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Sonntag, 22. Januar 2006, 03:26

[Fertig] Nord 1500 Griffon, MM 1960/05, auf 1:33 skaliert

Ich habe mich mal wieder an ein älteres Modell von Maly Modelarz gewagt, es handelt sich um den französischen Prototypen Nord 1500 Griffon, das schlußendlich der Mirage III unterlag. Trotzdem ist es eine sehr interessante Konstruktion mit Staustrahltriebwerk, ich zitiere hier einen kurzen Abschnitt aus Aeroplane 71:

Zitat

Nord stellte die N.1500 Guépard vor. Diese etwas eckige Schönheit (F-ZWTX) hatte ihren ersten Auftritt am 2. September 1955, angetrieben von einem einzelnen Atar für die Ersterprobung. Anschließend erfolgte der Einbau des Nord-Staustrahltriebwerks. Als N.1500-02 Griffon (F-ZWUI) absolvierte sie am 23. Januar 1957 ihren Jungfernflug. Bereits am 17. Mai wurde die Griffon das erste Flugzeug der Welt, das Mach 1 ausschließlich mit Hilfe eines Staustrahltriebwerks überschritt. Dann ging es zügig vorwärts: Mach 2 am 27. Oktober 1958, 1643 km/h über einen 100km Rundkurs am 25. Februar 1959, neuer absoluter Geschwindigkeitsrekord in Europa mit Mach 2.18 am 5. Oktober 1959.
Zum Verhängnis wurde der Griffon, daß die Mirage III von Dassault am 24. Oktober 1958 als erstes europäisches Flugzeug mit reinem Strahltriebwerk Mach 2 flog - 3 Tage vor der Griffon bzw. einen Monat vor der English Electric Lightning. Wäre Geschwindigkeit das einzige Kriterium gewesen, hätte man die Griffon und Mirage zum gemeinsamen Sieger küren müssen. Im Gegensatz zur Griffon besaß die Mirage jedoch noch das Potential, zum Mehrzweck-Jagdflugzeug mit der erforderlichen Avionik- und Waffenausrüstung ausgebaut werden zu können.

(...)

Triebwerk: Die Griffon besaß einen recht unorthodoxen Mischantrieb in Form einer Turbojet-Staustrahl-Triebwerkkombination: Ein Turbojet-Triebwerk vom Typ SNECMA Atar war in ein Nord-Staustrahltriebwerk mit einem Durchmesser von 137cm integriert.

starre Canard-Vorflügel: Die starr montierten Entenflügel gewährleisteten eine stabile Längstrimmung der Maschine bei allen Geschwindigkeiten, selbst im schallnahen Grenzbereich.

Tragflächen: Die Griffon wies ein 60°-Deltatragwerk mit einem Dickenverhältnis von 4,5% auf, ähnlich dem der Nord Gerfault. Kombinierte Höhen- und Querruder sowie Landeklappen nahmen die Hinterkante ein.

Das Flugzeug steht heute im Musée de l'Air in Le Bourget
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Sonntag, 22. Januar 2006, 03:41

Ein letztes Bild für heute: Das Cover.

Zum Modell sei noch angemerkt, daß es in 1:50 konstruiert ist und somit nicht in meine Sammlung paßt. Ich habe es auf 1:33 vergrößert, was einige Probleme mit sich brachte:

x) Die Farben weisen gewisse Unterschiede auf. Es sind zwar meistens nur Nuancen, aber wegen dieses Modells habe ich damals nachgefragt, wie man umkoloriert.

x) Entsprechend der Vergrößerung wurden natürlich auch die Begrenzungslinien breiter, was der Paßgenauigkeit abträglich war und z.T. zu sichtbaren Begrenzungslinien führte.

x) Die Paßgenauigkeit war, im Vergleich zur XFV-1 (die einen Monat später erschien!), alles Andere als berauschend - selbst wenn man die Fehler durch die Vergrößerung rausrechnet.

x) Die Konstruktion war auf eine ausreichende Stabilität in 1:50 ausgelegt, bei 1:33 ist sie ebenfalls armseelig.

x) Die Detaillierung ist selbst für 1:50 schütter.

x) Die Teileanzahl ist im höheren zweistelligen Bereich, dadurch waren einige Teile unangenehm zu bearbeiten.


Die zitierten Probleme waren für mich auch der Grund, mit dem Beginn des Bauberichts bis zur Fertigstellung des Modells zu warten. Das Modell ist jetzt (eher schlecht als recht) fertig, aber ich hätte den Bericht auch reingestellt, wenn ich das Wrack in den Müll getreten hätte.

Unabhängig von diesen Problemen und Einschränkungen ist es ein nettes Modell, das es selbst als Plastikbausatz äußerst selten gibt! Eben diese Seltenheit war für mich der Grund, mich an Vergrößerung und Zusammenbau zu wagen.
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Jan Hascher

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3

Sonntag, 22. Januar 2006, 04:37

Hi rutzes,
schon wieder ein Flugzeug, daß ich noch nie gesehen habe. Schönes Projekt das. Sieht ein bisschen aus wie eine Düse mit Sitz oben drauf, oder?
Gruß
Jan
Jeder, der einen Post mit "Ich habe zwar keine Ahnung, aber..." beginnt, möge bitte den Absenden-Button ignorieren.

Robson

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4

Sonntag, 22. Januar 2006, 10:40

Morgen rutzes,

Bin auch schon gespannt auf dieses Modell, kenne es schon aus den Aeroplane-Heften. Da sieht man einige solcher Raritäten.
Wo hast du den Bausatz her, ich tipp auf diese Internet-Auktionsplattform.... :D

Ich freu mich jedesmal, wenn so ein Exot vorgestellt wird, denn Me´s un d Spitfires und Bismarck´s gibts eh wie Sand am Meer.
Ich überleg mir schon ernsthaft, mit Rhino anzufangen, solche Modelle gäbe es einige zum Konstruieren.

Herzliche Grüße aus Pachern
Robert
in Arbeit:Stallion - GPM

5

Sonntag, 22. Januar 2006, 14:51

Servus, Robert,

na, es gibt ja nicht nur Auktionsplattformen - wenn ich es richtig verstanden habe, bietet Maly seine alten Modelle auf CD an, z.B. gefunden auf http://modelscentrum.free.fr/p244.html (war nur ein erster Eintrag aus Google, wenn man "maly modelarz 1960" sucht ;-)

Ich find die Idee mit den CDs ausgezeichnet, v.A. sollte das dem Preiswucher bei alten Modellen etwas Einhalt gebieten. Auf Paper Model Store hab ich z.B. gefunden:

MM 1960/4 Kreuzer de Grasse $249,99 (!!!)
MM 1960/2 MiG-19 $99,99

--> Da sind die €18 für die CD eine Okkassion!

MM 1958/5 Su-2 $399,99 (!!!)
MM 1959/10 Tre Kronor $349,99 (!!!)

Ich würd mir wünschen, daß auch GPM oder Hobby Model so was anbieten würe, da würde man auch die ganzen Auktionen unter Druck setzen: Originale für die Sammler, CDs für die Bauer! Und das Ganze noch dazu legal, Kartonbauer dieser Welt, was wollt Ihr mehr?!? Muß mal mit Slawomir reden, ob man da nicht irgendwie auf die Verlage einwirken kann (CD oder weitere Auflagen, es muß ja nicht überarbeitet werden!)

Muß aber auch anmerken, daß ich mit den CDs noch keine Erfahrung habe - kann da vielleicht wer Anders weiterhelfen? Gerne auch in diesem Thread!

Mir geht's auch so (ist jetzt bitte eine ganz persönliche Meinung, gell!) - ich kann auch nicht so viel damit anfangen, wenn jetzt 5 Leute ein eBismarck bauen oder andere Klassiker, wie z.B. die angesprochenen Spitfires oder Me 109. Nichts desto trotz Respekt vor den Fans jener Modelle, die es durchziehen, 3 Spitfires oder 5 109er zu bauen, mir wär das einfach zu fad.

Aber Du hast recht, Rhino wär eine Idee, ich hätte schon ein paar nette Pläne gefunden! V.a. geht es mir im Moment gewaltig auf den Ar***, daß alle Verlage nur Modelle aus dem 2. WK oder früher konstruieren - es wäre noch so viel an Jets offen!

Das Ganze nur mal so nebenbei, da ich gerade erst gestern im WWW eine Tu-16 von Hobby Model gesehen habe - ist doch schade, daß es so was Außergewöhnliches nicht mehr gibt!
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Martin Sänger

Konstrukteur - Amateur

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Beiträge: 981

Registrierungsdatum: 5. Mai 2004

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6

Sonntag, 22. Januar 2006, 15:20

Hi rutzes,

tolle Auswahl. Ich selbst stehe auch auf Flugzeuge, die nicht in der ersten Reihe stehen. Maschinen die ihren Beitrag für die Geschichte geleistet haben, aber dann einfach vergessen wurden. Alles was ungewöhnlich ist, ist bei mir richtig. :D
Und wie Robert schon sagte, es gibt massig Vorbilder die noch nach ihrem Kartonmodell schreien. Ein paar von ihnen werde ich mir annehmen.

Gruß
Martin

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Sonntag, 22. Januar 2006, 15:22

Zitat

Original von Jan Müller
Hi rutzes,
schon wieder ein Flugzeug, daß ich noch nie gesehen habe. Schönes Projekt das. Sieht ein bisschen aus wie eine Düse mit Sitz oben drauf, oder?
Gruß
Jan


Servus, Jan,

ja, es war mal wieder Zeit für etwas Kleinvieh zwischendurch. Jetzt sollten allerdings die Gelenke so weit aufgelockert sein, um wieder was Größeres anzureißen.

Sarkastisch betrachtet ist der Entwurf der IAI Lavi (Siehe unten) ja nicht viel mehr als eine Verfeinerung der Griffon. Na, Scherzerl, sie ist natürlich von der F-16 "abgekupfert", ging dann aber eh nicht in Serie. Die Ähnlichkeit ist ja nur durch den unten liegenden Lufteinlauf und die Canards...

Mich hat die Griffon ob des Staustrahltriebwerks schon immer fasziniert, wenn ich es richtig verstanden habe, ist das Atar im Staustrahltriebwerk eingebaut, und ich hab keine Ahnung, wie das funktioniert. Jedenfalls gibt es auf Wikipedia dazu was und auch weiterführende Links.

Ein Staustrahltriebwerk wirkt durch die Kompression der Luft ohne bewegliche Teile. Was ich nicht versteh, sind 2 Sachen:

x) Wieso stört das Atar da nicht?

x) Wenn es um Verdichtung geht, warum ider der Lufteinlauf so klein und am Heck ist dieser Riesendurchmesser - wie wird da was komprimiert?


No, egal, ich werde mich bilden und mal schaun, was rauskommt. Das Prinzip der stehenden Wellen in der Lithographie (mit und ohne Anti-Reflexionsschichten) hab ich auch erst nach intensivem Studium kapiert...
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Sonntag, 22. Januar 2006, 15:43

Zitat

Original von Kohlen Sänger
Hi rutzes,

tolle Auswahl. Ich selbst stehe auch auf Flugzeuge, die nicht in der ersten Reihe stehen. Maschinen die ihren Beitrag für die Geschichte geleistet haben, aber dann einfach vergessen wurden. Alles was ungewöhnlich ist, ist bei mir richtig. :D
Und wie Robert schon sagte, es gibt massig Vorbilder die noch nach ihrem Kartonmodell schreien. Ein paar von ihnen werde ich mir annehmen.

Gruß
Martin


Jou, Man,

mal schaun, was die Zukunft so bringt! Ich werd mir vielleicht ja auch mal Rhino geben, mal schaun. Kann das aber nicht bei mir daheim machen, da ist der Computer schon etwas altersschwach... Vielleicht schick ich Dir ja mal ein paar Bilder, anhand derer man was machen könnte? ;-)

Es hat ja auch WHV einige interessante Modelle (egal ob Schiff oder Flieger), aber leider aus meiner Sicht jeweils im falschen Maßstab! Deren Long Beach ist ja ein wahrer Hammer, aber eben leider in 1:250...
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Sonntag, 22. Januar 2006, 16:15

RE: MM 1960/05; Nord 1500 Griffon

Als Beginn mal eine Übersicht über die größeren Teile:

links oben: die komische Rumpfkonstruktion
Mitte oben: Rumpfspanten, ebenfalls unkonventionell gelöst
rechts oben: Seitenleitwerk und Tragflächen
links unten: Rumpfteile mit Cockpitsektion
rechts unten: Canards und Hauptfahrwerksfixierung

Das Modell besteht übrigens aus berauschenden 92 (zweiundneunzig!) Teilen, wobei das Fahrwerk meine Eigenkonstruktion ist.
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Sonntag, 22. Januar 2006, 16:18

RE: MM 1960/05; Nord 1500 Griffon

Hier nochmals im Detail die Rumpfteile. Rechts unten die etwas unkonventionelle Verstärkung der Tragfläche.

Die Rumpfteile sind sehr komisch abgewickelt, im Nachhinein wäre es besser gewesen, die zweiteiligen Segmente auseinander zu schneiden. Die Rumpfspanten sind ebenfalls komisch, ebenfalls aus Sicht des fertigen Modells wäre es besser gewesen, mit der "Spant & Lasche"-Methode zu arbeiten. Die mit "12" markierten Stellen kennzeichnen die Positionen des Hauptfahrwerks.
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Sonntag, 22. Januar 2006, 16:20

RE: MM 1960/05; Nord 1500 Griffon

Etwas detaillerter die Teile für die Cockpitsektion: Hierfür habe ich keine Spanten gefunden, es wird also lustig werden! Wie bei den frühen Modellen üblich, ist das Cockpit nicht ausbaubar.

Die Striche unter dem Cockpit kennzeichnen die Positionen der Canards. Dazu sind die Striche aufzuschneiden und dann die Canards mit der Lasche einzukleben.
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Sonntag, 22. Januar 2006, 16:27

Hier ist das Spantengerüst zusammengeklebt abgebildet. Die Aufnahmen für das Hauptfahrwerk (ganz rechts) sind noch nicht fixiert.
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Sonntag, 22. Januar 2006, 16:31

Und hier ist das Gerüst fertig. Gleich mal vorweg: Die komische Konstruktion ganz vorne ist ein Dreck: Zwar zeigen Pfeine die exakte Position an, wie das Dings zu verkleben ist, bei Bildern des fertigen Modells wird aber ersichtlich, daß die Pfeile zu einem schiefen Lufteinlauf geführt haben. Am besten wäre dieser Teil zu verkleben, indem man auf das Distanzrohr verzichtet und direkt in das vorderste Segment einklebt.
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Sonntag, 22. Januar 2006, 16:41

Hier ist die Triebwerkssektion dertig. Links oben eingeblendet ein Detail, worauf ich etwas sauer bin: Das Segment mit der Lücke (wo 20 aufgedruckt ist) war das vordere Teil eines Teils aus zwei Segmenten. Und obwohl ich überall innerhalb der schwarzen Linie geschnitten habe, klafft hier eine Lücke von ca. 1,5mm. Beim Lufteinlauf laufen die Linien ca. 3mm aneinander vorbei. Wobei darauf hingewiesen sei, daß dies im Originalmaßstab ca. die Hälfte wäre.

Für die Seitenflosse und die Tragflächen sind bereits die Aufnahmen ausgeschnitten. Schaut hier zwar etwas sch*** aus, im fertigen Modell sieht man es aber nicht.
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Sonntag, 22. Januar 2006, 16:46

von unten:

Die schwarzen Pfeile kennzeichnen die vorderen Positionen für die Tragflächen.

Die Löcher machen nur teilweise Sinn: Die großen Löcher nehmen das Fahrwerk auf, die kleinen sind unsinnig. Zwar werden sie durch die Fahrwerksabdeckungen kaschiert, falls kein Fahrwerk angebaut wird, dafür decken diese Teile die großen Löcher nur teilweise ab.

Ich bau das Fahrwerk eh, aber die kleinen Löcher nerven.
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Sonntag, 22. Januar 2006, 16:48

Hier alle Großteile. Bei den Rumpfteilen habe ich mir mit Laschen beholfen, es sind keine Spanten eingebaut. Da die Teile rund sind, geht es einigermaßen.
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Sonntag, 22. Januar 2006, 16:54

Ein kleiner Einblick in das Rumpfvorderteil: Die eingeklebten Papierstreifen sind so vorgesehen, aber die Form des Rumpfs ist nicht berauschend. Da habe ich mit mit weiteren Streifen geholfen, das durch die konkave Form nicht allzu einfach ist. Aus diesem Grund wird man bei weiteren Aufnahmen Kleberspuren sehen, die sich lieder nicht vermeiden ließen, da auch die breiteren Linien bedeckt werden wollten. Ganz isses leider dann nicht gelungen.
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Sonntag, 22. Januar 2006, 20:59

Hier das Ganze montiert. Der zusätzlich eingeklebte Streifen hat einigermaßen zum gewünschten Resultat geführt, das hintere Ende zeigt im Bereich des Übergangs zwischen runder und eckiger Form Probleme. Insgesamt jedoch war die Montage einfacher als befürchtet.
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Sonntag, 22. Januar 2006, 21:03

von der Seite. Der Verlauf der Cockpitsektion ist ganz okay, hier sieht man den Scherz der Fahrwerksabdeckung einigermaßen. Zum Einen ist es eine komische Form, die jedoch dem Original entspricht, zum Anderen ist es komisch zu sehen, daß die Abdeckung einfach zusätzlich aufgeklebt wird (war bei vorherigen Bildern an der Tragflächenunterkante zu sehen) und die Innenseite weiß bleibt. Ich hab es zumindest mit Bleistift etwas eingegraut. Außer dem Lock im Rumpf ist bei dem Bausatz nichts dabei, um das Fahrwerk bzw. einen Fahrwerkschacht zu bauen.
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Sonntag, 22. Januar 2006, 21:08

Hier sieht man das Ganze besser. Zusätzlich zu vorher ist jetzt auch das Fahrwerk montiert, wobei ich die Fahrwerksbeine selbst erstellt habe. Zum Einen war für das Bugfahrwerk was ganz Anderes vorgeschlagen (dafür gibt es auch keinen Fahrwerkschacht...) und für das Hauptfahrwerk war eine etwas eigenartige Konstruktion. Noch dazu waren die anklebbaren Teile mies gedruckt, halb über die Kanten (und somit mit weißen Teilen im Bauteil...). Man sieht leider auch, daß für das Rad ein weitaus dickeres Bein vorgesehen gewesen wäre - aber die Löcher in der Aufnahmen haben nur die Dicke meines Bauteils. Für die Räger gab es nur Schablonen.
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Sonntag, 22. Januar 2006, 21:11

Detailaufnahmen der Fahrwerke. Hinten sieht man die unmotivierten und überflüssigen Löcher, die weiß und mit "W" markiert waren und beim Bugfahrwerk sieht man meine Eigenkonstruktion. Diese wird in dem Papierrohr fixiert, das ich vorher dafür verantwortlich gemacht habe, daß der Lufteinlauf schief ist. Und siehe da: Auch bei dem Loch stößt das Bugfahrwerk an eine Seite des Lochs. Also klarer Fall von am-Kopf-kratz!
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Sonntag, 22. Januar 2006, 22:28

RE: MM 1960/05; Nord 1500 Griffon

Zum Abschluß noch zwei Fotos, wo ich auf die Probleme mit der Kanzel eingehen möchte.

Das erste Foto zeigt das gesamte Modell von oben, schaut annehmbar aus. Die Detailaufnahme zeigt leider, daß ich den Rückenwulst aufschneiden und dessen Durchmesser verkleinern mußte - die Kanzel hat einen geringeren Durchmesser als der Wulst! Die Kanzel ist auch ca. 5mm reingeschoben, da ihr hinteres Ende - im Gegensatz zum Wulst - nicht schräg, sondern vertikal endet. Es paßt jedenfalls einigermaßen mit den Markierungen am Rumpf.
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Sonntag, 22. Januar 2006, 22:53

RE: MM 1960/05; Nord 1500 Griffon

Resumée:

Ein seltenes Modell eines Prototypen und zugleich eine frühe Produktion von Maly Modelarz. Im Gegensatz zur XFV-1, die ich vor Kurzem vorgestellt habe, war hier der Aufbau des Modells ungewohnt, um es nicht eine Katastrophe zu nennen:

x) Ein oben nicht erwähntes Problem war auch, daß die Beplankung des Rumpfs größer ist als die Spanten, die im Durchmesser zu gering waren. Die Distanz des Mittelspants war hingegen richtig.

x) Das Fahrwerk ist rudimentär ausgebildet, die Reifen sind nur als Schablone enthalten, wenigstens sind die Felgenteile aufgedruckt. Die Fahrwerksbeine sind nur als Schablone vorhanden vorhanden, zumindest die Schablone des Bugfahrwerks ist falsch. Fahrwerkschächte sucht man vergebens.

x) Die Rumpfsegmente sind komplizierter als notwendig aufgebaut, die Paßgenauigkeit ist indiskutabel.

x) Die Tragflächen, Canards und die Seitenflosse haben keine Spanten, sondern nur Abstandshalter - und diese noch dazu nur in der Papierstärke, in der die Teile gedruckt sind (bei mir 160g/m²).

x) Die Kanzel hat nicht den gleichen Durchmesser wie der Rückenwulst, auch die Form ist verschieden.

Ich könnte die Liste fortsetzen, habe aber keine Lust mehr.

Alles in Allem ein attraktives Modell, das es nur in dieser Ausgabe von diesem Verlag gibt. Im Maßstab 1:50, wie vorgesehen, würden sich die Fehler nicht so schlimm auswirken wie hier, sie wären aber auch vorhanden. Beim fertigen Modell fallen die Fehler nicht so auf - wenn das Model steht.
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Sonntag, 22. Januar 2006, 23:01

RE: MM 1960/05; Nord 1500 Griffon

Zu diesem Modell gibt es auch eine Galerie!
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Zaphod

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Sonntag, 22. Januar 2006, 23:07

RE: MM 1960/05; Nord 1500 Griffon

Hallo rutzes,

Hut ab vor deiner Courage !

Bei dem Macken hast du aus dem Vogel noch das Optimum rausgeholt. Bei mir wäre der im Papierkorb gelandet!

Die älteren polnischen Modelle sind leider doch oft ein unverbindlicher Vorschlag, auf dessen Basis man mehr oder weniger selbst Konsturktionsarbeit leisten muss. Nicht so mein Fall.

Der Flieger selbst ist einfach schick, Triebwerk mit Sitz drauf trifft es, sieht so aus, als ob der am brüten wäre.

Bis gespannt auf dein nächstes Opus, die F-104 hat ja auch ihre eigene Ästhetik.

Zaphod

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Sonntag, 22. Januar 2006, 23:26

RE: MM 1960/05; Nord 1500 Griffon

Hey, Zaphod,

(woher kommt dieser Name eigentlich, Lars?)

danke für Deinen Kommentar, ich war schon bei der Spantenkonstruktion des Triebwerksteil des Rumpfs schon kurz davor, das Teil platt zu machen und gegen die aktuellen Temperaturen einzusetzen - eh schon wissen: Pyrolyse ;-)

Aber dann hab ich die Spanten mit 80g/m² Papier angepaßt und das Beste draus gemacht - ich glaube, das Ergebnis ist ganz brauchbar geworden, alleine schon deswegen, weil es ja kein neueres Modell von der Griffon gibt!

Und jetzt geht's dann an die Starfighter, kann aber noch ein bißchen dauern. Will zwischen durch ja noch ein bißchen was über die Saratoga schreiben ;-)

Grüße, Old Rutz
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waltair

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27

Montag, 23. Januar 2006, 13:44

RE: MM 1960/05; Nord 1500 Griffon

@name: wenn ich mich nicht irre, is der aus "per anhalter durch die galaxis". zaphod beeblebrox oder so ähnlich.

@griffon: ein recht ungewöhnliches flugzeug. die muss ein ungeheuerliches triebwerk gehabt haben, denn der durchmesser is im verhältnis zum rest riesig.
Es kann nicht sein, dass man in zwei verschiedenen Städten verschieden lange zum Bahnhof braucht!

28

Montag, 23. Januar 2006, 19:19

RE: MM 1960/05; Nord 1500 Griffon

Zitat

Original von waltair
@griffon: ein recht ungewöhnliches flugzeug. die muss ein ungeheuerliches triebwerk gehabt haben, denn der durchmesser is im verhältnis zum rest riesig.


Naja, ist halt ein Staustrahltriebwerk, kein Jettriebwerk!
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