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Klebär

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Dienstag, 27. Februar 2007, 02:20

Farbe der Rettungsflöße der KM

Hallo Kleberschnüffler!

Ich bin gerade in den letzten Zügen zu meinem Minensucher vom Typ 35 der ehem. Kriegsmarine vom Verlag CFM.
Ich sitze momentan an den sehr knalligen Rettungsflößen. Ich stelle mir schon seit einiger Zeit die Frage, ob diese wirklich so knatsch gelb waren. Da hätte man den ganzen Kahn wohl auch in orange streichen können, da diese Rettungsinseln wohl noch in der Dunkelheit 13 Seemeilen weit geleuchtet hätten...

Ist die vom Verlag vorgegebene Farbe also authentisch, oder gab es auch da das Einheitsgrau? Dann müsste ich nämlich eine Umcolorierung vornehme!


Dank im Voraus!

P.Tietz
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2

Dienstag, 27. Februar 2007, 18:03

RE: Farbe der Rettungsflöße der KM

Hallo Klebär.
Vor der Frage habe ich auch schon gestanden. Habe alte schwarz weiß Bilder von M40 gesehen. darauf sind die Rettungsflöße dunkel. Auch auf T22 Elbing sind die Flöße dunkel. Ein großes Modell von M35 kannst du dir ansehen, ist irgendwo bei M40 im Bericht anzuklicken, hat auch dunkle Flöße.
Schau bei Galerie M40.
Gruß Schreinerrainer

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Schreinerrainer« (27. Februar 2007, 18:09)


Bernhard

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3

Dienstag, 27. Februar 2007, 20:12

Hallo Klebaer, leider weiss ich auch nicht, welche Farbe die Rettungsfloesse wirklich hatten. Ich habe mehrere Gemaelde gesehen, auf denen die Floesse gelb dargestellt waren, aber keine Farbfotos. Es bleibt also die Frage: War das wirklich so, oder war es die Friedensbemalung oder einfach nur kuenstlerische Freiheit?

Zu Schreinerreiners Beitrag: Farbe aus Schwarzweissaufnahmen zu deuten ist aeusserst vertrackt. Die Tatsache, dass die Floesse dunkel erscheinen, ist leider kein Beweis, dass sie nicht gelb gewesen sein koennten.
Damals waren naemlich zwei verschiedene Schwarzweissnegativfilme in Gebrauch: (1) Die weiteste Verbreitung hatte wohl der traditionelle, orthochromatische Film. Er war empfindlich fuer blaues Licht, aber unempfindlich fuer rotes. Je hoeher der Blauanteil eines Gegenstandes ist, desto heller erscheint er im Positivabzug. "Orthochromatische" Himmel sehen daher sehr verwaschen aus. Gelb ist naeher am Rotende des Spektrums. Es erscheint daher auf diesem Filmmaterial dunkel. Dunkle Rettungsfloesse koennten also durchaus gelb gewesen sein. (2) In den 30er Jahren wurde der moderne, panchromatische Film erhaeltlich, der auf das gesamte sichtbare Lichtspektrum anspricht und daher Schwarzweissaufnahmen produziert, die unseren Sehgewohnheiten besser entsprechen. Gelbe (und vor allem rote) Gegenstaende erscheinen auf Abzuegen wesentlich heller als zuvor. Ein dunkles Floss auf panchromatischem Foto war also wahrscheinlich nicht gelb. Als Standardmaterial hat sich der panchromatische Film aber erst in den 50er Jahren endgueltig gegen den orthochromatischen durchgesetzt.
Wie dunkel ein Gegenstand erscheint, haengt also nicht nur davon ab, welche Eigenfarbe er hat, und ob er im Licht oder Schatten war, sondern man muss auch noch wissen, welches Filmmaterial der Fotograf benutzte.
Schreinerreiner, bitte nicht auf den Schlips getreten fuehlen. Ich will nicht abkanzeln, sondern hoffe interessante Hintergrundinformation an zu bieten.

Bernhard
Ewig währt am längsten.

Klebär

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Dienstag, 27. Februar 2007, 20:28

Hallo Zusammen!

Ich bedanke mich mal zunächst für die Beiträge! Ich habe mich wohl jetzt entschieden die Flösse in gelb zu bauen! Sieht auf dem fast fertigen Modell sehr gut aus! Ist ein kleiner Farbklecks auf dem sonst sehr grauen Kahn!

Das war ein sehr interessanter Ausflug in die Welt der Fototechnik! Was man hier nicht alles beigebracht bekommt! Danke nochmals!


Gruß an den Rest der Nation

P.Tietz
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MichiK

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Dienstag, 27. Februar 2007, 23:40

N' Abend zusammen!

Das kommt hier vielleicht ein Bischen spät (und schon leicht überflüssig), aber was soll's. Ich zitiere mal aus der Farbtonübersicht für Anstriche der Kriegsmarine, Werkstoff-Teilblatt Nr. TL-F1 der Kriegsmarinewerft Wilhelmshafen, Bauwerft III (abgedruckt in Jung,Abendroth,Keling: Anstriche und Tarnanstriche der deutschen Kriegsmarine, Bernard & Graefe Verlag):

Zitat

Deckfarbe Gelb, Chefbootfarbe, Schlauchbootfarbe, n. RAL 1003

Da laut obengenanntem Buch die Marine erst ab 1944 RAL-Nummern zur Bezeichnung ihrer Farben verwendete, muß diese Tafel also aus der Spätphase des Krieges stammen. Und nachdem die Marine Schlauchboote kaum für andere als Rettungszwecke gehabt haben dürfte, gehe ich mal davon aus, daß die Rettungsflöße auch als Schlauchboote gelten.
(Damals wurde eine andere RAL Liste verwendet, heuteentspräche dieses Gelb wohl Verkehrsgelb RAL 1023)

Viele Grüße!
Michi
ROMANES EVNT DOMVS !

Jochen Halbey

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6

Mittwoch, 28. Februar 2007, 00:14

Moin moin,

mir will nicht so ganz einleuchten, daß man einerseits durch dunkle Farbgebung oder Tarnbemalung versuchte, Identifizierung und Entfernungsmessung eines Pottes zu erschweren, gleichzeitig aber gut sichtbare und anmeßbare Farbtupfer darauf beließ. Ich vermute daher, daß die meisten Flöße mit einer Art Segeltuch überzogen waren, die der Schiffsfarbe in etwa entsprachen. Leider sind die meisten Photos aus jener Zeit nicht scharf genug, oder der Aufnahmeabstand ist zu groß, weshalb man das nicht genau erkennen kann, aber auf vielen Photos sieht es verdammt nach einem Überzug aus. Und der ist auf diesen Bildern genauso dunkel, wie das Schiff - eventuell sichtbare Personen haben aber helle Gesichter, und da die Gesichtsfarbe dem Gelb sehr ähnlich ist, dürfte es hierbei keine allzu großen Grauton-Unterschiede geben.

Schöne Grüße

Jochen

7

Mittwoch, 28. Februar 2007, 07:36

Moin zusammen,
die Rettungsbojen - so hießen die "Rettungsringe" offiziell - waren in Friedenszeiten ziegelrot gepönt und trugen dann auch noch den Schiffsnamen. Ich kann mir nicht vorstellen, daß man mit Kriegsbeginn alle in grau umgepönt hat, denn einerseits ist der Farbton dunkel genug, um auf große Entfernung eben nicht mehr aufzufallen, andererseits ist ein grauer Rettungsring im Ernstfall im Wasser kaum noch auszumachen. Das wäre dann eher kontraproduktiv. Einen Bezug für die Rettungsringe kann ich mir auch nicht vorstellen, denn im Bedarfsfalle sollte die Rettungsboje schnell geworfen werden und dabei wäre ein umständliches "Enttarnen" eher hinderlich gewesen.
Ich habe die Rettungsbojen bei dem HMV-Torpedoboot alle schön in einem dunklen ZIegelrot gepönt, sieht richtig gut aus.
Gruß aus Hamburg
Fiete

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8

Mittwoch, 28. Februar 2007, 10:41

RE: Farbe der Rettungsflöße der KM

Zitat

Original von Klebär

P.Tietz


Alte Seebären sprachen von gelben Rettungsflößen. Die Dinger sollten
im Fall der Fälle geshen werden.

Versuch es mal mit Tamiya "Dunkel-Gelb", XF-60. Das ist ist nicht zu
"knallig", sondern wirkt etwas verwittert.
as

Klebär

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9

Mittwoch, 28. Februar 2007, 17:12

RE: Farbe der Rettungsflöße der KM

Da habe ich ja, wie es scheint alles richtig gemacht. Es sieht auch toll aus auf dem Boot. Eine Überlegung wäre s vielleicht aber doch, über das ein oder andere noch eine "Segeltuchplane" zu ziehen!

Danke für die vielen tips und Denkanstöße! Ich habe noch dan ein oder anderen Schinakel der KM auf Halde liegen... und da wollten auch u.U. Seemänner gerettet werden.

Grüße

P.Tietz
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Mathias Nöring

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10

Donnerstag, 1. März 2007, 10:28

Hallo Freunde !

Bezüglich des Farbproblems der Rettungsflösse :

Ich habe eben mal in meinem Buch "Anstriche & Tarnanstriche der deutschen Kriegsmarine" nachgeschaut.

Dort ist ab S.27 eine Farbtonübersicht mit RAL-Nummern.
Die Rettungsflösse & Schlauchboote der KM hatten die Farbe RAL 1003 (Signalgelb).

Ob diese dann noch mit Segeltuch in Schiffsfarbe abgehängt waren ? Gute Frage - ist auf den Bildern schwer zu erkennen ... ?(

Auf alle Fälle hatten die Flösse die Farbe Gelb (RAL 1003)

CU

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Jochen Halbey

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Donnerstag, 1. März 2007, 18:04

Moin moin,

als kleiner Nachtrag hier noch 4 Photos, auf denen man Rettungsflöße mit und ohne Persenning sehen kann. Das erste Bild zeigt einen "Artillerieträger" 1945 in der Ostsee, die Flöße haben recht eindeutig eine Persenning. Die beiden nächsten Bilder zeigen 2 Zerstörer mit "nackten" Flößen, und zwar Z 27 1943 in der Biskaya, kurz vor ihrem Untergang, das andere Bild Z 38 1944. Auf dem letzten Bild ist Z 43 zu sehen, 1944 in der Ostsee, hier sind die Flöße anscheinend mit einer Art Persenning überzogen.
Wie dem auch sei - man kann beide Möglichkeiten bauen, gerade wie man will, denn genaue Angaben, wo und wann eine Persenning über die Flöße gezogen war, gibt es wohl nicht mehr.

Schöne Grüße

Jochen
»Jochen Halbey« hat folgende Bilder angehängt:
  • Flöße 1.jpg
  • Z 27.jpg
  • Z 38.jpg
  • Z 43.jpg

MichiK

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Samstag, 15. September 2007, 12:26

Noch'n Nachtrag:

In dem genannten Buch "Anstriche & Tarnanstriche der deutschen Kriegsmarine" gibt es auch einen Farbbildteil, darin ist zu sehen ((Seite 38/39) die Lützow im April 1941 in Gotenhafen im Tarnanstrich mit den schwarz-weißen Parallelstreifen (wie Bismarck), dort hat sie gelbe Flöße, und Z 6 Theodor Riedel 1943/44 mit sehr hell abgesetztem Bug und Heck mit grauen Flößen am Geschütz B und unter der Brücke, aber einem Packen roter (!) Flöße vor dem achternen Schornstein.

Da denke sich nun jeder seinen Teil dazu!
Michi
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haduwolff

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Mittwoch, 17. Oktober 2007, 16:59

Rettungsflösse

Moin zusammen,

...im Buch über die Sperrbrecher sind auf verschiedensten Einheiten zweifarbige Flösse zu sehen.
Leider nur in sw, aber offensichtlich rot mit weissen Feldern in den Mittelstücken.

Gruß

Hadu
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haduwolff

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Mittwoch, 17. Oktober 2007, 21:34

Rettungsflösse

Moin zusammen,

...mal zu den Flössen an sich.

Ich kenne diese vierkantigen Dinger mit einem Gitterrost unten drunter, die anscheinend mit Stoff überzogen sind oder wie Schlauchboote aussehen.

Dann gibts die Kletterseile drumherum und oben etwas, das wie Griffreihen (Latten?) aussieht...aber wie sind die Teile der KM aufgebaut gewesen? Kork?

DIe Masse? Ich hab mal so 2x2 Meter geschätzt...aber wie dick und so...?

Vielleicht könnt Ihr da weiterhelfen...ich will mal welche haben, die gut ausschauen!

Gruß

Hadu
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Donnerstag, 18. Oktober 2007, 07:57

RE: Farbe der Rettungsflöße der KM

Hallo,
muß auch meinen Senf zu geben.
Ich habe Kameraden der KM gefragt, wie die Dinger aussahen.
Sie meinten ( ! ?) die Retungsflöße, welche aus Blech waren ,
waren schmutzig-gelb. Je nach Witterung war die Ursprungsfarbe kaum noch zu erkennen.
Komischerweise hat sie aber keiner so richtig wahrgenommen,obwohl die Dinger einem das Leben retten konnten.

Gruß Harald

haduwolff

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16

Donnerstag, 18. Oktober 2007, 12:19

Blech?

Moin zusammen,

...aus Blech?

Hmmm, die auf den Bildern sehen alle so aus, als wären sie mit Stoff bezogen.
Und aus Blech?

Ok, stabil wäre es, einfach 4 Rohre zusammenzubraten, aber damit wären die Dinger so sinnfrei wie Schlauchboote...nur EIN Treffer mit Splitterwirkung, und alle Rettungsmittel sind hinüber!

Und das Gewicht? Nun, die himmelhohen Stapel der Flösse z.B. vor dem Schornstein vom Zerstörer - naja, eher mörderisch gefährlich.

Was meint Ihr?

Gruß
Hadu
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Donnerstag, 18. Oktober 2007, 15:34

RE: Farbe der Rettungsflöße der KM

@ Haduwolff,
aus Blech ,hat man mir gesagt. Gewicht ? Denke nicht dicker als 2 mm.
(16 Kg/m²) Gummi war Mangelware und bei einem Treffer auch kaputt.
Ein Loch im Blechkanister kann man auch besser abdichten als ein Gummifloß aus dem die Luft entweicht. Bei Feuer kannst Du ein aufgeblasenes Gummifloß vergessen, aus Blech kann man es vielleicht noch außenbords werfen.

Gruß Harald

haduwolff

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18

Donnerstag, 18. Oktober 2007, 19:25

Blech!

Moin zusamen,

...das macht mich nun alles etwas stutzig. Blech also...Wenn der KM-Seemann Blech sagt, so ist das wohl Blech gewesen, er war ja dabei.

Danke Dir!

Gruß
Hadu
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Wiesel

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Freitag, 19. Oktober 2007, 10:46

Ich habe irgendwo schon alte Blechflöße, auf irgendeinem Schrotthaufen an der Küste, gesehen. Weiß aber nicht mehr, wo das war und ein Foto gibt es leider auch nicht.

Würde aber auch aus einem anderen Grund Sinn machen: Damals war Kork sicher schwer zu bekommen, zumindest kurz vor und im Krieg.
Bis die Tage...

Helmut

"Einmal sah jemand die Häftlingsnummer 78651, die auf meinem Arm eintätowiert ist, und sagte: "Das ist wohl Ihre Garderobennummer?" Danach trug ich jahrelang nur langärmelige Pullover."
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Jochen Halbey

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Freitag, 19. Oktober 2007, 17:01

Moin moin, allerseits,

zur Farbe kann ich hier nichts Neues beitragen, aber zur Form. Beide Bilder zeigen Z 25, auf Bild 1 sind die Flöße unterhalb des Brückendecks zu sehen, und sie haben so etwas wie eine "Holz-Gräting" an der Außenseite, die so aussehen, als seien sie davorgehängt, oder "aufgesetzt". Keine Ahnung, was das sein könnte und welchem Zweck diese Dinger dienten - vielleicht als Schutz? Jedenfalls sehr interessant. Auf dem zweiten Bild sehen die Flöße wieder "normal" aus, vermutlich aus Blech.

Schöne Grüße

Jochen
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  • Z 25 1.jpg
  • Z 25 2.jpg

Bernhard

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Freitag, 19. Oktober 2007, 19:17

Blechfloß

Zitat

Originally posted by Wiesel
... alte Blechflöße...
Würde aber auch aus einem anderen Grund Sinn machen: Damals war Kork sicher schwer zu bekommen, zumindest kurz vor und im Krieg.


Das ist sicher eine vernünftige Überlegung, aber ich habe den Verdacht, dass die Dinger schon vor dem Krieg, bei besserer Versorgungslage, aus Blech gemacht wurden. Das ursprüngliche, preisgekrönte "Carley Float" aus dem Jahr 1898, benannt nach seinem Erfinder Horace Carley, war nämlich auch schon aus Blech. Es war in 35 Auftriebskammern unterteilt und aus Kupferblech gefertigt.
http://www.navalandmilitarymuseum.org/re…ars/carley.html

Ich nehme mal an, dass man spätestens im 2. Weltkrieg für die Herstellung vom teuren Kupfer zum billigeren Stahlblech übergewechselt hatte.
Gute Bilder zur Konstruktion von Metallfößen habe ich nicht finden können. Hier noch 2 Links zu Bildern mit Carley Flößen britischer Bauart:
http://lean.bfi.org.uk/display.php?theme…umb=bfi-00m-m7f
http://www.abc.net.au/canberra/stories/s1441745.htm
An dem beschädigten Floß der Canberra kann man mehr ahnen als sehen, dass es aus hartem Material besteht und unterkammert ist.

Bernhard
Ewig währt am längsten.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Bernhard« (19. Oktober 2007, 19:19)


haduwolff

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22

Samstag, 20. Oktober 2007, 12:51

Blech

Moin zusammen,

jetzt wirds immer interessanter - ich habe Bilder vorliegen, die zeigen Flösse auf deutschen Sperrbrechern, die 4-Kant, rechteckig und 8-eckiig sind.

Bei einem Stapel an Deck liegen die in einem Gestell und hängen durch wie etwas schlappe Schlauchboote. Waren die Kammern beweglch aufgehängt?

Und wie erklären sich die offensichtlichen Stoffbezüge auf den Dingern...?

Gruß
Hadu
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