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Zaphod

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Montag, 10. Juli 2006, 17:02

[Fertig] Junkers Ju 88 A-4, GPM, 1:33

Hallo,


Baubericht ist vielleicht übertrieben. Da mir eine Digi-Cam immer nur sehr sporadisch zur Verfügung steht, ein paar Fotos vom fertigen Modell und den reinen Textbericht dazu.


An Macken möchte ich das problematische Rumpfsegment Nr. 1 und die vermurksten Propellerblätter hervorheben (s.u.)

Zaphod


JU-88 A4

Deutsche Luftwaffe (1940)
Maßstab: 1:33
Hersteller: GPM
Konstrukteur: ???
Teile: 690 (ohne Fahrgestell)
Bauzeit: 18.11. 2005 bis 22.2.2006



Allgemeine Anmerkungen
· Trotz vieler gelungener Aspekte entsteht insgesamt doch der Eindruck eines unsauber konstruierten Modells. An verschiedenen Stellen (Tarnfarbe der Höhenruder, Propellerblätter) sind z.T. grobe Fehler zu verzeichnen, die nicht hätten auftreten können, wenn ein gewissenhafter Probebau (mit einem farbigen Modell) erfolgt wäre.
· Die Qualität des Drucks ist von der Farbgebung her sehr hoch. Besonders hervorzuheben sind die 3D-imitierenden Schattenwürfe etc. Mängel dagegen weist die Abstimmung der Linienführung auf. Bei den Rumpfsegmenten und den Motorgondeln sind Retuschen erforderlich um unschöne „Treppenstufen“ zu kaschieren, der grau/grüne Aufdruck auf den Höhenrudern ist seitenverkehrt. Die Farbschattierungen sind auf den Bögen nicht einheitlich gelungen. Dies macht sich insbesondere beim Dunkelgrün auf den Tragflächen sehr störend bemerkbar.
· Die Passgenauigkeit ist insgesamt mäßig (Cockpit sehr gut, Rumpfsegmente schlecht, insbesondere Segment Nr. 1, Höhen- und Seitenruder sehr gut, Tragflächen sehr gut, Motorgondeln in Ordnung, Motoren mäßig, Propellerblätter indiskutabel).
· Die Verwendung einer Nase und Kanzel aus Plastik (Gomix) ist dringend zu empfehlen.
· Es kann problemlos eine Version mit eingezogenem Fahrwerk bzw. geschlossenem Bombenschacht gebaut werden. In diesem Fall bleiben die entsprechenden Klappen einfach geschlossen. Leider sind diese Klappen vom Aufdruck her weniger detailliert.
· Die Ausführung der verschiedenen Teilgruppen ist teils schlicht (keine beweglichen Höhen- und Seitenruder, kein exakt nachgebildetes Motoren-Innenleben), teils detailliert (Cockpit, Bombenschacht). Nach Abschluss von Cockpit und Rumpfnase kann zügig gebaut werden (Rumpf, Flügel, Motoren).
· Die Bögen sind ausgesprochen eng bedruckt. Dies ist insbesondere bei den Teilen für das Cockpit ein Ärgernis.
· Der geritzte Karton lässt sich recht schwer knicken und neigt dann zum Brechen, fast alle Kanten müssen nachretuschiert werden. Wenn größere Teile gerundet werden sollen (Rumpf-Sektionen, Flügelkanten), empfiehlt es sich vorher die Rückseite anzufeuchten.
· Die Teilnummerierung folgt nicht immer der Reihenfolge in der die Teile sinnvoller Weise zusammengesetzt werden. Auch führen die verschiedenen Nummern-Codes (A bis F, zusätzlich normale Nummerierung in Zahlen) nur zu Verwirrung. Dies betrifft insbesondere die Teilgruppe „A“. Hier wäre es sinnvoll gewesen, die Teile der Rumpfnase und des Cockpits (8-10, 18, 19) in die „A“ Nummerierung einzubeziehen oder besser noch: Eine Zahlennummerierung für das ganze Flugzeug.
· beim Bau blieben etliche Fragen offen, die dank der freundlichen Hilfe von Herrn Wojcik von WWW.KARTONMODELLBAU.COM geklärt werden konnten.


I. Teile A1-A26 (Cockpit-Sektion und Rumpfnase) (259 Teile)
Cockpit (194 Teile)
Teil 8 (3 Teile)
· Anbringung von 8b nicht ersichtlich. Wenn man genau hinsieht erkennt man eine Vielzahl schwarzer Striche, offensichtlich Knicklinien, die gerillt werden müssen. Das Teil soll wohl nach dem Zusammenkleben von 8a und 8c mit den dazugehörigen Rumpfsektionen innen an den -schwer zugänglichen- Ausschnitt unterhalb der Instrumententafel geklebt werden. Ich habe es vorgezogen, die Kanten von 8a und 8c dunkelgrau zu färben und das Teil wegzulassen.
· Cockpit-Innenraum und Teil 8 sollten frühzeitig miteinander verbunden werden
· Teil A1 nach Möglichkeit spalten, sonst ergibt sich an der Nahtstelle zwischen A1 und dem Innenraum eine nach außen durchdrückende Knicklinie
A1 und A3 (innere Wandung des Cockpits und Bodenplatte) (2+2 Teile)
· Die stumpf zu klebenden Nähte sollten durch Laschen aus dünnem Papier verstärkt werden
A6 (Bodenplatte) (2 Teile)
· zuerst Teil A7a anbringen
A7 (linke Tafel für Schaltheben etc.) (3 Teile)
A8 (Schalthebel) (36 Teile)
· Hebel 8d in zwei Teile schneiden und rückseitig verkleben
A9 (Instrumentenkästen auf der Rückwand) (20 Teile)
A10 (Instrumentenkasten rechts hinten) (12 Teile)
· auf der Cockpitwand fehlt die Markierung für dieses Teil. Es sollte so weit wie möglich hinten und unten angebracht werden.
A11 (Instrumentenkästen) (8 Teile)
· Teil A11b erst mit A12 verbinden und das Ganze dann an die Metallstange kleben.
· Die Flasche A14a sollte schon jetzt montiert werden
A12 (Feuerlöscher) (12 Teile)
A13 (Instrumentenkästen) (14 Teile)
· Der Kasten A14a sollte vor dem Kasten A13b montiert werden
A14 (Instrumentenkasten und Flasche) (10 Teile)
A15 (Instrumentenkasten) (2 Teile)
A16 (Instrumentenkästen) (4 Teile)
A18 (Steuer) (7 Teile)
· in der Anleitung widersprechen sich die beiden Abbildungen hinsichtlich der Ausrichtung. Der längere Teil des Fußes kommt an die Außenwand.
A5 Instrumentenbrett (6 Teile)
· Teil 8c schließt das Cockpit vorne ab. Visier und Instrument A5c erst unmittelbar vor der Montage der Baugruppe 9 anbringen
A20 + A21 (Pedale) (30 Teile)
A22 (Pilotensitz) (6 Teile)
· Die Anbringung des Teils 22d ist aus den Zeichnungen nicht ersichtlich. Laut Auskunft von Herrn Wojcik bildet das Teil einen offenen Kasten, der auf der rechteckigen Markierungen auf der Rückseite des Sitzes anzubringen ist. Das Teil -wie vorgesehen- längs zu ritzen, zu knicken, rückseitig zu verkleben und anschließend zu einem Rechteck zu knicken ist unmöglich. Teil der Länge nach in zwei gleiche Teile schneiden, eine dieser Hälften wiederum bei der in der Mitte liegenden Markierung in zwei gleichlange Teile teilen. Alle Kanten und Rückseiten einfärben. Das erste Teil zu einem Rechteck formen und verkleben. Hier nun nach dem Trocknen die beiden anderen Teile einpassen, diese müssen an den Enden um bis zu 2mm gekürzt werden, daher die Zweiteilung.
A23 (Sitz des Bombenschützen) (3 Teile)
A24 (Sitz des Heckschützen) (9 Teile)
A25 (MGs) (3 Teile)
· entfallen. Durch Tamiya-MGs, deren Kolben entfernt wurde, ersetzen

Rumpfnase und Bodenwanne (53 Teile)
Teil 9 (25 Teile)
· aus 9 alle Flächen ausschneiden und bis auf die Fläche, die später von Teil 10 verdeckt wird, mit Folie hinterkleben.
· Teil 9 mit Lasche schließen, gut trocknen lassen und dann bündig Teile 8a (passt gut, eher etwas zu klein) und 9a (passt ausgezeichnet) einsetzen
· das Bombenzielgerät (?) A19 -und zwar die untere Kante von A19a- wird unten an Teil 8a (schmale weiße Rechtecksmarkierung) geklebt, das Gerät ragt nach unten aus dem Rumpfsegment und wird erst von Teil 10 verdeckt. Es ist ratsam, die unten herausragende Sektion von A19 noch nicht anzukleben, da diese im weiteren Bauverlauf Gefahr läuft abgerissen zu werden. Der Kasten A17 wird innen an der Wandung von 9 angebracht. Letzterer lässt sich aufgrund der Rundung von Teil 9 längs nur schwer anpassen.
Teil 18 (3 Teile)
· die laut Aufdruck für „GPM-001 Ju-88“ gedachte Gomix-Nase muss mehrfach angepasst und an den Seiten stark getrimmt werden. Teile 18 und 18a vor dem Ausschneiden rückseitig dunkelgrau anlegen, nach dem Ausschneiden alle Schnittkanten dunkelgrün färben. Bis auf die mittlere Naht alle Nähte an 18 stumpf verkleben. So kann Teil 18 in zwei Schritten an der Plastikkanzel angebracht werden, was den Auftrag des Klebstoffs sehr erleichtert.
· Teil 18a passt nicht, es bleibt an etlichen Stellen ein Spalt zwischen 18 und 18a, der verspachtelt und bemalt werden muss.
· das Teil muss bei der Montage an Teil 9 fest angepresst werden. Daher empfiehlt sich eine Montage, bevor die Teile 8 und 9 miteinander verbunden werden.
Teil 10 (24 Teile)
· dieses Teil montieren, nachdem die Flügel und die Motorgondeln angebracht worden sind, d.h. als Auftakt zur Endmontage.
· dieses Teil ist wegen der verschiedenen „Glas“-Teile und wegen seiner Form ausgesprochen kompliziert zu montieren. Das ganze Teil 10 passt mäßig an den Rumpf.
A26 (Liegepolster für Schützen in den Bodenwanne) (1 Teil)
· wird in die Segmente 10c - 10f eingebaut (vgl. Skizze)

Cockpithaube (12 Teile)
Teil 19 (10 Teile)
· dieses Teil montieren, nachdem die Flügel und die Motorgondeln angebracht worden sind, d.h. als Auftakt zur Endmontage.
· Die laut Aufdruck für „GPM-001 Ju-88“ gedachte Gomix-Kanzel ist nicht für dieses Modell konzipiert worden und nur eingeschränkt brauchbar. Allerdings wäre die Alternative, die einzelnen Teile zu verglasen und das Ganze zu biegen und zusammenzusetzen, nur einem absoluten Zauberer anzuraten. Die Verstrebungen etlicher Teile sind dafür zu dünn. Die einzelnen Teile 19 sollten von vorne nach hinten und zwar jeweils von der Mitte/oben her zu den Seiten angebracht werden. Auf diese Weise ist es möglich, Überstände der Kanzel nachträglich unten wegzutrimmen. Bei mir ergaben sich nach hinten hin immer größere Passprobleme.
· Zwischen den einzelnen Teilen bleiben oft dünne Zwischenräume. Von hinten vorsichtig mit dunkelgrün überstreichen. Nach dem Trocknen die dunkelgrünen Striche dann dunkelgrau überstreichen, damit innen die einheitliche Cockpitfarbe gewahrt bleibt.
· Löcher für die MGs mit einer erhitzten Stricknadel bohren. Das Loch vorne ist deutlich zu groß. Nicht voll aufbohren und passend einfärben.
· Den Ring 19e erst nach der Montage der Kanzel anbringen. Bei der Montage muss auf die Kanzel Druck ausgeübt werden, die Gefahr, dass der Ring versehentlich beschädigt wird, ist gegeben.
A2 (Aussteifung für Kanzeldach) (2 Teile)
· das Teil passt sich miserabel an, da es kantig gehalten ist, während die Kanzel eine runde Wölbung aufweist. Ich habe schließlich auf die Anbringung verzichtet. Wem es doch gelingt, das Teil glatt einzubauen, sei empfohlen es möglichst genau unter das Loch für die Antenne einzusetzen, so dass diese (die innen mit einer mit der Spitze 3mm überstehenden Nadel versehen wird) ein Wiederlager findet


II. Teile 1-7 (Rumpf mit Höhen- und Seitenrudern) (45+6 Teile)
· die Gleitbauweise bei der die einzelnen Sektionen mit Klebelaschen und nur einer Profilscheibe an den Nahtstellen verbunden werden, macht es erforderlich, dass alle Teile exakt aneinander passen. Dies ist nicht der Fall. Es ist fast durchgehend erforderlich Probebauten mit Scan (Karton der exakt gleichen Stärke verwenden) durchzuführen und einige Rumpfteile zu trimmen. Alternativ kann man erwägen, zum Sektionsbau zurückzukehren, d.h. in jede Sektion werden vorne und hinten bündig passende Profilscheiben eingesetzt, die dann miteinander verklebt werden. Diese Bauweise bietet den Vorteil, dass die hintere Hälfte des Rumpfes (ab Segment 3) noch nicht montiert werden muss, so dass das Modell für die folgenden Bauschritte besser zu handhaben ist.
· die vorgesehene Einpassung der Profilscheiben in das nächstfolgende Teil (1c in 2, 2a in 3, 3a in 4) erschwert die Verbindung der Rumpfsektionen erheblich und ist m.E. nicht sinnvoll. Besser ist es, zumeist leicht vergrößerte Profilscheiben (101-102%) vor die Klebelaschen zu setzen, die Klebelasche sorgt hier auch gleichzeitig als Kante für eine glatte Einpassung der Profilscheiben.
· Mit Farbe auf Acrylbasis leicht angefeuchtet, lässt sich der Karton gut in die gewünschte Form bringen. Die nahezu rechteckige Form erfordert ausgesprochen sauberes Arbeiten, hilfreich wären Hilfslinien gewesen, die anzeigen, in welchen Bereichen die Rumpfsegmente jeweils zu runden sind.
Teil 1 (9 Teile)
· die Profilscheibe 1b passt zwar unten und an den Seiten, ist aber oben zu kurz. Ich musste diese hier um 3mm erhöhen. Dies wiederum führt zu einer anderen Katastrophe: Nun ragt Sektion 1 um gut 2mm über das Cockpit-Ende heraus, ein überaus lächerlicher und unerträglicher Anblick. Mein Fazit: Teil 1 ist im Durchmesser erheblich zu groß. Es muss vorne um 2,5 und hinten um 1,5mm verkleinert werden.
· Profilscheibe 1c ist eigentlich für Teil 2 vorgesehen (von der Teilnummerierung her unlogisch, ergibt sich aber daraus, dass die Profilscheibe 3a laut Skizze 4 vorne in Teil 4 eingelassen wird) und muss in dieses Teil ca. 2mm eingelassen werden, jedenfalls so weit, dass die Klebelasche von Teil 1 ganz eingeschoben werden kann.
· ich habe keine Möglichkeit gefunden das Cockpit und Teil 1 mit der vorhandenen Lasche zu verbinden. Das Cockpit endet m.E. hinten mit einer Platte, auf die stumpf Teil 1, genauer die Profilscheibe 1b aufgeklebt wird.
· Ein Ärgernis bildet bei den Bombenklappen die drucktechnische Gestaltung. Die in der geöffneten Version anzubringenden Klappen sind erkennbar detaillierter (verschiedene Schraubenköpfe). Da ich der Stabilität halber die vorgedruckten Teile nicht ausschneiden und durch die Klappen ersetzen wollte, habe ich letztere angefeuchtet und den Karton gespalten. Die so erhaltene dünne Klappe wurde dann aufgeklebt (so wurde auch mit den Klappen für das Fahrwerk verfahren).
Teil 2 (8+2 Teile)
· nach dem Schließen von Teil 2 zuerst hinten die Klebelasche zu Teil 3 anbringen und dann den Funkpeiler anbringen, bevor das Segment 2 vorne mit Teil 1c geschlossen wird.
· die Montage des Funkpeilers ist der Skizze nicht eindeutig zu entnehmen, hier sieht es so aus, als solle 2c oben auf den Zylinder 2b geklebt werden, 2c bildet aber dessen Boden (2c ist zu groß um in 2b zu passen, was aus Gründen der Stabilität vorzuziehen ist. Ich habe 2c zugeschliffen, bis es passte).
· Zylinder 2b mit einer Lasche schließen und desgleichen mit einer Lasche innen am Rumpf fixieren
· der Funkpeiler soll oben mit einem Stück matter (nicht ganz durchsichtiger) Folie geschlossen werden (z.B. das Material aus dem Einschlag-Hüllen für Schulbücher gemacht werden). Dies sollte erst in der Endmontage geschehen um eine versehentliche Beschädigung zu vermeiden.
Teil 3 (4 Teile)
· wie Teil 2 verarbeiten
Teil 4 (4 Teile)
· wie Teil 2 verarbeiten
Teil 5 (5 Teile)
· da ich mich für die fliegende Version entschieden habe, entfallen hier etliche Teile. Teile 5a und 5b erst nach der Montage des Leitwerks anbringen.
Teil 6 (4 + 4 Teile)
· Die beigelegten NS-Hoheitszeichen weisen in zwei verschiedene Richtungen, d.h. nur eines ist brauchbar. Durch Photokopie ersetzen.
Teil 7 (11 Teile)
· die aufgedruckten Tarnmuster sind m.E. seitenverkehrt (R/L vertauscht). Dies wird deutlich, wenn man den dunkelgrauen Tarnaufdruck betrachtet, der rechts am Rumpf ganz durchgeht. Hierzu passt das linke Höhenruder.
· Die Höhenruder lassen sich an der kleinen Nähten am Ende der Teile auch unter Zuhilfenahme der Klebelaschen nur mäßig passend schließen.


III. Teile 11-12, 16, B14-B17 (Tragflächen mit Bombenpylonen und Landelicht) (96 Teile und 34 zusätzliche Laschen etc.)
Bombenpylonen (4x14 = 56 Teile)
· die Laschen an B14 abschneiden und durch hinterklebte Laschen aus Papier ersetzen
· die Strichmarkierungen auf den Teilen B15 machen keinen Sinn, wenn man davon ausgeht, dass diese so in B14 einzuschieben sind, dass sie gleichmäßig an beiden Seiten von B14 überstehen. Die in B14 eingezeichneten Rechtecke sind wiederum deutlich zu groß für das Profil von B15
· aus den Skizzen geht nicht klar hervor, welche Stellung die Teile B16 einnehmen. Fotos zeigen an, dass B15 schräg abgewinkelt wird und B16 eine Verlängerung von B15 darstellt. Die Bombe wird an B16 befestigt.
· B17 nur auf normalem Karton verdoppeln
· Die Pylonen vor der Verarbeitung der inneren Tragflächen auf dieselben kleben. So ist eine optimale Anpassung gewährleistet.

Innere Tragflächen (11) (32 Teile + 34 Laschen)
· das Gerüst für die Tragflächen ist äußerst sparsam konzipiert. Ich habe Winkel eingeklebt, damit die Teile 11h und 11i sauber zum Hauptholm ausgerichtet bleiben
· aus Gründen der Stabilität habe ich den Hauptholm nicht bei 11i zweigeteilt, sondern stattdessen 11i geteilt und mit Hilfe von Laschen am Hauptholm befestigt. Ich habe auch nur je ein Teil 11i verwendet um die Gefahr eines Durchdrückens dieses Teils zu minimieren
· Bei Teil 11L muss man darauf achten, das Rechteck für das Landelicht auszuschneiden (ist farblich angepasst, nur schwer zu erkennen). Das Landelicht selber passt sich der Tragfläche nur mäßig an. Um Blitzer zu vermeiden, habe ich die Tragfläche innen schwarz gefärbt und auch das Landelicht mit einem Kragen aus schwarzen Klebelaschen umgeben.
· bei der Montage der Tragflächen gibt es verschiedene grundsätzliche Möglichkeiten. Bei der JU-88 habe ich mich dafür entschieden, zuerst das Gerüst anzubringen. Die inneren Tragflächen wurden vorgerundet (um Knicke zu vermeiden: Tragflächen an den zu rundenden Stellen von hinten leicht anfeuchten). Dann wurde das zum Rumpf gelegene Segment geschlossen und durchtrocknen lassen. Anschließend wurden die inneren Tragflächen aufgeschoben und am Rumpf und am Gerüst verklebt, bevor abschließend das zweite Segment geschlossen wurde.
· bei der linken Tragfläche muss vor diesem letzten Schritt das Landelicht eingeklebt werden.

Äußere Tragflächen (12) (8 Teile)
· Flügelenden schließen sehr gut
· passt glatt an die innere Tragfläche


IV. Teile C (Motoren) (126 Teile und 38 Teile zusätzliche Laschen etc.)

Motorgondeln (2x 16 Teile + 2x 9 Laschen= 50 Teile)
· einzelne Segmente passen nicht ganz sauber aneinander. Anpassen und nach Augenmaß trimmen
· LINKS: von C2 nach C3 passen die Kanten, die an den Flügel kommen nicht. C3 ist gut 1mm zu knapp konstruiert
· RECHTS: desgleichen bei Segment C3 und C4
· C2 bis C5 an den Kanten, die stumpf auf den Flügel geklebt werden sollen, mit eingefärbten Klebelaschen aus Kopierpapier versehen um eine angemessene Haftung am Flügel zu gewährleisten und Blitzer zu vermeiden.
· C2 bis C5 unter Einbau der Profilscheiben miteinander verbinden. Jeweils an den Flügel anpassen und ggf. entsprechend ausrichten. Das ganze Teil vor der Montage gut durchtrocknen lassen.
· Lage der Profilscheiben aus der Zeichnung nicht klar ersichtlich. C4 und C13 jeweils direkt vor der Klebelasche anbringen, C5 dagegen mittig auf dieser

Motorgehäuse (2x 33 = 66 Teile)
· Segment C1 und die dazugehörigen Scheiben (C1 und C8) passen im wesentlichen gut. Die Scheiben sind etwas zu klein, sollten also am Rand der Begrenzungslinie ausgeschnitten werden.
· Teil C7 ist mit „P“ „L“ falsch beschriftet „L“ gehört nach rechts und umgekehrt
· Segment C8 ist für Scheibe C8 zu groß. Um 2-3mm trimmen um Passgenauigkeit sicherzustellen. Die Anleitung (Zeichnung) zeigt nicht klar, wo Scheibe C15 einzupassen ist. Erst das Foto vom gebauten Modell macht deutlich, dass C15 den Streifen C9 verschließt. C15 ist allerdings zu klein. Entweder einscannen und vergrößert ausdrucken (den Wert weiß ich nicht, da ich einen anderen Weg gewählt habe.) oder C15 auf den vorgesehenen Karton kleben, Mitte durchnadeln und von hinten mit einem Zirkel einen um 0,5mm größeren Kreis zeichnen und dann ausstechen. Unangenehme Überraschung: C15 ist nicht sauber zentriert. Die erhaltene Scheibe so lange an Segment C9 anpassen/trimmen bis sie sitzt.
· Teile C11a (Auspuffgehäuse) in drei Teile schneiden. Beim Knicken ist nicht gewährleistet, dass der 90-Grad Winkel eingehalten wird. Der Winkel in den langen Teilen C11b ist zu klein. Nach Augenmaß vergrößern.
· Teil C17b ist ca. 2mm zu kurz um um die Scheibe C17a zu passen.

Propeller (2x14 Teile + 2x10 Laschen, Nadeln etc. = 48 Teile)
· zusätzliche Klebelaschen an den gelben Segmenten anbringen
· die beigegebenen Laschen zur Verbindung der Segmente miteinander durch solche aus Normalpapier ersetzen und Gelb färben (bessere Verarbeitung und Anpassung)
· Segment C16b ist 1mm zu lang
· Löcher für die Propellerachsen (Zahnstocher) etwas kleiner schneiden, als vorgegeben um sattes Einpassen zu gewährleisten
· innen sollte auf die Scheibe C16f unterhalb der drei Löcher für die Propellerachse jeweils ein rechteckiges Stück Karton mit seiner Schmalseite geklebt werden. Dieses Stück muss so dick sein, dass es genau bis unter die Löcher für die Propellerachsen reicht. So haben diese eine stabile Lagerung.
· Die Nadel für die Drehbarkeit des Propellers sollte durch Scheiben C16f und C16g geführt werden um ihr die nötige Stabilität zu verleihen.
· Propeller bis zum Aufstecken auf den Motor oben offen lassen (Teil C16e noch nicht montieren), so dass man noch an den Nadelkopf herankommt. Auf diese Weise kann dieser wirklich fest eingeschoben werden.
· die Propellerblätter sind fehlkonstruiert. Im unteren Bereich weisen diese zwei unterschiedliche Wellenformen bei der Verjüngung zum Propellerschaft auf. Damit man sie rückseitig passend verkleben kann, müsste Teil C18a zu Teil 18b spiegelbildlich konstruiert sein. Dies ist aber nicht der Fall, die Wellenmuster sind bei allen Teilen gleich angeordnet, so dass jeweils die nicht passenden Seiten aufeinander zu liegen kommen. Ein komplettes Einfärben der Blätter wird sich aber aufgrund der kleinen Junkers-Symbole auf C18b sehr schwierig gestalten. Wer kann, sollte C18a am PC umkonstruieren, d.h. spiegeln und neu ausdrucken.


V. Teile 13-20 (Endmontage) (86 Teile)
· folgende Reihenfolge ist zu empfehlen um das versehentliche Abreißen von Kleinteilen zu vermeiden
· Montage von Bodenwanne und Kanzel
· Montage der Teile 1e
· Montage der Teile C12 (kleine Rohre an der Motorgondel)
· Montage der Querruderscharniere
· Montage der Sturzflugbremsen
· Montage der Bomben
· Montage der Motoren mit Propellern
· Verbinden der zwei Rumpfteile, falls die Segmentbauweise gewählt wurde
· Montage der Antennen (17)
· Montage der Teile 1d
· Montage der Abdeckung des Funkpeilers
· Montage des Pitotrohrs
· Montage der oberen Antenne (20)

500 kg Bomben (B5-B8) (4x 10 = 40Teile)
· die Bomben sind auf dünnem Papier gedruckt, das auf Karton aufgeklebt werden soll. Dies geht bei den Stabilisierungsflossen (und ist hier vom optischen Eindruck her auch sinnvoll), ist aber bei allen anderen Teilen indiskutabel. Die Rundungen an Bombenspitze und -ende lassen sich mit verdoppeltem Papier kaum angemessen ausführen. Die Teile lassen sich gut aus dem vorgegebenen dünnen Papier formen.
· Die Scheibe B5 sollte auf 102% vergrößert werden, dann passt sie glatt in B6
· B6 und B6´ passen nicht optimal zusammen. B6´ hat einen etwas geringeren Durchmesser
· Die Stangen (Muster S-1, können gut aus Stecknadeln gefertigt werden) müssen angepasst werden. In der Regel ist gegenüber dem Muster eine leichte Kürzung vorzunehmen.

Sturzflugbremsen (13) (2x10 = 20 Teile)
· Die kleinen Streben längs in je zwei Teile schneiden, ritzen und knicken ist ziemlich problematisch.
· Photos zeigen, dass die Sturzflugbremsen beim Original an drei Stellen von je zwei Streben gehalten wurden. Eine ist die dem Modell beigegebene. Die andere stabilisierte die erste Strebe und stand schräg zu ihr. Außerdem sprang beim Ausfahren der Sturzflugbremsen oben ein roter Stift aus der Tragfläche, so dass der Pilot leicht kontrollieren konnte, in welcher Stellung sich diese befanden

Querruderscharniere (14 & 15) (10 Teile)
· Ausrichtung geht aus der Anleitung nicht hervor. Zeichnungen von Modellen zufolge müsste bei 14 das „dicke Ende“ nach hinten zeigen, bei 15 jedoch das „dünne“.

Rohre C12 (4 Teile)
· Die Abdeckungen kommen auf die Markierungen außen an den Motorgondeln. Die Röhrchen zeigen jeweils in einem deutlichen Winkel von ihnen weg nach außen.

Antennen (17) (8 Teile)

Antenne (20) (4 Teile)

Pitotrohr (1 Teil)
»Zaphod« hat folgende Bilder angehängt:
  • Ju-88A4-02-A.jpg
  • Ju-88A4-03-A.jpg
  • Ju-88A4-04-A.jpg
  • Ju-88A4-08-A.jpg
  • Ju-88A4-11-A.jpg

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Zaphod« (10. Juli 2006, 17:11)


Zaphod

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Montag, 10. Juli 2006, 17:07

RE: GPM Ju 88 A-4

Und noch ein paar Abbildungen zum Abschluss
»Zaphod« hat folgende Bilder angehängt:
  • Ju-88A4-12-A.jpg
  • Ju-88A4-13-A.jpg
  • Ju-88A4-15-A.jpg

Jan Hascher

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Montag, 10. Juli 2006, 18:52

Hi Zaphod,
na das nenn ich doch mal einen ausführlichen Bericht und ein sauber gebautes Modell. Dankeschön dafür. Da ist mehr Info drin als in vielen Bauberichten mit Bildern.

Gruß
Jan
Jeder, der einen Post mit "Ich habe zwar keine Ahnung, aber..." beginnt, möge bitte den Absenden-Button ignorieren.

René Pinos

3,1415926535....

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Montag, 10. Juli 2006, 19:40

Hallo Zaphod,

gratuliere, perfekt gebaut. =D> =D> =D>

Wir hätten doch gerne mitgelitten aber dann wäre Dein Baubericht nicht so ausführlich geworden.

Glückwunsch zur Indienststellung.

Servus
René
Wer Bier nicht liebt und Weib und Knödel der bleibt ein Leben lang ein Blödel

MHBS

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5

Dienstag, 11. Juli 2006, 14:44

Hallo Zaphod,

sehr schones Modell und vielen Dank, dass Du Dir die Muehe gemacht hast so ausfuehrlich ueber den Bau zuberichten.

Matthias

Zaphod

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6

Dienstag, 11. Juli 2006, 14:47

@ alle

Vielen Dank für das Lob (erröt),

Ich kann Hagen nur beipflichten, die Ju-88 ist absolut elegant und der Druck sorgtc dafür, dass das Modell optisch auch anspricht.

Zaphod

7

Dienstag, 11. Juli 2006, 15:43

Hallo Zaphod,

sach es schnell, machst Du eigentlich bei jedem Modell solch eine detaillierte Auflistung? Ist mir ja schon öfters begegnet hier im Forum. Erst liest man Deine Anmerkungen und hat dann den Eindruck, das Modell ist echt schlecht konstruiert usw. Aber dann zeigst Du Bilder vom fertigen Modell und man sieht, dass doch alles irgendwie geklappt hat und auch noch gut aussieht. :D

=D> =D> =D>

Zaphod

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Dienstag, 11. Juli 2006, 18:02

Hallo Henni,

die Anmerkungen entstehen während des Baus und da ich ja keine Digi-Cam habe, sind sie eben ausführlicher, ein bisschen an die alten WHV-Anleitungen angelehnt, die waren auch immer sehr genau.

Ich versuche immer in den allgemeinen Anmerkungen am Anfang meinen groben Eindruck zusammenzufassen. Im Baubericht sind dann vor allem Anmerkungen zu kleinen Tricks etc. die das Bauen erleichtern. Viele kleine Macken behebt ein erfahrener Bauer ja quasi im Vorübergehen.
Die JU-88 ist gut hinzubekommen, wie schon gesagt, ernsthafte Probleme bereiten nur die Rumpfsektion Nr. 1 und die Propellerblätter.Die Ju-87 (die du glaube ich auch gebaut hast) war da schon noch ein Stück besser konstruiert. Aber die Ju-88 ist viel besser als etliche Modelle aus den 90er Jahren. Da wird das Bauen oft zum Umkonstruieren, weil sehr viele Teile gar nicht passen.


Bis dann

Zaphod

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