitje

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12

Dienstag, 13. Dezember 2011, 19:34

Hi Lars,

schön, das Du Dich für einen Baubericht hast überreden lassen... gab ja von den lieben Kollegen genug Zuspruch, hätte ich aber eh nicht anders von Dir erwartet.
Gute Idee, das Ganze mit einem Auffrischungskurs über Bautechniken zu kombinieren. :thumbup:

Viel Spaß mit der Vulcan!!

Liebe Grüße

Peter
Parallel im Bau:
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Dienstag, 13. Dezember 2011, 20:19

Hey Lars
Danke, dass Du an uns Anfänger denkst :D :D :D Finde ich eine geniale Idee!!!

Ich werde mir das reinziehen und viel lernen!
WErde mir die erste Lektion später zu Gemüte führen, muss leider noch weg :cursing:

Bis bald
Peter

Lars W.

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14

Dienstag, 13. Dezember 2011, 21:11

@Peter und Peter: Danke, freue mich über euren Zuspruch :)

Bei der nun folgenden Aufbauwand 17 werden zunächst die Schotts aufgedoppelt. Hier kommt auch zum ersten Mal das "Kantenfärben" ins Spiel (Dürer-Stift "Siena gebrannt, 8200-283***).




Zitat

EXKURS: Kanten färben
Das Kanten färben verleiht dem Modell ein deutlich besseres Aussehen, die vielen weißen Blitzer, die von Schnitt- und Knickkanten ausgehen, lassen sich so gut kaschieren.
Ich verwende dafür Dürer-Stifte von Faber Castell. Ich glaube, es gibt mittlerweile 100er Farbkästen, ich habe mir einen Kasten mit 60 Farben zugelegt und das reicht (für mich) vollkommen aus.



Es gilt: je dünner der Pinsel, desto sauberer kann man Kanten färben. Hier verwende ich einen 5/0-Pinsel. Einfach in Wasser tunken und die Farbe vom passenden Dürer-Stift abnehmen.



Wichtig beim Färben: Wann immer möglich, sollte man Kanten vor dem Zusammenbau färben! Außerdem sollte man das Bauteil (wenn möglich) von der Rückseite aus färben. Bei z. B. rechtwinklig zu knickenden Bauteilen ist Vorsicht geboten, wenn man die Knickkante färbt, da ist eine ruhige Hand gefragt. Achja, für das sichere Festhalten des Bauteils verwende ich i. d. R. eine Flachkopf-Pinzette.



Hier sieht man, was das Kanten färben ausmacht: Das Gitter auf dem Deck hat keine weißen Schnittkanten mehr sondern fügt sich nahtlos in passender Farbe aufs Deck.



Hier ist die Aufbauwand 17 an Bord. Leider ist der Deckssprung (=Krümmung des Decks in der Längsachse) etwas zu steil ausgefallen, so dass die Wände nicht überall absolut bündig mit dem Deck abschließen.
Wie ihr seht, habe ich die Bullaugen ausgestanzt... was mit dem 1mm-Einsatz vom Screw Punch gemacht wurde.



Zitat

EXKURS: Ausstanzen von Bullaugen
Das Ausstanzen der Bullaugen funktioniert wunderbar mit einem sog. Screw Punch, einem japanischen Lochbohrer. Dafür gibt es unterschiedliche Einsätze, von 1mm-4mm (immer in 0,5mm Abscnhitten).



Man kann den Locher bequem direkt auf den Karton setzen und braucht nur leicht drauf zu drücken, dann schneidet sich der Bohrer durch Drehung durch das Material.



In Sekundenschnelle sind somit die Bullaugen ausgestanzt.



Für das Hinterkleben von Fenstern und Bullaugen verwende ich normalerweise Antistatikfolie. Da ist leicht dran zu kommen, da sie für die Verpackung von Computer-Hardware verwendet wird.


PS: Warum werden bei den Vorschaubildern manchmal die unbearbeiteten Fassungen gezeigt und erst beim Draufklicken erscheint das zusammengeschnittene Foto?
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Ehemaliges Mitglied P_H

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15

Dienstag, 13. Dezember 2011, 22:26

Hey Lars

Das ist absolut sensationell, was Du uns da zeigst. Für mich kommt das zum perfekten Zeitpunkt und alle Techniken habe ich mir schonmal grob angeschaut und teilweise experimentiert. Nun kann ich das einfacher haben, was nicht heisst, dass ich nichtmehr experimentiere, das macht nämlich auch Spass ;)

Aber Deine Exkurse sind super genial!
Und ich finde es vor allem auch toll, dass Du Dir die Zeit für diese detailierten Bilder und Beschriebe nimmst.

Sag mal, wie viele Hände hast Du? Das Bild nr. 4 ist jedenfalls mit zwie Händen kaum machbar, oder bist Du auch noch ein Schlangenmensch? :D

Deine PS Frage kommt mir auch bekannt vor. Ich habe dasselbe schon bemerkt bei IPhoto.

Ich freue mich auf die nächste Lektion ;)

Gn8
Peter

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16

Dienstag, 13. Dezember 2011, 23:12

Lars,
ich kann mich Peter nur anschließen. Auch ich werde Bau und Exkurse aufmerksam verfolgen!

Beste Grüße
Uwe

Micha59

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17

Dienstag, 13. Dezember 2011, 23:58

Hallo,

ich bin kein Schiffbauer, lese ab und zu mal mit, finde deine Arbeit super.

Ich hatte das gleiche Problem mit den Bildern beim Einstellen. Ich hatte der Einfachheit halber die Fotos mit Paint.net beschnitten und skaliert. Dabei trat der Fehler auch immer auf. Seit ich meine Fotos jetzt mit Gimp, was ich sonst für Bildbearbeitung nutze, skaliere und beschneide, tritt der Fehler nicht mehr auf. Eine Erklärung habe ich aber nicht dafür. Im Bild dürfte ja keine alte Informatiom mehr drin sein.

Gruß Micha

18

Mittwoch, 14. Dezember 2011, 07:23

Moin Lars,

tolle Idee, hier sozusagen einen "Anfängerkurs" aufzuziehen. Kleiner Tipp: Nicht jeder hat so einen japanischen Lochschneider. Vielleicht zeigst Du mal an einem Bulleye, wie man sowas - klar, nicht ganz so exakt, geht aber auch sehr gut - mit einem Cutter hinbekommt. Übrigens, das "Gitter auf dem Deck" is ne Gräting ;)

Viel Spaß weiterhin mit dem Schlepper, beste Grüße von der Elbe

Fiete

Joachim Frerichs

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19

Mittwoch, 14. Dezember 2011, 09:45

Ahoi Lars,

tolle Idee mit den Exkursen. Da kann selbst ein alter Hase (53) ;) noch etwas lernen bzw. das auf der persönlichen körpereigenen Festplatte Verborgene wieder in den Vordergrund rücken.

Gruß

Jo
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20

Mittwoch, 14. Dezember 2011, 10:13

Moin Lars,

kann mIch Fiete nur anschließen. Super Idee mit dem Anfängerkurs, aber gerade für den Anfänger, der sich nicht gleich das Japanset kaufen möchte (oder alternativ z.B. das Punch&Die) gibt es ja zu Fietes Vorschlage auch noch die "Stecknadel mit Rasierklingen-Lösung", mit der auch mit etwas Übung sehr gute Ergebnisse erzielt werden können. Möchte jetzt aber auch nicht Deinen Baubericht sprengen, indem Du alle Alternativen vorstellst, aber die einfachen und ggf. kostengünstigeren Alternativen gerade für den Anfänger sollten zumindest genannt werden :D

Ansonsten bitte weiter so!!

Grüße, Torsten

Jochen Haut

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Mittwoch, 14. Dezember 2011, 14:15

Moin Lars,
welch überflüssige Frage von Dir! Ein Modell von Dir ohne Baubericht??? Wie sagt man so schön auf Neudeutsch: ABSOLUTES nogo!!!

Übrigens ist die erweiterte Form klasse!
Jochen

Gustav

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Mittwoch, 14. Dezember 2011, 15:18

Moin Lars,

vielen Dank für deine Mühe!

Die Beschreibung und Darstellung des Handwerklichen finde ich genauso interessant wie das Wachsen des Schiffes. Für mich wird sicherlich einiges Neues und Anregendes dabei sein.

Gruß Gustav
Auch kleine Dinge können Freude bereiten.

Lars W.

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Mittwoch, 14. Dezember 2011, 16:26

@Peter: Danke fürs Feedback! Manche Fotos mache ich mit einer dritten Hand (keine Sorge, die ist mir nicht gewachsen :D ). Auch dieses Werkzeug ist manchmal sehr praktisch, z. B. beim Bestücken von Masten (einfach einklemmen und man hat beide Hände frei)



@Uwe: Vielen Dank, schön, dass Du dabei bist.

@Micha: Willkommen an Bord :)

@Fiete: Danke! Deinen Hinweis möchte ich einerseits gern aufgreifen, allerdings fürchte ich andererseits, dass dann der Baubericht zu ausufernd wird. Ich möchte "meine" derzeitigen Methoden vorstellen, es wird je nach Thema zig andere Möglichkeiten geben, auf die ich nicht alle eingehen KANN. Aber wenn euch eine andere, evtl. auch sinnvollere (oder einfachere) Variante einfällt, schreibt es einfach hinzu, das ist ja nicht verboten :)

@Jo: Mal schauen, was ich für die "körpereigenen Festplatten" so tun kann :D

@Torsten: Danke. Ok, ich werde mich bemühen, etwaige "einfache/kostengünstige" Alternativen zu nennen, aber eine Beschreibung würde wohl wirklich ausufern. Wer dann aber Fragen dazu hat, kann mir auch jederzeit eine PN schicken!

@Jochen: Gut, also dann ABSOLUTES Go :)

@Gustav: Danke Dir für das Interesse ;)

Ich bin wirklich positiv überrascht über das Feedback und Interesse, in diesem Sinne nochmal Danke und ich werde mich bemühen, den Bericht auch trotz (oder wegen?) der Exkurse interessant zu halten.
Eure Kommentare sind dabei jederzeit willkommen :)
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Mittwoch, 14. Dezember 2011, 16:31

Hallo alle zusammen.

JA, genau die alternativen Methoden wie man Bullaugen ausstanzt oder -schneidet würden mich sehr interessieren, ich finde es macht ein Modell viel lebendiger, wenn die nicht aufgedruckt, sondern gestanzt und hinterklebt mit Folie oder so sind.
Danke für Eure Hilfe!

Klebt wohl
Peter

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Mittwoch, 14. Dezember 2011, 16:41

Hallo Lars,

vielen Dank für Deinen Bericht und vor allem Deine Exkurse.

Da kann ich gleich mal überprüfen, ob ich das auch so mache oder wo es zwischen unseren Baustilen Abweichungen gibt.

Viele Grüße

Hans-Jürgen
Viele Grüße
Hans-Jürgen

Lars W.

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26

Mittwoch, 14. Dezember 2011, 17:59

@Peter: Habe Dir ne PN geschickt.

@Hans-Jürgen: Freue mich, dass Du dabei bist :)

Es geht weiter mit der "Vulcan".
An der Steuerbordseite des Aufbaus ist eine Trommel 17b-f zu befestigen (weiß jemand, was genau das ist? Ist das eine Art Winsch?), sie kann in einer einfachen und einer komplexen Version gebaut werden. Für beide Varianten wird der Rundzylinder 17c benötigt...



Zitat

EXKURS: Runden von Bauteilen (A)
Für das Runden von Bauteilen legt man sich am besten ein Arsenal an Federstahldraht zu. Bestellen kann man diverse Durchmesser z. B. bei einem gewissen Elektronik-Versand, der auch für Modellbauzubehör bekannt ist :)
Diese Drähte schneidet man dann mit einem Bolzenschneider oder Ähnlichem in handliche Teile von 10-20cm.
Meine regelmäßig benötigten Drähte seht ihr hier:



Ein schmales Bauteil mit relativ großem Radius ist am einfachsten zu formen. Hier geht es um einen Zylinder mit 5mm Durchmesser. Man nehme etwas, das man wohl immer dabei hat :D : Den Zeigefinger. Das Bauteil wird mit der bedruckten Seite nach unten drauf gelegt und man fährt mit einem Draht (hier 2mm Durchmesser) über das Bauteil. Etwas Druck ausüben und das Teil rundet sich fast von allein.



Wie man sieht, ergibt sich schon eine fast runde Form.



Um aber das Teil wirklich rund zu bekommen, muss man mit einem Draht mit kleinerem Durchmesser oft nochmal nacharbeiten (hier 1,5mm). Besonders wichtig sind die Endpunkte (grüne Markierung). Dort sollte beim strumpfen Zusammenkleben nur wenig Spannung liegen. Daher sollten diese Stellen etwas "über Gebühr" gerundet werden; man kann sie fürs endgültige Zusammenkleben wieder so zurück biegen, dass sie ziemlich genau aneinander passen.



Und siehe da: Der Zylinder ist kreisrund geworden und bündig verklebt.




Das einzusetzende Plättchen im Innern der Trommel wurde noch etwas verfeinert, indem ich die aufgedruckten Löcher mit dem Lochbohrer ausgestanzt habe. Die Grundplatte 17b muss dann aber geschwärzt werden.



So sieht das Teil fertig aus...



... und hier gehört es hin :)

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HolSchu

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Mittwoch, 14. Dezember 2011, 18:25

Moin Lars,

auch ich werde Deinen Baubericht mit Interesse verfolgen, weil ich die Bögen noch in der Schublade habe.
Was die Trommel angeht: könnte es sich vielleicht um eine Schlauchtrommel (Lösch-Schlauch) handeln?

Gruß
Holger
Holger
Ich schneide, ich falte, ich klebe,
werd's tun, so lange ich lebe!!!
Holger Schulz (1946 - ???)

Lars W.

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Mittwoch, 14. Dezember 2011, 20:11

@Holger: Danke :)
Schlauchtrommel könnte sein... wer weiß.

Zur Baugruppe 17 gehört auch noch das Oberlicht 17a. Die Bulleyes werden wie dargestellt ausgeschnitten und mit Antistatik-Folie hinterklebt.



Als nächstes gilt es, die Baugruppen 18/19 zu bauen. Dies sind kleinere Aufbauten back- und steuerbords, die mit einer Zwischenwand inklusive Durchgangsschott mit dem Hauptaufbau 17 verbunden werden und die dahinter liegenden Stützen für das Brückendeck.
Die Stützen sind mit "F" im Bogen gekennzeichnet, also finden sich diese Teile alternativ in der "Foto-Ätzteilplatine".



Zitat

EXKURS: Lackieren von Ätzplatinen
Ätzteile sind eine "Superungsmöglichkeit" für Modelle. Insbesondere filigrane Bauteile, die aus Karton nicht oder nur schwer machbar sind, können so angeboten werden (Relinge, Wanten, Stützen, Grätings etc.). Meist bestehen die Ätzteile aus feinstem Neusilberblech.
Eigentlich ist das Lackieren von Ätzplatinen recht einfach. Früher hatte ich "Bammel" davor und dachte, man kann so vieles dabei verhunzen. Ich hoffe, dass die dargestellte Technik dem ein oder anderen auch Mut macht, mit Ätzteilen zu experimentieren.



Zunächst sollte die Platine entfettet werden. Das geht ganz einfach mit herkömmlichem Glasreiniger und einem fusselfreien Tuch. Man legt die Platine auf das Tuch und sprüht sie ein. 2 Minuten einwirken lassen und vorsichtig mit dem Tuch abtupfen. Ebenso verfährt man mit der anderen Platinenseite.



Wenn alles getrocknet ist, kommt die Grundierung an die Reihe. Ich persönlich bin mit dem Revell Color Spray SEHR zufrieden. Es ist weiß und erspart einem somit vielfach das anschließende Lackieren insbesondere von Relingteilen. Grundierungsspray gibt es allerdings auch in anderen Farben, so würde sich bei einem Kriegsschiff eher graue Grundierung anbieten.



Die Ätzplatine hänge ich "frei schwebend" an der Fensterbank auf, natürlich von genügend Zeitungspapier hinterlegt. Wichtig ist nur, dass sie wirklich frei hängt, damit die Grundierung/Farbe keine Bauteile zusetzt!



Beim "Sprayen" unbedingt darauf achten, nicht zu nah an der Platine zu sprühen! 30-40cm Abstand sollten es immer sein, je nach Spray vielleicht auch mehr. Danach gut trocknen lassen!

Wenn dann noch mehrere Bauteile andersfarbig gepönt werden wollen (hier schwarz und grau), klebt man die weiß grundierten Teile beidseitig mit normalem Papier ab und schneidet die Stellen frei, wo die zu färbenden Teile liegen.
Nun kann man wieder "Sprayen".



Am Ende schaut das doch ganz gut aus, selbst feine Grätings setzen sich nicht zu, wenn man an den Abstand beim "Sprayen" gedacht hat.



An dieser Stelle noch ein Hinweis: Viele schwören auf Airbrush. Ich kann zu dem Thema leider nicht viel sagen, außer das mein erster (und einziger) Versuch mit einem "Starter-Angebot" ziemlich besch... ausfiel. Wer hier investieren möchte, kommt vermutlich nicht um einen ordentlichen Kompressor herum. Aber wie gesagt, ansonsten kann ich dazu nichts weiter sagen...

Die Streben 18b/19b sind also im Ätzsatz enthalten. Aber Moment, die kommen recht "dünn" daher, wenn man bedenkt, dass die Bauteile eigentlich aus verdoppeltem Karton bestehen und das Brückendeck abtützen sollen.

Zitat

EXKURS: Ätzteil-"Sandwich"
Um einigen Ätzteilen mehr Profil zu verleihen, kann man einen Trick anwenden, den ich von jemand anderem abgekupfert habe :)
Insbesondere Stützen und Bootsdavits erscheinen als Ätzteile sehr dünn.



Man kann einfach das Teil aus dem Bogen ausschneiden
(in einfacher Kartonstärke!) und auf das Ätzteil kleben. Damit hat man "mehr Volumen" und obendrein noch die Stabilität des Ätzteils. (Hmpf, das Vorschaubild hier zeigt wieder nicht das bearbeitete Bild... also bitte anklicken für das richtige Foto).
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Lars W.

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29

Mittwoch, 14. Dezember 2011, 20:14

Zum Abschluss für heute noch 2 Fotos der Baugruppen 18/19 an Bord ;)

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30

Mittwoch, 14. Dezember 2011, 22:13

...


Schlauchtrommel könnte sein... wer weiß.

...


Ich glaube, dass ich es weiss... :D

Es handelt sich um ein Spill, mit dem zum Beispiel Trossen eingeholt wurden. Viele Schlepper haben so ein Bauteil an Bord. So auch die gute alte OCEANIC (danke, Jo, für die Anleihe :) ):

Fiete weiss dazu sicher wesentlich mehr.



Klasse Baubericht, Lars!
Bis die Tage...

Helmut


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31

Donnerstag, 15. Dezember 2011, 00:00

Schönen Abend Lars,

ganz feine Sache!

Vielen Dank für die Angabe der Farbnummern bzw -bezeichnungen. Ich hab' ein bisserl gestöbert nach solchen Farbkästen. Wieviele von den zB 60 Farben verwendest Du wirklich für den Kartonmodellbau? Andreas hat sogar einen 120er-Kasten, hat er einmal berichtet, wenn ich nicht irre. Ich denke fast, die ganzen Gelb-, Rot-, Blau- oder Grünschattierung werden doch nie bis gar nie benötigt, dafür sind dann nur 2 Braun- oder Grautöne enthalten. Wäre es da nicht sinnvoller, vielleicht nur Einzelstifte zu besorgen? Oder zur Grundausstattung doch die ganze Palette?

Besonderen Dank für Deine Exkurse!!!

Gruß
Werner

32

Donnerstag, 15. Dezember 2011, 07:35

...Fiete weiss dazu sicher wesentlich mehr...

Nö, eigentlich nicht, ich hätte genau das Gleiche gesagt... ;)

Auch hinsichtlich der Beurteilung des Bauberichtes, da bin ich ganz Deiner Meinung, Helmut.

Beste Grüße

Fiete

Lars W.

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33

Donnerstag, 15. Dezember 2011, 17:47

@Helmut: Vielen Dank ;)

@Werner: Du glaubst gar nicht, wie viele der Farben man braucht :)
Rot - Wasserpass bei den meisten Schiffen
Blau - Namensschilder bei vielen Kriegsschiffen, Wasserpass (z. B. bei der "Planet"), Zierstreifen
Grün - z. B. Bauteile in Decksfarbe bei Arbeitsschiffen
Gelb - Masten und Kräne
Ich gebe zu, meist wird grau/schwarz/braun benötigt, aber wie Du siehts, sind die anderen Farben nicht so unüblich. Auch Dioramenzubehör wie PKWs, Gebäude etc. profitieren von der Farbenvielfalt.

@Fiete: Danke, ich wundere mich allerdings, warum nur Steuerbords eine Winsch angebracht ist. Naja, war wohl so :)
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34

Donnerstag, 15. Dezember 2011, 18:43

Moin Lars,

mal wieder genial Dein Baubericht. Und absolut super, Deine Exkurse. Bitte weiter machen und zwar genau in dieser Art - danke!

Gruß

Kurt

Jochen Halbey

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35

Donnerstag, 15. Dezember 2011, 21:18

Moin Lars,

die Sache mit dem einseitigen Spillkopf ist bei Schleppern sehr weit verbreitet gewesen. Es brauchte eigentlich nur eine Seite, um von achtern nach vorne Trossen durchzuziehen. Die DANZIG z.B. besaß sowohl vorne wie achtern eine Winde, die beide auf der linken Seite einen sehr breiten Spillkopf besaßen, mit dem sie sowohl nach vorne wie nach achtern Trossen durchziehen konnten. Dem entsprechend war vorne wie achtern eine Klüse ins Schanzkleid eingesetzt, die in der Regel dichtgesetzt waren. Auch bei den Bugsier-Hafenschleppern war meistens bei der achteren Winde der linke Spillkopf breiter und konte nach vorne durchziehen. Auch hier hatte das Schanzkleid vorn und achtern Klüsen. Und selbst bei der ATLANTIC von 1962, einem Vorläufer der OCEANIC, waren die Spillköpfe und Klüsen wie bei der DANZIG vorn und hinten.

Schöne Grüße

Jochen
»Jochen Halbey« hat folgende Bilder angehängt:
  • Danzig 50.JPG
  • Danzig 55.JPG
  • Bugsier 48.jpg

Lars W.

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36

Donnerstag, 15. Dezember 2011, 22:02

@Kurt: Danke Dir!
Wenn ich mit meinen "Exkursen" weiter helfen kann, freut es mich :)

@Jochen: Vielen Dank für Deine Erläuterungen und die tollen Fotos! Bei Deiner "Danzig" fallen mir ja die Augen aus dem Kopf...Genial gebaut und "gesupert"!
Mir als "Landratte" helfen Deine Hinweise immer weiter, man lernt ja nie aus.

Jetzt kommt ein Abschnitt, vor dem wohl (fast) jeder beim Bau eines Schiffsmodells gehörigen Respekt hat: Die Ausformung und Anbringung der Bordwand.
Sonderlich spektakulär anzusehen sind die Bauteile dazu nicht (hier eingepflegt die Farbcodes der von mir verwendeten Dürer-Stifte für das Kanten färben), aaaaaaber....



...JEDE Bordwand muss im Vorfeld sorgfältig vorgeformt werden! Egal ob es ein kleiner Schlepper oder ein Ozeanriese ist. Auch hier verwende ich die weiter oben gezeigten Federstahl-Drähte, um die Wölbung des Rumpfs nachzuempfinden. Man kann hier ruhig einen dicken Draht verwenden und in mehreren Gängen das Bauteil immer wieder vorsichtig über den Zeigefinger rollen (wenig Druck ausüben!), bis es die gewünschte Form, passend zum Spantengerüst, hat. Man kann (und sollte!) zwischendurch immer mal eine "Trockenprobe" am Modell machen.
Wenn die Bordwand ziemlich passend vorgeformt ist, kann man die Innenschanz 20/21a-b aufkleben. Im Bugbereich hatte ich kleinere Pass-Probleme; überstehende Stellen habe ich im Bereich der Königsroller vorsichtig zugeschnitten.

Bei dieser Bordwand ist markiert, wo sie mit Spant 10 überein stimmen soll. Also habe ich auch an diesem Punkt angesetzt und habe erstmal bis zum Bug hin montiert. Zunächst wurde auch nur der untere Bordwandstreifen befestigt, der obere Teil mit der Innenschanz wurde erst nachträglich fest geklebt.



Am Heck bin ich dann ähnlich verfahren... Hier kam allerdings noch der Streifen 22 hinzu, der die Außenhaut komplettiert. Keine Sorge, die kleine Lücke, die man am Heck sieht, wird durch die Scheuerleiste später verdeckt :)



So schaut es "von unten" aus. Das angedeutete Ruder musste ich etwas kürzen, damit es plan aufliegt.



Hier die Bugansicht.



Sorry, heute kein Exkurs, aber es folgen weitere :D
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Freitag, 16. Dezember 2011, 15:49

Eine Kleinigkeit habe ich vergessen, die möchte ich euch noch zeigen (habe leider während des Baus keine Fotos von der Technik gemacht, daher zeige ich hier nur etwas Ähnliches). Die Technik kam bei den abgerundeten Stellen des "Laubengangs" zur Anwendung.


Zitat

EXKURS: Runden von Bauteilen (B)
Es geht nun um längere Bauteile, die eng gerundet werden sollen.



Der Einfachheit halber übertrage ich zunächst die Rundungsmarkierungen auf die Rückseite des Bauteils.



Mit einem leicht feuchten Pinsel fahre ich dann genau zwischen den rückseitig eingezeichneten Linien entlang.



Sofort danach nehme ich einen Draht, der ziemlich genau zur Runding passen sollte lege ihn zwischen die Linien und biege das Bauteil vorsichtig um den Draht herum. Damit entsteht eine saubere Rundung. Bevor man diese Technik an einem Bauteil anwendet, sollte man es aber vorher mal üben (habe ich auch gemacht).


Jetzt habe ich noch das Deck 23 aufgeklebt. Im Deck ist noch ein Loch für den Mast auszuschneiden.
Ich habe das Deck ganz leicht zuschneiden müssen, damit es genau zwischen die hochgezogenen Bordwände passt.



Und so schaut es von der Seite aus :)

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38

Freitag, 16. Dezember 2011, 22:55

Nun war die Ruderanlage 22a-d an der Reihe.
Das Hauptteil 22b ist auch im Ätzsatz enthalten. Aber da dem Ätzteil die Konturen fehlen, habe ich das verdoppelte Kartonteil verwendet (ich muss aber zugeben, dass es völlig egal ist, was man hier verbaut, denn man sieht davon nix mehr, sobald die Gräting darüber montiert ist).



Apropos Gräting...

Zitat

EXKURS: Ätzteile biegen
Ätzteile sind schön und gut, aber wie biegt/knickt man sie so, dass gerade Kanten entstehen und keine Rundung?
Die einfachste (aber leider nicht immer ausreichende) Methode ist das Knicken mit einer Flachkopf-Pinzette. Schon auf dem Foto sieht man, dass es arg knapp ist, eine Reling damit zu knicken.



Größeres Kaliber gefällig? :D Man nehme eine "Flachkopf-Zange"; die reicht für Relinge meist aus,



Egal, welche Methode man probiert, man muss genau dort, wo die Pinzette/Zange auf dem Bauteil liegt, das Teil biegen/knicken. Mit etwas Übung klappt das auch ganz gut.

Hier mein persönlicher Favorit: Eine kleine "Knickhilfe", die als eine Art Schraubstock, in dem man die Ätzteile einspannt, dient. Ich habe sie vor Jahren von rai-ro, einem Handel für Modellbau-Zubehör, erworben. Bei Interesse, einfach mal "googeln" :)



Hinzu kommt eine ausgediente Rasierklinge :)



So die Theorie...



...und so die Praxis. Die Rasierklinge wird vorsichtig unter das Ätzteil geschoben und dann wird sie nach oben gebogen.


So schaut die Gräting 22e jetzt aus. Im Bogen ist die Gräting holzfarben dargestellt, ich habe sie grau gepönt. Ich habe keine holzfarbene Spray-Farbe da und ein Bepinseln mit Aqua-Color hätte die feine Gräting mit Farbe zugesetzt. Außerdem könnte ich mir gut vorstellen, dass die Gräting beim Original auch eher grau war (immerhin ist es ein Stahlkonstrukt).



Hier seht ihr die Gräting an Bord. Die Markierung für den Poller davor sitzt extrem dicht an der Gräting, aber es sollte gerade so passen.



Ein kleiner Nachschlag kommt noch... :)
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Freitag, 16. Dezember 2011, 23:14

Ansonsten habe ich mich heute den Schanzstützen gewidmet.
Diese Teile werten ein Modell ungemein auf und man muss gar nicht mal viel dafür tun (ok, bis auf die "Fleißarbeit" des Ausschneidens :D ).



Ich habe überlegt, ob ich die Stützen aus gedoppeltem Karton schneide (bei größeren Modellen ist das "gang und gebe"), aber nach einem Blick in die Anleitung, wo die Streben auch sehr dünn gezeigt werden, habe ich die Teile nicht verdopppelt.
Impressionen...



Zu guter letzt habe ich noch die Scheuerleisten 58 montiert. Ich hatte mit dem Gedanken gespielt, die Leiste mit einer 1,2mm breiten Klingeldraht-Litze zu gestalten, aber die Kartonvariante erschien mir stimmiger, zumal noch ein brauner "Zierstreifen" auf der Kartonleiste zu sehen ist, den ich bei der Litze bestimmt nicht mehr hätte darstellen können.

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Samstag, 17. Dezember 2011, 06:06

Moin Lars,

'Klugscheißmodus ein': Das Hauptteil 22 b ist der "Ruderquadrant". 'Klugscheißmodus aus'

Gute Arbeit, guter Berich

Beste Grüße von der Elbe

Fiete

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